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Strommix in Deutschland

Strommix 2017: Stromerzeugung in Deutschland

Strom in Deutschland wird in vielen verschiedenen Anlagen und Kraftwerken produziert. Energieträger zur Erzeugung des Stroms sind Braunkohle, Kernenergie, Steinkohle, Erdgas, Öl, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse, Photovoltaik und die  Müllverbrennung. Strom, der bei uns aus der Steckdose kommt, stammt also aus unterschiedlichsten Quellen und wird als Strommix bezeichnet.

Der Ausstieg aus der Kernenergie ist beschlossen und der stark umweltbelastende Kohlestrom soll ebenfalls reduziert werden. Das Ziel der Bundesregierung ist der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Abhängigkeit von Kohle und Gas auf ein Minimum zu reduzieren. Wo wir Heute stehen und wie viel Strom aus fossilen Brennstoffen bzw. den erneuerbaren Energien stammt, zeigt die folgende Grafik.

Der deutsche Strommix 2007 – 2016

Die Bruttostromerzeugung Deutschlands ermöglicht einen genauen Überblick, aus welchen Quellen der Strom erzeugt wurde. Wie sich der Strommix in Deutschland derzeit zusammensetzt zeigt die folgende Grafik:

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Der Strommix in Deutschland 2016
Prozentuale Anteile der Energieträger an der Bruttostromerzeugung

Stromerzeugung in Deutschland

Tabelle: Strommix in Deutschland 1990–2016.

Prozentuale Anteile der Bruttostromerzeugung in der BRD

Energieträger 1990 2000 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Braunkohle 31,1 25,7 24,5 23,0 24,5 25,5 25,2 24,8 23,9 23,1
Kernenergie 27,7 29,5 22,6 22,2 17,6 15,8 15,2 15,5 14,2 13,1
Steinkohle 25,6 24,8 18,1 18,5 18,3 18,5 19,9 18,9 18,2 17,0
Erdgas 6,5 8,5 13,6 14,1 14,0 12,1 10,6 9,7 9,6 12,1
Mineralölprodukte 2,0 1,0 1,7 1,4 1,2 1,2 1,1 0,9 1,0 0,9
Windenergie onshore 1,6 6,5 6,0 8,0 8,0 8,0 8,9 11,0 10,3
Windenergie offshore 0,1 0,2 1,3 2,0
Wasserkraft 3,6 4,3 3,2 3,3 2,9 3,5 3,6 3,1 2,9 3,3
Biomasse 0,3 4,4 4,7 5,3 6,3 6,5 6,9 6,9 7,0
Photovoltaik 0,0 1,1 1,8 3,2 4,2 4,9 5,7 6,0 5,9
Hausmüll 0,3 0,7 0,7 0,8 0,8 0,8 1,0 0,9 0,9
Übrige Energieträger 3,5 3,9 3,6 4,2 4,2 4,1 4,1 4,3 4,1 4,3
regenerativer Anteil 3,6 6,6 15,9 16,6 20,2 22,8 23,9 25,9 29,0 29,5

 

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.

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Strommix in Deutschland, 1990-2016
Entwicklung der prozentualen Anteile der Energieträger in der Bruttostromerzeugung

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Regelungen zur Stromkennzeichnung

Unter Stromkennzeichnung versteht man die gesetzlich vorgeschriebene Information an Endverbraucher über die Zusammensetzung des Stroms. Diese ist in in der Stromrechnung angegeben und zeigt die Bestandteile der Energieträger an, aus denen der Strom des Verbrauchers erzeugt wurde. Diese Stromkennzeichnung wird auch Strommix genannt und bezieht sich für den Verbraucher auf seinen Versorger. Diese Zahlen weichen in der Regel deutlich von den hier angegeben Zahlen ab, die den Durchschnitt aller Versorger in Deutschland darstellen.

Laut einer aktuellen Umfrage wollen zwei Drittel der Verbraucher in Deutschland wissen, welchen Strommix sie von ihrem Versorger kaufen. Die gesetzlichen Regelungen hierzu werden allerdings massiv kritisiert und gelten bei Branchenexperten als unzureichend.

"Viele Versorger haben viel mehr Kohle- und Atomenergie in ihrem Strommix als die Kennzeichnung vermuten lässt. Das ist Verbrauchertäuschung", sagt Peter Ahmels, Leiter Energie und Klimaschutz bei der DUH. "Die Bundesregierung muss den Etikettenschwindel beim Strommix umgehend beenden", ergänzt Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft von LichtBlick. Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation bei Greenpeace Energy, schließt sich der Kritik an: "Die jetzige Stromkennzeichnung bedeutet für Versorger, die ausschließlich Ökostrom anbieten, dass sie nur einen Teil des tatsächlich gelieferten Ökostroms angeben können. Das ist absurd und muss geändert werden."

So führt demnach die gesetzliche Stromkennzeichnung dazu, dass viele Energieversorger gegenüber ihren Kunden deutlich weniger Kohle- und Atomenergie in ihrem Strommix ausweisen, als sie tatsächlich einkaufen. In der Stromkennzeichnung ist ein rein fiktiver Anteil EEG-Strom anzugeben, der von den Versorgern allerdings nicht für ihre Kunden eingekauft wird und so die Kennzeichnung verwässert. Das sei ein "kostenlosen Greenwashing" für die konventionelle Energiewirtschaft.

"Die Verbraucher werden in die Irre geführt. Die gesamte Branche sollte sich für eine transparente Stromkennzeichnung einsetzen und den Etikettenschwindel beenden. Das ist eine Frage der Glaubwürdigkeit und des Verbraucherschutzes", sagt Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft bei LichtBlick.

Oliver Hummel, Vorstand von Naturstrom, ergänzt: "Auch für Strom gilt - es darf nur draufstehen, was auch drin ist. Nur anhand einer transparenten Kennzeichnung können Verbraucher Anbieter vergleichen. Die Kennzeichnung muss wieder zu 100 Prozent die Strom-Einkaufspolitik der Versorger abbilden."

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