Mittwoch, 30. November 2022

Aktuelle Strompreise / Energiekosten reduzieren 

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TÜV geprüftes Vergleichsportal,
Wechselservice & Tarifaufpasser

Stromtarife vergleichen beim TÜV-geprüften Vergleichsportal

Stromtarife vergleichen

Stromtarife zu vergleichen lohnt sich, denn die Strompreise steigen seit Jahren an. Verbraucherzentralen und Stiftung Warentest empfehlen Stromkunden daher die Preise regelmäßig mit einem Online Tarifrechner zu vergleichen. Auch unser Portal wird dabei immer wieder empfohlen. Mit Hilfe unseres Tarifrechners können Sie durch Eingabe von Postleitzahl (PLZ) und des Stromverbrauchs pro Jahr in Kilowattstunden (kWh) sehr schnell die vor Ort verfügbaren Stromtarife vergleichen. 

Die wichtigten Informationen zum Vergleich von Stromtarifen

  1. Sie können mit unserem Stromrechner durch Eingabe von PLZ und Stromverbrauch die vor Ort verfügbaten Stromtarife vergleichen. 
  2. Haben Sie sich für einen günstigen und guten Stromtarif entschieden, so können Sie im Anschluss direkt online den Stromanbieter wechseln.
  3. Wir kümmern uns auf Wunsch um die Kündigung des Altvertrages und Leiten den Stromanbieterwechsel für Sie ein.
  4. Für den Vergleich der Stromtarife vergleichen haben wir verbraucherfreundliche Voreinstellungen gewählt, die von Stifung Warentest empfohlen werden. Sie können diese Einstellungen jederzeit ändern. 

Stromtarife für Haushaltskunden

Der Strommarkt in Deutschland zählt inzwischen mehr als 1.100 Stromanbieter und über 12.000 Stromtarife - Tendenz steigend. Verbraucher in Deutschland können an ihrem Wohnort im bundesweiten Durchschnitt zwischen rund 100 Stromanbietern und einem Vielfachen dessen an Tarifen wählen. Dabei profitieren Stromkunden von einer breiten Palette an Stromtarifarten, die sich durch unterschiedliche Kosten und Konditionen auszeichnen. Auch das Sparpotenzial bei einem Stromanbieterwechsel wird für Verbraucher immer attraktiver - insbesondere wenn sie von der teuren Grundversorgung in einen günstigen Alternativtarif wechseln.

Wir zeigen Ihnen, welche unterschiedlichen Stromtarifarten der Markt bietet und wodurch sich die einzelnen Varianten auszeichnen. Außerdem geben wir Ihnen konkrete Wechselempfehlungen für eine maximale Ersparnis.

Auf dem Strommarkt wird zwischen drei grundlegenden Tarifarten für Strom unterschieden. Jeder Privathaushalt in Deutschland wird über eine dieser Varianten versorgt:

  • Grundversorgungstarif
  • Ersatzversorgungstarif
  • Alternativer Stromtarif beim Grundversorger
  • Stromtarife außerhalb der Grundversorgung

Stromtarife für Privathaushalte setzen sich in der Regel aus Grundpreis und Arbeitspreis zusammen. Der Arbeitspreis ergibt sich aus der konkret verbrauchten Strommenge und wird in Cent pro Kilowattunde (ct/kWh) berechnet. Der Grundpreis ist eine verbrauchsunabhängige Gebühr, die für die Bereitstellung des Stromanschlusses monatlich oder jährlich erhoben wird.

Grundversorgungstarif

Die gesetzlich garantierte Grundversorgung stellt die allgemeine Strombelieferung von Haushaltskunden in Deutschland sicher. Mit anderen Worten: Jeder Haushalt hat Anspruch auf die Grundversorgung. Entsprechende Tarife werden in der Regel vom lokalen Stadtwerk angeboten und zeichnen sich durch maximale Sicherheiten und minimale Laufzeiten aus. Gleichzeitig gehören Grundversorgungstarife jedoch zu den teuersten am Markt.

  • Wechselempfehlung: Falls Sie Strom über die lokale Grundversorgung beziehen, sollten Sie unbedingt Alternativen prüfen und wechseln. Das Sparpotenzial ist in Ihrem Fall besonders hoch.

Ersatzversorgungstarif

Geht Ihr bisheriger Energieversorger in die Insolvenz, so greift in einem solchen Fall die Ersatzversorgung. Das ist ein Stromtarif der Grundversorgers. Das Ziel der Ersatzversorgung ist es, das in bestimmten Fällen der Letztverbraucher nicht ohne Strom und/oder Gas auskommen muss. Zur Leistung einer Ersatzversorgung kommt es immer dann, wenn ein Letztverbraucher (Haushaltskunde) nicht zu einem bestimmten Liefervertrag zugeordnet werden kann. Dann muss der Grundversorger für die Strom- und/oder Gasversorgung einspringen. Die Dauer der Ersatzversorgung auf drei Monate befristet.

  • Wechselempfehlung: Falls Sie einen Tarif in der Ersatzversorgung haben, sollten Sie Ihren Grundversorger ansprechen und fragen, ob Sie direkt in einen günstigeren Stromtarif wechseln können. Das Sparpotenzial ist in diesem Fall besonders hoch.

Alternativer Stromtarif beim Grundversorger

Nahezu jeder lokale Versorger bietet neben dem klassischen Grundversorgungstarif auch Sonderverträge für Haushaltskunden an. Das können Ökostrom- oder Discounttarife sein, besonders flexible oder preisstabile Stromprodukte, aber auch spezielle Angebote für Single-Haushalte oder Großfamilien. Diese alternativen Stromtarife sind in der Regel günstiger als die Grundversorgung.

  • Wechselempfehlung: Durch einen alternativen Tarif lässt sich die Stromrechnung gegenüber der Grundversorgung bereits spürbar senken. Dennoch sollten Sie auch überregionale, alternative Stromanbieter in den Tarifvergleich einbeziehen - sie bieten oftmals die günstigsten Konditionen.

Stromtarif außerhalb der Grundversorgung

Die Zahl alternativer Stromanbieter in Deutschland nimmt stetig zu. Ob Strom-Discounter, Ökostromspezialist, Stadtwerke-Marke, Konzerntochter oder vollkommen unabhängiger Anbieter - diese Unternehmen vermarkten regionale oder bundesweit verfügbare Stromtarife mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Darunter finden sich in der Regel auch die Tarife mit dem insgesamt größten Sparpotenzial für Haushaltskunden.

  • Wechselempfehlung: Verbraucher, die ihren Stromanbieter regelmäßig wechseln, sparen am meisten - das zeigt die Erfahrung. Nutzen Sie unseren bequemen Stromanbieter-Wechselservice , um auch weiterhin die günstigsten Tarife zu beziehen.

Stromtarife in Deutschland: Verteilung und Wechselquote

Stromzähler

Wie aktuelle Energiemarktdaten zeigen, wechseln in Deutschland jedes Jahr knapp 5,4 Millionen Haushalte den Stromanbieter - 1,4 Millionen davon umzugsbedingt. 62 Prozent der Stromkunden werden über Tarife des örtlichen Grundversorgers beliefert: 25 Prozent durch die klassische Grundversorgung, 37 Prozent per Alternativtarif. 38 Prozent der Haushalte sind inzwischen zu einem alternativen Stromanbieter gewechselt.

  • Grundversorgungstarif: 25 Prozent
  • Alternativer Stromtarif Grundversorger: 37 Prozent
  • Stromtarif alternativer Anbieter: 38 Prozent

(Quelle: Bundesnetzagentur, Monitoringbericht 2021)

Ökostromtarife und Heizstromtarife

Abseits der klassischen Grundversorgung bieten viele Energieversorger spezielle Stromprodukte für Kunden mit besonderen Ansprüchen. Sowohl Ökostromtarife als auch Heizstromtarife gehören in Zeiten von Energiewende und Klimaschutz immer häufiger zum Portfolio.

Ökostromtarife

Ökostrom ist für viele Verbraucher zur Selbstverständlichkeit geworden. Haushalte, die grünen Strom beziehen, müssen auch beim Preis und den Konditionen längst keine Abstriche mehr machen. Ökostromtarife sind in den meisten Fällen deutlich günstiger als die örtliche Grundversorgung und belegen immer wieder vordere Plätze in Tarif-Rankings und Stromanbieter-Testberichten.

Wichtig für Verbraucher: Achten Sie auf "echten Ökostrom", also auf Anbieter, die nicht nur 100 Prozent erneuerbare Quellen nutzen, sondern auch gezielt in die Förderung der Energiewende investieren. Solche Unternehmen sind mit verlässlichen Ökostrom-Gütesiegeln wie dem Grüner Strom Label oder dem ok-Power-Label ausgezeichnet.

Heizstromtarife

Heizstrom wird von einigen Energieversorgern im Rahmen besonderer Tarife speziell zum Heizen mit Stromheizungen (sogenannten Nachtspeicherheizungen) oder Wärmepumpen angeboten.

Haushalte, die noch mit einer Nachtspeicherheizung ausgestattet sind, können nach speziellen Nachtstromtarifen suchen, um ihre Kosten deutlich zu reduzieren. Da Nachtstrom in der Nieder- bzw. Nebentarifzeit geliefert wird, ist er prinzipiell günstiger als konventioneller, zur Hauptzeit gelieferter Haushaltsstrom.

Wärmepumpen erfreuen sich vor allem in Neubauten großer Beliebtheit, da sie Wärme ohne fossile Brennstoffe erzeugen. Weil der Betrieb einer Wärmepumpe mit einem erhöhten Strombedarf einhergeht, empfehlen sich kostensparende Tarife für Wärmepumpenstrom. Hierbei werden in vielen Fällen reduzierte Stromnetzentgelte berechnet, wodurch die Energieversorger ihren Kunden entsprechend günstigere Sondertarife anbieten können.

Günstige Strompreise durch die richtige Tarifwahl

Ob Haushalts-, Heiz- oder Ökostrom - unabhängig von der Art Ihres Stromtarifs, kann der Vertrag mit Ihrem Stromanbieter besondere Konditionen beinhalten. Häufig umfassen Stromtarife für Haushaltskunden beispielsweise Preisgarantien oder Bonuszahlungen. Wir nennen Ihnen die wichtigsten Stromtarifmodelle.

  • Stromtarife mit Preisgarantie

Stromtarife mit Preisgarantie gewährleisten einen stabilen Strompreis über einen bestimmten Zeitraum, der Kunden vor etwaigen Preiserhöhungen schützt. Bei entsprechenden Tarifen sollten Verbraucher jedoch genau auf die Vertragslaufzeit achten. Viele Stromanbieter knüpfen die Preisgarantie nämich an eine lange Mindestvertragsdauer von zwei Jahren und mehr. Wird eine lange Garantie zudem in den Tarif eingepreist, gehören solche Angebote nicht zu den günstigsten.

  • Stromtarife mit Bonus

Viele Stromversorger gestalten den Tarifabschluss für Kunden durch Wechselboni besonders attraktiv. Die Prämien machen den Stromtarif vor allem im ersten Vertragsjahr sehr günstig. Wechselfreudige Verbraucher können anschließend wieder zu einem anderen Anbieter mit Bonus wechseln und erneut profitieren. Auf diese Weise lässt sich beim Strombezug dauerhaft sparen. Besonders bequem geht das mit unserem kostenlosen Wechselservice.

  • Stromtarife mit Vorkasse

Stromtarife mit Vorkasse erfordern eine Vorauszahlung für die Stromlieferung. Diese Angebote gehören zu den günstigsten Stromtarifen am Markt, aber: Hier ist das finanzielle Risiko für Verbraucher hoch, beispielsweise bei einer Insolvenz des Anbieters. Auch muss ein Mehrverbrauch unter Umständen teuer nachbezahlt werden. Daher raten Verbraucherschützer von Vorkassetarifen ab.

  • Stromtarife mit Kaution oder Genossenschaftseinlage

Tarife mit Kaution beinhalten eine Einmalzahlung an den Versorger, die nach Vertragsende zurückgezahlt wird. Auf diese Weise sichern sich die Stromanbieter gegen eventuelle Zahlungsausfälle ab. Tarife mit Genossenschaftseinlagen verpflichten zum Erwerb von Genossenschaftsanteilen. Diese werden bis zum Austritt aus der Genossenschaft verwaltet und dann zurückerstattet.

  • Stromtarife mit kWh-Paketen

Bei Tarifen mit kWh-Paketen kaufen Kunden eine bestimmte Menge Strom für einen vorher festgelegten Zeitraum ein. Wird eine höhere Strommenge verbraucht, drohen bei einigen Anbietern hohe Nachzahlungen. Wird weniger Strom verbraucht als angenommen, erfolgt in der Regel keine Rückerstattung. Ein derartiger Tarif lohnt sich demnach nur für Haushalte mit konstantem, gut kalkulierbarem Stromverbrauch. Ein ähnliches Prinzip weisen Tarife mit Minder- und Mehrverbrauchsregelungen auf.

Stromtarife für Industrie und Gewerbe

Kraftwerk mit Strommasten

Die Stromkosten in Gewerbebetrieben und Industrieunternehmen lassen sich durch Stromtarifvergleich und Stromanbieterwechsel deutlich reduzieren. Je nach Branche und Energieverbrauch bieten sich erhebliche Sparpotenziale.

Bei einem jährlichen Stromverbrauch bis 50.000 kWh nutzen Sie am besten unseren Stromrechner für Gewerbekunden. So ermitteln Sie in Sekundenschnelle die günstigsten Stromtarifangebote für Ihren Betrieb.

Gewerbekunden mit hohen Jahresverbräuchen von mindestens 50.000 kWh und einem Lastgangzähler (RLM) profitieren in besonderem Maß von Entlastungen bei Steuern und Abgaben. Hier empfiehlt es sich, individuelle Gewerbestromangebote einzuholen. Auf Wunsch ermittelt unser Servicepartner die für Ihren Bedarf optimalen Tarifmodelle.

Mehr Informationen in unserer Themenrubrik Gewerbestrom.

FAQ Stromtarife

Lohnen sich Stromtarife für Wärmepumpen?

Wärmepumpen entziehen der Umwelt Wärme, um diese für die Heizung und Warmwasserbereitung im Haushalt nutzbar zu machen. Dafür kommen, im Unterschied zu konventionellen Heizungen, keine fossilen Brennstoffe wie Öl oder Gas zum Einsatz, sondern Strom als Antriebsenergie. Da der Betrieb einer Wärmepumpe folglich mit einem erhöhten Strombedarf verbunden ist, empfehlen sich kostensparende Tarife für Wärmepumpenstrom.

Anbieterwechsel lohnt sich für Haushalte mit Wärmepumpe

In vielen Fällen werden für die Nutzung von Wärmepumpen reduzierte Stromnetzentgelte berechnet, was zahlreiche Energieversorger nutzen, um ihren Kunden entsprechend günstigere Sondertarife anzubieten. Weil auch die wachsende Anbieterzahl auf dem bundesweiten Markt für Wärmepumpenstrom Wettbewerb und Preisdynamik anfacht, lohnt sich ein Wechsel für Verbraucher heutzutage in den allermeisten Fällen. Generell lässt sich sagen: Im ungünstigsten Fall liegen die Kosten eines Wärmepumpenstromtarifs auf dem Niveau herkömmlicher Haushaltsstromtarife.

Rechner für Wärmepumpenstrom: Günstige Anbieter und Tarife finden

Mit unserem Rechner für Wärmepumpenstrom können Sie schnell und unkompliziert günstige Anbieter an Ihrem Wohnort finden und deren Tarife vergleichen. Nach wenigen Angaben listet der Tarifrechner alle lokal verfügbaren Angebote nach dem besten Preis auf. So haben Sie die günstigsten Versorger und Tarife im Blick und erfahren direkt, wie viel Sie durch einen Wechsel sparen können. Anschließend können Sie Ihre individuellen Suchkriterien anpassen, nähere Informationen zu den Anbietern und Tarifen Ihrer Wahl einholen und den Wechsel auf Wunsch gleich online beauftragen.

Lohnen sich Stromtarife mit Bonus?

Bei vielen Stromtarifen erhalten Verbraucher eine Bonuszahlung - entweder zu Beginn der Stromlieferungen oder nach Ablauf des ersten Vertragsjahres. Solche Bonustarife können sich für Stromkunden tatsächlich lohnen, allerdings nur im ersten Vertragsjahr. Weil sich der Preis im zweiten, bonusfreien Vertragsjahr deutlich teurer darstellt, empfehlen sich Stromtarife mit Bonus in erster Linie für aktive Wechsler, die ihren Strombezug regelmäßig anpassen. Außerdem wichtig: Neben dem reinen Preisargument ist die Seriosität des Stromanbieters und die Fairness der Tarifkonditionen entscheidend.

Sofortbonus und Neukundenbonus

Der Sofortbonus ist ein einmaliger Willkommensbonus, der von Stromanbietern in der Regel innerhalb der ersten drei Monate, zum Teil aber auch schon nach vier Wochen ausgezahlt wird. Im Gegensatz dazu wird der Neukundenbonus erst nach zwölf Monaten mit der ersten Jahres­rechnung verrechnet. Beide Bonusarten können sich, je nach Versorger, Tarif und Verbrauch, auf mehrere Hundert Euro belaufen und den Strombezug im ersten Vertragsjahr damit besonders günstig halten.

Aktive Wechsler sparen mehr

Ein Stromvergleich von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2019 hat ergeben, dass die mögliche Ersparnis bei einem Wechsel von der Grundversorgung in einen Bonustarif zwischen 100 und 200 Euro höher liegt, als beim Wechsel in einen Standardtarif ohne Neukundenbonus. Fazit: Regelmäßige Stromanbieterwechsel sind besonders lukrativ.

Verbraucher, die regelmäßig von attraktiven Neukundenboni profitieren möchten, ohne den dafür notwendigen Stromanbieterwechsel jährlich selbst vornehmen zu müssen, können den kostenlosen Wechselservice von StromAuskunft.de nutzen. Auf Wunsch vergleichen wir für Sie alle verfügbaren Strom- und Gastarife von Deutschlands besten Versorgern und optimieren Ihre Kosten und Konditionen dauerhaft.

Wie viele Stromtarife gibt es in Deutschland?

In Deutschland sind heute deutlich über 1.000 lokale, regionale und überregionale Stromanbieter aktiv - von großen Energiekonzernen über Stadtwerke und örtliche Grundversorger bis hin zu Discount-Marken oder Ökostrom-Spezialisten. Zusammen bieten sie mehrere zehntausend Stromtarife für Privathaushalte an.

Verbraucher können zwischen über 100 Stromanbietern wählen

Viel wichtiger als die Gesamtmenge der Energieversorgungsunternehmen in Deutschland ist für Kunden allerdings die konkrete Zahl der an ihrem Wohnort verfügbaren Stromanbieter. Sie liegt laut jährlicher Erhebung der Bundesnetzagentur inzwischen bei mehr als 100 Anbietern je Postleitzahlengebiet, die ein Vielfaches dessen an Stromtarifen vermarkten. Bezieht man gewerbliche Stromkunden in die Bilanz ein, so ergibt sich eine noch größere Angebotsvielfalt.

Stromkunden bestimmen Angebotsvielfalt

Der deutsche Strommarkt wurde im Jahr 1998 liberalisiert. Seither steigt die Zahl der Anbieter stetig. Dabei profitieren die Haushalte aber nicht nur vom zunehmenden Angebot und der steigenden Vielfalt an Stromtarifen, auch das Sparpotenzial durch einen Anbieterwechsel wird immer attraktiver.

An dieser Stelle sind die Verbraucher in Deutschland gefragt: Durch regelmäßige Stromanbieterwechsel können sie nicht nur spürbar Kosten sparen, sondern auch den Wettbewerb und die damit verbundene Preisdynamik auf dem Strommarkt gezielt fördern.

Welche Stromtarife empfiehlt Stiftung Warentest?

Viele Verbraucher in Deutschland orientieren ihre Kaufentscheidungen an den Testreihen und Empfehlungen der Stiftung Warentest. Das Urteil der gemeinnützigen Stiftung gilt gemeinhin als objektiv und professionell. Im Hinblick auf die liberalisierten Energiemärkte in der Bundesrepublik rät Stiftung Warentest:

"Wer seinen Strom­anbieter oder Gasanbieter wechselt, kann locker einige hundert Euro im Jahr sparen. Der Tarifwechsel geht leicht und schnell." (Stiftung Warentest, Stromvergleich 2019)

Empfehlung 1: Nicht allein der Preis zählt

Bei der Wahl des passenden Strom­tarifs sollten Verbraucher nicht allein auf einen güns­tigen Preis schauen, sondern auch die Vertragsbedingungen prüfen, rät Stiftung Warentest. Manche Angebote - zum Beispiel Vorkasse- oder Paket­tarife sowie Verträge mit unfairen Kündigungs­fristen und langen Anschluss­lauf­zeiten - seien nicht verbraucherfreundlich. Hinweis: In den Voreinstellungen unseres Stromrechners werden solche Stromtarife ausgeschlossen.

Empfehlung 2: Mit Ökostrom lässt sich Geld sparen

Die Studien von Stiftung Warentest zeigen: Ökostrom ist nicht unbe­dingt teurer als konventioneller Strom. Vor allem Haushalte, die noch nie den Strom­anbieter gewechselt haben und sich noch im Grund­versorgungs­tarif befinden, können mit dem Wechsel in einen Ökostrom­tarif spürbar Geld sparen.

Außerdem raten die Tester: Verbraucher sollten auf ein strenges Ökostromsiegel Wert legen, zum Beispiel das ok-power-Label oder das Grüner-Strom-Label. Diese Gütesiegel garan­tieren, dass durch die Tarif­wahl der Ausbau erneuer­barer Energien unterstützt wird. Manche Strom­anbieter etikettieren ihren Graustrom durch sogenannte RECS-Zertifikate in Grün­strom um, ohne dass dadurch ein echter Umwelt­nutzen entsteht.

Empfehlung 3: Aktive Wechsler sparen mehr

Stiftung Warentest unterscheidet zwischen zwei Tarif­typen: "Bonus­tarife für Aktive" und "Standardtarife für Bequeme". Bonustarife sind durch hohe Wechselprämien im ersten Vertrags­jahr besonders attraktiv, werden anschließend jedoch teurer. Sie eignen sich also für wechselfreudige Kunden. Standardtarife verändern sich im Verlauf mehrerer Vertragsjahre im Strompreis üblicherweise weniger dramatisch. Laut Stiftung Warentest sind sie die bessere Wahl für wechselfaule Kunden.

Vergleicht man das Sparpotenzial beider Tariftypen, wird deutlich: Aktive Wechsler erzielen den weitaus stärkeren Preisvorteil. Der Stromvergleich von Stiftung Warentest (2019) hat ergeben, dass die mögliche Ersparnis bei einem Wechsel von der Grundversorgung in einen Bonustarif zwischen 100 und 200 Euro höher liegt, als beim Wechsel in einen Standardtarif ohne Neukundenbonus. Fazit: Regelmäßige Stromanbieterwechsel sind besonders lukrativ.

Wie finde ich günstige Stromtarife?

Um günstige Stromtarife an Ihrem Wohnort zu finden, nutzen Sie am besten unseren verbraucherfreundlichen Stromrechner. Dazu werden lediglich zwei Angaben benötigt: Ihre Postleitzahl und Ihr jährlicher Stromverbrauch. Nach einem Klick auf den Button "Berechnen" erhalten Sie in Sekundenschnelle eine ausführliche Übersicht aller an Ihrem Wohnort verfügbaren Stromtarife und Stromanbieter.

Unser Tarifrechner zeigt Ihnen die Stromangebote mit den günstigsten Preisen zuerst an. Außerdem sehen Sie auf einen Blick, wie viel Geld Sie durch einen Wechsel in den jeweiligen Tarif sparen können.

So funktioniert unser Stromrechner

  1. Geben Sie Ihre Postleitzahl und den Jahresstromverbrauch in Kilowattstunden ein.
  2. Klicken Sie auf "Berechnen".
  3. Vergleichen Sie die verfügbaren Stromtarife und wählen Sie ein Angebot aus.
  4. Entscheiden Sie sich für den kostenlosen Wechselservice oder wechseln Sie selbst.
  5. Beauftragen Sie den Wechsel, um Ihre Stromkosten spürbar zu senken.

 

Aktive Wechsler sparen am meisten

Viele Stromanbieter belohnen wechselfreudige Neukunden mit lukrativen Bonuszahlungen. Diese Wechselprämien machen die entsprechenden Stromtarife im ersten Vertragsjahr besonders günstig. Dementsprechend sparen Verbraucher, die ihren Stromtarif regelmäßig wechseln, am meisten. Damit Sie von diesem Preisvorteil dauerhaft profitieren können, ohne sich wiederholt mit den notwendigen Wechselmodalitäten auseinandersetzen zu müssen, bieten wir Ihnen unseren kostenlosen Wechselservice an. So bleiben Sie ganz bequem im stets besten Tarif.

Lohnen sich Stromtarife mit Prämie?

Um auf dem umkämpften Markt Neukunden zu gewinnen, werben viele Stromanbieter mit speziellen Prämien oder Boni. Verbraucher erhalten bei Abschluss eines Stromtarifs ein vermeintlich attraktives Extra. Entweder handelt es sich hierbei um eine Sachprämie oder um einen monetären Bonus.

Sachprämien: Lohnen sich selten

Sachprämien als Dreingabe für einen Tarifabschluss können vielfältig sein: Vom E-Bike über das Tablet, die Spielkonsole und den Kaffee-Vollautomaten bis hin zum Zeitschriften- oder Streaming-Abo werben Stromanbieter mit zahlreichen Extras. Kunden erhalten die jeweilige Prämie, je nach Sachwert, mit oder ohne Zuzahlung. Unter Umständen umfasst der Bonus also lediglich eine Vergünstigung auf ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung. Hinter dem Angebot stehen in der Regel Kooperationen, die Stromanbieter mit entsprechenden Partnern aus anderen Branchen eingehen.

Verbraucherzentralen warnen regelmäßig vor Lockangeboten mit Sachprämien. Sie sagen: Ein Bonus in dieser Form lohne sich für Verbraucher nur äußerst selten. Als "Geschenk zum Stromtarif" könne man Sachprämien keinesfalls bezeichnen, denn häufig gehe die Dreingabe mit unvorteilhaften Vertragskonditionen einher. Kurz gesagt: Stromtarife mit Sachprämie sind im Vergleich zu konventionellen Angeboten häufig teurer. Hinzu kommt, dass der angegebene Sachwert der Prämie oftmals nicht dem tatsächlichen Marktpreis entspricht und zu Werbezwecken überhöht ausgewiesen wird.

Verbraucher, die einen Stromtarif mit Sachprämie ins Auge fassen, sollten zuvor sowohl die Vertragskonditionen als auch den Wert der Prämie prüfen: Wie teuer fällt der Tarif im Vergleich zu Angeboten ohne Prämie aus? Welchen tatsächlichen Marktpreis hat die Sachprämie? Ist der Tarifabschluss mit einer unvorteilhaften Mindestvertragslaufzeit von mehr als einem Jahr verbunden?

Neukundenboni: Lohnen sich für aktive Wechsler

Die Alternative zur Sachprämie ist der sogenannte Neukunden- oder Wechselbonus. Hierbei erhalten Verbraucher - in der Regel nach Ablauf des ersten Vertragsjahres - eine Bonuszahlung, die mit der geleisteten Stromlieferung verrechnet wird. Im Unterschied zu vielen Sachprämien wirken sich monetäre Wechselboni für Stromkunden tatsächlich oftmals lukrativ aus. Allerdings nur im ersten Vertragsjahr. Weil sich der Preis im zweiten, bonusfreien Vertragsjahr deutlich teurer darstellt, lohnen sich Stromtarife mit Neukundenboni in erster Linie für aktive Wechsler, die ihren Strombezug regelmäßig anpassen. Außerdem wichtig: Neben dem reinen Preisargument bleibt auch hier die Seriosität des Stromanbieters und die Fairness der Tarifkonditionen entscheidend.

Verbraucher, die regelmäßig von lukrativen Neukundenboni profitieren möchten, ohne den dafür notwendigen Stromanbieterwechsel jährlich selbst vornehmen zu müssen, können den kostenlosen Wechselservice von StromAuskunft.de nutzen. Auf Wunsch vergleichen wir für Sie alle verfügbaren Strom- und Gastarife von Deutschlands besten Versorgern und optimieren Ihre Kosten und Konditionen dauerhaft.

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