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Strommix in Deutschland

Zur Stromerzeugung in Deutschland wird eine Vielzahl verschiedener Quellen genutzt. Konventionelle wie erneuerbare Energien, darunter Braun- und Steinkohle, Kernkraft, Erdgas und -öl, aber auch Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft und Biomasse. Die Summe aller zur Stromproduktion eingesetzten Energieträger bzw. deren Anteile ergeben letztlich den Strommix für Deutschland.

Jedes Jahr ein bisschen mehr erneuerbar

Die Stromerzeugung in Deutschland befindet sich auf Grund der Energiewende in einem stetigen Wandel. Bedingt durch den Ausstieg aus der Atomkraft und die amibtionierten europäischen Klimaziele steigt der Anteil der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen, insbesondere Wind und Sonne deutlich an.

Jahr für Jahr werden in Deutschland neue Ökostrom-Rekorde aufgestellt. Sprich: Der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Stromverbrauch steigt stetig. Insbesondere die Windkraft an Land und auf See sowie die Photovoltaik, also die Stromerzeugung mittels Solarenergie, verzeichnen rapide Zuwächse. Weil der Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen ist, und das Ende der Nutzung fossiler Energieträger, vor allem der Kohle, ebenfalls näher rückt, wird der Strommix der Bundesrepublik in Zukunft immer erneuerbarer und damit klimaschonender werden. Wo wir heute stehen, wie viel Strom aus konventionellen und wie viel aus regenerativen Energien stammt, und was sich im Vergleich zu früheren Jahrzehnten getan hat, zeigen Ihnen unsere Grafiken.

Strommix Deutschland 2018

Das folgende Diagramm zeigt Ihnen, aus welchen Quellen und zu welchen Anteilen sich der Strommix in Deutschland 2018 zusammensetzt. Bewegen Sie den Zeiger für zusätzliche Informationen einfach über die Grafik. Die zwei wichtigsten Kennzahlen, nämlich die aktuellen Anteile konventioneller und erneuerbarer Energien, nennen wir Ihnen gleich vorweg.

Strom in Deutschland 2018: 60 % konventionell, 40 % erneuerbar

(Quelle: Fraunhofer ISE, Dezember 2018)

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Strommix in Deutschland, 1990-2017
Entwicklung der prozentualen Anteile der Energieträger in der Bruttostromerzeugung

Stromerzeugung nach Energieträgern

Schaut man sich in der Grafilk die Stromerzeugung in Deutschland nach Energieträgern an, so wird deutlich, dass der Anteil der erneuerbaren Energien den größten Zuwachs in den letzten Jahren einnimmt und mittlerweile bei 33 % liegt. In Summe produzierten die Erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse im Jahr 2017 ca. 210 TWh und hatten einen Zuwachs von 15% gegenüber dem Vorjahr.

Stromerzeugung aus Windenergie

Die Windenergie produzierte im Jahr 2017 ca. 104 TWh und ist mit einem Anteil von über 16 % an der Stromerzeugung in Deutschland erstmals zweitstärkste Energiequelle nach der Braunkohle und liegt damit vor der Steinkohle und der Kernenergie.

Stromerzeugung aus Sonnenenergie

Photovoltaikanlagen speisten im Jahr 2017 ca. 38,4 TWh in das öffentliche Netz ein. Der Anteil der Sonnenergie durch PV - Anlagen liegt damit bei 6,1 %. Im Juni 2017 war die monatliche Stromerzeugung von PV-Anlagen höher als von Steinkohlekraftwerken.

Stromerzeugung aus Wasserkraft und Biomasse

Die Wasserkraft produzierte ca. 20,9 TWh und aus Biomasse wurden ca. 47 TWh produziert

Stromerzeugung aus Braunkohle und Steinkohle

Der meiste Strom in Deutschland wird nach wie vor durch Kohle erzeugt. Der Anteil der Braunkohle liegt bei 22,6 Prozent und der Anteil von Steinkohle beträgt 14,6 Prozent. Die Entwicklung zeigt in beiden Fällen eine abnehmende Tendenz. Braunkohlekraftwerke produzierten ca. 134 TWh netto und Steinkohle 83 TWh.

Stromerzeugung aus Kernkraft

Die Nettostromproduktion aus Kernkraftwerken ist weiterhin Rückläufig und betrug ca. 72 TWh. Der Ausstieg aus der Atomkraft ist bis 2022 von der Bundesregierung vorgesehen.

Stromerzeugung aus Gaskraftwerken

Gaskraftwerke haben ca. 46 TWh netto für die öffentliche Stromversorgung produziert.

Durch technologischen Fortschritt, veränderte Gegebenheiten auf dem Erzeugermarkt und vor allem durch die Aufbruchstimmung im Zuge von Energiewende und Klimaschutz hat sich der Strommix Deutschlands in der jüngeren Vergangenheit erheblich gewandelt. Wir haben für Sie die wichtigsten Daten aus drei Jahrzehnten gesammelt und grafisch zusammengestellt.

Energieträger 1990 2000 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 201620172018
Braunkohle 31,1 25,7 24,5 23,0 24,5 25,5 25,2 24,8 23,9 23,1 22,6 24
Kernenergie 27,7 29,5 22,6 22,2 17,6 15,8 15,2 15,5 14,2 13,1 11,6 13
Steinkohle 25,6 24,8 18,1 18,5 18,3 18,5 19,9 18,9 18,2 17,0 14,6 14
Erdgas 6,5 8,5 13,6 14,1 14,0 12,1 10,6 9,7 9,6 12,1 13,1 7
Mineralölprodukte 2,0 1,0 1,7 1,4 1,2 1,2 1,1 0,9 1,0 0,9 0,9 0
Windenergie onshore 1,6 6,5 6,0 8,0 8,0 8,0 8,9 11,0 10,3 13,3 20
Windenergie offshore 0,1 0,2 1,3 2,0 2,8
Wasserkraft 3,6 4,3 3,2 3,3 2,9 3,5 3,6 3,1 2,9 3,3 3,0 3,0
Biomasse 0,3 4,4 4,7 5,3 6,3 6,5 6,9 6,9 7,0 7,0 8
Photovoltaik 0,0 1,1 1,8 3,2 4,2 4,9 5,7 6,0 5,9 6,1 9
Hausmüll 0,3 0,7 0,7 0,8 0,8 0,8 1,0 0,9 0,9 0,9
Übrige Energieträger 3,5 3,9 3,6 4,2 4,2 4,1 4,1 4,3 4,1 4,3 4,3 1
regenerativer Anteil 3,6 6,6 15,9 16,6 20,2 22,8 23,9 25,9 29,0 29,5 33,1 40

Tabelle: Strommix in Deutschland 1990–2018. Prozentuale Anteile der Bruttostromerzeugung in der BRD

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V., Fraunhofer ISE, Dezember 2018

Aussagen zur Entwicklung der erneuerbare Energien

"In Summe produzierten die Erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse im Jahr 2017 ca. 210 TWh. Sie liegen damit 15% über dem Niveau des Vorjahres mit 182 TWh. Der Anteil an der öffentlichen Nettostromerzeugung, d.h. dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt, lag bei ca. 38%. Der Anteil an der gesamten Bruttostromerzeugung einschließlich der Kraftwerke der „Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden“ liegt bei ca. 35%."

Quelle: Fraunhofer ISE

„Die Energiewende bestimmt die Dynamik der Entwicklung der Strom- und Gasmärkte in Deutschland.  Die Stromerzeugung ist in den letzten Jahren von einem Rückgang der Erzeugung aus konventionellen Energieträgern bei einem gleichzeitigen Anstieg der Erzeugung aus erneuerbaren Energieträgern geprägt. Insgesamt war die Netto-Stromerzeugung mit 581,3 TWh im Jahr 2014 gegenüber dem Berichtsjahr 2013 mit 593,5 TWh um 12,2 TWh rückläufig.  Die Netto-Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energieträger stieg um 8,4 TWh auf 154,8 TWh (2014). Am meisten zugenommen hat dabei die Stromerzeugung aus Windenergie (an Land) mit einer Erzeugungsmenge von 55,9 TWh. Das Anlagenregister ist in Betrieb gegangen. Es dient der Überwachung des Zubaus, der Berechnung der zubauabhängigen Fördersätze sowie der besseren Integration der Erneuerbaren Energien.“

Quelle: Monitoringbericht der Bundesnetzagentur

Das sagen unsere Kunden


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Stromkennzeichnung – Vergleichswert für Verbraucher

Der Strommix in Deutschland ist nicht bloß eine Zahl mit rein statistischem Wert. Er dient Stromkunden als Anhaltspunkt für die Einordnung des eigenen Tarifs. Hier kommt die sogenannte Stromkennzeichnung ins Spiel. Damit gemeint ist die gesetzlich vorgeschriebene Information von Endverbrauchern über die genaue Zusammensetzung des gelieferten Stroms. Jeder Energieversorger muss seine Kunden detailliert über die Bestandteile des Strommixes aufklären. So haben Verbraucher die Möglichkeit einzuordnen, wie konventionell oder erneuerbar, wie klimaschädlich oder -schonend die Stromlieferungen ihres Anbieters sind. Vor allem, weil diese stets in Relation zum bundesweiten Durchschnitt gesetzt werden müssen. Energieversorger sind verpflichtet, die Stromkennzeichnung auf Rechnungen, Werbematerial sowie auf ihrer Website nutzerfreundlich darzustellen.

Diese Angaben zum Strommix muss Ihre Stromrechnung enthalten:

• Individueller Strommix des Anbieters

• Umweltauswirkungen der Stromlieferungen (CO2-Emissionen, radioaktiver Abfall)

• Gesamtdeutsche Durchschnittswerte zum Vergleich

Stromkennzeichnung in der Kritik

Die geltende Gesetzeslage zur Stromkennzeichnung wird von Umweltverbänden und Teilen der Energiebranche, vor allem von ökologisch orientierten Unternehmen, immer wieder als intransparent und irreführend kritisiert. In ihrer jetzigen Form erlaube die Kennzeichnung Energieversorgern, gegenüber ihren Kunden deutlich höhere Ökostrom-Anteile auszuweisen, als sie tatsächlich einkaufen, sagen die Kritiker. Denn die Stromkennzeichnung enthalte einen rein fiktiven Anteil an EEG-Strom, der den tatsächlich gelieferten Mix verwässere. Diese Praxis wird als »Greenwashing« bezeichnet.

Stimmen der Kritiker:

»Viele Versorger haben viel mehr Kohle- und Atomenergie in ihrem Strommix als die Kennzeichnung vermuten lässt. Das ist Verbrauchertäuschung.« (Peter Ahmels, Deutsche Umwelthilfe)

»Die Verbraucher werden in die Irre geführt. Die gesamte Branche sollte sich für eine transparente Stromkennzeichnung einsetzen und den Etikettenschwindel beenden. Das ist eine Frage der Glaubwürdigkeit und des Verbraucherschutzes.« (Gero Lücking, LichtBlick)

»Die jetzige Stromkennzeichnung bedeutet für Versorger, die ausschließlich Ökostrom anbieten, dass sie nur einen Teil des tatsächlich gelieferten Ökostroms angeben können. Das ist absurd und muss geändert werden.« (Marcel Keiffenheim, Greenpeace Energy)

»Auch für Strom gilt – es darf nur draufstehen, was auch drin ist. Nur anhand einer transparenten Kennzeichnung können Verbraucher Anbieter vergleichen. Die Kennzeichnung muss wieder zu 100 Prozent die Strom-Einkaufspolitik der Versorger abbilden.« (Oliver Hummel, Naturstrom)

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