Dienstag, 17. Januar 2017
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Strompreise 2016

Autor: Dr. Jörg Heidjann

Rund 140 Stromanbieter haben zum Jahreswechsel 2016 die Strompreise erhöht. Im Durchschnitt beträgt die Preiserhöhung 2,8 Prozent. Für einen Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4000 Kilowattstunden (kWh) bedeute dies Mehrkosten von 33 Euro. Bei 49 Stromanbietern wird Strom günstiger. Dort sinken die Preise um durchschnittlich 2,2 Prozent.

Der Preisunterschied zwischen dem lokalen Grundversorger und den günstigsten verfügbaren Stromtarifen nimmt weiter zu und ist im vergangenen Jahr um rund 3 Prozent gestiegen. Aktuell zahlt ein Stromkunde in Deutschland mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh in Deutschland 1.068,- EUR für Strom beim Grundversorger. Beim günstigsten Anbieter dagegen rund 707,- EUR. Damit kann ein Stromverbraucher mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh durch einen Anbieterwechsel 361 Euro sparen.

Der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte ist zwischen 1998 und 2014 von 17,11 auf 29,13 Cent/kWh gestiegen. Dies entspricht einer Steigerung von etwa 70 % bzw. durchschnittlich 3,4 % pro Jahr.  Im Jahr 2015 ist dieser dann zum ersten Mal gesunken und liegt bei 28,81 Cent / kWh. Hauptursache dafür waren deutlich günstigere Einkaufspreise für Großhändler an der Leipziger Strombörse sowie die Senkung der EEG – Umlage um 0,07 Cent pro kWh. Für die Strompreise im Jahr 2016 wird derzeit eine durchschnittliche Erhöhung von 2,9 % angenommen. 

Wie entwickeln sich die Strompreise im Jahr 2016?

Strom wird im Jahr 2016 deutlich teurer, viele Stromkunden werden als im kommenden Jahr mehr für Strom bezahlen. Es wird erwartet, dass weitere Stromanbieter die Preise im Laufe des Jahres erhöhen. Zum Jahreswechsel ist der Strompreis für mindestens 4,9 Millionen Verbraucher im Schnitt um 2,8 Prozent gestiegen. In der Spitze werden die Preise sogar um 7% erhöht. Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden bedeutet dies eine Mehrbelastung von 33 Euro.

Schon im Oktober 2015 hieß es nach ersten Brancheneinschätzungen, dass sich der für den Verbraucher erfreuliche Trend im Jahr 2016 nicht fortsetzen wird. Der leichte Rückgang der EEG Umlage im Jahr 2015 war wohl eher eine Ausnahme, wie die Branchenexperten der „Agora Energiewende" bekanntgaben. Die im Jahr 2015 erstmals seit ihrer Einführung leicht gesunkene EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien über den allgemeinen Strompreis ist in 2016 von derzeit 6,17 auf 6,354 Cent pro Kilowattstunde Strom angestiegen, ein neuer Rekordwert. Dies entspricht einem Anstieg von rund drei Prozent. 

Derzeit liegt die EEG - Umlage bei 6,17 Cent, im Jahr 2014 lag diese bei 6,24 Cent je Kilowattstunde. Auf einen durchschnittlichen Haushalt mit 3500 kWh Jahresverbrauch umgerechnet bedeutet dass eine Preiserhöhung von 15 Euro.

"Der Durchschnittshaushalt in Deutschland

zahlt 231 Euro pro Jahr für die EEG - Umlage"

Die Bundesregierung plant ebenfalls eine Anpassung der KWK- Umlage für 2016. Diese soll bei 10 Euro pro Haushalt liegen. So wird die Energiewende Verbraucher und Unternehmen im nächsten Jahr etwas stärker belasten. Für den durchschnittlichen Haushaltskunden ergeben sich aus der Erhöhung der EEG und KWK - Umlage 25 Euro mehr pro Jahr. 

Grund für die höhren Umlagen sind die niedringen Stromprese an der Leipziger Strombörse. Was auf den ersten Blick paradox klingt, ist recht einfach zu erklären. Das die Erzeuger von Ökostrom eine feste Vergütung bekommen, wird die Finanzierungslücke bei den geringen Strompreisen an der Strombörse größer. Diese Lücke wird auf die Verbraucher umgelegt. Sinken also die Strompreise an der Leipziger Strombörse, so steigen die Umlagen.

Die Fachleut der Agora Energiewende rechnen für 2016 mit einem Börsenstrompreis von 3,25 Cent/kWh. Das wären rund 9 Prozent weniger als 2015. Insofern bliebe die Summe aus einer erhöhten EEG -Umlage und einem günstigeren Börsenstrompreise weitgehenst konstant. Da die Stromhändler jedoch Ihren Bedarf bis zu 3 Jahre im Voraus einkaufen, könnte es zu einer leichten Strompreishöhung im Jahr 2016 kommen.

Unsere vorsichtige Prognose lautet daher:

„Die Strompreise im Jahr 2016 liegen im Durchschnitt rund 3% über den Strompreisen von 2015.“

Entwicklung der Strompreise für Gewerbekunden

Die Strompreise für mittlere Gewerbebetriebe mit einem Verbrauch von 2 bis 20 Mio. kWh / Jahr liegen im Schnitt bei 15,6 Cent / kWh. Diese Betriebe profitieren vor allem von deutlich geringeren Umlagen, Steuern und Netzentgelten. Privilegierte, stromintensive Industriebetriebe zahlen im Idealfall bestenfalls 4,7 Cent / kWh.

Gewerbekunden mit einem Verbrauch von mindestens 50.000 kWh und einem Lastgangzähler (RLM) profitieren von geringeren Steuern und Abgaben. Hier empfiehlt es sich, ein individuelles Angebot anzufordern.

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Große regionale Strompreis Unterschiede

Strompreise Deutschland

Die Strompreise in Deutschland sind regional sehr unterschiedlich. Ursache hierfür sind u.a. die Netzentgelte und der lokale Wettbewerb der Stromanbieter am Wohnort der Verbraucher. Dieses wird eindrucksvoll sichtbar mit dem Atlas für Strompreise in Deutschland. Der große Strompreis Atlas für Deutschand zeigt deutschlandweit die aktuellen monatlichen Strompreise für alle Städte, Landkreise und kreisfreie Städte an. Die Strompreise sind farblich unterschiedlich dargestellt (rot = teuer, grün = günstig), so dass die Karte auf einen Blick zeigt, wo der Strom für Verbraucher in Deutschland günstig oder teuer ist.

Auch die nachfolgende Tabelle, in der die durchschnittlichen Strompreise nach Bundelsland aufgeführt sind, zeigt deutlich die regionalen Strompreisunterschiede in Deutschland. Grundlage für die Berechnung der durchschnittlichen Strompreise ist ein Jahresverbrauch von 3500 kWh.

Stromkosten für alle Bundesländer in Deutschland

Bundesland Strompreis
Lokaler
Versorger
Strompreis
Ökostrom
Strompreis
Alle Tarife
Deutschland gesamt 1.090,16 EUR 806,50 EUR 762,57 EUR
Baden-Württemberg 1.085,88 EUR 756,08 EUR 721,49 EUR
Bayern 1.052,56 EUR 771,72 EUR 739,89 EUR
Berlin 1.095,00 EUR 757,11 EUR 726,74 EUR
Brandenburg 1.197,97 EUR 881,79 EUR 846,31 EUR
Bremen 995,50 EUR 729,18 EUR 699,70 EUR
Hamburg 1.088,00 EUR 771,18 EUR 745,43 EUR
Hessen 1.076,18 EUR 761,70 EUR 724,73 EUR
Mecklenburg-Vorpommern 1.220,26 EUR 897,42 EUR 863,25 EUR
Niedersachsen 1.078,32 EUR 779,83 EUR 744,59 EUR
Nordrhein-Westfalen 1.074,38 EUR 739,78 EUR 707,26 EUR
Rheinland-Pfalz 1.094,87 EUR 741,19 EUR 709,06 EUR
Saarland 1.104,71 EUR 756,27 EUR 716,06 EUR
Sachsen 1.120,60 EUR 799,06 EUR 762,37 EUR
Sachsen-Anhalt 1.122,69 EUR 806,97 EUR 768,90 EUR
Schleswig-Holstein 1.154,32 EUR 860,15 EUR 824,72 EUR
Thüringen 1.161,03 EUR 807,69 EUR 766,00 EUR
Stand: 16.01.2017 09:30 Uhr

Hinweis zur Berechnung der Ersparnis
Die mögliche Ersparnis wird in Bezug zu dem Tarif des lokalen Anbieters berechnet. Falls es sich bei dem Vergleichstarif um einen Grundversorgungstarif handelt, wird Ihnen gesetzlich für diesen Tarif eine Kündigungsfrist von 2 Wochen garantiert.

Strompreise in Deutschland

Stromkunden in Deutschland wechseln eher sehr selten den Anbieter, obwohl sich der Anbietwechsel durchaus lohnt. Denn wer noch in der Grundversorgung ist, der kann bei einem Wechsel zu einem günstigen Stromanbieter im Schnitt 361 Euro pro Jahr sparen. (Quelle: StromAuskunft.de, Stand August 2015, Verbrauch 3500 kWh)

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