Donnerstag, 21. November 2019

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Stromverbrauch von Computern

90 Prozent aller Haushalte in Deutschland haben einen Computer. Während Laptop und Tablet nur wenig Strom benötigen, kann ein PC mit leistungsstarken Komponenten schnell die Stromrechnung belasten. Wir zeigen, wie hoch der Stromverbrauch von Computern liegt und worauf Verbraucher achten können, um diesen zu senken.

Wie viel Strom verbraucht ein Computer?

Durchschnittlicher Stromverbrauch von PCs im Jahr

Ein PC mit einem Mehrkern-Prozessor und einer Grafikkarte mit eigenem Videospeicher kommt auf einen Stromverbrauch von ca. 140 Watt pro Stunde. Nutzen Verbraucher ihren PC im Schnitt 4 Stunden am Tag, kommen sie so auf einen jährlichen Stromverbrauch von gut 200 Kilowattstunden (kWh).

Wie hoch der Stromverbrauch eines Computers ausfällt, ist vor allem von diesen beiden Faktoren abgängig:

Ausstattung des Computers

Je mehr leistungsfähige Komponenten im PC verbaut sind, desto mehr Strom benötigt dieser. Zwar kann ein Computer immer nur so viel Strom ziehen, wie es das Netzteil erlaubt. Netzteile haben jedoch in der Regel deutlich höhere Wattzahlen als der PC tatsächlich benötigt.

Besonders die Grafikkarte kann den Stromverbrauch eines Computers in die Höhe treiben. Während eine durchschnittliche Grafikkarte zwischen 30 und 60 Watt verbraucht, kommt eine leistungsstarke Grafikkarte auf rund 200 Watt. Gamer-PCs haben daher einen deutlich höheren Stromverbrauch als ein einfacher Arbeits-PC.

Ähnlich verhält es sich beim Prozessor. Ein durchschnittlicher Prozessor kommt auf ca. 30 bis 70 Watt. Ein Highend-Prozessor dagegen zieht rund 140 Watt.

Nutzung des Computers

Unter Volllast liegt der Stromverbrauch eines Computers pro Jahr schnell doppelt so hoch wie im Normalbetrieb. Grundsätzlich gilt daher: Je mehr Komponenten des PCs beansprucht werden, desto höher liegt der Stromverbrauch. Und: Je stärker die Komponenten beansprucht werden, desto mehr verbrauchen sie.


Was kostet ein Computer an Strom?

Verbraucher, die ihren Computer 4 Stunden pro Tag nutzen, kommen auf einen Stromverbrauch von gut 200 kWh pro Jahr. Bei einem derzeitigen Strompreis von rund 30 Cent zahlen sie so gut 60 Euro jährlich für ihren PC. Das sind 5 Euro pro Monat. Verfügt der Rechner jedoch zum Beispiel über Komponenten wie

  • eine besonders leistungsfähige Grafikarte
  • einen sehr schnellen Prozessor
  • einen sehr hellen Monitor

kann der Stromverbrauch des PCs schnell bei über 100 Euro im Jahr liegen.

Wie kann ich die Stromkosten des Computers reduzieren?

Um den Stromverbrauch und damit die Stromkosten eines PCs zu senken, können Verbraucher auf diese Faktoren achten:

Stromsparfunktionen nutzen

In der Regel verfügen Betriebssysteme von Computern über verschiedene Stromsparfunktionen. Bei Windows können Verbraucher beispielsweise einen individuellen Energiesparplan festlegen. Dieser gibt dann vor, wann sich der Monitor ausschaltet oder wann der Rechner herunterfährt.

Ruhezustand nutzen

Verbraucher können ihren Computer in den Ruhezustand versetzen, wenn sie ihn für ein paar Minuten nicht nutzen wollen. Dieser reduziert den Stromverbrauch des PCs auf ein Minimum. Dabei speichert der Computer die Sitzung. Das heißt: Verbraucher können ihre Arbeit nahtlos fortsetzen.

Standby vermeiden

Der Stromverbrauch eines PCs im Standby liegt bei rund 80 kWh pro Jahr, wenn Verbraucher diesen 22 Stunden pro Tag im Standby lassen. Das entspricht 24 Euro im Jahr. Der hohe Wert kommt dadurch zustande, dass der PC im Gegensatz zum Ruhezustand seinen Arbeitsspeicher weiter aktiv hält.

Was kann ich sparen, wenn ich einen energieeffizienten Computer kaufe?

Einen energieeffizienten Computer gibt es per se nicht. Einen wesentlichen Anteil am Stromverbrauch hat jedoch das Netzteil. Jedes Netzteil hat dabei einen anderen Wirkungsgrad. Dazu hat sich das Bewertungssystem 80 Plus etabliert. Dies zertifiziert Netzteile ihrer Effektivität nach. Die niedrigste Stufe des Bewertungssystems, die ein Netzteil dabei erreichen kann, ist „80 Plus Bronze“. Diese Auszeichnung schreibt vor, dass ein Netzteil bei jeder Auslastung mindestens 80 Prozent des Steckdosenstroms nutzt, um die Komponenten des Computers zu betreiben. Die verbleibenden 20 Prozent wandelt das Netzteil in Wärme um. Diese gibt der PC an die Umgebung ab.

„80 Plus Silber“ verlangt einen Wirkungsgrad von 85 Prozent, „80 Plus Gold“ einen Wirkungsgrad zwischen 89 und 92 Prozent. „80 Plus Platinum“ schreibt einen Wirkungsgrad von 90 bis 94 Prozent vor. Die Stufe „80 Plus Titanum“ ist die höchste Auszeichnung. Sie gibt einen Wirkungsgrad zwischen 91 und 96 Prozent vor.

Daneben können Verbraucher auch bei den einzelnen Komponenten Strom sparen, indem sie eine weniger leistungsfähige Ausstattung kaufen. Das kann sich auf der Stromrechnung lohnen. So liegt der Stromverbrauch bei einem Prozessor für Gaming und anspruchsvolle Videobearbeitung bis zu 100 Watt höher als bei einem durchschnittlich schnellen Prozessor. Im Jahr können Verbraucher daher bis zu 35 Euro sparen, wenn sie keinen High-End-Prozessor benötigen.

Stromkosten durch Anbieterwechsel senken

Ein effizientes Mittel, um die Stromkosten für den gesamten Haushalt zu senken, ist ein Stromanbieterwechsel. Dieser lässt Verbraucher jährlich bis zu 280 Euro einsparen. Wechseln sie aus der Grundversorgung zu einem anderen Anbieter, sind sogar bis zu 500 Euro Ersparnis möglich. Wie viel Verbraucher aktuell genau sparen können, finden sie über unseren Stromrechner heraus.

Die hohe Zahl der Anbieter und Tarife am Markt schreckt viele Verbraucher jedoch ab, sich einen neuen Versorger zu suchen. Daher hat StromAuskunft den intelligenten Wechselservice entwickelt. Dieser nimmt Verbrauchern jede Arbeit ab. Dazu durchsucht der Service stets den Markt nach einem günstigeren Anbieter, sobald der Vertrag mit dem aktuellen Versorger ausläuft. Findet sich ein besseres Angebot, erhalten Verbraucher eine E-Mail mit einer Empfehlung zu einem Wechsel. Wollen Verbraucher diesen vornehmen, erledigen sie das mit einem Klick. Auf diese Weise sparen sie jedes Jahr viel Geld – ohne Aufwand.

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