Sonntag, 03. Juli 2022

Strompreise in Deutschland - Was kostet Strom?

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Stromverbrauch messen

In vielen Haushalten lauern potenzielle Stromfresser: Ständig laufende Monitore und TV-Geräte, rund um die Uhr aktive WLAN-Router oder veraltete Kühlschränke mit schlechter Energieeffizienz. Das treibt die Stromrechnung in die Höhe. Insbesondere der Standby-Betrieb von Elektrogeräten verbraucht unnötig Energie. Die Deutsche Energie-Agentur hat berechnet, dass ein vierköpfiger Musterhaushalt jährlich mehr als 100 Euro Stromkosten allein für den Geräte-Standby bezahlt.

Um zu ermitteln, welche Geräte hohe Stromkosten in Ihrem Haushalt verursachen, können Sie den Stromverbrauch selbst messen. Wir zeigen Ihnen, wie das geht - und wie Sie Stromfresser in Wohnzimmer, Küche, Bad und Büro aufspüren.

Stromverbrauch per Strommessgerät ermitteln

Um den Stromverbrauch von Elektrogeräten zu ermitteln, nutzen Sie am besten ein Strommessgerät. Solche Messgeräte sind günstig in Elektronik- oder Baumärkten zu bekommen und können sogar vielfach kostenfrei bei Verbraucherzentralen oder örtlichen Energieversorgern ausgeliehen werden.

Tipp: Geben Sie beim Kauf oder der Leihe immer an, was genau Sie in Ihrem Haushalt messen wollen, denn bestimmte Strommessgeräte liefern erst ab einer bestimmten Watt-Zahl exakte, brauchbare Werte. Wollen Sie nicht nur den reinen Stromverbrauch ermitteln, sondern auch die damit verbundenen Stromkosten, greifen Sie am besten auf ein Strommessgerät mit Umrechnungsfunktion zurück.

Strommessgerät richtig verwenden

Zunächst müssen am Strommessgerät einige grundlegende Einstellungen vorgenommen werden (Zeit, Datum, Energiepreis). Anschließend wird die Messeinheit zwischen Elektrogerät und Steckdose geschaltet. Schon verfügen Sie über die ersten Stromverbrauchswerte und können die entsprechenden Stromkosten ableiten. Damit die Messwerte möglichst aussagekräftig ausfallen, sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Warmlaufphase

Einige Haushaltsgeräte benötigen in ihrer Warmlaufphase etwas mehr Strom als im Normalbetrieb. Das heißt: Schalten Sie das Gerät einige Minuten vor der Messung ein.

  • Langzeitmessung

Möchten Sie Ihren häuslichen Stromverbrauch möglichst genau ermitteln, sollten sie die Messung über einen ganzen Tag oder eine Woche vornehmen. Denn: Geräte wie Fernseher, Computer, Geschirrspüler und Waschmaschine werden vor allem tagsüber genutzt, so dass der Stromverbrauch nachts sinkt. Andere Geräte wie Kühschrank, Gefriertruhe und oftmal auch WLAN-Router laufen hingegen rund um die Uhr. Mit einer Langzeitmessung stellen Sie sicher, dass sowohl Schwankungen als auch Konstanten berücksichtigt werden.

  • Mehrfachmessung

Bei Geräten, die unterschiedliche Betriebsprogramme bieten, beispielsweise Geschirrspüler, Waschmaschine oder Trockner, sollen Sie nicht nur eine einzige Messung vornehmen, sondern mehrfach und in allen genutzten Modi messen. Je nach Programm kann der Stromverbrauch erheblich variieren.

Weitere Möglichkeiten zur Verbrauchsmessung

App

Spezielle Energiespar-Apps bieten Verbrauchern die Möglichkeit, Ihren Stromverbrauch über einen längeren Zeitraum zu dokumentieren und auszuwerten. Dazu werden regelmäßig die Verbrauchswerte vom Stromzähler abgelesen und in die App eingepflegt. Dabei gilt: Je häufiger Werte vorliegen, desto genauere Analysen zum Verbrauch sind möglich.

Messsteckdose

Über smarte Messsteckdosen können Sie den Stromverbrauch einzelner Haushaltsgeräte dauerhaft messen. Je nach Bedarf liefern solche Steckdosen tägliche, wöchentliche oder monatliche Verbrauchsübersichten.

Smart Home

Immer mehr Verbraucher nutzen im eigenen Zuhause Smart-Home-Geräte bzw. -Systeme. So ist es beispielsweise möglich, die Beleuchtung und Heizung sowohl nach täglichen Routinen voreinzustellen, oder auch von unterwegs per App fernzusteuern. Einige Smart-Home-Systeme erfassen zudem den Energiefluss der angeschlossenen Geräte. Auf diese Weise sehen Sie, welche Geräte wann wie viel Strom verbrauchen.

Smart Meter

Konventionelle Drehstromzähler zeigen lediglich den Gesamtstromverbrauch im Haushalt an. Kurzfristige Schwankungen oder einzelne Stromfresser lassen sich damit nicht aufdecken. Anders bei einem digitalen, vernetzten Smart Meter: Hier werden genaue Verbrauchsmengen und -zeiten erfasst. Dadurch lassen sich Änderungen sofort erkennen und identifizieren. Bestimmte Smart Meter unterscheiden sogar zwischen einzelnen Geräten im Haushalt. Verbraucher, deren Haushalt mit einem Smart Meter ausgestattet ist, können alle gesammelten Verbrauchsdaten im Kundenportal oder per App einsehen und auswerten.

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