Freitag, 03. Dezember 2021

Strompreise in Deutschland - Was kostet Strom?

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So gehen Sie am besten mit einer Strompreiserhöhung um

Wenn Sie eine Strompreiserhöhung erhalten haben, dann sollten Sie Widerspruch einlegen und ihr Sonderkündigungsrecht nutzen. Diese Schritte empfehlen wir Ihnen:

1. Strompreiserhöhung prüfen und Preis einschätzen

Prüfen Sie die konkrete Strompreiserhöhung. Wie hoch fällt sie aus und ab wann ist die Preiserhöhung wirksam? Vergleichen Sie Preise mit unserem Stromrechner - in der Regel lohnt sich ein Anbieterwechsel.

2. Widerspruch einlegen oder Sonderkündigungsrecht nutzen

Sie müssen die Preiserhöhung nicht akzeptieren und können Widerspruch einlegen bzw. ihr Sonderkündigungsrecht nutzen. Die Sonderkündigung gilt nur innerhalb einer bestimmten Frist, zumeist zwei bis vier Wochen. Alle relevanten Fristen und Informationen müssen in der Mitteilung zur Preiserhöhung aufgeführt werden.

3. Vertrag kündigen und Anbieter wechseln

Infolge der Preiserhöhung Sie Ihren laufenden Stromvertrag vorzeitig kündigen und zu einem günstigeren Stromanbieter wechseln. Das lohnt sich eigentlich immer!

Tipp: Gerne können Sie unser Musterschreiben "Sonderkündigung nach Preiserhöhung" verwenden.

Wichtiger Hinweis: Bei einer Sonderkündigung sollten Sie immer den Grund der Sonderkündigung nennen. Beispiel: "Ich nehme mein Sonderkündigungsrecht aufgrund der Beitragserhöhung in Anspruch."

Strompreiserhöhung und Sonderkündigungsrecht

  • Viele Stromanbieter erhöhen regelmäßig ihre Preise, insbesondere zum Jahreswechsel.
  • Haben Sie eine Strompreiserhöhung erhalten? Das ist ärgerlich - aber gleichzeitig eine Chance, Stromkosten zu sparen.
  • Unser Tipp: Nutzen Sie Ihr Sonderkündigungsrecht und wechseln Sie den Anbieter.

Was muss ich bei einer Strompreiserhöhung beachten?

Als Stromkunde müssen Sie Preiserhöhungen Ihres Anbieters nicht hinnehmen, denn: Sie haben ein grundsätzliches Sonderkündigungsrecht für den Fall, dass sich die Vertragsbedingungen oder Preise Ihres Stromtarifs ändern. Dieses Prinzip gilt laut Energiewirtschaftsgesetz auch, wenn ausschließlich Kosten weitergegeben werden, auf die der Versorger keinen Einfluss hat. Einzige Ausnahme ist die Anpassung der Mehrwertsteuer.

Generell gilt: Ändert ein Energieversorger seine Bedingungen - beispielsweise indem die Strom- oder Gaspreise erhöht werden - muss er dies spätestens vier Wochen im Voraus ankündigen und Kunden unter Nennung der geltenden Frist auf ihr Sonderkündigungsrecht hinweisen. Die Sonderkündigung muss vom Anbieter innerhalb einer Woche bestätigt werden.

Achtung: Gerne verschleiern Energieversorger in Ihren Mitteilungen Preiserhöhungen, um Kunden vom Wechsel abzuhalten. Manche Stromanbieter versuchen zudem, ein Sonderkündigungsrecht bei steigenden Steuern oder Umlagen vertraglich auszuschließen. Solche Klauseln sind jedoch unwirksam.

"Es wird getrickst, unklar formuliert oder verschwiegen."

Udo Sieverding, Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

Umzug und Sonderkündigungsrecht

  • Ein Sonderkündigungsrecht steht Kunden unter Umständen auch bei Umzügen zu.
  • Wird der Strom- oder Gasanbieter spätestens sechs Wochen vor dem Umzug informiert, und kann er nur zu einem anderen Preis am neuen Wohnort liefern oder kein neues Angebot vorlegen, ist die Kündigung wirksam.

Kostenlose Beratung bei Strompreiserhöhungen

Die Verbraucherzentralen bieten unter der Rufnummer 0800 - 809 802 400 Energieberatungen an. Verbraucher können sich telefonisch beraten lassen oder persönliche Termine bzw. Vor-Ort-Checks vereinbaren. Darüber hinaus können sich Ratsuchende bei Problemen mit ihrem Energieversorger an die Schlichtungsstelle Energie wenden.

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