Mittwoch, 22. Juli 2026

Aktuelle Strompreise / Stromvergleich 2026

Börsenstrompreise
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Börsenstrompreis heute und morgen

Wann ist Strom besonders günstig?

Der Börsenstrompreis zeigt, was Strom am Großhandelsmarkt kostet. Für Verbraucher wird dieser Preis immer wichtiger. Denn mit dynamischen Stromtarifen kann der Strompreis je nach Tageszeit schwanken. Wer seinen Verbrauch in günstige Stunden verlegt, kann Kosten senken – zum Beispiel beim Laden eines E-Autos, beim Betrieb einer Wärmepumpe, beim Laden eines Batteriespeichers oder beim zeitversetzten Start von Waschmaschine und Spülmaschine.

Auf dieser Seite zeigt der StromAuskunft Markt-Monitor den aktuellen Börsenstrompreis für Deutschland. Die Daten beziehen sich auf den Day-Ahead-Markt der Strombörse EPEX Spot im Marktgebiet Deutschland/Luxemburg. Dargestellt werden Großhandelspreise in Cent pro Kilowattstunde.

Wichtig: Diese Preise sind nicht identisch mit dem Endkundenpreis auf der Stromrechnung. Sie enthalten keine Steuern, Abgaben, Netzentgelte und keine Marge des Stromanbieters. Der tatsächliche Preis in einem dynamischen Stromtarif liegt deshalb in der Regel höher. [1]

STROMAUSKUNFT MARKT-MONITOR
Datenstand: 22. Juli 2026 · Börse: EPEX Spot Day-Ahead · Marktgebiet: DE-LU

Börsenstrompreis heute

Der Börsenstrompreis zeigt, wie sich der Großhandelspreis für Strom an der Strombörse EPEX Spot im Tagesverlauf entwickelt – Grundlage für dynamische Stromtarife. Die Preise werden viertelstündlich für den Folgetag versteigert und hier in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) dargestellt. Sie sind Nettogroßhandelspreise ohne Steuern, Abgaben, Netzentgelte und Lieferantenmarge – Ihr tatsächlicher dynamischer Tarif liegt entsprechend darüber.

Preis jetzt

14,73 ct/kWh
Aktueller Viertelstunden-Preis im Day-Ahead-Handel

Tagesdurchschnitt

10,04
ct/kWh
Durchschnittspreis über alle Viertelstunden von heute.

Günstigste Stunde

0,00
ct/kWh
um 14:45 Uhr – bester Zeitpunkt für flexible Verbraucher.

Teuerste Stunde

16,72
ct/kWh
um 22:00 Uhr – höchste Netzlast am Markt.
Günstig Mittel Teuer Ø Tagesdurchschnitt
Preise für morgen werden von der Strombörse in der Regel gegen 13–14 Uhr veröffentlicht und erscheinen hier automatisch.

Einordnung

Heute liegt der durchschnittliche Börsenstrompreis in Deutschland bei 10,04 ct/kWh. Am günstigsten ist der der Börsenstrompreis um 14:45 Uhr mit 0,00 ct/kWh, am teuersten um 22:00 Uhr mit 16,72 ct/kWh. Wer einen dynamischen Stromtarif nutzt, kann durch Verbrauchsverlagerung in günstige Zeitfenster spürbar sparen.
Quelle: Energy-Charts.info, Daten: Bundesnetzagentur | SMARD.de, lizenziert unter CC BY 4.0. Dargestellt sind Day-Ahead-Preise (EPEX Spot, Marktgebiet DE-LU) ohne Steuern, Abgaben und Netzentgelte.

Was zeigt das Modul Börsenstrompreise?

Das Modul Börsenstrompreise macht sichtbar, wie sich der Strompreis im Tagesverlauf verändert. Es zeigt unter anderem den aktuellen Preis, den Tagesdurchschnitt, die günstigste Stunde und die teuerste Stunde. Sobald die Preise für den Folgetag vorliegen, werden auch die Börsenstrompreise für morgen angezeigt.

Für Haushalte mit einem dynamischen Stromtarif ist das besonders nützlich. Denn dort orientiert sich der Arbeitspreis pro Kilowattstunde am Börsenstrompreis und kann sich mehrmals am Tag ändern. Die Bundesnetzagentur beschreibt dynamische Stromtarife als Verträge, bei denen sich der Arbeitspreis am Börsenpreis orientiert. Sinkt der Börsenpreis, kann auch der Arbeitspreis sinken; steigt der Börsenpreis, kann auch der Arbeitspreis steigen.

Das Modul hilft deshalb bei einer einfachen Alltagsfrage: Wann ist Strom heute oder morgen besonders günstig?

Was ist der Day-Ahead-Markt?

Der Day-Ahead-Markt ist ein kurzfristiger Strommarkt. Dort wird Strom für den nächsten Tag gehandelt. EPEX Spot beschreibt den Day-Ahead-Handel als Auktion, die einmal täglich stattfindet. Der gehandelte Strom wird am folgenden Tag geliefert. Für die 15-Minuten-Day-Ahead-Auktionen nennt EPEX Spot als regulären Zeitpunkt den Handelsschluss am Vortag um 12:00 Uhr und die Veröffentlichung der Ergebnisse ab 12:55 Uhr.

Für Verbraucher heißt das: Die Strompreise für morgen stehen in der Regel am frühen Nachmittag fest. Das StromAuskunft-Modul weist darauf hin, dass die Preise für morgen üblicherweise gegen 13 bis 14 Uhr erscheinen. Danach können Haushalte planen, wann größere Verbraucher laufen sollen.

Der Day-Ahead-Preis ist damit ein Preissignal. Er zeigt, zu welchen Zeiten Strom knapp und teuer ist – und wann viel günstiger Strom im Markt ist. Genau diese Information wird mit der Energiewende wichtiger. Denn Wind- und Solarstrom fallen nicht gleichmäßig an. An sonnigen Tagen können die Preise mittags deutlich sinken. Bei wenig Wind, wenig Sonne und hoher Nachfrage können sie steigen.

Warum schwankt der Börsenstrompreis?

Der Börsenstrompreis entsteht aus Angebot und Nachfrage. Wird viel Strom erzeugt und wenig verbraucht, sinkt der Preis. Wird viel Strom gebraucht und wenig günstiger Strom angeboten, steigt der Preis. Die Bundesnetzagentur nennt als Einflussfaktoren unter anderem Wetter, Energieangebot, politische Entscheidungen und globale Marktbedingungen. Häufig sind die Preise dann hoch, wenn viel Strom verbraucht und wenig Strom eingespeist wird, etwa abends, wenn viele Menschen zu Hause sind und keine Sonne mehr scheint.

Besonders wichtig sind Wind und Sonne. Weht viel Wind oder scheint stark die Sonne, speisen Windkraft- und Photovoltaikanlagen viel Strom ein. Da erneuerbare Energien niedrige laufende Kosten haben, kann das die Börsenpreise drücken. Umgekehrt können die Preise steigen, wenn wenig erneuerbarer Strom verfügbar ist und teurere Kraftwerke benötigt werden.

Für Verbraucher mit dynamischem Tarif bedeutet das: Strom ist nicht mehr zu jeder Stunde gleich teuer. Wer flexibel ist, kann diese Schwankungen nutzen.

Börsenstrompreis und Haushaltsstrompreis: Der wichtige Unterschied

Der Börsenstrompreis ist der Großhandelspreis für Strom. Der Haushaltsstrompreis ist der Preis, den Verbraucher am Ende bezahlen. Dazwischen liegen mehrere Preisbestandteile: Netzentgelte, Messstellenbetrieb, Steuern, Umlagen, Abgaben, Vertriebskosten und je nach Tarif weitere Aufschläge. StromAuskunft weist im Modul deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die angezeigten Day-Ahead-Preise Nettogroßhandelspreise ohne Steuern, Abgaben und Netzentgelte sind.

Das ist besonders bei sehr niedrigen oder negativen Börsenstrompreisen wichtig. Ein negativer Börsenpreis bedeutet nicht automatisch, dass Haushalte Geld fürs Stromverbrauchen bekommen. Bei klassischen Festpreistarifen kommt der Effekt meist gar nicht direkt an. Bei dynamischen Tarifen kann der Arbeitspreis dagegen stark sinken – je nach Tarifformel in einzelnen Stunden auch bis auf null oder darunter.

Überblick: Vier Preise, vier Bedeutungen

Begriff

Bedeutung

Börsenstrompreis

Großhandelspreis am Strommarkt

Day-Ahead-Preis

Preis für Stromlieferung am Folgetag

Dynamischer Strompreis

Tarifpreis, der sich am Börsenpreis orientiert

Haushaltsstrompreis

Endkundenpreis inklusive weiterer Preisbestandteile

Negative Strompreise: Wenn Strom an der Börse unter null fällt

Negative Strompreise entstehen, wenn das Stromangebot größer ist als die Nachfrage. An der Strombörse treten negative Großhandelspreise auf, wenn hohe und unflexible Stromerzeugung auf niedrige Nachfrage trifft. Besonders häufig passiert das bei hoher Wind- oder Photovoltaik-Einspeisung und niedriger Nachfrage, etwa an Feiertagen.

Negative Strompreise sind kein theoretisches Randphänomen mehr. Die Bundesnetzagentur meldete für 2025 insgesamt 573 Stunden mit negativen Großhandelspreisen. Im Vorjahr 2024 waren es 457 von 8.784 Stunden.

Für Verbraucher ist das ein wichtiges Signal: Strom wird zeitabhängiger. In einzelnen Stunden kann Strom im Großhandel sehr günstig oder sogar negativ sein. Davon profitieren aber vor allem Haushalte, deren Tarif solche Preissignale weitergibt und die ihren Verbrauch tatsächlich verschieben können.

Dynamische Stromtarife: Wer vom Börsenstrompreis profitieren kann

Dynamische Stromtarife koppeln den Arbeitspreis an den Börsenstrompreis. Dadurch können günstige Börsenstunden beim Kunden ankommen. Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass alle Stromlieferanten seit 2025 dynamische Stromtarife anbieten müssen. Außerdem benötigen Verbraucher für den Abschluss eines dynamischen Stromtarifs ein intelligentes Messsystem.

Ein intelligentes Messsystem misst nicht nur, wie viel Strom verbraucht wird, sondern auch wann. Genau das ist nötig, damit ein dynamischer Tarif korrekt abgerechnet werden kann. Die Bundesnetzagentur erklärt zudem, dass Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden künftig intelligente Messsysteme erhalten; bei niedrigeren Verbräuchen können Messstellenbetreiber den Einbau ebenfalls vorsehen.

Dynamische Tarife eignen sich vor allem für Haushalte mit hohem und verschiebbarem Stromverbrauch. Dazu gehören insbesondere:

  • Haushalte mit E-Auto und Wallbox
  • Haushalte mit Wärmepumpe
  • Haushalte mit Batteriespeicher
  • Haushalte mit Smart-Home-Steuerung
  • Haushalte, die größere Verbraucher zeitlich steuern können

Weniger geeignet sind dynamische Tarife für Haushalte mit geringem Verbrauch und wenig Flexibilität. Wer kaum Strom verschieben kann, trägt zwar das Risiko hoher Börsenpreise, kann günstige Stunden aber nur begrenzt nutzen.

Unsere Empfehlung: Einordnung: Dynamische Stromtarife können sich vor allem für flexible und technikaffine Haushalte lohnen; für Haushalte ohne Smart Meter oder ohne steuerbare Verbraucher sind klassische Tarife oft die einfachere Wahl.

So nutzen Sie günstige Börsenstrompreise im Alltag

Der Börsenstrompreis wird erst dann praktisch, wenn Verbraucher daraus konkrete Entscheidungen ableiten. Das geht in fünf Schritten.

  1. Börsenstrompreise für morgen prüfen

Sobald die Day-Ahead-Preise veröffentlicht sind, zeigt das Modul die günstigen und teuren Zeitfenster für den Folgetag. Wer einen dynamischen Tarif nutzt, kann dann planen: Wann soll das E-Auto laden? Wann läuft die Wärmepumpe? Wann ist ein guter Zeitpunkt für den Batteriespeicher?

  1. Große Verbraucher in günstige Stunden verschieben

Das größte Sparpotenzial liegt bei großen Verbrauchern. Ein E-Auto kann über mehrere Stunden laden. Eine Wärmepumpe kann Wärme teilweise puffern. Ein Batteriespeicher kann günstigen Netzstrom aufnehmen und später wieder abgeben. Auch Waschmaschine, Trockner oder Spülmaschine lassen sich verschieben, ihr Sparbeitrag ist wegen des geringeren Verbrauchs aber kleiner. [9]

  1. Teure Stunden meiden

Dynamische Tarife geben nicht nur günstige Preise weiter, sondern auch hohe. Wer zum falschen Zeitpunkt viel Strom verbraucht, kann mehr zahlen als erwartet. Besonders wichtig ist deshalb der Blick auf die teuerste Stunde im Modul. Sie zeigt, welche Zeitfenster man nach Möglichkeit meiden sollte.

  1. Automatisierung nutzen

Manuelles Stromsparen hat Grenzen. Wer jeden Tag selbst auf die Börsenpreise schaut, wird schnell müde. Sinnvoller ist Automatisierung: Wallboxen, Wärmepumpen, Batteriespeicher und Smart-Home-Systeme können so gesteuert werden, dass sie günstige Stunden bevorzugen. Das ist komfortabler und meist zuverlässiger.

  1. Gesamtkosten prüfen

Ein niedriger Börsenstrompreis ist nur ein Teil der Rechnung. Beim Tarifvergleich zählen auch Grundpreis, Anbieteraufschlag, Netzentgelte, Messkosten, Preisformel, Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist. Die Bundesnetzagentur verlangt, dass Stromlieferanten bei dynamischen Tarifen umfassend über Kosten, Vorteile und Nachteile informieren.

Fazit: Der Börsenstrompreis wird zum Verbraucher-Thema

Der Börsenstrompreis war lange ein Thema für Energiehändler, Versorger und Industrie. Mit dynamischen Stromtarifen rückt er in den Alltag privater Haushalte. Wer die Preise kennt, kann Strom bewusster nutzen. Besonders Haushalte mit E-Auto, Wärmepumpe oder Speicher können günstige Stunden gezielt nutzen.

Wichtig bleibt aber die nüchterne Einordnung: Der Börsenstrompreis ist nicht der komplette Strompreis. Er ist ein Großhandelspreis. Für Haushalte zählen immer Tarifformel, Netzentgelte, Steuern, Abgaben, Messkosten und Anbieteraufschläge. Negative Börsenpreise sind deshalb kein Freifahrtschein, können aber ein starkes Sparsignal sein – für alle, die technisch vorbereitet sind und ihren Verbrauch flexibel steuern können.

Durch unser Modul zu den Börsenstrompreisen sehen Verbraucher, wann Strom am Großhandelsmarkt günstig oder teuer ist. Das ist besonders wertvoll für alle, die bereits einen dynamischen Tarif nutzen oder prüfen möchten, ob ein solcher Tarif zum eigenen Haushalt passt.

FAQ: Häufige Fragen zum Börsenstrompreis

Was ist der Börsenstrompreis?

Der Börsenstrompreis ist der Preis, zu dem Strom am Großhandelsmarkt gehandelt wird. Für Verbraucher ist vor allem der Day-Ahead-Preis wichtig, weil viele dynamische Stromtarife auf diesen Preisen beruhen. Der im StromAuskunft Markt-Monitor dargestellte Preis ist ein Nettogroßhandelspreis ohne Steuern, Abgaben, Netzentgelte und Lieferantenmarge.

Wann werden die Strompreise für morgen veröffentlicht?

Die Day-Ahead-Preise für den Folgetag werden am Vortag veröffentlicht. EPEX Spot nennt für die 15-Minuten-Day-Ahead-Auktion einen Handelsschluss um 12:00 Uhr und eine Ergebnisveröffentlichung ab 12:55 Uhr. Im StromAuskunft-Modul erscheinen die Preise für morgen in der Regel gegen 13 bis 14 Uhr.

Sind negative Strompreise gut für Verbraucher?

Sie können gut sein, wenn ein Haushalt einen dynamischen Stromtarif nutzt und den Verbrauch in günstige Stunden verlagern kann. Bei klassischen Festpreistarifen kommen negative Börsenpreise meist nicht direkt beim Haushalt an. Außerdem bleiben weitere Preisbestandteile wie Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Anbieteraufschläge relevant.

Brauche ich für dynamische Stromtarife einen Smart Meter?

Ja. Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass Verbraucher für den Abschluss eines dynamischen Stromtarifs ein intelligentes Messsystem benötigen. Nur damit kann der Stromverbrauch zeitgenau gemessen und passend zum jeweiligen Börsenpreis abgerechnet werden.

Für wen lohnt sich ein dynamischer Stromtarif?

Ein dynamischer Stromtarif kann sich vor allem für Haushalte mit hohem, verschiebbarem Verbrauch lohnen – etwa mit E-Auto, Wärmepumpe oder Batteriespeicher. Für Haushalte mit geringem Verbrauch und wenig Flexibilität ist ein klassischer Festpreistarif häufig einfacher und berechenbarer.