
Wenn Ihr Stromanbieter die Preise erhöht, haben Sie als Verbraucher ein Sonderkündigungsrecht. Dieses Recht ermöglicht es Ihnen, Ihren Stromvertrag außerordentlich zu kündigen, auch wenn die reguläre Vertragslaufzeit noch nicht abgelaufen ist. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie in diesem Fall vorgehen können:
1. Strompreiserhöhung prüfen und Preis einschätzen
Sobald Sie von Ihrem Stromanbieter über eine Preiserhöhung informiert werden, prüfen Sie das Schreiben sorgfältig. Der Anbieter muss Sie mindestens sechs Wochen vor der Preiserhöhung über die Änderung und Ihr Sonderkündigungsrecht informieren. Prüfen Sie die konkrete Strompreiserhöhung. Wie hoch fällt sie aus und ab wann ist die Preiserhöhung wirksam? Vergleichen Sie Preise mit unserem Stromrechner - in der Regel lohnt sich ein Anbieterwechsel.
2. Fristen beachten
Ihr Sonderkündigungsrecht gilt ab dem Zeitpunkt, an dem die Preiserhöhung wirksam wird. Üblicherweise haben Sie bis zum Inkrafttreten der Erhöhung Zeit, zu kündigen. Oft gewähren Anbieter jedoch auch eine Frist von zwei Wochen nach Erhalt der Mitteilung.
3. Widerspruch einlegen oder Sonderkündigungsrecht nutzen
Sie müssen die Preiserhöhung nicht akzeptieren und können Widerspruch einlegen bzw. ihr Sonderkündigungsrecht nutzen. Die Sonderkündigung gilt nur innerhalb einer bestimmten Frist, zumeist zwei bis vier Wochen. Alle relevanten Fristen und Informationen müssen in der Mitteilung zur Preiserhöhung aufgeführt werden.
4. Vertrag kündigen und Anbieter wechseln
Infolge der Preiserhöhung sollten Sie Ihren laufenden Stromvertrag vorzeitig kündigen und zu einem günstigeren Stromanbieter wechseln. Das lohnt sich eigentlich immer! Nutzen Sie dazu unseren kostenlosen Premium-Wechselservice. Mit diesem Service übernehmen wir den kompletten Ablauf bei einem Anbieterwechsel und optimieren Ihren Tarif auf Wunsch jedes Jahr automatisch.
Wichtiger Hinweis: Bei einer Sonderkündigung sollten Sie immer den Grund der Sonderkündigung nennen. Beispiel: "Ich nehme mein Sonderkündigungsrecht aufgrund der Beitragserhöhung in Anspruch."
Als Stromkunde müssen Sie Preiserhöhungen Ihres Anbieters nicht hinnehmen, denn: Sie haben ein grundsätzliches Sonderkündigungsrecht für den Fall, dass sich die Vertragsbedingungen oder Preise Ihres Stromtarifs ändern. Dieses Prinzip gilt laut Energiewirtschaftsgesetz auch, wenn ausschließlich Kosten weitergegeben werden, auf die der Versorger keinen Einfluss hat. Einzige Ausnahme ist die Anpassung der Mehrwertsteuer.
Generell gilt: Ändert ein Energieversorger seine Bedingungen - beispielsweise indem die Strom- oder Gaspreise erhöht werden - muss er dies spätestens vier Wochen im Voraus ankündigen und Kunden unter Nennung der geltenden Frist auf ihr Sonderkündigungsrecht hinweisen. Die Sonderkündigung muss vom Anbieter innerhalb einer Woche bestätigt werden.
Achtung: Gerne verschleiern Energieversorger in Ihren Mitteilungen Preiserhöhungen, um Kunden vom Wechsel abzuhalten. Manche Stromanbieter versuchen zudem, ein Sonderkündigungsrecht bei steigenden Steuern oder Umlagen vertraglich auszuschließen. Solche Klauseln sind jedoch unwirksam.
Udo Sieverding, Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen
Die Verbraucherzentralen bieten unter der Rufnummer 0800 - 809 802 400 Energieberatungen an. Verbraucher können sich telefonisch beraten lassen oder persönliche Termine bzw. Vor-Ort-Checks vereinbaren. Darüber hinaus können sich Ratsuchende bei Problemen mit ihrem Energieversorger an die Schlichtungsstelle Energie wenden.
Mein Energieversorger erhöht die Preise. Muss ich das akzeptieren?
Wenn Ihr Energieversorger die Preise erhöht, haben Sie verschiedene Optionen zur Verfügung. Sie müssen die Preiserhöhung nicht zwangsläufig akzeptieren. Hier sind einige Schritte, die Sie unternehmen können:
Überprüfen Sie Ihren Vertrag: Lesen Sie die Bedingungen Ihres Energievertrags sorgfältig durch, um herauszufinden, ob die Preiserhöhung im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen liegt. Achten Sie dabei auf Klauseln, die Preisanpassungen erlauben, und stellen Sie sicher, dass der Energieversorger diese korrekt angewendet hat.
Kommunikation mit dem Versorger: Wenn Sie Fragen oder Bedenken bezüglich der Preiserhöhung haben, wenden Sie sich an Ihren Energieversorger. Es kann sein, dass es eine Erklärung für die Erhöhung gibt oder dass es alternative Tarife gibt, die für Sie besser geeignet sind.
Sonderkündigungsrecht: Wenn Ihr Versorger die Preise erhöht, haben Sie in vielen Ländern, einschließlich Deutschland, ein gesetzlich festgelegtes Sonderkündigungsrecht. Das bedeutet, dass Sie Ihren Vertrag ohne Einhaltung der regulären Kündigungsfrist kündigen können. In Deutschland beträgt die Frist für die Ausübung des Sonderkündigungsrechts in der Regel zwei Wochen ab dem Zeitpunkt, an dem Sie von der Preiserhöhung erfahren haben.
Einen neuen Anbieter suchen: Wenn Sie mit der Preiserhöhung nicht zufrieden sind, können Sie nach einem günstigeren Energieversorger suchen. Es gibt viele Vergleichsportale, die Ihnen helfen, die besten Angebote in Ihrer Region zu finden. Achten Sie dabei auf die Konditionen, wie Vertragslaufzeit, Preisgarantie und Kündigungsfrist, um sicherzustellen, dass der neue Vertrag Ihren Anforderungen entspricht.
Laut Energiewirtschaftsgesetz gilt: Ändert ein Energieversorger seine Bedingungen - beispielsweise indem die Strom- oder Gaspreise erhöht werden - muss er dies spätestens vier Wochen im Voraus ankündigen. Kunden verfügen anschließend über ein Sonderkündigungsrecht. Dieses gilt auch, wenn ausschließlich Kosten weitergegeben werden, auf die der Versorger keinen Einfluss hat. Einzige Ausnahme ist die Anpassung der Mehrwertsteuer. Die Sonderkündigung muss vom Anbieter innerhalb einer Woche bestätigt werden.
Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Seite Strompreiserhöhung und Sonderkündigungsrecht.
Wo kann ich Strompreise vergleichen?
Strompreise können Sie am einfachsten mit einem Stromrechner im Internet vergleichen. Denn in Deutschland stehen Verbrauchern inzwischen mehr als 1.000 Stromanbieter und ein Vielfaches dessen an Stromtarifen zur Verfügung. Mit unserem kostenlosen Tarifrechner können Sie einfach durch Eingabe von PLZ und Stromverbrauch die Tarife bequem vergleichen.
Tarifrechner im Internet: Strompreise schnell und bequem vergleichen
Die Online-Suche nach dem günstigsten Strompreis ist einfach: Lediglich die Postleitzahl und den jährlichen Stromverbrauch eingeben – und schon stellt der Tarifrechner eine Übersicht aller verfügbaren Angebote zusammen. Das Wichtigste: Der Strompreisvergleich ist nicht nur schnell, bequem und umfassend, sondern für Verbraucher selbstverständlich kostenlos. Zudem können die Nutzer, wenn der passende Tarif gefunden ist, auch gleich über das Serviceportal den Stromanbieter wechseln.
Viele Kunden legen nicht nur Wert auf einen günstigen Preis, sondern auch auf guten Service, faire Vertragsbedingungen und einen insgesamt vertrauenswürdigen Versorger. Der Tarifvergleich von StromAuskunft.de bietet daher die Option, zusätzlich zur Suche nach dem günstigsten Strompreis den Filter »Deutschlands beste Stromanbieter« zu aktivieren. Hierbei werden auschließlich Stromtarife von geprüften und hoch gerateten Anbietern gelistet, die unter anderem die Empfehlungen von Verbraucherzentralen sowie der Stiftung Warentest berücksichtigen.
Immer mehr Verbraucher nutzen Vergleichsrechner
Um sich im Dschungel der Angebote zurechtzufinden, nutzen immer mehr Stromkunden die Möglichkeit zum Tarifvergleich im Internet. Zwar sind die Preise einzelner Stromprodukte auch in den Broschüren, Werbemitteln und Online-Auftritten der Energieversorger aufgeführt, jedoch ohne einen übergreifenden Preisvergleich. Bestensfalls werden die eigenen Tarife in Relation zueinander sowie zum örtlichen Grundversorger gestellt. Einen umfassenden Strompreisvergleich bieten hingegen Verbraucherportale wie StromAuskunft.de. Das Herzstück des Service, der Tarifrechner, stellt Nutzern mit Hilfe weniger Angaben in Sekundenschnelle eine Liste günstiger und fairer Stromangebote zusammen.
Verbraucher, die keinen Strompreisvergleich im Internet anstellen können oder möchten, haben die Möglichkeit, sich bei den Energieberatungsstellen der Verbraucherzentralen über die an ihrem Wohnort verfügbaren Stromanbieter und Tarifoptionen zu informieren.
Wo kann ich die Stromrechnung prüfen lassen?
Fehlerhafte Stromrechnungen bilden bei seriösen Energieversorgern zwar die Ausnahme, können jedoch vorkommen. Wenn Ihre Stromrechnung im Vergleich zu Vorjahren ungewöhnlich hoch ausfällt oder Sie den Verbrauch nicht nachvollziehen können, ist neben einer eigenständigen Prüfung auch der Kontakt zum Kundenservice sinnvoll. Eine unabhängige Prüfung ist ebenfalls möglich, jedoch oft mit mehr Aufwand verbunden.
Bevor Sie den Anbieter kontaktieren, sollten Sie die häufigsten Fehlerquellen ausschließen. Achten Sie darauf, ob die Abrechnung zur richtigen Verbrauchsstelle gehört, ob der Abrechnungszeitraum stimmt und ob Ihre Kundendaten korrekt sind. Prüfen Sie außerdem, ob die Berechnung aus Verbrauch (kWh) und Preis plausibel ist.
Lesen Sie den Stromzähler manuell ab und dokumentieren Sie den Zählerstand (Datum, Uhrzeit, Foto). So können Sie schnell feststellen, ob der abgerechnete Stand plausibel ist oder ob ein falsches Ablesen bzw. eine Schätzung vorliegt.
Wenn die Zählerstände stimmen, kann ein unerklärlich hoher Stromverbrauch durch neue Geräte, Defekte oder Standby-Verbrauch entstehen. Hilfreich ist eine Verbrauchsmessung im Haushalt.
Ergibt sich durch die eigene Prüfung keine Klärung oder erhärtet sich der Verdacht einer fehlerhaften Stromrechnung, sollten Sie sich mit dem Anbieter in Verbindung setzen und um eine nachvollziehbare Erklärung bitten. Je konkreter Sie Ihre Fragen stellen (Zählerstände, Zeitraum, Tarif, Berechnung), desto schneller lässt sich der Fall bearbeiten.
Wenn die Abrechnung aus Ihrer Sicht falsch ist, können Sie Widerspruch einlegen und eine Korrektur verlangen. In der Praxis ist es häufig sinnvoll, strittige Beträge nicht kommentarlos zu zahlen, sondern klar zu kommunizieren, wie Sie weiter vorgehen möchten.
Wenn Sie mit dem Anbieter nicht weiterkommen, können unabhängige Stellen helfen. Besonders häufig wird die Verbraucherzentrale genutzt. Bei eskalierten Fällen kann auch die Schlichtungsstelle Energie sinnvoll sein.
Verbraucherzentrale: Beratung, Hilfestellung zur Prüfung und zum Vorgehen bei falschen Abrechnungen. Oft auch Hinweise, welche Unterlagen (Rechnung, Zählerstände, Vertragsdaten) benötigt werden.
Schlichtungsstelle Energie: Anlaufstelle, wenn der Fall mit dem Anbieter nicht gelöst werden kann. Häufig sinnvoll nach dokumentiertem Kontakt mit dem Versorger.
Unabhängige Energieberatung / Stromspar-Check: hilfreich, wenn der Verbrauch dauerhaft zu hoch ist und Stromfresser oder Einsparpotenziale identifiziert werden sollen.
| Prüfpunkt | Worauf achten? | Typische Fehler |
|---|---|---|
| Kundendaten & Vertragsnummer | Stimmen Name, Adresse, Vertrags-/Kundennummer? | Falsche Zuordnung, Verwechslung der Verbrauchsstelle |
| Abrechnungszeitraum | Passen Start- und Enddatum zur Jahresabrechnung? | Zu langer Zeitraum, Überschneidungen |
| Zählerdaten | Zählernummer korrekt? Start-/Endstand plausibel? | Falsch abgelesen, geschätzt statt abgelesen |
| Verbrauch (kWh) | Passt der Verbrauch zu Haushalt/Verhalten? | Stromfresser, Defekte, ungeklärte Mehrverbräuche |
| Preis | Arbeitspreis und Grundpreis korrekt? Preisänderungen? | Falscher Tarif, falsche Preisstufe, Rechenfehler |
| Berechnung & Abschläge | Stimmen Zwischensummen, Abschlagsverrechnung, Endbetrag? | Abschläge fehlen, Summen falsch, doppelt berechnet |
Wenn Sie bei der Überprüfung Unstimmigkeiten feststellen, wenden Sie sich mit den konkreten Prüfpunkten an Ihren Stromanbieter und fordern Sie eine nachvollziehbare Erklärung sowie gegebenenfalls die Korrektur der Rechnung.
Stromrechnung zu hoch, was tun?
Es gibt viele Gründe für hohe Stromrechnungen und unliebsame Nachzahlungen: Gestiegene Strompreise, ein höherer Verbrauch im Vergleich zu Vorjahren oder schlicht und einfach Abrechnungsfehler des Anbieters. Egal, ob die jährliche Endabrechnung nun einmalig und sprunghaft oder kontinuierlich und schleichend gestiegen ist – Stromkunden sollten den Ursachen in jedem Fall auf den Grund gehen, denn sparen lässt sich (fast) immer.
Stromrechnung auf Fehler prüfen
Um offensichtliche Fehlerquellen bei der Stromrechnung auszuschließen, sollten zunächst einige grundlegende Fragen geklärt werden: Sind Verbrauchsstelle und Stromtarif korrekt aufgeführt? Wurde der Zählerstand richtig erfasst? Erscheint die Verrechnung von Verbrauch und Strompreis plausibel? Arbeitet der Stromzähler störungsfrei? Wurde der Jahresverbrauch vom Versorger tatsächlich abgelesen oder lediglich geschätzt?
Ursachen für den gestiegenen Verbrauch ermittteln
Auch ein tatsächlich gestiegener Stromverbrauch sollte grundsätzlich hinterfragt werden: Wurden im betreffenden Abrechnungszeitraum beispielsweise neue, möglicherweise stromintensive Elektrogeräte angeschafft? Arbeiten bestehende Geräte inzwischen ineffizient, weil sie veraltet oder sogar defekt sind? Ein Strommessgerät ist die einfachste Hilfe, Stromfressern im Haushalt auf die Spur zu kommen. Die Geräte sind günstig zu bekommen, bei vielen örtlichen Grundversorgern sogar kostenlos leihbar. Falls Sie vor dem Hintergrund eines dramatisch gestiegenen Verbrauchs sogar Stromklau vermuten, ist auch dies simpel prüfbar: Einfach alle Sicherungen im Stromkasten abschalten und den Zähler kontrollieren. Steht dieser nicht still, wird offenbar an anderer Stelle »mitverbraucht«.
Strompreis des Anbieters hinterfragen
Hohe Stromrechnungen können natürlich auch auf Strompreiserhöhungen des betreffenden Versorgers zurückgehen. Diese müssen jedoch – und zwar nach gesetzlich genau definierten Richtlinien – zuvor angekündigt worden sein. Ist dies nicht geschehen, sollten Stromkunden unbedingt Widerspruch einlegen. Aber auch wenn die Strompreiserhöhung korrekt angekündigt und plausibel begründet wird, wie zum Beispiel durch gestiegene Steuern, Umlagen oder Netzentgelte, sollten Verbraucher ihren aktuellen Strombezug hinterfragen. Denn bei Preiserhöhungen besteht immer ein sogenanntes Sonderkündigungsrecht. Kunden können den Anlass also ungeachtet ihrer eigentlichen Vertragslaufzeit nutzen, um zu einem günstigeren Stromanbieter zu wechseln.
Weitere Informationen: So verstehen Sie Ihre Stromrechnung.
Wieso ist meine Stromrechnung so hoch?
Eine zu hohe Stromrechnung ist für viele Haushalte ein Schock. Besonders dann, wenn zusätzlich eine hohe Nachzahlung oder stark gestiegene Abschlagszahlungen drohen. Die Gründe dafür können vielschichtig sein: gestiegene Strompreise, veränderte Verbrauchswerte, fehlerhafte Stromabrechnungen oder ein plötzlich erhöhter Stromverbrauch. Um unnötige Kosten zu vermeiden, sollten Verbraucher ihre Stromrechnung systematisch prüfen.
Fällt der Rechnungsbetrag deutlich höher aus als erwartet, empfiehlt sich ein strukturiertes Vorgehen. Wichtig ist, die Jahresabrechnung nicht vorschnell zu akzeptieren, sondern die Angaben genau zu kontrollieren.
Eine fehlerhafte Stromabrechnung ist eine der häufigsten Ursachen für eine zu hohe Stromrechnung. Besonders bei geschätzten Verbrauchswerten oder falschen Ablesungen durch den Ableser kann es zu Abweichungen kommen.
Bei Unklarheiten sollten Sie umgehend Ihren Stromanbieter kontaktieren und eine Korrektur verlangen. Bleibt der Anbieter untätig, können Verbraucherzentrale oder Schlichtungsstelle unterstützen.
Ein deutlich höherer Stromverbrauch kann auch reale Ursachen haben. Häufige Auslöser sind neue Elektrogeräte, verändertes Nutzungsverhalten oder versteckte Stromfresser im Haushalt.
Mit einem Strommessgerät lassen sich Geräte identifizieren, die besonders viel Strom verbrauchen. Auch ein nächtlicher Test, Sicherungen ausschalten und prüfen, ob der Stromzähler weiterläuft, kann Hinweise auf ungewöhnlichen Verbrauch liefern.
Zeigt der Stromzähler ungewöhnlich hohe Werte an, kann ein Defekt oder eine Fehlablesung vorliegen. Der Messstellenbetreiber ist für den Zähler zuständig, nicht der Netzbetreiber.
In solchen Fällen sollte eine Zählerprüfung beantragt werden. Bestätigt sich ein Defekt, muss die Rechnung korrigiert werden.
Eine Strompreiserhöhung wirkt sich direkt auf die Stromkosten aus. Diese muss vom Anbieter rechtzeitig angekündigt werden. Erfolgt eine Preisanpassung, haben Kunden in der Regel ein Sonderkündigungsrecht.
Ein Tarifvergleich kann sich lohnen, um dauerhaft geringere Stromkosten zu erzielen.
Eine hohe Nachzahlung entsteht meist dann, wenn die monatlichen Abschlagszahlungen zu niedrig angesetzt waren oder der Verbrauch stark gestiegen ist.
| Ursache | Typische Folge |
|---|---|
| zu niedrige Abschläge | hohe Nachzahlung |
| gestiegener Verbrauch | höhere Jahresabrechnung |
| Strompreiserhöhung | steigende Stromkosten |
Ist die Stromrechnung aus Ihrer Sicht falsch, können Sie Widerspruch einlegen. Dies sollte schriftlich und fristgerecht erfolgen.
Kann die Stromrechnung nicht bezahlt werden, sollte frühzeitig reagiert werden, um eine Stromsperre zu vermeiden. In bestimmten Fällen können auch soziale Stellen wie das Sozialamt unterstützen.