Mittwoch, 29. März 2017
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Stromanbieter Stadtwerke

Fast jede Stadt verfügt über ein sogenanntes Stadt- und Gemeindewerk. Diese werden in der Regel von Unternehmen geführt, die sich im mehrheitlichen Besitz einer oder mehrerer Kommunen befinden und im öffentlichen Auftrag diverse Grundversorgungsaufgaben für die Städte und deren Einwohner übernehmen. Dazu gehört meistens auch die Grundversorgung der Menschen vor Ort mit Strom und Gas. Eine große Zahl der Stadtwerke ist daher gleichzeitig auch lokaler oder regionaler Stromanbieter.

In der folgenden Tabelle finden Sie alle Stadtwerke in Deutschland aufgelistet. Nutzen Sie einfach die Suchfunktion um Ihr  Stadtwerk zu finden.

517 Stromanbieter Stadtwerke

Stromanbieter
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Stand: 28.03.2017 09:31 Uhr

Stadtwerke rüsten sich für die Zukunft

Dezentralisierung und regionale Wertschöpfung - dies könnten die Schlagworte sein, unter denen die Investitionsoffensive der Stadtwerke als Stromanbieter bis 2020 geführt werden soll. Eine solche Entwicklung würde auch dem Wunsch vieler Bürger entsprechen, angesichts des Oligopols der großen vier Stromanbieter E.ON, EnBW, Vattenfall und RWE, die mit rund 80% Marktanteil den Markt dominieren. Eine Konkurrenzfähigkeit wollen die Stadtwerke über die erneuerbaren Energien erreichen. Photovoltaik, Windkraft und Biogas werden somit in Zukunft für die kommunalen Stromanbieter eine noch wichtigere Rolle spielen als bisher.

Strom von den Stadtwerken - Hürden und Hindernisse bei der Energiewende

Geschätzte 16 Milliarden Euro sollen von den regionalen Energieversorgern bis zum Jahr 2020 in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert werden. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft werden die Prioritäten dabei auf einem Energiemix aus Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft und Biogas liegen. Neben der Stromerzeugung soll auch die Stromverteilung im Blickpunkt stehen. Viele Stadtwerke bemängeln eine Regulierung, die gleichermaßen innovations- wie investitionsfeindlich sei. Neben einem nur schleppend vorangehenden Leitungsausbau werden auch die politischen Rahmenbedingungen als Hemmnis angesehen, die Energiewende voranzubringen. Stichwort Laufzeitverlängerung 2010: Infolge dieser Entscheidungen mussten viele Investitionen kommunaler Energieversorger in Frage gestellt werden, da sie dem bisherigen Konsens über den Atomausstieg zuwiderlief.

Stadtwerke = Strom und Gas aus der Region

Dennoch preschen Stadtwerke als Stromanbieter nach vorne, allen voran Stephan Weil, Präsident des Verbands kommunaler Unternehmen. Bereits Mitte letzten Jahres stellte er im Falle eines Atomausstiegs und der Zurücknahme der Laufzeitverlängerung Investitionen in Höhe von mindestens 6 Milliarden Euro in Aussicht. Ziel sei eine Verdopplung des Marktanteils und eine Leistungssteigerung von 13 auf 22 Gigawatt. Stadtwerke haben als Stromanbieter einen sehr engen Bezug zur Region. Im Zuge der regionalen Wertschöpfung erhalten Kunden den Strom der Stadtwerke sozusagen aus eigener Produktion. Ein Gedanke, der vor allem im Hinblick auf den Ausbau der erneuerbaren Energien an Relevanz gewinnt, da der Strom dabei nicht nur durch ein regionales Unternehmen verkauft, sondern auch in der Region erzeugt wird. Dies führt langfristig zu einer Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Die zusätzlichen Einnahmen der Kommunen bewirken wiederum eine bessere Lebensqualität für die ansässigen Bürger.

Notwendigkeit des Netzausbaus

Ein weiterer Vorteil von präsenteren Stadtwerken liegt in der geringeren Notwendigkeit eines massiven Netzausbaus für die Fernübertragung, wenn der Strom von den Stadtwerken vor Ort erzeugt und verkauft wird. Eine dezentrale Energieerzeugung ersetzt somit teure Investitionen in Fernübertragungsleitungen. Dabei wurde von dem Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE) Dietmar Schütz betont, dass sich der Netzausbau nach dem Voranschreiten des Ausbaus der erneuerbaren Energien zu richten habe, nicht umgekehrt. Sowohl bei der Höchstspannung als auch bei den regionalen Verteilnetzen seien noch Investitionen notwendig, damit sich Übertragungsengpässe in Zukunft verhindern ließen. Verzögerungen seien auch schon allein deswegen zu vermeiden, um die Kosten der Netzstabilisierung nicht weiter steigen zu lassen, welche durch die Einspeisung von Strom durch die Stadtwerke aus regenerativen Kraftwerken entstehen.

Stadtwerke-Studie zeigt: Prioritäten liegen auf Erneuerbaren Energien

Von der Beratungsgesellschaft Ernst & Young und dem BEE stammt die mittlerweile zehnte Ausgabe der Stadtwerke-Studie, die zeigt, dass sich regionale Energieversorger eine zunehmende Bedeutung am Markt erhoffen, die vor allem mittels dezentraler Stromerzeugung realisiert werden soll. Da diese Dezentralisierung eng mit der Energiewende verwoben ist, liegen die Prioritäten mit 80 % deutlich auf dem Ausbau der erneuerbaren Energien.

Als hinderlich werden vor allem die politischen Rahmenbedingungen erachtet, deren Klarheit und Zuverlässigkeit nach wie vor zu wünschen übrig ließen. Aber auch in der Bevölkerung gibt es noch immer eine mangelnde Akzeptanz, was den Ausbau der Stadtwerke als Stromanbieter betrifft. Ganze 36 Prozent der regionalen Energieversorgungsunternehmen rechnen zudem mit einer Verschlechterung der Finanzierungsmöglichkeiten und sehen darin eines der größten Hemmnisse der Energiewende überhaupt. Laut der Studie sollen mit 52 % noch immer knapp die Hälfte der befragten Unternehmen dazu in der Lage sein, die Investitionen aus dem eigenen Cash-Flow finanzieren zu können.

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