Dienstag, 30. August 2016
1.146 Stromanbieter und 13.013 Stromtarife - im Vergleich bei StromAuskunft.de
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Stromanbieter Wechselservice

Stromanbieterwechsel - Die Checkliste

Checkliste Stromanbieterwechsel

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Stromanbieter wechseln – darauf sollten Sie achten:

1. Der günstigste Stromanbieter

Derzeit befinden sich über 1000 Stromanbieter auf dem deutschen Markt. Dabei gibt es große Energiekonzerne, die ihren Strom bundesweit anbieten, und kleinere Anbieter, die nur in bestimmten Teilen Deutschlands die Verbraucher versorgen. Die derzeit vier größten Anbieter sind E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW. Sie verfügen über einen Großteil des Stromnetzes in Deutschland und versorgen Millionen von Kunden. Zu den kleineren Anbietern zählen hauptsächlich die jeweiligen lokalen Stadtwerke, kleinere Energieunternehmen und Billigstromanbieter, die versuchen mit günstigen Preisen und fairen Konditionen Kunden zu locken. Weiterhin finden sich noch Anbieter, die auf Ökostrom spezialisiert sind.

Generell lässt sich nicht sagen, welche Art von Stromversorger der günstigste ist. Zu unterschiedlich ist die Preispolitik der jeweiligen Anbieter, so dass kein Anbieter mit all seinen Tarifen in jedem Teil Deutschlands durchweg günstig ist. Verbraucher sind also angehalten, die Strompreise und Stromtarife zu vergleichen, um das beste Angebot ausmachen zu können. Ein Stromvergleich im Internet ist jedoch einfach und schnell erledigt.

2. Die richtige Tarifwahl

Generell setzt sich der Stromtarif aus einem Grundpreis und einem Arbeitspreis, also dem Preis, den Verbraucher durch ihren Stromverbrauch erreichen (Verbraucherpreis), zusammen. Der Strompreis berechnet sich aus Cent pro Kilowattstunde. Abhängig von der Größe der Wohnung bzw. der Anzahl der Personen im Haushalt benötigt man unterschiedliche Tarife. Singles, die in einem kleinen Appartement wohnen und daher einen eher niedrigen Stromverbrauch haben, sollten einen Tarif mit einem niedrigen Grundpreis und dafür einem etwas höheren Strompreis wählen. Familien, die einen deutlich größeren Stromverbrauch aufweisen, sind mit einem höheren Grundpreis und einem geringeren Strompreis gut beraten.

3. Der zukünftige Strompreis

Die Stromanbieter bieten häufig Tarife an, dessen Preise sich innerhalb des Vertragszeitraums verändern. So gibt es beispielsweise Tarife, die zwar eine Preisgarantie aufweisen, diese jedoch nach einem bestimmten Zeitraum verfällt und danach starke Preisanstiege möglich sind. Generell ist eine Preisgarantie natürlich sehr gut, doch sollte auf die Laufzeit dieser Preisgarantie geachtet werden. Eine Preisgarantie von 12 Monaten ist also besser als eine Garantie über 6 Monate, solange danach keine radikalen Preisänderungen festgeschrieben sind. Will man also nicht jedes halbe Jahr den Stromversorger wechseln, sollte man auch dies mit in die Stromanbieterwahl einbeziehen.

4. Die Vertragslaufzeit

Grundsätzlich ist eine kurze Vertragslaufzeit erstrebenswert. Eine monatliche Kündigungsfrist ist dabei die optimale Lösung. Bei Verträgen, die lange Laufzeiten aufweisen, sind Kunden gegenüber Preiserhöhungen machtlos.

Bei Stromanbietern, die eine Wechselprämie zahlen, sollte darauf geachtet werden, dass nicht vor Auszahlung der Prämie (meist nach 12 Monaten Vertragslaufzeit) der Anbieter gewechselt wird. Ansonsten entgeht Verbrauchern die Prämie, die häufig nicht unter 100 Euro liegt.

5. Die Zahlungsmodalitäten

Die Möglichkeiten der Zahlung unterscheiden sich von Stromanbieter zu Stromanbieter. Verbraucher sollten einen Versorger wählen, der monatlich die Stromzahlungen verlangt. Auch eine zweimonatige oder eine quartalsweise Rechnung sind unbedenklich. Tarife mit Vorkasse oder Kaution sind generell jedoch nicht empfehlenswert. Durch eine Vorauszahlung gehen Kunden die Zinsen verloren und auch das Zurückfordern von Geldbeträgen aufgrund von Problemen mit der Stromversorgung erweist sich meist als sehr schwierig.

6. Die Wechselprämie

Einige Stromversorger belohnen Neukunden mit einer Wechselprämie, die bei über 100 Euro liegen kann. Meist wird diese Prämie jedoch erst nach einer Vertragslaufzeit von 12 Monaten ausgezahlt. Es empfiehlt sich daher, den günstigsten Anbieter für den eigenen Wohnort auszumachen, der zudem eine Wechselprämie zahlt, mindestens 12 Monate bei dem Versorger zu bleiben und dadurch die Wechselprämie zu kassieren. Kunden, die diesen Prozess jährlich wiederholen, können viel Geld sparen.

Kunden, die nicht jährlich einen Stromkosten Vergleich vornehmen wollen, sollten nicht nur auf die Wechselprämie achten, sondern auch die weiteren Konditionen (insbesondere die im 2. Jahr, nachdem die Wechselprämie ausgezahlt worden ist) mit in die Stromanbieterauswahl einbeziehen. Auch ohne Wechselprämie muss sich der Wechsel zum neuen Anbieter lohnen.

7. Die Werbeprämie

Einige Stromanbieter arbeiten mit sogenannten Werbeprämien. Dabei werden Kunden, die Freunde oder Familienmitglieder ebenfalls zu einem Vertragsabschluss bei dem Stromanbieter bewegen, mit einer Prämie belohnt. Hintergrund dazu ist die nach wie vor vorhandene Scheu der Verbraucher, den Anbieter zu wechseln, da der Aufwand und die Risiken falsch eingeschätzt werden. Verbraucher, die anderen also von ihren positiven Erfahrungen mit ihren Stromanbieter berichten und diesem so neue Kunden vermitteln, werden häufig belohnt. Ob eine Werbeprämie gezahlt wird und wie hoch diese ausfällt, sollte vorher beim Anbieter erfragt werden.

8. Die Daten variieren

Gibt man Postleitzahl und durchschnittlichen Jahresverbrauch in den Strom-Tarifrechner ein, so wird der individuell günstigste Tarif angezeigt. Sind sich Kunden dennoch unsicher, ob es sich dabei wirklich um den für Sie günstigsten Stromtarif handelt, sollten sie die eingegebenen Daten marginal variieren. Kunden sollten beispielsweise 5.000 anstatt 4.500 Kilowattstunden eingeben, um zu sehen, ob dann ein anderer Stromtarif empfohlen wird. Wird der erste Tarifvorschlag nach wie vor bei den Top-Ergebnissen gelistet, können sich Verbraucher sicher sein, dass sie den passenden Stromtarif gefunden haben.

Eine weitere Möglichkeit, sicher zu gehen, ob der angezeigte Tarif der richtige ist, ist nicht die alleinige Angabe des Stromverbrauchs aus dem letzten Jahr, sondern die Angabe eines Durchschnittswerts der vergangenen 3 oder 4 Jahre. Dadurch gehen Verbraucher sicher, keinen Extremwert als Grundlage ihrer Suche verwendet zu haben, sondern einen Wert, der den tatsächlichen Verbrauch der letzten Jahre widerspiegelt. Auch hierbei kann dann der durchschnittliche Wert zusätzlich noch einmal variiert werden, um sich noch einmal abzusichern.

9. Die Versorgungspflicht

Viele Verbraucher nehmen keinen Stromanbieterwechsel vor, da sie befürchten über keine durchgängige Versorgung während des Wechsels zu verfügen. In Deutschland herrscht jedoch eine gesetzliche Versorgungspflicht, so dass Kunden auch während eines Wechsels stets die Sicherheit haben, mit Strom versorgt zu sein. Ein Wechsel kann also gefahrlos zu jeder Zeit vorgenommen werden.

10. Die benötigten Unterlagen

Folgende Unterlagen benötigen Sie für einen Stromanbieterwechsel:

- Ihre Bankverbindung

- Ihre letzte Stromrechnung des Stromanbieters

- Ihre Kundennummer

- Ihre Zählernummer und den aktuellen Zählerstand

- Ihren derzeitigen Stromverbrauch

Für einen ersten, spontanen Strompreisvergleich reichen zunächst auch erst einmal Durchschnittswerte. In der unten stehen Tabelle finden Sie geschätzte Strom-Verbrauchswerte in Abhängigkeit von Ihrer Wohnsituation bzw. der Personen in Ihrem Haushalt:

- Singles: 1.500 kWh

- Paare: 2.800 kWh

- Familen: 4.000 kWh

- Großfamilien: 6.000 kWh


11. Die Rechnung

Auch nach einem Stromanbieterwechsel sollte hin und wieder ein Blick auf die Rechnung geworfen werden, um die Preise auch weiterhin im Internet vergleichen zu können.

Ratgeber Stromanbieter wechseln

Aktuelle Regelungen zum Stromanbieterwechsel

Der Stromanbieterwechsel ist seit April 2012 einfacher. Im Energiewirtschaftsgesetz wird vorgeschreiben, dass der Wechsel nur noch drei Wochen dauern darf, wenn der neue Versorger den Kunden beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet hat. Weiterhin wurde beschlossen, dass der Tag der Stromlieferungen durch den neuen Anbieter nicht mehr wie bisher der erste im Monat sein muss, sondern dass die Lieferung an jedem Wochentag beginnen kann. Zudem müssen Versorger die Verbraucher besser informieren, z.B. über Kündigungsfristen und Preiserhöhungen. Die Rechnungsstellung muss zeitnah, spätestens sechs Wochen nach Ende des Abrechnungszeitraums, erfolgen.

Seit dem 01.02.2012 gibt es zudem einige neue Regelungen im Energiewirtschaftsgesetz, die die Informationspflichten der Stromanbieter betreffen. So muss jede Rechnung, die Kunden erhalten, fortan Angaben zu Kündigungsterminen und -fristen enthalten. Dadurch sind Verbraucher stets im Bilde, wie lange an dem bestehenden Vertrag noch festgehalten werden muss und wann ein Stromanbieterwechsel möglich wäre. Auch findet sich dann auf der Rechnung eine Einordnung des individuellen Stromverbrauchs im Vergleich zum Durchschnittsverbrauch, so dass Kunden ihren Stromverbrauch besser einschätzen können. So können viel einfacher Schlüsse gezogen werden, ob ein Stromanbieterwechsel in Erwägung gezogen werden sollte. Weiterhin findet man auf der Rechnung fortan einen Hinweis auf die „Schlichtungsstelle Energie". Dort können Verbraucher ein außergerichtliches Schlichtungsverfahren in Anspruch nehmen, wenn man sich so bisher mit dem Versorger nicht hat einigen können.

Ein Stromanbieterwechsel kann viel Geld sparen. Von Region zu Region variierend, findet sich eine unterschiedliche Anzahl an Konkurrenten, die um die Kunden kämpfen. Insbesondere in Städten oder Ballungsgebieten ist die Zahl der Stromversorger meist sehr hoch, so dass ein enormer Konkurrenzkampf herrscht. Daher finden Kunden in solchen Gebieten häufig große Preisunterschiede, weshalb ein Wechsel viel Geld sparen lassen kann. Derzeit ist es möglich, jährlich bis zu 400 Euro einzusparen, wenn man sich den richtigen Stromanbieter ausgesucht hat.

Dennoch ist damit nicht gesagt, dass sich ein Stromanbieterwechsel in ländlichen Regionen nicht lohnt. Auch dort gibt es Anbieter, die mit überzogenen Preisen arbeiten, so dass auch dort ein Stromvergleich empfehlenswert ist.

Ein Tipp zum Schluss: Wichtige Unterlagen immer abspeichern

Kunden sollten stets wichtige Dokumente wie Vertragsunterlagen oder Informationsmaterial aufbewahren, damit auch zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf Konditionen und Leistungsversprechen nachgewiesen werden können.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, folgende Unterlagen abzuspeichern und aufzubewahren:

- das ausgefüllte Auftragsformular

- die AGB des Anbieters

- Informationen zu Bonuszahlungen, Prämien und Preisen

Häufig ist der einfachste Weg, einen Screenshot (ein Bildschirmfoto) zu erstellen, um Versprechen über Bonuszahlungen, Prämien oder Preisgarantien auch später noch nachweisen zu können. Dazu mit Steuerung und Drucktaste (Strg+Druck) ein Foto des Bildschirms in die Zwischenablage kopieren und dann in ein Bildbearbeitungsprogramm einfügen und abspeichern. Als Programm kann beispielsweise Microsoft Paint oder auch PowerPoint gewählt werden.

Video Stromanbieter Wechsel

Die Bundesregierung empfiehlt den Stromanbieter zu wechseln und hat dazu eine Video veröffentlicht, in dem der Wechesel erklärt wird.

Fragen zum Stromanbieterwechsel

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