Samstag, 07. Dezember 2019

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So gehen Sie am besten mit einer Strompreiserhöhung um

Wenn Sie eine Strompreiserhöhung erhalten haben, dann sollten Sie Widerspruch dagegen einlegen und ihr Sonderkündigungsrecht nutzen.

  1. Strompreiserhöhung prüfen und Preis einschätzen
    Prüfen Sie die Strompreiserhöhung. Wie hoch fällt diese aus und ab wann ist die Preiserhöhung wirksam. Vergleichen Sie Preise mit unserem Tarifrechner. In der Regel lohnt sich ein Anbieterwechsel.

  2. Widerspruch einlegen oder Sonderkündigungsrecht nutzen
    Sie müssen die Preiserhöhung nicht akzeptieren und können Widerspruch dagegen einlegen oder ihr Sonderkündigungsrecht nutzen. Die Sonderkündigung gilt nur für einen bestimmten Zeitraum, zumeist 2 - 4 Wochen, und ist in der Mitteilung der Preiserhöhung genannt.

  3. Vertrag kündigen und Anbieter wechseln

Durch die Preiserhöhung können Sie vorzeitig aus dem Vertrag aussteigen und den Stromanbieter wechseln. Das lohnt sich eigentlich immer!

Tipp: Gerne können Sie unser Musterschreiben Sonderkündiung nach Preiserhöhung verwenden.

Strompreiserhöhung und Sonderkündigungsrecht

Alle Jahre wieder erhöhen viele Stromanbieter die Preise, insbesondere zum Jahreswechsel treten Strompreiserhöhungen sehr häufig auf. Haben Sie eine Strompreiserhöhung erhalten? Das ist erstmal ärgerlich, aber vor allem auch eine Chance, Geld zu sparen.

Was muss ich bei einer Preiserhöhung beachten?

Regelmäßig erhöhen die Stromanbieter die Preise. Als Stromkunde müssen Sie das nicht hinnehmen, denn Sie haben ein grundsätzliches Sonderkündigungsrecht für den Fall, dass sich die Vertragsbedingungen oder Preise ihres Stromliefervertrages ändern. Dieses Prinzip gilt auch, wenn die Energieversorger eine Preiserhöhung mit gestiegenen oder neu eingeführten Steuern, Abgaben oder Umlagen seitens des Staates rechtfertigen. Darauf macht die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen aktuell aufmerksam und beruft sich auf ein vorläufiges und noch nicht veröffentlichtes Urteil des Landgerichtes Düsseldorf.

Zunächst ist es aber wichtig, ob Sie einen Vertrag in der Grundversorgung haben oder ob Sie einen Sondervertrag haben.

Strompreiserhöhung in der Grundversorgung:

Für Kunden in der Grundversorgung ist ausdrücklich gesetzlich festgelegt, dass eine Preiserhöhung sechs Wochen im Voraus per Brief anzukündigen ist. Außerdem muss der Grundversorger hierbei "den Umfang, den Anlass und die Voraussetzungen der Änderung" angeben und den Kunden auf sein Sonderkündigungsrecht hinweisen (§ 5 Abs. 2 StromGVV).

Falls Sie noch in der Grundversorgung sind, so sollten Sie sofort wechseln, denn die Grundversorgung ist der mit Abstand teuerste Stromtarif an Ihren Wohnort. Der einzige Vorteil für Sie ist, dass die Kündigungsfrist in der Grundversorgung extrem kurz ist und Sie unabhängig von einer Preiserhöhung Ihren Vertrag jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen kündigen können. Am besten wechseln Sie sofort zu einem neuen Anbieter. Der neue Anbieter kümmert sich dann automatisch um die Kündigung Ihres alten Tarifes.

Strompreiserhöhung für Sondervertragskunden

Im Fall einer Preiserhöhung haben Sie als Sondervertragskunde laut Paragraf  § 41 Abs. 3 EnWG ein Sonderkündigungsrecht.

„Ändert der Lieferant die Vertragsbedingungen einseitig, kann der Letztverbraucher den Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen.“

Gerne verschleiern Energieanbieter in Ihren Kundenmitteilungen die Preiserhöhungen, damit der Kunde nicht wechselt. Für Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sind die Methoden „an der Grenze zum unlauteren Wettbewerb. Es wird getrickst, unklar formuliert oder verschwiegen.“

Manche Stromanbieter versuchen, ein Sonderkündigungsrecht bei steigenden Steuern oder Umlagen in ihren Vertragsbedingungen auszuschließen. Nach dem noch nicht rechtskräftigen Urteil aus Düsseldorf sind solche Klauseln jedoch unwirksam. Generell gilt: Energieversorger müssen ihre Kunden mindestens sechs Wochen im Voraus über Preiserhöhungen informieren. Bis die Preisänderung wirksam wird, können die Verbraucher von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch machen - und zwar bei jeder Art der Preiserhöhung.

Wird das Urteil rechtskräftig, könnten betroffene Kunden zurückliegenden Jahresrechnungen nachträglich widersprechen. Die Widerspruchsfrist gilt rückwirkend für bis zu drei Jahre. Die Verbraucherzentralen raten Stromkunden, insbesondere die Abrechnungsjahre 2013 und 2014 auf einen etwaigen Widerspruch zu prüfen. Damals stiegen die Strompreise aufgrund von EEG-Umlagenerhöhungen besonders stark.

Kostenlose Beratung bei Strompreiserhöhung

Die Verbraucherzentrale bietet unter der Nummer 0 800/809 802 400 Beratung an. Vereinbaren Sie einen Termin mit einem Energieberater der Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe. Generell können sich Verbraucher bei Problemen mit dem Energieversorger kostenlose an die Schlichtungsstelle Energie wenden.

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