Freitag, 17. April 2026

Aktuelle Strompreise / Stromvergleich 2026

Strompreisentwicklung
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Strompreisentwicklung in Deutschland 2014–2026

Aktuelle Preise, Entwicklungen, Ursachen und Prognosen bis zum Jahr 2040

Von Dr. Jörg Heidjann

Die Strompreisentwicklung in Deutschland hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Auf eine Phase stabiler Preise folgten steigende Beschaffungskosten, die Energiekrise und zuletzt neue Unsicherheiten an den Energiemärkten.

Viele Verbraucher fragen sich deshalb: Wie entwickeln sich die Strompreise aktuell im Jahr 2026? Welche Rolle spielen Gaspreise, Netzentgelte und geopolitische Konflikte? Und wie groß sind die Unterschiede zwischen Regionen?

Auf dieser Seite zeigen wir die Strompreisentwicklung in Deutschland datenbasiert und verständlich – mit aktuellen Zahlen, historischen Vergleichen und einer fundierten Einordnung der wichtigsten Einflussfaktoren.

Strompreise aktuell (Stand 17. April 2026)

Die aktuellen Strompreise sind ein wichtiger Indikator für die Strompreisentwicklung. Besonders im Vergleich zu den letzten Monaten und Jahren lassen sich Trends und Veränderungen gut erkennen.

Strompreise in Deutschland

Unsere aktuelle Auswertung zeigt, wie sich die Strompreise für Haushalte in Deutschland entwickeln. Grundlage sind tägliche analysierte Tarfie in deutschen Städten und Gemeinden. So wird auf einen Blick sichtbar, wie hoch der duchschnittliche Preis aktuell ist, wie sich der Markt verändert und welches Sparpotential ein Anbieterwechsel bietet.

Strompreis für Neukunden

26,79 Cent pro kWh

im günstigsten Tarif im bundesweiten Durchschnitt
Stand: 17. April 2026, Quelle: StromAuskunft.de

Veränderung zum Vortag

26,94 Cent pro kWh

gestriger Strompreis für Neukunden im bundesweiten Durchschnitt
Quelle: StromAuskunft.de

Veränderung zum Vorjahr

27,88 Cent pro kWh

Vorjahrespreis für Neukunden im bundesweiten Durchschnitt.
Quelle: StromAuskunft.de

Strompreis in der Grundversorgung

40,40 Cent pro kWh

Aktueller Strompreis in der Grundversorgung
Quelle: StromAuskunft.de

Aktuelle Wechselersparnis

476.58 Euro

Wechsel vom Grundversorgungstarif in den günstigsten Stromtarif.
Quelle: StromAuskunft.de

Quelle: STROMAUSKUNFT ENERGY PRICE LAB - Datenstand 17. April 2026, Basis 3500 kWH, Meßpunkte > 6300 Städte und Gemeinden in Deutschland, Mehr Informationen Strompreise

Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar sind die Strompreise für Neukunden in Deutschland deutlich gestiegen. Nach aktuellen Auswertungen des Verbraucherportals StromAuskunft erhöhte sich der bundesweite Durchschnittspreis der günstigsten verfügbaren Stromtarife von 23,6 auf 27,6 Cent pro Kilowattstunde. Das entspricht einem Anstieg um 4 Cent pro Kilowattstunde beziehungsweise rund 17 Prozent innerhalb von vier Wochen (Stand: 26. März 2026).

Die Auswertung basiert auf der laufenden Analyse der bundesweit verfügbaren Stromtarife für Haushaltskunden.

Unser Tipp: Prüfen Sie regelmäßig aktuelle Tarife, um Preisbewegungen zu Ihrem Vorteil zu nutzen.

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Strompreisentwicklung in Deutschland vom 01.01.2017 bis zum 17. April 2026

Die folgende Entwicklung zeigt, wie sich die Strompreise für Haushalte in Deutschland seit 2017 verändert haben. Besonders deutlich werden dabei die Auswirkungen der Energiekrise sowie aktuelle Marktbewegungen im Jahr 2026. Durch die Gegenüberstellung der verschiedenen Tarifoptionen - Grundversorger, günstigster Tarif, Ökostromtarif - ermöglichen wir eine sehr transparente Einsicht in die Preisentwicklung für Endkunden in Deutschland.

Strompreisentwicklung in Deutschland
Strompreise für Privathaushalte

 

Grafik "Strompreisentwicklung in Deutschland. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Strompreise für Haushalte in Deutschland seit 2017 auf Basis des Strompreis-Index für Haushalte in Deutschland von StromAuskunft. Die Analysen von StromAuskunft basieren auf täglichen Strompreisanalysen für mehr als 6.300 Städte und Gemeinden und zeigen die Strompreise in der Grundversorgung, beim günstigsten Anbieter außerhalb der Grundversorgung und im günstigsten Ökostromtarif in Cent pro Kilowattstunde bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh" © StromAuskunft.de

Lizenzfreie Infografiken zur Strompreisentwicklung

Wir bieten unsere Infografiken und Bilder kostenfrei unter der Creative Commons Lizenz CC BY-SA 4.0 an. Sie dürfen unsere Inhalte daher gerne verwenden, teilen, weiterverbreiten und sogar kommerziell nutzen, solange StromAuskunft.de deutlich als Urheber genannt und verlinkt wird.

Infografik Strompreis Entwicklung 2015-2025

Strompreisentwicklung 2015 bis 2025

StromAuskunft.de Strompreisentwicklung von 2015 bis 2025 aufgeschlüsselt nach Bestandteilen Steuern und Abgaben, Netzentgelten sowie Beschaffung und Vertrieb.

Infografik zur freien Verfügung unter Creative Commons Lizenz

Infografik Strompreisentwicklung in Deutschland

Strompreisentwicklung 2014 bis 2025

StromAuskunft.de Strompreisentwicklung von 2014 bis 2025 für Neukunden beim günstigsten Anbieter und im Vergleich dazu für Kunden in der Grundversorgung

Infografik zur freien Verfügung unter Creative Commons Lizenz

Strompreise 2014 bis 2026: Entwicklung im Überblick

Die Strompreise in Deutschland haben sich seit 2014 deutlich verändert. Während die Jahre 2014 und 2015 noch für eine vergleichsweise stabile Marktphase standen, kam es ab 2021 zu spürbaren Preissteigerungen und in der Energiekrise 2022 zu historischen Höchstständen.

Auch nach der anschließenden Entspannung liegt das Strompreisniveau heute weiterhin deutlich über dem Niveau früherer Jahre. Besonders auffällig ist dabei der Unterschied zwischen Grundversorgung und Wettbewerbstarifen.

Langfristige Entwicklung der Strompreise

Zwischen 2017 und 2021 stiegen die Strompreise für Haushalte in Deutschland moderat an. Der günstigste Stromtarif lag im Jahr 2017 noch bei rund 21 Cent pro kWh und erhöhte sich bis Anfang 2022 auf etwa 23,5 Cent pro kWh.

Dieser Anstieg entspricht einer Preissteigerung von rund 12 Prozent und lag damit im Rahmen der allgemeinen Kostenentwicklung.

Auch langfristig zeigt sich ein moderater Anstieg des Strompreisniveaus:
Der durchschnittliche Strompreis erhöhte sich von 22,4 Cent pro kWh im Jahr 2014 auf etwa 28 Cent pro kWh im Jahr 2025. Das entspricht einem Anstieg von rund 25 Prozent bzw. etwa 2,5 Prozent pro Jahr.

Energiekrise 2022 mit historischen Preisspitzen

Im Jahr 2022 kam es infolge der Energiekrise zu einem starken Anstieg der Strompreise. Besonders deutlich war dieser Effekt bei Tarifen außerhalb der Grundversorgung.

Der günstigste Stromtarif sowie Ökostromtarife erreichten im Herbst 2022 zeitweise Werte von über 60 Cent pro kWh. Ursache waren vor allem stark gestiegene Gaspreise infolge des Ukrainekriegs sowie die Auswirkungen des Merit-Order-Prinzips auf den europäischen Strommarkt.

Diese Phase stellte den höchsten jemals gemessenen Strompreis für Neukundentarife in Deutschland dar.

Preisrückgang nach der Energiekrise

Nach der Energiekrise sanken die Preise bei alternativen Stromanbietern wieder deutlich. Seit 2023 bewegen sich die Preise für den günstigsten Tarif sowie für Ökostromtarife wieder im Bereich von 25 bis 30 Cent pro kWh.

Grundversorgung dauerhaft deutlich teurer

Ein anderes Bild zeigt sich bei den Grundversorgungstarifen. Diese waren über den gesamten Zeitraum hinweg durchgängig teurer als alternative Stromtarife. Während die Preise im Wettbewerb nach der Energiekrise wieder gesunken sind, verharren die Tarife der Grundversorger weiterhin auf einem deutlich höheren Niveau.

Im Jahr 2025 lag der durchschnittliche Strompreis in der Grundversorgung bei rund 45 Cent pro kWh und damit deutlich über den Preisen im Wettbewerbsmarkt.

Annäherung von Ökostrom und günstigstem Tarif

Die Preisunterschiede zwischen dem günstigsten Tarif außerhalb der Grundversorgung und dem günstigsten Ökostromtarif sind im Laufe der Zeit immer kleiner geworden. Dies deutet darauf hin, dass sich die Preisstrukturen dieser beiden Tarifoptionen zunehmend angleichen.

Moderater Anstieg des allgemeinen Strompreisniveaus

Der durchschnittliche Strompreis stieg von 22,4 Cent pro kWh im Jahr 2014 auf 28 Cent pro kWh im Jahr 2025. Dieser Anstieg von 25 % entspricht einer jährlichen Steigerung von 2,5 % und liegt damit im Rahmen der Inflationsrate.

Überproportionaler Preisanstieg in der Grundversorgung

Im Grundversorgungstarif stieg der Strompreis von 31 Cent pro kWh im Jahr 2014 auf 45,5 Cent pro kWh im Jahr 2025. Dies entspricht einem Anstieg von 47 % bzw. 4,7 % pro Jahr – deutlich über der Inflationsrate. Während die Preise im Grundversorgungstarif nach der Energiekrise auf einem hohen Niveau verharrten, sanken die Tarife bei alternativen Anbietern wieder signifikant. Dies hält das Fenster für erhebliche Einsparungen durch einen Anbieterwechsel weiterhin offen.

Hohes Einsparpotenzial durch Anbieterwechsel

Durch den anhaltend großen Preisunterschied zwischen Grundversorgung und Wettbewerb ergeben sich weiterhin erhebliche Einsparpotenziale für Haushalte. Die Grafik verdeutlicht damit, dass ein regelmäßiger Stromvergleich für viele Haushalte eine effektive Möglichkeit darstellt, ihre Stromkosten deutlich zu senken.

Was die Strompreisentwicklung für Verbraucher bedeutet

Die langfristige Entwicklung zeigt drei zentrale Trends:

  • Strompreise sind langfristig gestiegen
  • Krisen können zu extremen Ausschlägen führen
  • Preisunterschiede zwischen Tarifen bleiben erheblich

Besonders wichtig ist dabei der Unterschied zwischen Grundversorgung und Wettbewerb. Während die Grundversorgung dauerhaft auf einem hohen Niveau liegt, bieten alternative Tarife deutlich günstigere Preise.

Für Verbraucher bedeutet das:
Ein regelmäßiger Stromvergleich bleibt eine der effektivsten Möglichkeiten, um Stromkosten dauerhaft zu senken.

Entwicklung der Strompreise im Jahr 2026

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Strompreise für das Jahr 2026 auf monatlicher Basis. Die Preise werden für den Grundversorgungstarif, den günstigsten Ökostromtarif sowie den günstigsten Tarif außerhalb der Grundversorgung angegeben.

Monat Grundversorger Günstigster Ökostromtarif Günstigster Alternativtarif
Januar 2026 44,30 Cent pro kWh 24,61 Cent pro kWh 23,84 Cent pro kWh
Februar 2026 40,70 Cent pro kWh 24.67 Cent pro kWh 23,90 Cent pro kWh
März 2026 40,42 Cent pro kWh 25,13 Cent pro kWh 24,94 Cent pro kWh

Tabelle "Strompreise für Neuverträge im Jahr 2026 in Deutschland bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh", © StromAuskunft.de

Auswirkungen des Iran-Krieges auf die Strompreisentwicklung

Geopolitische Spannungen spielen eine Rolle für die Strompreisentwicklung, da der Strompreis auch mit dem Ölpreis korreliert. Ein möglicher Konflikt oder eine Eskalation im Nahen Osten wirkt sich nicht direkt über Stromimporte auf Deutschland aus, aber indirekt über die globalen Energiemärkte.

Warum der Iran-Krieg den Strompreis beeinflusst

Der Zusammenhang läuft über mehrere Schritte:

  • steigende Ölpreise durch Unsicherheit
  • steigende Gaspreise durch globale Marktreaktionen
  • höhere Strompreise durch teurere Erzeugung

Da Strommärkte international vernetzt sind, können bereits Erwartungen an mögliche Lieferengpässe zu steigenden Preisen führen.

Einordnung für Deutschland

Für die Strompreisentwicklung in Deutschland bedeutet das:

  • Beschaffungskosten steigen
  • Unsicherheit im Markt nimmt zu
  • Preiserhöhungen für Neukunden werden wahrscheinlicher

Wichtig: Der Iran-Krieg ist kein grundlegender Treiber der langfristigen Entwicklung, sondern ein aktueller Risikofaktor, der bestehende Trends verstärken kann.

 

Tabelle: Entwicklung der Strompreise im Jahr 2025

Strompreisentwicklung 2025 - Januar bis Dezember für Neuverträge in der Grundversorgung, beim günstigsten Ökostromanbieter und beim insgesamt günstigsten Stromanbieter.

Monat Grundversorger Günstigster Ökostromtarif Günstigster Alternativtarif
Januar 2025 45,63 Cent pro kWh 29,59 Cent pro kWh 27,87 Cent pro kWh
Februar 2025 45,62 Cent pro kWh 29,64 Cent pro kWh 29,11 Cent pro kWh
März 2025 45,5 Cent pro kWh 29,33 Cent pro kWh 29,09 Cent pro kWh
April 2025 45,47 Cent pro kWh 28,22 Cent pro kWh 27,88 Cent pro kWh
Mai 2025 45,44 Cent pro kWh 27,84 Cent pro kWh 27,55 Cent pro kWh
Juni 2025 45,10 Cent pro kWh 28,7 Cent pro kWh 27,79 Cent pro kWh
Juli 2025 45,43 Cent pro kWh 29,34 Cent pro kWh 28,04 Cent pro kWh
August 2025 45,42 Cent pro kWh 28,91 Cent pro kWh 28,81 Cent pro kWh
September 2025 45,42 Cent pro kWh 27,78 Cent pro kWh 27,36 Cent pro kWh
Oktober 2025 45,47 Cent pro kWh 27,38 Cent pro kWh 26,97 Cent pro kWh
November 2025 45,47 Cent pro kWh 25,53 Cent pro kWh 24,82 Cent pro kWh
Dezember 2025 44,36 Cent pro kWh 24,39 Cent pro kWh 23,75 Cent pro kWh

Tabelle "Strompreise für Neuverträge im Jahr 2025 in Deutschland bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh", © StromAuskunft.de

Tabelle: Entwicklung der Strompreise im Jahr 2024

Strompreisentwicklung 2024 - Januar bis Dezember für Neuverträge in der Grundversorgung, beim günstigsten Ökostromanbieter und beim insgesamt günstigsten Stromanbieter.

Monat Grundversorger Günstigster Ökostromtarif Günstigster Alternativtarif
Januar 2024 44,42 Cent pro kWh 29,66 Cent pro kWh 29,23 Cent pro kWh
Februar 2024 44,43 Cent pro kWh 27,63 Cent pro kWh 27,29 Cent pro kWh
März 2024 43,81 Cent pro kWh 27,16 Cent pro kWh 27,05 Cent pro kWh
April 2024 45,11 Cent pro kWh 27,31 Cent pro kWh 26,98 Cent pro kWh
Mai 2024 45,17 Cent pro kWh 27,80 Cent pro kWh 27,61 Cent pro kWh
Juni 2024 45,10 Cent pro kWh 28,87 Cent pro kWh 27,92 Cent pro kWh
Juli 2024 45,18 Cent pro kWh 27,82 Cent pro kWh 27,55 Cent pro kWh
August 2024 45,18 Cent pro kWh 27,61 Cent pro kWh 27,28 Cent pro kWh
September 2024 45,17 Cent pro kWh 27,96 Cent pro kWh 28,01 Cent pro kWh
Oktober 2024 45,15 Cent pro kWh 28,36 Cent pro kWh 26,84 Cent pro kWh
November 2024 45,18 Cent pro kWh 27,23 Cent pro kWh 25,59 Cent pro kWh
Dezember 2024 44,36 Cent pro kWh 29,25 Cent pro kWh 27,74 Cent pro kWh

Tabelle "Strompreise für Neuverträge im Jahr 2024 in Deutschland bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh", © StromAuskunft.de

Trotz der gestiegenen Energiepreise in den letzten Jahren sind die Strompreise in Deutschland trotz kurzzeitiger Preissprünge im Herbst 2024 weitgehend stabil geblieben. Die Verbraucher spüren diese Preisspitzen insbesondere in Festpreisverträgen nicht, da sie in der Regel einen fixen Preis über die Vertragslaufzeit sichern. Allerdings können Dunkelflauten, also Zeiten, in denen wenig Strom aus erneuerbaren Quellen produziert wird, zu temporären Preisschwankungen führen. In solchen Phasen wird vermehrt auf Gaskraftwerke zurückgegriffen, da sie schnell hochgefahren werden können, was den Strompreis in die Höhe treibt. Der Anteil von Erdgas im Strommix erreichte im November 2024 den höchsten Wert der letzten fünf Jahre, was den Strompreis zusätzlich beeinflusste.

Tabelle: Entwicklung der Strompreise im Jahr 2023

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Strompreise im Jahr 2023 auf monatlicher Basis. Durch die von der Bundesregierung beschlossene Strompreisbremse zahlten Endkunden maximal 40 Cent pro Kilowattstunde für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs.

Monat Grundversorger Günstigster Ökostromtarif Günstigster Alternativtarif
Januar 2023 47,07 Cent pro kWh 47,26 Cent pro kWh 45,67 Cent pro kWh
Februar 2023 48,45 Cent pro kWh 39,62 Cent pro kWh 39,19 Cent pro kWh
März 2023 47,76 Cent pro kWh 38,37 Cent pro kWh 37,36 Cent pro kWh
April 2023 48,97 Cent pro kWh 35,22 Cent pro kWh 34,57 Cent pro kWh
Mai 2023 49,92 Cent pro kWh 34,26 Cent pro kWh 33,65 Cent pro kWh
Juni 2023 49,45 Cent pro kWh 32,52 Cent pro kWh 31,52 Cent pro kWh
Juli 2023 49,17 Cent pro kWh 31,66 Cent pro kWh 29,97 Cent pro kWh
August 2023 47,32 Cent pro kWh 31,19 Cent pro kWh 30,70 Cent pro kWh
September 2023 46,94 Cent pro kWh 32,20 Cent pro kWh 31,46 Cent pro kWh
Oktober 2023 46,93 Cent pro kWh 31,08 Cent pro kWh 30.35 Cent pro kWh
November 2023 47,01 Cent pro kWh 30,05 Cent pro kWh 30,11 Cent pro kWh
Dezember 2023 44,75 Cent pro kWh 29,34 Cent pro kWh 28,80 Cent pro kWh

Tabelle "Strompreise für Neuverträge im Jahr 2023 in Deutschland bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh", © StromAuskunft.de

Tabelle: Entwicklung der Strompreise im Jahr 2022

Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Entwicklung der Strompreise im Jahr 2022 auf monatlicher Basis.

Monat Grundversorger Günstigster Ökostromtarif Günstigster Alternativtarif
Januar 2022 36,93 Cent pro kWh 60,19 Cent pro kWh 54,83 Cent pro kWh
Februar 2022 40,03 Cent pro kWh 41,96 Cent pro kWh 41,80 Cent pro kWh
März 2022 38,93 Cent pro kWh 39,41 Cent pro kWh 37,94 Cent pro kWh
April 2022 38,92 Cent pro kWh 46,23 Cent pro kWh 45,01 Cent pro kWh
Mai 2022 40,77 Cent pro kWh 44,72 Cent pro kWh 44,28 Cent pro kWh
Juni 2022 39,85 Cent pro kWh 39,60 Cent pro kWh 39,20 Cent pro kWh
Juli 2022 39,57 Cent pro kWh 37,54 Cent pro kWh 36,29 Cent pro kWh
August 2022 37,83 Cent pro kWh 44,51 Cent pro kWh 44,41 Cent pro kWh
September 2022 38,11 Cent pro kWh 40,38 Cent pro kWh 40,03 Cent pro kWh
Oktober 2022 37,96 Cent pro kWh 67,49 Cent pro kWh 61,99 Cent pro kWh
November 2022 38,60 Cent pro kWh 60,89 Cent pro kWh 57,09 Cent pro kWh
Dezember 2022 46,84 Cent pro kWh 47,23 Cent pro kWh 45,56 Cent pro kWh

Tabelle "Strompreise für Neuverträge im Jahr 2022 in Deutschland bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh", © StromAuskunft.de

Hintergrund der Preisentwicklung im Jahr 2022

Der Krieg in der Ukraine führte zu massiven Verwerfungen auf dem globalen Energiemarkt. Die geopolitischen Spannungen, insbesondere zwischen Russland und Europa, mündeten in einer deutlichen Reduzierung russischer Gaslieferungen. Gleichzeitig stieg die weltweite Nachfrage nach Erdgas durch die konjunkturelle Erholung nach der Corona-Pandemie.

Die Gaspreise erreichten im Herbst 2022 Rekordhöhen vom zum Teil des  zehnfachen des Vorkrisen-Niveaus. Dies hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Strompreise, da ein bedeutender Teil der Stromerzeugung in Europa mittels Gaskraftwerken erfolgt.

Der Ukraine-Krieg markiert den stärksten Einschnitt in die Strompreisentwicklung in Deutschland seit vielen Jahren. Mit Beginn des Krieges im Jahr 2022 veränderten sich die Energiemärkte grundlegend.

Was ist passiert?

  • Gaslieferungen aus Russland brachen weg oder wurden stark reduziert
  • die Preise für Erdgas stiegen massiv
  • Unsicherheit an den Energiemärkten nahm stark zu
  • Strompreise folgten den steigenden Gaspreisen

Der entscheidende Zusammenhang liegt im sogenannten Merit-Order-Prinzip: In vielen Stunden bestimmen Gaskraftwerke den Strompreis. Wenn Gas teuer wird, steigt dadurch auch der Strompreis.

Auswirkungen auf Strompreise

Die Energiekrise führte zu einer außergewöhnlichen Entwicklung:

  • Strompreise erreichten historische Höchststände
  • viele Anbieter erhöhten ihre Tarife deutlich
  • einige Versorger zogen sich zeitweise aus dem Markt zurück
  • Preisunterschiede zwischen Tarifen wurden extrem groß

Für viele Haushalte wurde in dieser Phase erstmals sichtbar, wie stark sich der Strompreis innerhalb kurzer Zeit verändern kann.

Die Entwicklung der Strompreise bis zum Jahr 2022

Im Zeitraum von 2014 bis 2020 sind die Strompreise für Haushalte in Deutschland stetig gestiegen. Im Mai 2014 lag der durchschnittliche Strompreis für private Haushalte in der Grundversorgung bei 22,4 Cent pro Kilowattstunde und im Januar 2022 bei etwa 37,9 Cent pro kWh. Ursächlich für den Kostenanstieg sind vor allem die folgenden Faktoren:

  • Erneuerbare Energien

Die Energiewende in Deutschland, die den Ausbau erneuerbarer Energien wie Wind- und Solarkraft fördert, hat zu höheren Kosten für den Ausbau der Infrastruktur und den Betrieb dieser Technologien geführt. Die Kosten für erneuerbare Energien wurden zum Teil auf die Verbraucher übertragen, indem sie in Form der EEG-Umlage auf den Strompreis aufgeschlagen wurden.

  • Netzgebühren

Die Modernisierung und der Ausbau der Stromnetze, um die wachsende Integration von erneuerbaren Energien und die steigende Nachfrage nach Strom zu bewältigen, haben zu einer Erhöhung der Netzgebühren geführt. Diese Kosten werden ebenfalls über den Strompreis auf die Verbraucher umgelegt.

  • Steuern, Abgaben, Umlagen

Ein weiterer Grund für den Anstieg der Strompreise sind die verschiedenen Steuern, Abgaben und Umlagen, die auf den Strompreis erhoben werden. Dazu gehören die Stromsteuer, die Konzessionsabgabe, die KWK-Umlage (Kraft-Wärme-Kopplung) und die Offshore-Netzumlage. Diese Kosten machen einen beträchtlichen Anteil des Strompreises aus und sind im Laufe der Jahre gestiegen.

Häufige Fragen zur Strompreisentwicklung

Wie entwickeln sich die Strompreise 2026?

Die Strompreise in Deutschland bleiben auch 2026 schwankungsanfällig. Nach den extremen Ausschlägen während der Energiekrise hat sich der Markt zwar teilweise beruhigt, liegt aber weiterhin über dem Niveau früherer Jahre.

Gleichzeitig sorgen geopolitische Entwicklungen und steigende Gaspreise immer wieder für neue Unsicherheit. Für Verbraucher bedeutet das: Strompreise bleiben dynamisch – und ein regelmäßiger Tarifvergleich lohnt sich dauerhaft.

Eine exakte Strompreisprognose ist somit nicht möglich. Dennoch lassen sich die wichtigsten Einflussfaktoren klar benennen, die die Strompreisentwicklung im Jahr 2026 bestimmen.

Die wichtigsten Einflussfaktoren für den Strompreis sind:

1. Entwicklung der Gaspreise
Gas ist weiterhin ein zentraler Preisfaktor für den Strommarkt. Steigende Gaspreise führen häufig auch zu steigenden Strompreisen, da Gaskraftwerke nach dem Merit Order Prinzip in vielen Situationen den Preis bestimmen.

2. Netzentgelte und staatliche Preisbestandteile
Ein großer Teil des Strompreises ist reguliert. Selbst wenn sich die Beschaffungskosten erhöhen, können z.B. sinkende Umlagen den Endpreis verringern. Die Netzentgelte wurde zum Anfang des Jahres gesenkt. Dieser Effekt hat zu sinkenden Preisen geführt, allerdings sind durch den Iran-Krieg dann die Beschaffungskosten im März deutlich gestiegen.

3. Geopolitische Entwicklungen
Internationale Konflikte beeinflussen die Energiemärkte direkt. Besonders relevant sind Ereignisse, die Öl-, Gas- oder LNG-Lieferketten betreffen. Steigt der Ölpreis, hat das direkte Auswirkungen auf den Gaspreis und über das Merit-Order Prinzip auch auf den Strompreis.

4. Wetter und erneuerbare Energien
Hohe Einspeisung aus Wind- und Solarenergie kann Preise senken. Geringe Erzeugung oder hohe Nachfrage wirken dagegen preistreibend.

5. Marktverhalten der Anbieter
Versorger reagieren unterschiedlich schnell auf Preisveränderungen. Dadurch entstehen zusätzliche Unterschiede zwischen Tarifen.

Ein wahrscheinliches Szenarion ist folgendes:

  • Strompreise bleiben schwankungsanfällig
  • kurzfristige Preisanstiege sind in der aktuellen geopolischen Lage jederzeit möglich
  • eine Rückkehr zu sehr niedrigen Preisen wie vor 2020 ist derzeit nicht sicher absehbar
  • extreme Krisenspitzen sind aktuell nur bei deutlicher Eskalation geopolitischer Risiken zu erwarten

Werden Strompreise wieder günstiger?

Kurzfristige Entlastungen sind möglich, wenn sich die Energiemärkte stabilisieren. Eine dauerhafte Rückkehr zu sehr niedrigen Preisen wie vor der Energiekrise ist vorerst jedoch nicht sicher absehbar.

Strompreisentwicklung verstehen und Kosten senken

Die Strompreisentwicklung in Deutschland zeigt deutlich, dass sich Preise über die Jahre hinweg verändern und kurzfristig stark schwanken können.

Besonders die Energiekrise und aktuelle geopolitische Entwicklungen haben das Preisniveau nachhaltig beeinflusst. Gleichzeitig bestehen weiterhin große Unterschiede zwischen Regionen und Tarifen.

Für Verbraucher bedeutet das:

  • Strompreise bleiben ein dynamisches Thema
  • Preisunterschiede zwischen Tarifen sind weiterhin hoch
  • regelmäßiger Anbieterwechsel spart dauerhaft Kosten

Wer die Strompreisentwicklung regelmäßig im Blick behält und auf Preisänderungen reagiert, kann unnötig hohe Kosten vermeiden.

Unsere Empfehlung: Nutzen Sie dazu unseren kostenlosen Premium Wechselservice.

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Langfristige Strompreis Prognosen

Die Entwicklung der Strompreise in Deutschland steht angesichts wachsender ökonomischer und politischer Unsicherheiten im Zentrum der öffentlichen Diskussion. In diesem Zusammenhang gewinnen Langzeitprognosen eine neue Relevanz, um Verbrauchern und Industrien Orientierung für zukünftige Planungen zu bieten.

Die vorliegenden Analysen und Prognosen unterstreichen, dass Verbraucher und Unternehmen sich auf dauerhaft höhere Stromkosten einstellen müssen. Dies bedingt auch eine Notwendigkeit zur verstärkten Investition in Energieeffizienz und die weitere Förderung erneuerbarer Energiequellen, um die Strompreissteigerung abzufedern und die Energiewende erfolgreich zu gestalten.

Szenarien der Strompreisentwicklung bis 2030

Auf Basis offizieller Studien lassen sich drei realistische Szenarien ableiten:

Szenario 1: Optimistisches Szenario (stabile Energiewende)

Annahmen:

  • schneller Ausbau erneuerbarer Energien
  • sinkende Technologiepreise
  • stabile geopolitische Lage

Entwicklung:

  • Strompreise stabilisieren sich
  • leichte Senkung real möglich

Einschätzung:

Dieses Szenario wird von Teilen der Bundesregierung und optimistischen Marktanalysen gestützt.

Szenario 2: Basisszenario (realistische Entwicklung)

Annahmen:

  • Energiewende schreitet planmäßig voran
  • Netzausbau bleibt teuer
  • CO₂-Preise steigen moderat

Entwicklung:

  • Strompreise bleiben auf mittlerem Niveau
  • leichte Schwankungen möglich

McKinsey und führende Wirtschaftsinstitute sehen dieses Szenario als wahrscheinlich an.

Szenario 3: Pessimistisches Szenario (Kostensteigerungen)

Annahmen:

  • Verzögerungen beim Netzausbau
  • hohe CO₂-Preise
  • geopolitische Unsicherheiten

Entwicklung:

  • deutliche Preissteigerungen
  • hohe Volatilität

Mittel- bis langfristige Treiber der Strompreise

Ausbau erneuerbarer Energien

Die Bundesregierung plant, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 auf mindestens 80 % zu steigern.

Auswirkungen:

  • Kurzfristig: hohe Investitionskosten (Netze, Speicher)
  • Langfristig: sinkende Stromgestehungskosten

Studien von McKinsey zeigen, dass insbesondere Wind- und Solarstrom langfristig günstiger produziert werden können als fossile Energieträger.

Der Ausbau der erneuerbaren Energie ist langfristig preisdämpfend, aber kurzfristig kostenintensiv.

Netzausbau und Netzentgelte

Ein zentraler Kostentreiber sind laut Bundesnetzagentur die Netzentgelte.

Gründe:

  • Ausbau von Stromtrassen (Nord-Süd)
  • Integration dezentraler Energiequellen
  • steigende Anforderungen durch Elektromobilität und Wärmepumpen

Wirtschaftsinstitute wie das DIW prognostizieren:

  • steigende Netzentgelte bis mindestens 2030
  • regionale Preisunterschiede bleiben bestehen

Netzentgelte wirken dauerhaft preissteigernd

CO₂-Bepreisung und Klimapolitik

Die CO₂-Bepreisung fossiler Energien wird schrittweise erhöht.

Auswirkungen:

  • Verteuerung von Gas- und Kohlestrom
  • steigende Preise im europäischen Emissionshandel (EU ETS)

Laut Bundesregierung soll der CO₂-Preis bis 2030 deutlich steigen.

Die CO₂ Bepreisung wirkt kurz- bis mittelfristig preissteigernd und dienst als Transformationsmotor zu erneuerbaren Energien.

Entwicklung der Großhandelspreise

McKinsey und andere Institute gehen davon aus, dass sich die Großhandelspreise mittelfristig stabilisieren, jedoch auf höherem Niveau als vor der Energiekrise.

Einflussfaktoren:

  • internationale Energiemärkte
  • Verfügbarkeit von Gas
  • Ausbau erneuerbarer Energien

Geopolitische Einflüsse bestimmen die Großhandelspreise noch über Jahre.

Prognos Studie untersucht Strompreise bis zum Jahr 2040

Die Prognos-Studie bietet detaillierte Einblicke in die potenziellen Entwicklungen der Strompreise bis 2040 und präsentiert drei mögliche Szenarien, die stark von den zukünftigen Gaslieferungen aus Russland und anderen Faktoren abhängen:

Oberer Preisbereich: Sollte Russland zukünftig kein Gas mehr an Deutschland liefern, prognostizieren die Experten von Prognos, dass die Großhandelspreise für Strom im nächsten Jahr die Marke von 500 Euro pro Megawattstunde übersteigen könnten, bevor sie wieder fallen.

Mittlerer Preisbereich: Bei einer fortgesetzten, wenn auch reduzierten Gasversorgung aus Russland, erwarten die Analytiker, dass die Strompreise auf Großhandelsebene um 189 Euro pro Megawattstunde liegen werden, was kaum über den aktuellen Preisen liegt.

Unterer Preisbereich: Sollten die vollen Gaslieferungen wieder aufgenommen werden, könnten sich die Großhandelsstrompreise nach Prognos im nächsten Jahr auf etwa 100 Euro pro Megawattstunde einpendeln.

Bis 2027/28 wird ein deutlicher Rückgang der Strompreise erwartet. Entscheidend für die Preisentwicklung sind die Nachfrage nach Strom, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Verfügbarkeit von Importen. Trotz möglicher Preisrückgänge werden die Stromkosten langfristig über den Niveaus vor der Coronapandemie und dem Ukraine-Krieg bleiben.

Prognose des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität Köln (EWI)

Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität Köln (EWI) hat in seinen aktuellen Analysen die zukünftigen Entwicklungen der Strompreise an der Börse beleuchtet, die bereits jetzt die früher für 2030 prognostizierten Höchststände erreicht haben. Ursprünglich hatte das EWI im Jahr 2018 einen Börsenstrompreis von 93 Euro pro Megawattstunde für das Jahr 2030 vorhergesagt. Diese früheren Prognosen wurden jedoch durch unerwartete Ereignisse wie den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Versorgungsunsicherheiten überholt.

Laut dem neuesten Gutachten des EWI könnten die Börsenstrompreise im Jahr 2026 auf 132 Euro pro MWh und bis 2030 auf 135 Euro pro MWh ansteigen, falls ein starker Nachfrageanstieg auftritt und gleichzeitig keine russischen Energieträgerimporte mehr verfügbar sind. Dies würde eine Verdreifachung gegenüber den durchschnittlichen Preisen von 37 Euro pro MWh in den Jahren 2016 bis 2019 darstellen.

In einem optimistischeren Szenario, bei einem moderaten Nachfrageanstieg und einem teilweisen Erreichen des Ausbauziels der erneuerbaren Energien, wird mit Preisen von 79 Euro pro MWh für das Jahr 2026 und 52 Euro pro MWh für das Jahr 2030 gerechnet. Auch wenn dieses Szenario günstiger erscheint, liegt es immer noch deutlich über den historischen Preisen.

Die wesentlichen Annahmen dieser Prognose umfassen eine leichte Bevölkerungsabnahme in Deutschland, einen weiterhin steigenden Stromverbrauch, hoch bleibende Gaspreise aufgrund teurerer Einkäufe am Spotmarkt, das Erreichen der Klimaziele mit einem Anteil der erneuerbaren Energien von 80 Prozent am Stromverbrauch bis 2030, eine Rückkehr der Inflation auf ein normales Niveau von 2 Prozent pro Jahr und den fortgesetzten Ausstieg aus der Kernenergie. Diese Faktoren sind entscheidend dafür, wie sich die Strompreise in den nächsten Jahren entwickeln werden und zeichnen ein Bild von einem Strommarkt, der sich auf höhere Kosten einstellt, während er sich gleichzeitig den Herausforderungen einer nachhaltigen Energieversorgung stellt.

Prognose der Bundesregierung

Zudem zeigt eine Anfrage der CDU/CSU an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, dass die Strompreise für verschiedene Energieträger im Wärmebereich bis 2035 allmählich steigen werden, beginnend bei 37 Cent pro Kilowattstunde in 2024 und ansteigend auf 38,89 Cent pro Kilowattstunde bis 2035. Diese schrittweise Erhöhung spiegelt die erwartete allgemeine Inflationsentwicklung und die steigenden Kosten für die Energiebeschaffung wider.

Wie entwickeln sich die Preise für unterschiedliche Energieträger im Wärmebereich nach Erwartung der Bundesregierung in den kommenden Jahren?

Jahr Preis in Cent pro Kilowattstunde
2024 37 ct/kWh
2025 37 ct/kWh
2026 37,19 ct/kWh
2027 37,37 ct/kWh
2028 37,56 ct/kWh
2029 37,75 ct/kWh
2030 37,93 ct/kWh
2031 38,12 ct/kWh
2032 38,31 ct/kWh
2033 38,51 ct/kWh
2034 38,70 ct/kWh
2035 38,89 ct/kWh

Tabelle: Prognose zur Strompreisentwicklung bis zum Jahr 2035 auf Anfrage von CDU/CSU an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Die prognostizierten Preisanstiege sind vorrangig durch höhere Börsenstrompreise bedingt, die aus einer Kombination mehrerer Faktoren resultieren:

  • Nachfragesteigerung: Ein wesentlicher Treiber ist die zunehmende Nachfrage nach Strom, vor allem durch den fortschreitenden Ausbau der Elektromobilität und die Digitalisierung.

  • Erneuerbare Energien: Der Ausbau erneuerbarer Energien beeinflusst die Preise ebenfalls, da Investitionen in neue Technologien und Infrastrukturen erforderlich sind.

  • Rohstoffverfügbarkeit: Besonders die Verfügbarkeit von Gas aus Russland spielt eine kritische Rolle. Die Reduktion der Lieferungen hat bereits zu einem Anstieg der Einkaufspreise auf dem Spotmarkt geführt.

Langfristige Perspektiven

Langfristig ist mit anhaltend hohen Strompreisen zu rechnen. Die Bundesregierung rechnet in ihren Modellierungen bis 2035 mit leicht steigenden Preisen, die jährlich um einige Cent zunehmen. Hierbei ist der Einfluss von Energiepolitik und internationalen Marktbedingungen signifikant.

 

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