Samstag, 07. Dezember 2019

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Ökostrom Gütesiegel - Ökostrom Label

Die Kennzeichnung von Ökostromtarifen mit Ökostrom Labeln oder Ökostrom Gütesiegeln ist deshalb so wichtig, da der Begriff Ökostrom nicht geschützt ist, es gibt kein einheitliches Zertifikat oder Gütesiegel für Ökostrom. Das Fehlen eines einheitlichen  Ökostrom Standards führt dazu, dass viele Stromanbieter Ökostromtarife anbieten, die nicht direkt aus erneuerbaren Energiequellen stammen.

Die wichtigsten Ökostrom Gütesiegel in der Übersicht

Für Ökostrom gibt es deutschlandweit vier relevante Gütesiegel von verschiedenen Organisationen: Das ok-Power Label und das Grüner Strom Label sowie zwei TÜV - Zertifikate. Zur Zertifizierung mit einem dieser Siegel müssen die Versorger unterschiedliche umweltfreundliche Bedingungen erfüllen.

Laut Stiftung Warentest werden insbesondere zwei Ökostrom Gütesiegel als besonders sinnvoll erachtet: Das ok-Power-Label und das Grüner Strom Label. Im Folgenden werden wir die verschiedenen Ökostrom Labels für Sie vorstellen.

  • das ok-Power Label

  • das Grüner Strom Label

  • die beiden TÜV - Zertifikate

  • Ökostromlabel EKOenergie

Das ok-Power Label

Das ok-power-Siegel ist Deutschlands führendes Gütesiegel für Ökostromprodukte, mit dem bundesweit rund 80 Ökostromprodukte mit insgesamt 4,1 TWh/a ausge-zeichnet werden. Das Gütesiegel ist eine wichtige Orientierungshilfe für den Strom-verbraucher beim Wechsel zu einem wirkungsvollen und hochwertigen Ökostromtarif mit zusätzlichem Beitrag zur Energiewende.

Herausgeber des Siegels ist der EnergieVision e. V., der gemeinsam vom Öko-Institut e.V. und der Hamburg Institut Research gGmbH getragen wird. Ziel des ge-meinnützigen Vereins ist die Förderung von Markttransparenz auf dem Strommarkt.

Die Zertifizierung erfolgt nach einheitlichen und transparenten Kriterien. Diese unterteilen sich in Pflicht- und Wahlpflichtkriterien. Ihre Einhaltung wird jährlich von unabhängigen Gutachtern geprüft.

Die Pflichtkriterien müssen vom Ökostromanbieter komplett erfüllt werden. Sie garantieren, dass:

  • der zertifizierte Strom aus 100% erneuerbaren Energien stammt,
  • der Stromanbieter keine wesentlichen finanziellen Beteiligungen an Atom-, Braunkohle- und neuen Steinkohlekraftwerken besitzt und dass
  • die Tarifbedingungen für den Endkunden fair und transparent sind (z.B. keine Vorkasse verlangt wird).

Die Wahlpflichtkriterien stellen sicher, dass das Ökostromprodukt einen zusätzlichen Beitrag zur Energiewende leistet, wahlweise durch:

  • Förderung von Neuanlagen durch u.a.
    • Beschaffung von Strom aus neuen Anlagen,
    • Investitionen in neue erneuerbare Kraftwerke
    • Investition in innovative Projekte und Maßnahmen, welche die Energiewende voranbringen, und
    • Weiterbetrieb ehemals geförderter Anlagen.

Anbieter, die nicht nur einzelne Ökostromprodukte, sondern ihre gesamte Absatzmenge an Tarifkunden nach ok-power zertifizieren lassen, erhalten das Siegel ok-power-plus.

Das Grüner Strom Label

Das Ökostrom Zertifikat „Grüner - Strom - Label" wird vom Verein Grüner Strom Label e.V. vergeben und von gemeinnützigen Verbänden und Organisationen, wie z.B. dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), getragen. Das Ökostrom Label zertifiziert Ökostromprodukte und nicht die Anbieter selbst.

Das Grüner Strom-Label ist das Siegel für Ökostrom mit besonders hohem Umweltnutzen. Es bietet Verbrauchern im komplexen Strommarkt eine einfache Orientierungshilfe für den richtigen Ökostromtarif.

  • 100 % echter Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen
  • Garantierte Investitionen in neue Anlagen und innovative Energieprojekte
  • Empfohlen und getragen von führenden Umwelt- und Verbraucherverbänden
  • Unabhängige Zertifizierung nach höchsten Umweltstandards
  • Erstes Ökostromlabel in Deutschland seit 1998

Weitere Informationen zu den zertifizierten Produkten finden Sie auf der Grüner Strom Label e.V Webseite.

Dort finden Sie außerdem einen ausführlicheren Grüner Strom Label Kriterienkatalog zur Zertifizierung.

Das TÜV - Zertifikat

Ein Ökostrom Zertifikat wird auch vom TÜV vergeben. TÜV Zertifikate werden sowohl vom TÜV-Nord als auch vom TÜV Süd herausgegeben. Hierbei gibt es einige Unterschiede in den Vergaberichtlinien für die Ökostrom Gütesiegel, so zertifiziert der TÜV Nord nach einer Basisrichtline, während der TÜV Süd drei verschiedene Kriterienkataloge anbietet.

TÜV-Nord

Basis für die Herausgabe des TÜV Zertifikats ist die „NDTÜV-Basisrichtlinie für Ökostromprodukte". Diese gibt vor, dass bereitgestellter Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien gewonnen werden muss, wobei hier 50% aus KWK-Anlagen stammen dürfen. Als wesentliches Ziel des Zertifikats wird der Ausbau von erneuerbaren Energien genannt, so dass Stromanbieter verpflichtet werden, diesen Aspekt einzubeziehen und Kunden über Förderungsmaßnahmen zu informieren. Genauere Auflagen werden nicht genannt, jedoch wird festgelegt, dass Aufschläge auf das Ökoprodukt der Förderung erneuerbarer Energien und dem Neubau von Anlagen dienen sollen.

Mehr Infomationen zu dem TÜV Zertifikat finden Sie unter der TÜV Nord Basisrichtlinie Ökostrom.

TÜV- Süd

Auch beim TÜV-Zertifikat muss der Strom zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen stammen, wobei nur bei der UE01 Variante auch 50% davon aus KWK-Anlagen stammen dürfen. Bei allen drei Varianten dienen Preisaufschläge dem Ausbau erneuerbarer Energien. Im Folgenden werden die verschiedenen Kriterien näher dargestellt:

EE01

Bei der Bereitstellung des Stroms aus 100% erneuerbaren Energien müssen mindestens 25% der Liefermenge aus neuen Kraftwerken stammen. Hier finden Sie den TÜV Süd EE01 Kriterienkatalog.

EE02

Es werden Stromprodukte zertifiziert, die aus 100% erneubaren Energien bestehen und eine zeitgleiche Lieferung zwischen Erzeugung und Verbrauch im Viertelstunden-Raster garantieren. Weitere Informationen finden Sie auch im Tüv Süd EE02 Kriterienkatalog.

UE01

Die Bereitstellung von Strom erfolgt zu 100% aus erneuerbaren Energien, wobei 50% aus KWK-Anlagen stammen dürfen und mindestens 25% einen Neuanlagenteil darstellen müssen. Einen ausführlicheren Kriterienkatalog finden Sie auf der TÜV Süd Webseite.

Ökostromlabel EKOenergie

Das EKOenergie-Label ist eine Initiative des EKOenergie Netzwerks, einer Gruppe von mittlerweile 34 europäischen Umweltorganisationen aus 26 Ländern, und das erste und bislang einzige europaweite Ökostromlabel.

Für die Vergabe des Labels müssen u.a. folgende Kriterien erfüllt sein:

Der Strom muss aus einer der folgenden Quellen erzeugt worden sein: Windenergie, Solarenergie, Wasserkraft (mit Ausnahme von Pumpspeicherkraftwerken), Meeresenergie (Gezeitenenergie, Wellenenergie, Meeresströmungsenergie,...), Erdwärme, Bioenergie (fest, flüssig und gasförmig), Deponiegas oder Klärgas.

Zudem müssen die Anlagen, in denen EKOenergie-zertifizierter Strom produziert wird, bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, damit sie das Label erhalten können. So wird z.B. Biomasse, die auch als Nahrungsmittel verwendet werden könnte, ausgeschlossen, sodass negative Auswirkungen auf weltweite Nahrungsmittelpreise vermieden werden. Ein wichtiger Bestandteil des Labels ist außerdem, dass der verkaufte Strom zu zusätzlichem Nutzen für das Klima beitragen muss. Deshalb gehen pro verkaufter MWh zertifizierter EKOenergie auch mindestens 10 Cent an den EKOenergie Klimafonds.

Das sagen unsere Kunden:


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Kundenzufriedenheit ekomi
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