Sonntag, 25. September 2022

Aktuelle Strompreise / Energiekosten reduzieren 

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Aktuelle Strompreise

Aktuelle Strompreise für Haushalte

Von Dr. Jörg Heidjann

Was kostet eine Kilowattstunde Strom am 25. September 2022?

Der aktuelle Strompreis für Neuverträge in der Grundversorgung beträgt 38,22 Cent pro kWh . Damit zahlt ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh Stromkosten in Höhe von 1.337,71 EUR pro Jahr, wenn der Strom vom Grundversorger kommt.

Beim günstigsten Alternativanbieter kostet Strom aktuell 40,40 Cent pro kWh und im günstigsten Ökostromtarif 40,46 Cent pro kWh. Damit zahlt der gleiche Haushalt 1.414,08 EUR Euro pro Jahr beim günstigsten Stromanbieter ausserhalb der Grundversorung und  1.415,94 EUR Euro pro Jahr beim günstigsten Ökostromanbieter

(Quelle StromAuskunft.de, tagesaktuelle Preisermittlung, 25. September 2022)

Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lag der durchschnittliche Strompreis für Verbraucher im April 2022 bei 37,14 Cent pro kWh.

Strompreise für Neuverträge am 25. September 2022

Stromtarif Strompreis Stromkosten pro Jahr
lokaler Versorger 38,22 Cent pro kWh 1.337,71 EUR
günstigster Ökostromtarif 40,46 Cent pro kWh 1.415,94 EUR
günstigster Alternativtarif 40,40 Cent pro kWh 1.414,08 EUR

Tabelle "Aktuelle Strompreise für Neuverträge am 25. September 2022 in Deutschland bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh". Quelle: StromAuskunft.de

Im bundesweiten Durchschnitt ergibt sich durch den Wechsel vom lokalen Grundversorger zum günstigsten verfügbaren Stromanbieter eine Preisdifferenz von -76,37 EUR (Jahresstromverbrauch: 3.500 kWh). Das tatsächliche Sparpotenzial liegt bei einem Wechsel in der Regel deutlich höher, da viele Anbieter attraktive Neukunden- bzw. Wechselboni zahlen.

Musterhaushalt 3.500 kWh Jahresverbrauch Preisdifferenz
Wechsel vom Grundversorger in einen günstigen Stromtarif -76,37 EUR pro Jahr

Hinweis: Bei den Strom­preisen handelt es sich um Durch­schnittswerte bei einem Verbrauch von 3500 kWh pro Jahr.  Strom­preise hängen vom Verbrauch ab und unter­scheiden sich regio­nal deutlich voneinander. Zudem ist der gewählte Stromtarif entscheidend.

Stromkrise in Deutschland

Die Strompreise in Deutschland befindet sich aktuell auf einem Rekordhoch. In Folge des Ukraine Krieges haben sich die Erzeugerpreise für Strom und Gas teilweise dramatisch verteuert (Strompreise 2022 / Gaspreise 2022). Dadurch sind Millionen Haushalte und Gewerbekunden in Deutschland von teils drastischen Strom- und Gaspreiserhöhungen betroffen.

Wie sich die Energiepreise aus unserer Sicht in den kommenden Jahren weiterentwicklen und die daraus folgenden Handlungsempfehlungen haben wir auf den folgenden Seiten zusammengefasst.

Unser Tipp: Gerne informieren wir Sie, sobald sich der Markt beruhigt hat und wieder attraktive Strom- und Gastarife verfügbar sind. Abonnieren Sie dazu einfach unseren Preisalarm für Energiepreise.

Regionale Strompreise - Was kostet Strom in den Bundesländern am 25. September 2022

Es gibt keinen einheitlichen Strompreis für Deutschland, denn die Preise sind je nach Wohnort höher oder niedriger. Hauptgrund hierfür sind die regional unterschiedlich hohen Netz-Nutzungsentgelte sowie der Wettbewerb der Stromanbieter vor Ort. Dadurch sind die Preise für Verbraucher im ländlichen Raum häufig höher als bei Verbrauchern in der Großstadt. 

In der nachfolgenden Tabelle haben wir die tagesaktuellen Strompreise für Neuverträge sowie die Preisdifferenz für jedes einzelne Bundesland aufgelistet. Der Vergleich zeigt Ihnen, was Strom in den Bundesländern kostet. Am teuersten ist der Strom beim Grundversorger demnach in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Am günstigsten ist Strom aktuell beim Grundversorger in Bremen.

Region Strompreis lokaler Anbieter Strompreis günstigster Anbieter Wechselersparnis
Deutschland 38,22 Cent pro kWh 40,40 Cent pro kWh -76,37 EUR
Baden-Württemberg 41,33 Cent pro kWh 40,58 Cent pro kWh 26,13 EUR
Bayern 37,38 Cent pro kWh 39,68 Cent pro kWh -80,46 EUR
Berlin 35,93 Cent pro kWh 39,66 Cent pro kWh -130,57 EUR
Brandenburg 37,87 Cent pro kWh 41,83 Cent pro kWh -138,66 EUR
Bremen 25,23 Cent pro kWh 38,68 Cent pro kWh -470,58 EUR
Hamburg 37,08 Cent pro kWh 42,78 Cent pro kWh -199,68 EUR
Hessen 38,61 Cent pro kWh 39,96 Cent pro kWh -47,47 EUR
Mecklenburg-Vorpommern 41,56 Cent pro kWh 42,42 Cent pro kWh -30,18 EUR
Niedersachsen 37,31 Cent pro kWh 39,64 Cent pro kWh -81,82 EUR
Nordrhein-Westfalen 38,82 Cent pro kWh 40,61 Cent pro kWh -62,74 EUR
Rheinland-Pfalz 35,29 Cent pro kWh 40,05 Cent pro kWh -166,60 EUR
Saarland 31,92 Cent pro kWh 41,19 Cent pro kWh -324,44 EUR
Sachsen 34,99 Cent pro kWh 39,97 Cent pro kWh -174,53 EUR
Sachsen-Anhalt 35,57 Cent pro kWh 40,14 Cent pro kWh -159,94 EUR
Schleswig-Holstein 39,03 Cent pro kWh 44,41 Cent pro kWh -188,30 EUR
Thüringen 45,34 Cent pro kWh 40,30 Cent pro kWh 176,59 EUR

Tabelle "Durchschnittliche Strompreise für Neuverträge am 25. September 2022 in Deutschland und den Bundesländern bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh". Quelle: StromAuskunft.de

  • Eine detaillierte Visualisierung der Strompreise für über 6.300 Städte und Gemeinden finden Sie in unserem Atlas für Strompreise.

Was kostet Strom in Ihrer Stadt oder Ihrer Region?

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Wenn Sie herausfinden möchten, was Strom in ihrer Stadt, ihrem Kreis oder ihrem Bundesland kostet, dann können Sie unsereren Stromrechner, unseren Atlas für Strompreise oder unsere Tabelle "Ranking der Stromkosten in Deutschland" nutzen. 

  • Mit unserem TÜV-geprüften Stromrechner können Sie in einfach und schnell alle an Ihrem Wohnort verfügbaren Stromtarife vergleichen. Dazu müssen Sie nur Ihre Postleitzahl (PLZ) und Ihren Jahrestromverbrauch in kWh in den Rechner eingeben.

  • Unser einzigartiger Atlas für Strompreise visualisiert die regionalen Strompreise für alle Kommunen, Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Die Strompreise sind farblich unterschiedlich dargestellt (rot = teuer, grün = günstig), so dass die Karte auf einen Blick zeigt, wo Strom in Deutschland tendenziell teuer oder günstig ist.

  • Auf der Seite Was kostet Strom in Ihrer Stadt? finden Sie eine Tabelle mit den aktuellen Stromkosten in Ihrer Stadt. Die Tabelle zeigt für jede Stadt die jährlichen Stromkosten für einen Neuvertrag bei einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh an.

    Neben den Stromkosten beim lokalen Versorger werden als Vergleich die jährlichen Kosten im günstigsten Ökostromtarif und im günstigsten Tarif ausserhalb der Grundversorgung angezeigt. Für die angezeigten Tarifarten wird zudem für jede Stadt eine Platzierung gelistet. Daraus ergibt sich ein kontinuierlich aktualisiertes Strompreis-Ranking auf Städteebene.

    Die jeweiligen Städte sind zudem verlinkt. Klicken Sie auf den Stadtnamen, um zu einer umfangreichen Städteseite mit weiteren Informationen zum lokalen Strommarkt zu gelangen. Auch die angezeigten Stromanbieter sind verlinkt. Mit einem Klick gelangen Sie auf die entsprechende Anbieterseite mit ausführlichen Informationen zum Stromangebot.

Das kostet Strom Ihrer Stadt

Was Strom in Deutschland kostet, hängt nicht nur vom Tarif und Verbrauch ab, sondern auch vom Wohnort. Wir haben für alle Städte in Deutschland eine Seite erstellt, mit dem Sie einen erstklassigen Überblick über der lokalen Strommarkt machen können. Ihre Stadt finden Sie auf der Seite 

Quicklinks zu den Großstädten

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

strompreis-zusammensetzung-2022

Zusammensetzung des Strompreises im Jahr 2022

Im Jahr 2022 (Januar) setzt sich laut den Daten des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V der Strompreis für den durchschnittlichen Haushalt in Deutschland folgendermassen zusammen:

Mit 40 % ist der größte Anteil am Strompreis die vom Staat festgelegten Steuern, Abgaben und Umlagen. Der zweitgrößte Anteil mit 38 % entfällt auf die Energieversorger für die Bereiche Stromeinkauf, Service und Vertrieb. Die gesetzlich festgelegten Gebühren für die Netzbetreiber machen 22 % des Strompreises aus.

Bestandteil Strompreis 2022 Anteil in % Anteil in ct/kWh
Beschaffung, Vertrieb und Marge 40 14,45
Netzentgelt inklusive Messstellenbetrieb 22 8,09
Steuern, Abgaben und Umlagen 38 13,65

Tabelle "Absolute und relative Bestandteile des Strompreises. Grundlage: Strompreis von 36,19 ct/kWh imJanuar 2022". Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V)

Die Bestandteile des Strompreises im Überblick

1. 40 % für Steuern, Abgaben und Umlagen

Die 40 % setzen sich aus den folgende Steuern, Abgaben und Umlagen zusammen:

Stromsteuer

Die Stromsteuer ist Teil der Ökosteuer und wurde 1999 zur Förderung klimapolitischer Ziele eingeführt. Dennoch fließt sie zu großen Teilen in die Finanzierung der Rentenversicherung. Die Stromsteuer beträgt aktuell (Stand 2021) 2,05 ct/kWh und entspricht 6,4 Prozent des Strompreises.

Mehrwertsteuer

Die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent entfällt auf alle Preisbestandteile, sie macht rechnerisch etwa 16 Prozent des Bruttostrompreises aus und liegt aktuell (Stand 2021) bei 5,09 ct/kWh.

Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe wird von den Energieversorgern an die Kommunen als Wegerecht für den Bau und Betrieb von Leitungen gezahlt. Sie beträgt aktuell (Stand 2021) 1,66 ct/kWh und entspricht 5,2 Prozent des Strompreises.

EEG-Umlage

Die EEG-Umlage dient zur Förderung der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Betreiber von Wind-, Solarstromanlagen etc. erhalten für jede eingespeiste Kilowattstunde eine gesetzlich festgelegte Vergütung, die über dem Marktpreis liegt. Die EEG-Umlage errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Marktpreis und dem Vergütungspreis. Die EEG-Umlage wurde auf Grund der Energiekrise im Juli 2022 ausgesetzt und wird nicht mehr erhoben.

KWK-Umlage

Die KWK-Umlage wurde 2002 eingeführt und dient zur Förderung der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung. Sie macht aktuell (Stand 2021) 0,8 Prozent des Strompreises aus.

§19-Umlage

Die Umlage nach §19 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) gleicht die Netzgeldbefreiung energieintensiver Industrieunternehmen aus. Sie macht aktuell (Stand 2021) 1,4 Prozent des Strompreises aus.

Offshore-Haftungsumlage

Die Offshore-Haftungsumlage wurde 2013 eingeführt und auf 0,25 ct/kWh gedeckelt. Sie dient zur Finanzierung von Schadensersatzforderungen durch Verzögerungen und Ausfälle bei der Netzanbindung von Offshore-Windparks. Die Umlage macht aktuell (Stand 2021) 1,2 Prozent des Strompreises aus.

AbLa-Umlage

Mit der Umlage für abschaltbare Lasten (AbLA) werden Vergütungen an Anbieter sogenannter Abschaltleistungen ausgeglichen. Dies sind beispielsweise Industriebetriebe, die bei Netzengpässen kurzfristig auf Stromlieferungen verzichten können. Die AbLa-Umlage macht aktuell (Stand 2021) 0,03 Prozent des Strompreises aus.

2. 22 % für Netzengelte und Zähler

Die Netzentgelte in Deutschland werden sowohl von Privathaushalten als auch von Industrie- und Gewerbekunden über den Strompreis bezahlt. Sie machen knapp ein Viertel des Strompreises für Verbraucher aus. Die Entgelte werden von den Netzbetreibern erhoben und über die Stromrechnung an die Endkunden weitergegeben.

Je nach Netzbetreiber und Region fallen die Netzentgelte sehr unterschiedlich aus. Die Ursachen dafür sind vielschichtig und hängen laut Bundesnetzagentur unter anderem von der regionalen Auslastung der Netze ab, von der jeweiligen Besiedlungsdichte, vom Alter und der Qualität der Netze sowie von unterschiedlich hohen Kosten für Einspeisemanagementmaßnahmen.

3. 40 % für Stromeinkauf Service und Vertrieb

Der größte Anteil entfällt auf den Einkauf des Stroms an der Strombörse in Leipzig. Die Preise dort sind im Jahr 2022 inf Folge des Ukraine - Krieges stark angestiegen und erreichen immer neue Rekordhöhen. Teilweise kostetet die Megawattstunde Strom über 400 Euro und lag damit um das 10 fache höher als noch im Jahr 2021. Bei den Privathaushalten in Deutschland kommen die Kostensteigerungen vorerst nur teilweise an. Ebenfalls enthalten sind die Preise für den Service, Vertrieb und Marge der Energieversorger.

Wie haben sich die Strompreise entwickelt?

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Strompreise für Haushalte in Deutschland seit dem Jahr 2014 bis zum heutigen Tag (25. September 2022). Die blaue Kurve zeigt den Verlauf der Strompreise in der Grundversorgung, die gelbe Kurve zeigt die Strompreise im günstigsten Tarif ausserhalb der Grundversorgung und die grüne Kurve zeigt die Entwicklung der Preise für Ökostrom.

Besonders auffälig sind die starken Preisanstiege im Jahr 2022 für Tarife ausserhalb der Grundversorung (gelbe Kurve) und für Ökostrom (grüne Kurve). Aber auch die Tarife in der Grundversorgung (blaue Kurve) sind im Jahr 2022 stark angestiegen und liegen deutlich höher als im Jahr 2021.

Die Ursache für die hohen Preise liegt am starken Anstieg der Großhandelspreise für Strom und Gas bedingt durch eine erhöhte Post-Corona Nachfrage sowie insbesondere durch reduzierter Gaslieferungen aus Rußland in Folge des Ukraine-Krieges. Dadurch sind die Rohstoffpreise, insbesondere die Gaspreise auf Rekordhöhen gestiegen. Teilweise haben sich die Gaspreise im Vergleich zum Vorjahr verzehnfacht. Verbraucher müssen daher in Zukunft deutlich mehr für Energie bezahlen.

Strompreisentwicklung in Deutschland
Strompreise für Privathaushalte

Die Grafik zeigt die Entwicklung der durchschnittlichen Strompreise seit dem Jahr 2014 für Haushaltskunden in Deutschland. Die Preise beziehen sich auf einen Jahresverbrauch von 3.500 kWh für den lokalen Stromanbieter, den günstigsten Stromtarif sowie den günstigsten Ökostromtarif. Es handelt sich dabei um bundesweite Durchschnittspreise für Neuverträge, jeweils gemittelt aus den Werten von über 6.300 Städten und Gemeinden und umgerechnet in Cent pro kWh.

Grafik "Strompreisentwicklung in Deutschland" Quelle: StromAuskunft, Stand 25. September 2022

Welche Rolle spielt das Merit-Order Prinzip für die Strompreise?

Mit dem Merit-Order Prinzip im Energiemarkt wird die Einsatzreihenfolge der stromerzeugenden Kraftwerke auf dem Marktplatz der Leipziger Strombörse bezeichnet. Es geht dabei um die Preisbildung für die Erzeugerpreise für Strom.

Man kann sich das so vorstellen:
Der Strom des Kraftwerkes, das Strom am günstigsten erzeugt, wird gemäß des Merit-Order Prinzipes zuerst eingespeist. Danach folgt Kraftwerk 2, dann Kraftwerk 3 und so weiter. Das wird so lange fortgeführt, bis die Stromnachfrage gedeckt ist. Der Preis für die Megawattstunde Strom richtet sich dann an den Erzeugerkosten des Kraftwerkes, welches zuletzt zugeschaltet wird.

Beispiel:

Kraftwerk A produziert die Megawattstunde Strom für 50 Euro
Kraftwerk B produziert die Megawattstunde Strom für 100 Euro
Kraftwerk C produziert die Megawattstunde Strom für 150 Euro
Kraftwerk D produziert die Megawattstunde Strom für 200 Euro

Mit Kraftwerk D ist die Nachfrage gedeckt. Die Megawattstunde Strom kostet dann gemäß Merit-Order Prinzip 200 Euro. Damit verdient Kraftwerk A 150 Euro pro Megawattstunde, Kraftwerk B 100 Euro pro Megawattstunde und Kraftwerk C noch 50 Euro pro Megawattstunde.

Da die Gestehungskosten je nach Art der Erzeugung und Kraftwerk sich deutlich unterscheiden, schwankt der Strompreis am Spotmarkt der Börse je nach Wetterlage sehr stark. Ist viel regenerativ erzeugter Strom in System, so ist der Großhandelspreis günstig. Wir dagegen viel Strom aus Gas oder Kohlekraftwerken benötigt, so sind die Preise sehr hoch.

Insbesondere in Zuge der Gas Krise im Jahr 2022 durch den Krieg in der Ukraine sind die Börsenstrompreise auf Grund des Merit-Order Prinzipes sehr stark angestiegen. Da auch Strom durch Gas erzeugt wird sind die Gaskraftwerke als Folge der hohen Gaspreise die Grenzkraftwerke und bestimmten damit auch den Strompreis.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten:

Preisentwicklung der Großhandelspreise an der Leipziger Strombörse EEX

Datum

Preis in Euro pro Megawattstunde

Januar 2021 52,81
Februar 2021 48,7
März 2021 47,16
April 2021 48,70
Mai 2021 53,35
Juni 2021 74,08
Juli 2021 81,37
August 2021 82,7
September 2021 128,37
Oktober 2021 139,49
November 2021 176,15
Dezember 2021 221,06
Januar 2022 167,73
Februar 2022 128,90
März 2022 252,01
April 2022 165,73
Mai 2022 177,48
Juni 2022 218,08
Juli 2022 315
August 2022 465,18

Tabelle: Strompreisentwicklung der Großhandelspreise an der Leipziger Strombörse EEX, Zeitraum Januar 2021 bis August 2022, Angaben in Euro pro Megawattstunde, Datenquelle: Bundesnetzagentur

Die Großhandelspreise für Strom bestimmen zu einem großen Anteil den Strompreis für Haushalte und Industrie. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Großhandelspreise für Strom, die an der Börse in Leipzig und auch außerbörslich gehandelt werden. Zu diesem Preis kaufen Versorger den Strom am Markt ein.

Von Januar 2021 bis August 2022 hat sich der Beschaffungspreis für die Megawattstunde Strom fast verzehnfacht.

Insbesondere in Zuge der Gas Krise im Jahr 2022 durch den Krieg in der Ukraine sind die Börsenstrompreise auf Grund des Merit-Order Prinzipes sehr stark angestiegen. Da auch Strom durch Gas erzeugt wird sind die Gaskraftwerke als Folge der hohen Gaspreise die Grenzkraftwerke und bestimmten damit auch den Strompreis.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten:

strompreisentwicklung-der-gro-handelspreise-an-der-leipziger-stromb-rse-eex

Entwicklung der Strompreise seit dem Jahr 2002 und Prognose für die Zukunft

In kaum einem anderen Lebensbereich ist es n den letzten Jahrzehnten zu einer derartigen Verteuerung gekommen wie bei den Energiepreisen. Insbesondere seit dem Krieg in der Ukraine haben sich die Preise für Strom und Gas stark erhöht. 

In der folgenden Tabelle zeigen wir die jährliche Entwicklung der Strompreise pro Kilowattstunde von 2002 bis 2022 und geben eine Prognose für das Jahr 2023.

Jahr Strompreis in ct/kWh
Prognose 2023 über 40 Cent pro kWh
25. September 2022 38,22 Cent pro kWh
2022 37,1
2021 34,7
2020 33,4
2019 30,9
2018 29,4
2017 29,2
2016 28,7
2015 28,8
2014 29,1
2013 28,8
2012 25,9
2011 25,2
2010 23,7
2009 23,2
2008 21,7
2007 20,6
2006 19,5
2005 18,7
2004 18,0
2003 17,2
2002 16,1

Tabelle: "Entwicklung der Strompreise in Deutschland seit dem Jahr 2002". Die Preise sind Durchschnittspreise für Haushalte in Grundversorgung, Jahresverbrauch von 3500 kWh
Quellen: Bundensnetzangentur, BDE, StromAuskunft

 

Wie berechnen wir die aktuellen Strompreise?

Wir analysieren im Rahmen unserer Strompreis-Studie täglich die Strompreise für Neuverträge in mehr als 6.300 Städten in Deutschland. Dadurch liefern wir nicht nur ein vollständiges Bild über den durchschnittlichen Strompreis in Deutschland, sondern auch umfassende Daten zu regionalen Preisunterschieden sowie zur Entwicklung der Strompreise in Deutschland.

So berechnen wir die aktuellen Strompreise für Haushalte

Grundlage für die Berechnung der Strompreise ist ein Jahresverbrauch von 3.500 kWh. Stromtarife mit Kaution und/oder Vorauskasse werden nicht berücksichtigt. Weitere Kriterien für die Preisberechnung:

  • Vertragslaufzeit: max. 12 Monate
  • Preisgarantie: min. 12 Monate
  • Kündigungsfrist: max. 6 Wochen

Hinweis zur Berechnung der Ersparnis:

Die mögliche Ersparnis wird in Bezug zum Tarif des lokalen Anbieters berechnet. Falls es sich bei dem Vergleichstarif um einen Grundversorgungstarif handelt, wird Ihnen hierfür eine gesetzliche Kündigungsfrist von zwei Wochen garantiert.

Wichtige Fragen und Antworten zum Thema Strompreise

Wie setzen sich die Strom- und Gaspreise zusammen?

Generell setzen sich die Strom- und Gaspreise aus folgenden Bestandteilen zusammen.

Zusammensetzung des Strompreises:

Beim Strompreis zählt dazu die Energielieferung, die Netznutzung und staatliche Steuern, Abgaben bzw. Umlagen. Gerade der Bestandteil Steuern, Abgaben und Umlagen (Konzessionsabgabe, KWK Umlage, EEG Umlage, Stromsteuer und Umsatzsteuer) nehmen beim Strom sehr viel Raum ein. Derzeit beträgt der prozentuale Anteil nämlich knapp 41%.

Zusammensetzung des Gaspreises:

Auch beim Gas setzt sich der Preis aus verschiedenen Bereichen zusammen. Dazu gehören ebenfalls die Energielieferung und die Netznutzung. Staatliche Einnahmen resultieren aus der Mehrwertsteuer und der Mineralölsteuer.

Neben den reinen Energiekosten spielen staatliche Abgaben eine sehr große Rolle bei den Strom- und Gaspreisen.

Mein Energieversorger erhöht die Preise. Muss ich das akzeptieren?

Sie müssen die Preiserhöhung nicht akzeptieren und können Widerspruch dagegen einlegen bzw. Ihr Sonderkündigungsrecht nutzen. Die Sonderkündigung kann innerhalb einer bestimmten Frist wahrgenommen werden, die in der Mitteilung zur Preiserhöhung genannt wird.

Laut Energiewirtschaftsgesetz gilt: Ändert ein Energieversorger seine Bedingungen - beispielsweise indem die Strom- oder Gaspreise erhöht werden - muss er dies spätestens vier Wochen im Voraus ankündigen. Kunden verfügen anschließend über ein Sonderkündigungsrecht. Dieses gilt auch, wenn ausschließlich Kosten weitergegeben werden, auf die der Versorger keinen Einfluss hat. Einzige Ausnahme ist die Anpassung der Mehrwertsteuer. Die Sonderkündigung muss vom Anbieter innerhalb einer Woche bestätigt werden.

Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Seite Strompreiserhöhung und Sonderkündigungsrecht.

Wer legt die Strompreise fest?

Der Stromanbieter legt den Strompreis fest. Allerdings besteht ein Großteil des Stromspreises aus Steuern und Netzentgelten, die vom Staat bzw. den Netzbetreiben einmal pro Jahr festegelegt werden. Insofern ist ein Großteil des Strompreises schon durch Steuern und Abgaben festgelegt. Die Energieversorger stecken sich für Beschaffung, Vertrieb und Marge rund 20 Prozent des Endkungenpreises in die eigene Tasche. Etwa 25 Prozent und damit bereits mehr als die Versorger kassieren die Netzbetreiber. Und die restlichen 55 Prozent setzen sich aus den staatlichen Posten zusammen .

Insgesamt setzt sich der Strompreis aus folgenden Komponenten zusammen

Stromsteuer, Konzessionsabgaben, KWK – Umlage, EEG – Umlage, $19 Umlage,  Mehrwertsteuer, Offshore Umlage, STROM NEV, Umlage für abschaltbare Lasten, Netzkosten.

Die größten Posten sind EEG Umlage und die Kosten für Netzbetreiber.

Verbraucher können Strompreise mitbestimmen

Verbraucher können durch Ihr Verhalten Einfluss auf den Strompreis nehmen und den Stromanbieter wechseln. Denn hier hängt der Markt seit Jahren schief. Versorger belohnen nicht Ihre treuen Kunden, sondern nur diejenigen bekommen günstige Preise, die den Tarif wechseln. Und treue Kunden gibt es viele, denn noch bezieht knapp ein Drittel der Haushalte in Deutschland Strom über die Grundversorgung. Um es nochmal klar und deutlich festzuhalten: Die Grundversorgung ist in der Regel die mit Abstand teuerste Art des Strombezugs – wobei sich ein Anbieter- oder Tarifwechsel denkbar einfach gestaltet.

Wer reguliert die Strompreise?

Die Strompreise setzen sich aus den Kosten für Produktion und Beschaffung, den Transport durch die Netze sowie durch Steuern und Abgaben zusammen. Steuern und Abgaben liegen in der Hand des Staates, Produktion und Beschaffung in der Hand der Versorger und die Kosten für den Transport werden durch die Netzbetreiber festgelegt. Somit werden die Preise nicht direkt reguliert, aber die Steuern werden festgelegt und die Netzentgelte werden reguliert. Denn die Strom- und Gasnetze sind so genannte natürliche Monopole. Aufgrund der immensen Bereitstellungskosten ist es für eventuelle Mitbewerber unwirtschaftlich, ein weiteres Netz aufzubauen.

Damit die Netzbetreiber aufgrund des fehlenden Wettbewerbs nicht zu hohe Preise verlangen können, werden die Netzentgelte durch die Bundesnetzagentur sowie die Landesregulierungsbehörden reguliert. Hier greift das Prinzip der Anreizregulierung, d.h. dass den Netzbetreibern Obergrenzen für Ihre Erlöse vorgegeben werden, die auf  einem bundesweiten Effizienzvergleich basieren. Die Netzbetreiber, die mit ihren Kosten ihre Effizienzvorgabe übertreffen, können die Differenz als Gewinn einbehalten. So haben sie einen Anreiz, möglichst wirtschaftlich zu arbeiten.

Die Netzentgelte haben einen Anteil von ca. 25 Prozent an dem vom Haushaltskunden zu zahlenden Strompreis bzw. von ca. 20 Prozent am Gaspreis.

Die Rolle von Kartellamt und EU - Kommission

Die Kartellämter des Bundes und der Länder sowie die EU-Kommission übernehmen eine Kontrollfunktion und beobachten Preise und Marktverhalten der Stromanbieter. Bei Verdacht auf Preisabsprachen schreiten sie ein leiten entsprechende Verfahren gegen die Unternehmen ein. Auch Verbraucher können bei der zuständigen Kartellbehörde bei Verdacht ein Missbrauchsverfahren beantragen.

Markttransparenzstelle für den Großhandel mit Strom und Gas

Die Markttransparenzstelle für den Großhandel mit Strom und Gas ist bei der Bundesnetzagentur angesiedelt und wertet Daten für den Großhandel mit Strom und Gas aus. Auch hier werden eventuelle Verstöße beobachten und bei einem Verdacht ein Verfahren eingeleitet.

Wie entstehen Strompreise?

Seit der Liberalisierung des Strommarkts im Jahr 1998 wird der Strompreis am Markt durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Der in den Kraftwerken produzierte Strom wird ganz ähnlich wie Aktien oder Rohstoffe an der Börse gehandelt. Die Strombörse ist die European Energy Exchange (kurz: EEX) in Leipzig. Strom ist alos ein Handelsgut, dessen Wert sich an der Börse nach Angebot und Nachfrage bestimmt. Aber der Staat greift in diesen freien Markt und bestimmt einen Großteil des Strompreises.

Im Wesentlichen besteht der Strompreis aus den folgenden drei Kostenblöcken:

- Steuern und Abgaben

- Strombeschaffung und Vertrieb

- Netzentgelte

Insgesamt sind derzeit rund 21% des Strompreises vom Stromversorger beeinflussbar und über 75% werden vom Staat festgelegt bzw. reguliert. Die 21 % für Erzeugung, Einkauf und Vertrieb unterliegen dem freien Wettbewerb.

Strompreise an der Leipziger Strombörse

Börsenstrompreis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt

Strom wird in großen Mengen am Großhandelsmarkt für Strom an der Leipziger Strombörse gekauft. Dort gibt es sehr starke Preisschwankungen, die von Angebot und Nachfrage getrieben werden. Viele Faktoren, insbesondere die Brennstoffpreise für Gas, Öl und Kohle, spielen eine große Rolle, da ein Großteil des Stroms nach wie vor in den großen Kraftwerken erzeugt wird. Einen immer größeren Einfluss auf das Stromangebot und damit den Strompreis hat aber auch das Wetter. Denn wenn die Sonne scheint und der Wind weht, dann ist die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen sehr hoch und es ist viel Strom im Angebot.

Auf der Nachfrageseite hängt der Strombedarf stark von der Konjunktur, der Jahreszeit, dem Wochentag sowie der Uhrzeit ab.

Welche Rolle spielt das Merit-Order Prinzip für die Strompreise?

Mit dem Merit-Order Prinzip im Energiemarkt wird die Einsatzreihenfolge der stromerzeugenden Kraftwerke auf dem Marktplatz der Leipziger Strombörse bezeichnet. Es geht dabei um die Preisbildung für die Erzeugerpreise für Strom.

Man kann sich das so vorstellen:
Der Strom des Kraftwerkes, das Strom am günstigsten erzeugt, wird gemäß des Merit-Order Prinzipes zuerst eingespeist. Danach folgt Kraftwerk 2, dann Kraftwerk 3 und so weiter. Das wird so lange fortgeführt, bis die Stromnachfrage gedeckt ist. Der Preis für die Megawattstunde Strom richtet sich dann an den Erzeugerkosten des Kraftwerkes, welches zuletzt zugeschaltet wird. 

Beispiel:

Kraftwerk 1 produziert die Megawattstunde Strom für 50 Euro
Kraftwerk 2 produziert die Megawattstunde Strom für 100 Euro
Kraftwerk 3 produziert die Megawattstunde Strom für 150 Euro
Kraftwerk 4 produziert die Megawattstunde Strom für 200 Euro

Mit Kraftwerk 4 ist die Nachfrage gedeckt. Die Megawattstunde Strom kostet dann gemäß Merit-Order Prinzip 200 Euro. Damit verdient Kraftwerk 1 150 Euro pro Megawattstunde, Kraftwerk 2 100 Euro pro Megawattstunde und Kraftwerk 3 noch 50 Euro pro Megawattstunde.

Da die Gestehungskosten je nach Art der Erzeugung und Kraftwerk sich deutlich unterscheiden, schwankt der Strompreis am Spotmarkt der Börse je nach Wetterlage sehr stark. Ist viel regenerativ erzeugter Strom in System, so ist der Großhandelspreis günstig. Wir dagegen viel Strom aus Gas oder Kohlekraftwerken benötigt, so sind die Preise sehr hoch.

Insbesondere in Zuge der Gas Krise im Jahr 2022 durch den Krieg in der Ukraine sind die Börsenstrompreise auf Grund des Merit-Order Prinzipes sehr stark angestiegen.

Wie setzen sich die Strompreise zusammen?

Im Wesentlichen setzt sich der Strompreis aus den drei Bereichen zusammen

54% des Strompreises bestimmen Steuern und Abgaben

21% des Strompreises bestimmen Strombeschaffung und Vertrieb

25% des Strompreises bestimmen regulierte Netzentgelte


Für Haushaltskunden in Deutschland betrug der Anteil des Nettonetzentgelt (ohne USt.) 20,4 Prozent am gesamten Elektrizitätspreis (inkl. USt.) Die Entgelte für Abrechnung, Messung und Messstellenbetrieb betragen 2,3 Prozent des Gesamtpreises. Auf die Kosten für Energiebeschaffung und Vertrieb entfallen 26 Prozent. Die Steuern (Strom- und Umsatzsteuer) summieren sich auf einen Anteil von 23 Prozent, die Summe aller Umlagen und Abgaben (Umlagen nach EEG, KWKG, § 19 StromNEV und abschaltbare Lasten sowie Konzessionsabgabe) auf ca. 28,5 Prozent. Die EEG-Umlage hat hieran mit 21,2 Prozent den weitaus größten Anteil. Umlagen, Steuern und Abgaben betragen in Summe über 51 Prozent des durchschnittlichen Elektrizitätspreises für Haushaltskunden.

Diese Steuern entfallen auf den Strompreis

Stromsteuer

Die Stromsteuer oder auch Ökosteuer dient der Förderung klimapolitischer Ziele sowie zur Absenkung und Stabilisierung des Rentenbeitragssatzes.

Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe wird von den Energieversorgern an die Kommunen gezahlt. Dafür räumen die Kommunen den Unternehmen das Recht ein, öffentliche Wege für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen zu nutzen. Die Höhe der Konzessionsabgabe ist abhängig von der Größe der Gemeinde.

KWK - Umlage

Die KWK-Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) kommt der Förderung der Stromerzeugung aus Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung zugute..

EEG - Umlage

Die EEG-Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) dient der Förderung der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien.

§ 19 Umlage

Die Umlage nach §19 der StromNEV (Stromnetzentgeltverordnung), gleicht die Aufwände der Netzgeldbefreiung der Großindustrie aus. Die Umlage beinhaltet also anteilige Kosten des Stromtransports.

Offshore-Haftungsumlage:

2 Prozent des Strompreises dienen zu der Übernahme von Schadenersatzkosten, die durch langandauernde Netzunterbrechungen entstehen können und durch entstehende Kosten für den Ausbau von Offshore Windparks. Die Bundesregierung will dabei den Ausbau von Windkraftanlagen sichern, da diese in der Zukunft einen wichtigen Beitrag in der Gesamtversorgung darstellen sollen.

Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) beträgt zur Zeit 19%.

Warum gibt es unterschiedliche Strompreise?

Neben den Kosten für die Erzeugung, Beschaffung und Vermarktung von Strom, sind der Stromtransport und der damit verbundene Betrieb der Netze sowie staatlich festgelegte Steuern, Umlagen und Abgaben die entscheidenden Bausteine für den Haushaltsstrompreis. Von den staatlichen Preisbestandteilen sind sämtliche Privatkunden in gleicher Höhe betroffen, sowohl bei den Netzentgelten als auch im Hinblick auf die Preiskalkukation der Energieversorger zeigen sich jedoch starke regionale Unterschiede.

Regionale Unterschiede durch Wettbewerb und Netzentgelte

Das deutschlandweit sehr heterogene Strompreisniveau ergibt sich zum einen durch regional unterschiedlich berechnete Netzentgelte, zum anderen durch den örtlichen Wettbewerb und in diesem Zusammenhang auch durch das Wechselverhalten der Verbraucher. Die Netzgebühren werden auf Basis notwendiger Ausbau- und Stabilisierungsmaßnahmen kalkuliert, aber auch aufgrund anderer Kriterien, beispielsweise der regionalen Bevölkerungsdichte. Traditionell fallen die Netzentgelte im Osten Deutschlands spürbar höher aus als im Westen und liegen in Großstädten in der Regel unter dem Niveau ländlicher Regionen. Entscheidend für die Preisbildung ist auch der lokale Wettbewerb in Verbindung mit dem Wechselverhalten der Stromkunden: Zwischen wie vielen Anbietern und Tarifen können Verbraucher an ihrem Wohnort wählen? Wie stark ist die Konkurrenz für den örtlichen Grundversorger? Wie viele überregionale Stromangebote sind verfügbar? Und wie häufig machen die Kunden von ihrem Recht auf freie Anbieterwahl Gebrauch? All diese Faktoren haben unmittelbaren Einfluss auf die Marktlage und damit auf die Preispolitik der Energieversorger.

Der Tarif macht den Preis

Eine wichtige Grundregel bei der Suche nach dem passenden Stromangebot lautet: Unterschiedliche Tarifarten sind unterschiedlich teuer. Generell gelten die Tarife der Stromgrundversorgung als die deutlich kostspieligsten, nicht zuletzt wegen ihrer sehr kurzen Kündigungsfristen. Wer aus einem Grundversorgungstarif in ein günstiges Angebot wechselt, kann je nach Haushaltsgröße und Verbrauch mehrere hundert Euro im Jahr sparen. Die Tarife alternativer Stromanbieter sind in der Regel deutlich billiger als die von vielen Kunden noch immer in Anspruch genommene Grundversorgung – auch ohne Vorkasse, Kaution oder Paketmodell. Selbst Ökostrom ist heutzutage in vielen Fällen günstiger zu haben als konventioneller Strom vom Grundversorger.

Strompreis-Atlas zeigt Kostenunterschiede in Deutschland

Als exklusives Feature von StromAuskunft.de zeigt der Strompreis-Atlas das monatsaktuelle Kostenniveau in allen Städten und Landkreisen der Bundesrepublik. Deutschlandweit werden insgesamt 1.437 Orte je nach Höhe des dortigen Strompreises farblich dargestellt. Die Karte zeigt auf einen Blick, in welchen Regionen der Strom für Haushaltskunden vergleichsweise günstig oder teuer ist.

Wenn Sie wissen möchten, wie teuer ihr Strom im Vergleich zu anderen Regionen und Orten in Deutschland ist, dann finden Sie alle Antworten auf der Seite Stromanbieter Deutschland.

Wo kann ich Strompreise vergleichen?

Strompreise können Sie am einfachsten mit einem Stromrechner im Internet vergleichen. Denn in Deutschland stehen Verbrauchern inzwischen mehr als 1.000 Stromanbieter und ein Vielfaches dessen an Stromtarifen zur Verfügung. Mit unserem kostenlosen Tarifrechner können Sie einfach durch Eingabe von PLZ und Stromverbrauch die Tarife bequem vergleichen.

Tarifrechner im Internet: Strompreise schnell und bequem vergleichen

Die Online-Suche nach dem günstigsten Strompreis ist einfach: Lediglich die Postleitzahl und den jährlichen Stromverbrauch eingeben – und schon stellt der Tarifrechner eine Übersicht aller verfügbaren Angebote zusammen. Das Wichtigste: Der Strompreisvergleich ist nicht nur schnell, bequem und umfassend, sondern für Verbraucher selbstverständlich kostenlos. Zudem können die Nutzer, wenn der passende Tarif gefunden ist, auch gleich über das Serviceportal den Stromanbieter wechseln.

Viele Kunden legen nicht nur Wert auf einen günstigen Preis, sondern auch auf guten Service, faire Vertragsbedingungen und einen insgesamt vertrauenswürdigen Versorger. Der Tarifvergleich von StromAuskunft.de bietet daher die Option, zusätzlich zur Suche nach dem günstigsten Strompreis den Filter »Deutschlands beste Stromanbieter« zu aktivieren. Hierbei werden auschließlich Stromtarife von geprüften und hoch gerateten Anbietern gelistet, die unter anderem die Empfehlungen von Verbraucherzentralen sowie der Stiftung Warentest berücksichtigen.

Immer mehr Verbraucher nutzen Vergleichsrechner

Um sich im Dschungel der Angebote zurechtzufinden, nutzen immer mehr Stromkunden die Möglichkeit zum Tarifvergleich im Internet. Zwar sind die Preise einzelner Stromprodukte auch in den Broschüren, Werbemitteln und Online-Auftritten der Energieversorger aufgeführt, jedoch ohne einen übergreifenden Preisvergleich. Bestensfalls werden die eigenen Tarife in Relation zueinander sowie zum örtlichen Grundversorger gestellt. Einen umfassenden Strompreisvergleich bieten hingegen Verbraucherportale wie StromAuskunft.de. Das Herzstück des Service, der Tarifrechner, stellt Nutzern mit Hilfe weniger Angaben in Sekundenschnelle eine Liste günstiger und fairer Stromangebote zusammen.

Verbraucher, die keinen Strompreisvergleich im Internet anstellen können oder möchten, haben die Möglichkeit, sich bei den Energieberatungsstellen der Verbraucherzentralen über die an ihrem Wohnort verfügbaren Stromanbieter und Tarifoptionen zu informieren.

Warum schwanken Strompreise?

Strompreise schwanken, da sich Steuern, Umlagen und Abgaben verändern sowie Preise an der Leipziger Strombörse durch Angebot und Nachfrage verändern.

In Deutschland setzen sich die Strompreise aus den Kosten für Erzeugung und Vertrieb, den Kosten für den Transport durch die Netze sowie durch Steuern, Umlagen und Abgaben zusammen. Letztere liegen in der Hand des Staates, für die Durchleitung des Stroms sorgen die Netzbetreiber, und Produktion, Beschaffung und Vermarktung bilden das Kerngeschäft der Energieversorger. Jede dieser drei tragenden Säulen des Strompreises ist veränderlich und wird Jahr für Jahr neu ausgelotet. Während die staatlichen Preisbestandteile für alle Haushaltskunden in Deutschland gleich hoch ausfallen, unterscheiden sich die Netzentgelte je nach Wohnort mitunter stark. Gleiches gilt für die Gewinnmargen der Versorger, die den Gesetzmäßigkeiten des liberalisierten Strommarktes unterliegen.

Staat, Netzbetreiber und Energieversorger bestimmen das Strompreisniveau

Knapp vier Fünftel des Strompreises sind durch Steuern, Umlagen, Abgaben und Netzentgelte definiert, der deutlich geringere Teil wird von den Energieversorgern selbst festgelegt. Diesen kalkulieren die Unternehmen auf Basis der Großhandelspreise an der Strombörse. Die dortigen Preisschwankungen werden von Angebot und Nachfrage getrieben und unterliegen zahlreichen Faktoren. So spielen bei der Preisbildung unter anderem die Kosten für die zur Stromerzeugung eingesetzten Brennstoffe wie Kohle oder Gas eine entscheidende Rolle. Von wachsender Wichtigkeit ist auch der Faktor Wetter. Wenn die Sonne scheint und der Wind weht, laufen erneuerbare Energien auf Hochtouren und sorgen für entsprechend große Strommengen und damit für sinkende Börsenstrompreise.

Auch die vom Staat bzw. den Netzbetreibern festgelegten Bestandteile des Strompreises (Netzentgelte, Stromsteuer, Mehrwertsteuer, EEG-Umlage, Konzessionsabgabe, KWK-Umlage, §19-Umlage und Offshore-Haftungsumlage) werden nach Bedarf angepasst. Die entscheidenden Posten sind die Netzgebühren sowie die EEG-Umlage. Sie allein machen inzwischen fast 50 Prozent des Strompreises für deutsche Haushaltskunden aus. Auch sind gerade diese beiden Preisbestandteile im Zuge der beschleunigten Energiewende und des erhöhten Netzausbaubedarfs in den letzten Jahren besonders stark gestiegen.

Generell gilt: Während Steuern, Umlagen und Abgaben ausschließlich im zeitlichen Verlauf schwanken, ist bei den Netzentgelten – ebenso wie bei den Versorgerpreisen – auch ein örtliches Gefälle zu beobachten. In Regionen, die beispielsweise intensiver vom Netzausbau betroffen sind, werden die Verbraucher in der Regel auch durch höhere Gebühren und damit höhere Strompreise belastet.

Weitere Informationen zu den regionalen unterschiedlichen Strompreisen haben wir auf der Seite  Stromanbieter in Deutschland zusammengestellt.

Warum sind die Strompreise in Deutschland so hoch?

Die Strompreise in Deutschland sind im Europa-Ranking ganz vorne. Grund dafür sind vor allem die hohen staatlichen Abgaben, die in Deutschland rund 52% betragen.

Die Strompreise eines Landes werden von einer Reihe verschiedener Faktoren beeinflusst. Neben der konkreten Wettbewerbssituation auf dem Energiemarkt sind beispielsweise das Vorhandensein heimischer Rohstoffe sowie staatliche Eingriffe in den Strompreis über Steuern, Abgaben und Umlagen ausschlaggebend. In diesem Zusammenhang spielen auch die Kosten für Energiewende und Klimaschutz, also den Umbau des Energiesystems, eine zunehmend wichtige Rolle. Unter all diesen Faktoren bilden Steuern und Abgaben den Kernunterschied im innereuropäischen Strompreisvergleich.

Staatlicher Strompreisanteil macht den Unterschied

Im Durchschnitt aller EU-Mitgliedstaaten liegt der staatlich regulierte Preisanteil bei 32 Prozent – dies besagen Daten von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, aus dem Jahr 2015. In Dänemark liegt der Staatsanteil mit 57 Prozent europaweit am höchsten. Auch deutsche Stromkunden zahlen mit rund 52 Prozent überdurchschnittlich hohe Steuern, Abgaben und Umlagen. Den Löwenanteil hierbei macht die EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien aus. Am unteren Ende der Skala befindet sich Großbritannien, wo nur etwa 16 Prozent des Strompreises für Haushaltskunden an die Staatskasse fließen.

Dänemark und Deutschland an der Spitze der europäischen Strompreise

Seit Jahren zahlen Verbraucher in Dänemark europaweit die höchsten Strompreise. Laut Eurostat-Daten lag die Kilowattstunde Strom dort bereits im Jahr 2015 bei knapp 31 Cent. In Deutschland hat der durchschnittliche Strompreis 2017 erstmals die 30-Cent-Marke überschritten. Die Bundesrepublik belegt im Europa-Ranking gleich hinter Dänemark den zweiten Platz. Italien, Irland, Spanien und Portugal, wo die Kilowattstunde Strom jeweils zwischen 20 und 25 Cent kostet, folgen auf den weiteren Rängen. Das Ende der Tabelle markieren insbesondere osteuropäische Staaten, allen voran Ungarn und Bulgarien, deren Strompreise nur etwa ein Drittel des dänischen bzw. deutschen Niveaus erreichen. Der gesamteuropäische Durchschnittspreis lag im Jahr 2015 bei rund 21 Cent pro Kilowattstunde.

Aber: Zwar zahlen Haushalte in Dänemark und Deutschland auf dem Papier die europaweit höchsten Preise für Strom, während Verbraucher in Ungarn und Bulgarien vermeintlich sehr viel geringer belastet werden. Setzt man die Kosten jedoch in Relation zum durchschnittlichen Nettoeinkommen eines Landes, so ist Bulgarien laut Daten der EU der Ort mit dem teuersten Strom. Hier müssen Haushalte drei Prozent ihres Einkommens für Strom aufwenden, in Deutschland sind es zwei Prozent. Den im Verhältnis zum Nettoeinkommen günstigsten Strom beziehen Verbraucher in Luxemburg, Italien und den Niederlanden.

Strompreise in ganz Europa gestiegen

Beachtenswert ist zudem, dass innerhalb der EU nicht allein deutsche Verbraucher und auch nicht im höchsten Maße unter explodierenden Strompreisen leiden. Zwischen den Jahren 2005 und 2015 stiegen die Strompreise für Europas Haushaltskunden im Schnitt um 56 Prozent. Das größte Plus verzeichnete Griechenland mit 157 Prozent, gefolgt von Großbritannien und Spanien, wo der Kostentrend ebenfalls deutlich über dem deutschen Niveau lag.

Was ist der Grundpreis beim Stromtarif?

Der Strom Grundpreis ist der verbrauchsunabhängige Anteil des Strompreises. Der Grundpreis ist eine Grundgebühr für die Bereitstellung des Stromanschlusses, die jeden Monat in Rechnung gestellt wird, auch dann, wenn kein Strom verbraucht wurde.

Stromtarife für Privathaushalte und Kleingewerbe setzen sich in der Regel aus einem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis und einem festgelegten, verbrauchsunabhängigen Bereitstellungs- und Verrechnungspreis, auch Grundpreis genannt, zusammen. Während über den Arbeitspreis der konkrete Stromverbrauch des Abnehmers in Cent pro Kilowattstunde berechnet wird, stellt der Grundpreis eine konstante Gebühr pro Monat oder Jahr dar.

Grundpreis: Bereitstellungs- und Verrechnungspreis

Der im Allgemeinen als Grundpreis bezeichnete Posten lässt sich in die Bestandteile Bereitstellung und Verrechnung aufschlüsseln. Der Bereitstellungspreis dient dazu, die Kosten für die Lieferbereitschaft zu decken. Der Verrechnungspreis wird zur Kostendeckung des Zählers, der Ablesung und Rechnungsstellung angesetzt. Die Abrechnung des Grundpreises erfolgt pro Monat oder Jahr, für gewöhnlich aber taggenau.

Arbeitspreis und Grundpreis im Verhältnis

Stromlieferverträge für Haushaltskunden bestehen üblicherweise aus der Kombination von Arbeits- und Grundpreis. Nach Auffassung der Energieversorger ist dieses zweigliedrige Tarifsystem für die Verbraucher zugänglicher und nachvollziehbarer als komplexere Berechnungsmodelle, wie man sie beispielsweise in Sonderverträgen von großen gewerblichen Abnehmern findet. Vereinzelt werden auch Stromtarife angeboten, die ausschließlich einen Arbeitspreis aufweisen. Die jeweilige Höhe von Grund- und Arbeitspreis hängt von den Vertragsbedingungen des gewählten Stromtarifs ab. Verbrauchsintensive Haushalte tun gut daran, sich für einen Stromtarif mit möglichst niedrigem Arbeitspreis pro Kilowattstunde zu entscheiden. Verbrauchsärmere Haushalte können ihre Stromrechnung hingegen gezielt durch einen günstigen Grundpreis kleinhalten.

Wie viel kostet eine Megawattstunde (mWh) Strom?

Beispiel: Bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) kostet eine Megawattstunde (mWh) Strom 300 Euro. Eine Megawattstunde ist das Tausendfache einer Kilowattstunde.

Kilowattstunde und Megawattstunde

Strompreise und Stromkosten für Privathaushalte werden üblicherweise in Kilowattstunden (kWh) berechnet. Je nach Personenzahl lässt sich der jährliche Stromverbrauch der allermeisten Musterhaushalte auf einer Skala zwischen 1.000 und 6.000 Kilowattstunden verorten - er liegt also zwischen einer und sechs Megawattstunden.

Die Maßeinheit Megawattstunde (mWh) findet vor allem dann Anwendung, wenn es um große Strommengen geht - beispielsweise beim Stromverbrauch von Industrieunternehmen oder beim Großhandel an der Strombörse.

Bis Ende 2020 kostete die Megawattstunde Strom an der Strombörse in Leipzig weniger als 50 Euro. Im vierten Quartal 2021 verdreifachte sich der Preis auf 150 Euro pro Megawattstunde und erreichte im September 2022 höchststände von über 500 Euro pro Megawattstunde. 

Weitere Informationen dazu:

Was ist die Strompreisbremse?

Strompreisbremse - Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Strompreisdeckel

Die Strompreisbremse ist eine Maßnahme der Bundesregierung, die am 4. September 2022 beschlossen wurde, um die hohen Strompreise und damit die stark gestiegenen Kosten für Verbraucher zu dämpfen. Mit der Strompreisbremse wird ein Preisdeckel für den Basisverbrauch von Haushalten sowie kleinen und mittleren Unternehmen eingeführt. Der Strompreis wird bis zu einer gewissen Verbrauchgrenze gedeckelt. Für jede Kilowattstunde die darüber liegt, wird dann der Marktpreis berechnet. Der Staat greift damit aktiv in den Strommarkt ein, um Haushalte aber auch Gewerbe- und Industriekunden zu schützen.

Im Beschlusspapier der Koalition heißt es: "Den Privathaushalten kann so eine gewisse Menge Strom zu einem vergünstigten Preis gutgeschrieben werden." Die Verbraucher würden "finanziell spürbar entlastet und gleichzeitig bleibt ein Anreiz zum Energiesparen erhalten." Auch für kleine und mittelständische Unternehmen, die Strom zu standardisierten Versorgertarifen beziehen, soll diese Regelung gelten.

Wie hoch ist der Strompreisdeckel?

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Höhe des Strompreisdeckels und auch die Verbrauchsgrenzen noch nicht bekannt. Die Bundesregierung wird die Details in den kommenden Tagen verkünden. Möglich ist, dass der individuelle Verbrauch zugrunde gelegt wird und ein bestimmter Prozentsatz davon der "Basisverbrauch" ist. Oder es wird, je nach Größe des Haushalts, eine Anzahl von Kilowattstunden festgelegt, die günstiger bezogen werden. Für alles, was darüber hinaus geht, müsste der volle Marktpreis gezahlt werden.

Wie viel sparen Haushalte durch die Strompreisbremse?

Nach unseren Berechnungen würde ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden gegenüber dem aktuellen Strompreisniveau von knapp 40 Cent pro Kilowattstunde etwa 320 Euro sparen. In einem Single-Haushalt mit einem Verbrauch von 2.000 Kilowattstunden läge die Ersparnis bei rund 180 Euro.

Annahmen: Basisbrauch 3500 kWh, Strompreisdeckel in Höhe von 30 Cent pro kWh für 75% des Gesamtverbrauchs, aktueller Strompreis 40 Cent pro kWh

Wie lange gilt die Strompreisbremse?

Auch hier gibt es seitens der Bundesregierung noch keine Angaben.

Wer bezahlt die Strompreisbremse?

Finanziert wird die Strompreisbremse durch eine Umlage. Die übermäßigen Gewinne jener Versorger, die in den zurückliegenden Monaten von den stark gestiegene Energiepreisen profitiert haben, sollen durch eine Art Übergewinnsteuer abgeschöpft werden. Denn die Stromerzeugungskosten der Betreiber von Wind- und Solarparks, aber auch von Kohle- und Atomkraftwerken sind momentan deutlich niedriger als die von Gaskraftwerken, letztere bestimmen am europäischen Strommarkt jedoch den Preis (Merit-Order-Prinzip).

Zufallsgewinne, Übergewinne, es sind auf jeden Fall Gewinne, die nicht mit dem zu tun haben, was man eigentlich wirtschaftlich tut.

Olaf Scholz, Bundeskanzler

Die dadurch entstehenden Gewinne will die Regierung - vorzugsweise durch ein gemeinsames Vorgehen auf europäischer Ebene - abschöpfen, um damit die steigenden Strompreise zu dämpfen.

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