Die Strompreisentwicklung in Deutschland hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Auf eine Phase stabiler Preise folgten steigende Beschaffungskosten, die Energiekrise und zuletzt neue Unsicherheiten an den Energiemärkten.
Viele Verbraucher fragen sich deshalb: Wie entwickeln sich die Strompreise aktuell im Jahr 2026? Welche Rolle spielen Gaspreise, Netzentgelte und geopolitische Konflikte? Und wie groß sind die Unterschiede zwischen Regionen?
Auf dieser Seite zeigen wir die Strompreisentwicklung in Deutschland datenbasiert und verständlich – mit aktuellen Zahlen, historischen Vergleichen und einer fundierten Einordnung der wichtigsten Einflussfaktoren.
Die aktuellen Strompreise sind ein wichtiger Indikator für die Strompreisentwicklung. Besonders im Vergleich zu den letzten Monaten und Jahren lassen sich Trends und Veränderungen gut erkennen.
Unsere aktuelle Auswertung zeigt, wie sich die Strompreise für Haushalte in Deutschland entwickeln. Grundlage sind tägliche analysierte Tarfie in deutschen Städten und Gemeinden. So wird auf einen Blick sichtbar, wie hoch der duchschnittliche Preis aktuell ist, wie sich der Markt verändert und welches Sparpotential ein Anbieterwechsel bietet.
im günstigsten Tarif im bundesweiten Durchschnitt
Stand: 17. April 2026, Quelle: StromAuskunft.de
Veränderung zum Vortag
gestriger Strompreis für Neukunden im bundesweiten Durchschnitt
Quelle: StromAuskunft.de
Veränderung zum Vorjahr
Vorjahrespreis für Neukunden im bundesweiten Durchschnitt.
Quelle: StromAuskunft.de
Strompreis in der Grundversorgung
Aktueller Strompreis in der Grundversorgung
Quelle: StromAuskunft.de
Aktuelle Wechselersparnis
Wechsel vom Grundversorgungstarif in den günstigsten Stromtarif.
Quelle: StromAuskunft.de
Quelle: STROMAUSKUNFT ENERGY PRICE LAB - Datenstand 17. April 2026, Basis 3500 kWH, Meßpunkte > 6300 Städte und Gemeinden in Deutschland, Mehr Informationen Strompreise
Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar sind die Strompreise für Neukunden in Deutschland deutlich gestiegen. Nach aktuellen Auswertungen des Verbraucherportals StromAuskunft erhöhte sich der bundesweite Durchschnittspreis der günstigsten verfügbaren Stromtarife von 23,6 auf 27,6 Cent pro Kilowattstunde. Das entspricht einem Anstieg um 4 Cent pro Kilowattstunde beziehungsweise rund 17 Prozent innerhalb von vier Wochen (Stand: 26. März 2026).
Die Auswertung basiert auf der laufenden Analyse der bundesweit verfügbaren Stromtarife für Haushaltskunden.
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Die folgende Entwicklung zeigt, wie sich die Strompreise für Haushalte in Deutschland seit 2017 verändert haben. Besonders deutlich werden dabei die Auswirkungen der Energiekrise sowie aktuelle Marktbewegungen im Jahr 2026. Durch die Gegenüberstellung der verschiedenen Tarifoptionen - Grundversorger, günstigster Tarif, Ökostromtarif - ermöglichen wir eine sehr transparente Einsicht in die Preisentwicklung für Endkunden in Deutschland.
Grafik "Strompreisentwicklung in Deutschland. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Strompreise für Haushalte in Deutschland seit 2017 auf Basis des Strompreis-Index für Haushalte in Deutschland von StromAuskunft. Die Analysen von StromAuskunft basieren auf täglichen Strompreisanalysen für mehr als 6.300 Städte und Gemeinden und zeigen die Strompreise in der Grundversorgung, beim günstigsten Anbieter außerhalb der Grundversorgung und im günstigsten Ökostromtarif in Cent pro Kilowattstunde bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh" © StromAuskunft.de
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Die Strompreise in Deutschland haben sich seit 2014 deutlich verändert. Während die Jahre 2014 und 2015 noch für eine vergleichsweise stabile Marktphase standen, kam es ab 2021 zu spürbaren Preissteigerungen und in der Energiekrise 2022 zu historischen Höchstständen.
Auch nach der anschließenden Entspannung liegt das Strompreisniveau heute weiterhin deutlich über dem Niveau früherer Jahre. Besonders auffällig ist dabei der Unterschied zwischen Grundversorgung und Wettbewerbstarifen.
Zwischen 2017 und 2021 stiegen die Strompreise für Haushalte in Deutschland moderat an. Der günstigste Stromtarif lag im Jahr 2017 noch bei rund 21 Cent pro kWh und erhöhte sich bis Anfang 2022 auf etwa 23,5 Cent pro kWh.
Dieser Anstieg entspricht einer Preissteigerung von rund 12 Prozent und lag damit im Rahmen der allgemeinen Kostenentwicklung.
Auch langfristig zeigt sich ein moderater Anstieg des Strompreisniveaus:
Der durchschnittliche Strompreis erhöhte sich von 22,4 Cent pro kWh im Jahr 2014 auf etwa 28 Cent pro kWh im Jahr 2025. Das entspricht einem Anstieg von rund 25 Prozent bzw. etwa 2,5 Prozent pro Jahr.
Im Jahr 2022 kam es infolge der Energiekrise zu einem starken Anstieg der Strompreise. Besonders deutlich war dieser Effekt bei Tarifen außerhalb der Grundversorgung.
Der günstigste Stromtarif sowie Ökostromtarife erreichten im Herbst 2022 zeitweise Werte von über 60 Cent pro kWh. Ursache waren vor allem stark gestiegene Gaspreise infolge des Ukrainekriegs sowie die Auswirkungen des Merit-Order-Prinzips auf den europäischen Strommarkt.
Diese Phase stellte den höchsten jemals gemessenen Strompreis für Neukundentarife in Deutschland dar.
Nach der Energiekrise sanken die Preise bei alternativen Stromanbietern wieder deutlich. Seit 2023 bewegen sich die Preise für den günstigsten Tarif sowie für Ökostromtarife wieder im Bereich von 25 bis 30 Cent pro kWh.
Ein anderes Bild zeigt sich bei den Grundversorgungstarifen. Diese waren über den gesamten Zeitraum hinweg durchgängig teurer als alternative Stromtarife. Während die Preise im Wettbewerb nach der Energiekrise wieder gesunken sind, verharren die Tarife der Grundversorger weiterhin auf einem deutlich höheren Niveau.
Im Jahr 2025 lag der durchschnittliche Strompreis in der Grundversorgung bei rund 45 Cent pro kWh und damit deutlich über den Preisen im Wettbewerbsmarkt.
Die Preisunterschiede zwischen dem günstigsten Tarif außerhalb der Grundversorgung und dem günstigsten Ökostromtarif sind im Laufe der Zeit immer kleiner geworden. Dies deutet darauf hin, dass sich die Preisstrukturen dieser beiden Tarifoptionen zunehmend angleichen.
Der durchschnittliche Strompreis stieg von 22,4 Cent pro kWh im Jahr 2014 auf 28 Cent pro kWh im Jahr 2025. Dieser Anstieg von 25 % entspricht einer jährlichen Steigerung von 2,5 % und liegt damit im Rahmen der Inflationsrate.
Im Grundversorgungstarif stieg der Strompreis von 31 Cent pro kWh im Jahr 2014 auf 45,5 Cent pro kWh im Jahr 2025. Dies entspricht einem Anstieg von 47 % bzw. 4,7 % pro Jahr – deutlich über der Inflationsrate. Während die Preise im Grundversorgungstarif nach der Energiekrise auf einem hohen Niveau verharrten, sanken die Tarife bei alternativen Anbietern wieder signifikant. Dies hält das Fenster für erhebliche Einsparungen durch einen Anbieterwechsel weiterhin offen.
Durch den anhaltend großen Preisunterschied zwischen Grundversorgung und Wettbewerb ergeben sich weiterhin erhebliche Einsparpotenziale für Haushalte. Die Grafik verdeutlicht damit, dass ein regelmäßiger Stromvergleich für viele Haushalte eine effektive Möglichkeit darstellt, ihre Stromkosten deutlich zu senken.
Die langfristige Entwicklung zeigt drei zentrale Trends:
Besonders wichtig ist dabei der Unterschied zwischen Grundversorgung und Wettbewerb. Während die Grundversorgung dauerhaft auf einem hohen Niveau liegt, bieten alternative Tarife deutlich günstigere Preise.
Für Verbraucher bedeutet das:
Ein regelmäßiger Stromvergleich bleibt eine der effektivsten Möglichkeiten, um Stromkosten dauerhaft zu senken.
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Strompreise für das Jahr 2026 auf monatlicher Basis. Die Preise werden für den Grundversorgungstarif, den günstigsten Ökostromtarif sowie den günstigsten Tarif außerhalb der Grundversorgung angegeben.
| Monat | Grundversorger | Günstigster Ökostromtarif | Günstigster Alternativtarif |
| Januar 2026 | 44,30 Cent pro kWh | 24,61 Cent pro kWh | 23,84 Cent pro kWh |
| Februar 2026 | 40,70 Cent pro kWh | 24.67 Cent pro kWh | 23,90 Cent pro kWh |
| März 2026 | 40,42 Cent pro kWh | 25,13 Cent pro kWh | 24,94 Cent pro kWh |
Tabelle "Strompreise für Neuverträge im Jahr 2026 in Deutschland bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh", © StromAuskunft.de
Geopolitische Spannungen spielen eine Rolle für die Strompreisentwicklung, da der Strompreis auch mit dem Ölpreis korreliert. Ein möglicher Konflikt oder eine Eskalation im Nahen Osten wirkt sich nicht direkt über Stromimporte auf Deutschland aus, aber indirekt über die globalen Energiemärkte.
Warum der Iran-Krieg den Strompreis beeinflusst
Der Zusammenhang läuft über mehrere Schritte:
Da Strommärkte international vernetzt sind, können bereits Erwartungen an mögliche Lieferengpässe zu steigenden Preisen führen.
Einordnung für Deutschland
Für die Strompreisentwicklung in Deutschland bedeutet das:
Wichtig: Der Iran-Krieg ist kein grundlegender Treiber der langfristigen Entwicklung, sondern ein aktueller Risikofaktor, der bestehende Trends verstärken kann.
Strompreisentwicklung 2025 - Januar bis Dezember für Neuverträge in der Grundversorgung, beim günstigsten Ökostromanbieter und beim insgesamt günstigsten Stromanbieter.
| Monat | Grundversorger | Günstigster Ökostromtarif | Günstigster Alternativtarif |
| Januar 2025 | 45,63 Cent pro kWh | 29,59 Cent pro kWh | 27,87 Cent pro kWh |
| Februar 2025 | 45,62 Cent pro kWh | 29,64 Cent pro kWh | 29,11 Cent pro kWh |
| März 2025 | 45,5 Cent pro kWh | 29,33 Cent pro kWh | 29,09 Cent pro kWh |
| April 2025 | 45,47 Cent pro kWh | 28,22 Cent pro kWh | 27,88 Cent pro kWh |
| Mai 2025 | 45,44 Cent pro kWh | 27,84 Cent pro kWh | 27,55 Cent pro kWh |
| Juni 2025 | 45,10 Cent pro kWh | 28,7 Cent pro kWh | 27,79 Cent pro kWh |
| Juli 2025 | 45,43 Cent pro kWh | 29,34 Cent pro kWh | 28,04 Cent pro kWh |
| August 2025 | 45,42 Cent pro kWh | 28,91 Cent pro kWh | 28,81 Cent pro kWh |
| September 2025 | 45,42 Cent pro kWh | 27,78 Cent pro kWh | 27,36 Cent pro kWh |
| Oktober 2025 | 45,47 Cent pro kWh | 27,38 Cent pro kWh | 26,97 Cent pro kWh |
| November 2025 | 45,47 Cent pro kWh | 25,53 Cent pro kWh | 24,82 Cent pro kWh |
| Dezember 2025 | 44,36 Cent pro kWh | 24,39 Cent pro kWh | 23,75 Cent pro kWh |
Tabelle "Strompreise für Neuverträge im Jahr 2025 in Deutschland bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh", © StromAuskunft.de
Strompreisentwicklung 2024 - Januar bis Dezember für Neuverträge in der Grundversorgung, beim günstigsten Ökostromanbieter und beim insgesamt günstigsten Stromanbieter.
| Monat | Grundversorger | Günstigster Ökostromtarif | Günstigster Alternativtarif |
| Januar 2024 | 44,42 Cent pro kWh | 29,66 Cent pro kWh | 29,23 Cent pro kWh |
| Februar 2024 | 44,43 Cent pro kWh | 27,63 Cent pro kWh | 27,29 Cent pro kWh |
| März 2024 | 43,81 Cent pro kWh | 27,16 Cent pro kWh | 27,05 Cent pro kWh |
| April 2024 | 45,11 Cent pro kWh | 27,31 Cent pro kWh | 26,98 Cent pro kWh |
| Mai 2024 | 45,17 Cent pro kWh | 27,80 Cent pro kWh | 27,61 Cent pro kWh |
| Juni 2024 | 45,10 Cent pro kWh | 28,87 Cent pro kWh | 27,92 Cent pro kWh |
| Juli 2024 | 45,18 Cent pro kWh | 27,82 Cent pro kWh | 27,55 Cent pro kWh |
| August 2024 | 45,18 Cent pro kWh | 27,61 Cent pro kWh | 27,28 Cent pro kWh |
| September 2024 | 45,17 Cent pro kWh | 27,96 Cent pro kWh | 28,01 Cent pro kWh |
| Oktober 2024 | 45,15 Cent pro kWh | 28,36 Cent pro kWh | 26,84 Cent pro kWh |
| November 2024 | 45,18 Cent pro kWh | 27,23 Cent pro kWh | 25,59 Cent pro kWh |
| Dezember 2024 | 44,36 Cent pro kWh | 29,25 Cent pro kWh | 27,74 Cent pro kWh |
Tabelle "Strompreise für Neuverträge im Jahr 2024 in Deutschland bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh", © StromAuskunft.de
Trotz der gestiegenen Energiepreise in den letzten Jahren sind die Strompreise in Deutschland trotz kurzzeitiger Preissprünge im Herbst 2024 weitgehend stabil geblieben. Die Verbraucher spüren diese Preisspitzen insbesondere in Festpreisverträgen nicht, da sie in der Regel einen fixen Preis über die Vertragslaufzeit sichern. Allerdings können Dunkelflauten, also Zeiten, in denen wenig Strom aus erneuerbaren Quellen produziert wird, zu temporären Preisschwankungen führen. In solchen Phasen wird vermehrt auf Gaskraftwerke zurückgegriffen, da sie schnell hochgefahren werden können, was den Strompreis in die Höhe treibt. Der Anteil von Erdgas im Strommix erreichte im November 2024 den höchsten Wert der letzten fünf Jahre, was den Strompreis zusätzlich beeinflusste.
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Strompreise im Jahr 2023 auf monatlicher Basis. Durch die von der Bundesregierung beschlossene Strompreisbremse zahlten Endkunden maximal 40 Cent pro Kilowattstunde für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs.
| Monat | Grundversorger | Günstigster Ökostromtarif | Günstigster Alternativtarif |
| Januar 2023 | 47,07 Cent pro kWh | 47,26 Cent pro kWh | 45,67 Cent pro kWh |
| Februar 2023 | 48,45 Cent pro kWh | 39,62 Cent pro kWh | 39,19 Cent pro kWh |
| März 2023 | 47,76 Cent pro kWh | 38,37 Cent pro kWh | 37,36 Cent pro kWh |
| April 2023 | 48,97 Cent pro kWh | 35,22 Cent pro kWh | 34,57 Cent pro kWh |
| Mai 2023 | 49,92 Cent pro kWh | 34,26 Cent pro kWh | 33,65 Cent pro kWh |
| Juni 2023 | 49,45 Cent pro kWh | 32,52 Cent pro kWh | 31,52 Cent pro kWh |
| Juli 2023 | 49,17 Cent pro kWh | 31,66 Cent pro kWh | 29,97 Cent pro kWh |
| August 2023 | 47,32 Cent pro kWh | 31,19 Cent pro kWh | 30,70 Cent pro kWh |
| September 2023 | 46,94 Cent pro kWh | 32,20 Cent pro kWh | 31,46 Cent pro kWh |
| Oktober 2023 | 46,93 Cent pro kWh | 31,08 Cent pro kWh | 30.35 Cent pro kWh |
| November 2023 | 47,01 Cent pro kWh | 30,05 Cent pro kWh | 30,11 Cent pro kWh |
| Dezember 2023 | 44,75 Cent pro kWh | 29,34 Cent pro kWh | 28,80 Cent pro kWh |
Tabelle "Strompreise für Neuverträge im Jahr 2023 in Deutschland bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh", © StromAuskunft.de
Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Entwicklung der Strompreise im Jahr 2022 auf monatlicher Basis.
| Monat | Grundversorger | Günstigster Ökostromtarif | Günstigster Alternativtarif |
| Januar 2022 | 36,93 Cent pro kWh | 60,19 Cent pro kWh | 54,83 Cent pro kWh |
| Februar 2022 | 40,03 Cent pro kWh | 41,96 Cent pro kWh | 41,80 Cent pro kWh |
| März 2022 | 38,93 Cent pro kWh | 39,41 Cent pro kWh | 37,94 Cent pro kWh |
| April 2022 | 38,92 Cent pro kWh | 46,23 Cent pro kWh | 45,01 Cent pro kWh |
| Mai 2022 | 40,77 Cent pro kWh | 44,72 Cent pro kWh | 44,28 Cent pro kWh |
| Juni 2022 | 39,85 Cent pro kWh | 39,60 Cent pro kWh | 39,20 Cent pro kWh |
| Juli 2022 | 39,57 Cent pro kWh | 37,54 Cent pro kWh | 36,29 Cent pro kWh |
| August 2022 | 37,83 Cent pro kWh | 44,51 Cent pro kWh | 44,41 Cent pro kWh |
| September 2022 | 38,11 Cent pro kWh | 40,38 Cent pro kWh | 40,03 Cent pro kWh |
| Oktober 2022 | 37,96 Cent pro kWh | 67,49 Cent pro kWh | 61,99 Cent pro kWh |
| November 2022 | 38,60 Cent pro kWh | 60,89 Cent pro kWh | 57,09 Cent pro kWh |
| Dezember 2022 | 46,84 Cent pro kWh | 47,23 Cent pro kWh | 45,56 Cent pro kWh |
Tabelle "Strompreise für Neuverträge im Jahr 2022 in Deutschland bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh", © StromAuskunft.de
Der Krieg in der Ukraine führte zu massiven Verwerfungen auf dem globalen Energiemarkt. Die geopolitischen Spannungen, insbesondere zwischen Russland und Europa, mündeten in einer deutlichen Reduzierung russischer Gaslieferungen. Gleichzeitig stieg die weltweite Nachfrage nach Erdgas durch die konjunkturelle Erholung nach der Corona-Pandemie.
Die Gaspreise erreichten im Herbst 2022 Rekordhöhen vom zum Teil des zehnfachen des Vorkrisen-Niveaus. Dies hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Strompreise, da ein bedeutender Teil der Stromerzeugung in Europa mittels Gaskraftwerken erfolgt.
Der Ukraine-Krieg markiert den stärksten Einschnitt in die Strompreisentwicklung in Deutschland seit vielen Jahren. Mit Beginn des Krieges im Jahr 2022 veränderten sich die Energiemärkte grundlegend.
Was ist passiert?
Der entscheidende Zusammenhang liegt im sogenannten Merit-Order-Prinzip: In vielen Stunden bestimmen Gaskraftwerke den Strompreis. Wenn Gas teuer wird, steigt dadurch auch der Strompreis.
Auswirkungen auf Strompreise
Die Energiekrise führte zu einer außergewöhnlichen Entwicklung:
Für viele Haushalte wurde in dieser Phase erstmals sichtbar, wie stark sich der Strompreis innerhalb kurzer Zeit verändern kann.
Im Zeitraum von 2014 bis 2020 sind die Strompreise für Haushalte in Deutschland stetig gestiegen. Im Mai 2014 lag der durchschnittliche Strompreis für private Haushalte in der Grundversorgung bei 22,4 Cent pro Kilowattstunde und im Januar 2022 bei etwa 37,9 Cent pro kWh. Ursächlich für den Kostenanstieg sind vor allem die folgenden Faktoren:
Die Energiewende in Deutschland, die den Ausbau erneuerbarer Energien wie Wind- und Solarkraft fördert, hat zu höheren Kosten für den Ausbau der Infrastruktur und den Betrieb dieser Technologien geführt. Die Kosten für erneuerbare Energien wurden zum Teil auf die Verbraucher übertragen, indem sie in Form der EEG-Umlage auf den Strompreis aufgeschlagen wurden.
Die Modernisierung und der Ausbau der Stromnetze, um die wachsende Integration von erneuerbaren Energien und die steigende Nachfrage nach Strom zu bewältigen, haben zu einer Erhöhung der Netzgebühren geführt. Diese Kosten werden ebenfalls über den Strompreis auf die Verbraucher umgelegt.
Ein weiterer Grund für den Anstieg der Strompreise sind die verschiedenen Steuern, Abgaben und Umlagen, die auf den Strompreis erhoben werden. Dazu gehören die Stromsteuer, die Konzessionsabgabe, die KWK-Umlage (Kraft-Wärme-Kopplung) und die Offshore-Netzumlage. Diese Kosten machen einen beträchtlichen Anteil des Strompreises aus und sind im Laufe der Jahre gestiegen.
Die Strompreise in Deutschland bleiben auch 2026 schwankungsanfällig. Nach den extremen Ausschlägen während der Energiekrise hat sich der Markt zwar teilweise beruhigt, liegt aber weiterhin über dem Niveau früherer Jahre.
Gleichzeitig sorgen geopolitische Entwicklungen und steigende Gaspreise immer wieder für neue Unsicherheit. Für Verbraucher bedeutet das: Strompreise bleiben dynamisch – und ein regelmäßiger Tarifvergleich lohnt sich dauerhaft.
Die wichtigsten Einflussfaktoren für den Strompreis sind:
Ein wahrscheinliches Szenarion ist folgendes:
Kurzfristige Entlastungen sind möglich, wenn sich die Energiemärkte stabilisieren. Eine dauerhafte Rückkehr zu sehr niedrigen Preisen wie vor der Energiekrise ist vorerst jedoch nicht sicher absehbar.
Die Strompreisentwicklung in Deutschland zeigt deutlich, dass sich Preise über die Jahre hinweg verändern und kurzfristig stark schwanken können.
Besonders die Energiekrise und aktuelle geopolitische Entwicklungen haben das Preisniveau nachhaltig beeinflusst. Gleichzeitig bestehen weiterhin große Unterschiede zwischen Regionen und Tarifen.
Für Verbraucher bedeutet das:
Wer die Strompreisentwicklung regelmäßig im Blick behält und auf Preisänderungen reagiert, kann unnötig hohe Kosten vermeiden.
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Die Entwicklung der Strompreise in Deutschland steht angesichts wachsender ökonomischer und politischer Unsicherheiten im Zentrum der öffentlichen Diskussion. In diesem Zusammenhang gewinnen Langzeitprognosen eine neue Relevanz, um Verbrauchern und Industrien Orientierung für zukünftige Planungen zu bieten.
Die vorliegenden Analysen und Prognosen unterstreichen, dass Verbraucher und Unternehmen sich auf dauerhaft höhere Stromkosten einstellen müssen. Dies bedingt auch eine Notwendigkeit zur verstärkten Investition in Energieeffizienz und die weitere Förderung erneuerbarer Energiequellen, um die Strompreissteigerung abzufedern und die Energiewende erfolgreich zu gestalten.
Auf Basis offizieller Studien lassen sich drei realistische Szenarien ableiten:
Szenario 1: Optimistisches Szenario (stabile Energiewende)
Annahmen:
Entwicklung:
Einschätzung:
Dieses Szenario wird von Teilen der Bundesregierung und optimistischen Marktanalysen gestützt.
Szenario 2: Basisszenario (realistische Entwicklung)
Annahmen:
Entwicklung:
McKinsey und führende Wirtschaftsinstitute sehen dieses Szenario als wahrscheinlich an.
Szenario 3: Pessimistisches Szenario (Kostensteigerungen)
Annahmen:
Entwicklung:
Die Bundesregierung plant, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 auf mindestens 80 % zu steigern.
Auswirkungen:
Studien von McKinsey zeigen, dass insbesondere Wind- und Solarstrom langfristig günstiger produziert werden können als fossile Energieträger.
Der Ausbau der erneuerbaren Energie ist langfristig preisdämpfend, aber kurzfristig kostenintensiv.
Ein zentraler Kostentreiber sind laut Bundesnetzagentur die Netzentgelte.
Gründe:
Wirtschaftsinstitute wie das DIW prognostizieren:
Netzentgelte wirken dauerhaft preissteigernd
Die CO₂-Bepreisung fossiler Energien wird schrittweise erhöht.
Auswirkungen:
Laut Bundesregierung soll der CO₂-Preis bis 2030 deutlich steigen.
Die CO₂ Bepreisung wirkt kurz- bis mittelfristig preissteigernd und dienst als Transformationsmotor zu erneuerbaren Energien.
McKinsey und andere Institute gehen davon aus, dass sich die Großhandelspreise mittelfristig stabilisieren, jedoch auf höherem Niveau als vor der Energiekrise.
Einflussfaktoren:
Geopolitische Einflüsse bestimmen die Großhandelspreise noch über Jahre.
Die Prognos-Studie bietet detaillierte Einblicke in die potenziellen Entwicklungen der Strompreise bis 2040 und präsentiert drei mögliche Szenarien, die stark von den zukünftigen Gaslieferungen aus Russland und anderen Faktoren abhängen:
Oberer Preisbereich: Sollte Russland zukünftig kein Gas mehr an Deutschland liefern, prognostizieren die Experten von Prognos, dass die Großhandelspreise für Strom im nächsten Jahr die Marke von 500 Euro pro Megawattstunde übersteigen könnten, bevor sie wieder fallen.
Mittlerer Preisbereich: Bei einer fortgesetzten, wenn auch reduzierten Gasversorgung aus Russland, erwarten die Analytiker, dass die Strompreise auf Großhandelsebene um 189 Euro pro Megawattstunde liegen werden, was kaum über den aktuellen Preisen liegt.
Unterer Preisbereich: Sollten die vollen Gaslieferungen wieder aufgenommen werden, könnten sich die Großhandelsstrompreise nach Prognos im nächsten Jahr auf etwa 100 Euro pro Megawattstunde einpendeln.
Bis 2027/28 wird ein deutlicher Rückgang der Strompreise erwartet. Entscheidend für die Preisentwicklung sind die Nachfrage nach Strom, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Verfügbarkeit von Importen. Trotz möglicher Preisrückgänge werden die Stromkosten langfristig über den Niveaus vor der Coronapandemie und dem Ukraine-Krieg bleiben.
Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität Köln (EWI) hat in seinen aktuellen Analysen die zukünftigen Entwicklungen der Strompreise an der Börse beleuchtet, die bereits jetzt die früher für 2030 prognostizierten Höchststände erreicht haben. Ursprünglich hatte das EWI im Jahr 2018 einen Börsenstrompreis von 93 Euro pro Megawattstunde für das Jahr 2030 vorhergesagt. Diese früheren Prognosen wurden jedoch durch unerwartete Ereignisse wie den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Versorgungsunsicherheiten überholt.
Laut dem neuesten Gutachten des EWI könnten die Börsenstrompreise im Jahr 2026 auf 132 Euro pro MWh und bis 2030 auf 135 Euro pro MWh ansteigen, falls ein starker Nachfrageanstieg auftritt und gleichzeitig keine russischen Energieträgerimporte mehr verfügbar sind. Dies würde eine Verdreifachung gegenüber den durchschnittlichen Preisen von 37 Euro pro MWh in den Jahren 2016 bis 2019 darstellen.
In einem optimistischeren Szenario, bei einem moderaten Nachfrageanstieg und einem teilweisen Erreichen des Ausbauziels der erneuerbaren Energien, wird mit Preisen von 79 Euro pro MWh für das Jahr 2026 und 52 Euro pro MWh für das Jahr 2030 gerechnet. Auch wenn dieses Szenario günstiger erscheint, liegt es immer noch deutlich über den historischen Preisen.
Die wesentlichen Annahmen dieser Prognose umfassen eine leichte Bevölkerungsabnahme in Deutschland, einen weiterhin steigenden Stromverbrauch, hoch bleibende Gaspreise aufgrund teurerer Einkäufe am Spotmarkt, das Erreichen der Klimaziele mit einem Anteil der erneuerbaren Energien von 80 Prozent am Stromverbrauch bis 2030, eine Rückkehr der Inflation auf ein normales Niveau von 2 Prozent pro Jahr und den fortgesetzten Ausstieg aus der Kernenergie. Diese Faktoren sind entscheidend dafür, wie sich die Strompreise in den nächsten Jahren entwickeln werden und zeichnen ein Bild von einem Strommarkt, der sich auf höhere Kosten einstellt, während er sich gleichzeitig den Herausforderungen einer nachhaltigen Energieversorgung stellt.
Zudem zeigt eine Anfrage der CDU/CSU an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, dass die Strompreise für verschiedene Energieträger im Wärmebereich bis 2035 allmählich steigen werden, beginnend bei 37 Cent pro Kilowattstunde in 2024 und ansteigend auf 38,89 Cent pro Kilowattstunde bis 2035. Diese schrittweise Erhöhung spiegelt die erwartete allgemeine Inflationsentwicklung und die steigenden Kosten für die Energiebeschaffung wider.
Wie entwickeln sich die Preise für unterschiedliche Energieträger im Wärmebereich nach Erwartung der Bundesregierung in den kommenden Jahren?
| Jahr | Preis in Cent pro Kilowattstunde |
|---|---|
| 2024 | 37 ct/kWh |
| 2025 | 37 ct/kWh |
| 2026 | 37,19 ct/kWh |
| 2027 | 37,37 ct/kWh |
| 2028 | 37,56 ct/kWh |
| 2029 | 37,75 ct/kWh |
| 2030 | 37,93 ct/kWh |
| 2031 | 38,12 ct/kWh |
| 2032 | 38,31 ct/kWh |
| 2033 | 38,51 ct/kWh |
| 2034 | 38,70 ct/kWh |
| 2035 | 38,89 ct/kWh |
Tabelle: Prognose zur Strompreisentwicklung bis zum Jahr 2035 auf Anfrage von CDU/CSU an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Die prognostizierten Preisanstiege sind vorrangig durch höhere Börsenstrompreise bedingt, die aus einer Kombination mehrerer Faktoren resultieren:
Langfristig ist mit anhaltend hohen Strompreisen zu rechnen. Die Bundesregierung rechnet in ihren Modellierungen bis 2035 mit leicht steigenden Preisen, die jährlich um einige Cent zunehmen. Hierbei ist der Einfluss von Energiepolitik und internationalen Marktbedingungen signifikant.