Energy Price Data Lab: Aktuelle Strompreise & Stromvergleich
Von: Dr. Jörg Heidjann
Wer einen Ökostromtarif sucht, sollte nicht nur auf den Preis achten. Entscheidend ist zunächst, welche Stromherkunft der Anbieter für den jeweiligen Tarif ausweist. Darüber hinaus können zusätzliche Kriterien eine Rolle spielen – etwa Investitionen in neue Anlagen oder Energiewendeprojekte, Anforderungen an die Erzeugungsanlagen oder die Unternehmensbeteiligungen des Energieversorgers. Herkunftsnachweise und zusätzliche Qualitätskriterien sollten dabei klar voneinander getrennt werden.
Mit dem Ökostromvergleich von StromAuskunft können Sie die an Ihrem Wohnort verfügbaren Stromtarife nach Preis und Vertragsbedingungen vergleichen und die Suche auf Tarife mit ausgewiesener Stromlieferung aus erneuerbaren Energiequellen begrenzen. StromAuskunft ist ein TÜV-geprüftes Vergleichsportal und wurde von Stiftung Warentest in Finanztest 09/2025 als Spitzenreiter unter den getesteten kostenlosen Wechselservices für Strom und Gas bewertet.
Unsere Strompreisanalysen zeigen, das Ökostrom im bundesweiten Durchschnitt nicht mehr teurer als konventioneller Strom ist. Wie in der folgenden Tabelle "Strompreise für Neuabschlüsse am 23. Oktober 2026" zu sehen ist, kostet Ökostrom 31,28 Cent pro kWh und konventioneller Strom 30,64 Cent pro kWh.
Im Vergleich zum Grundversorgungstarif ist Ökostrom deutlich günstiger. Ein Haushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh kann durch einen Wechsel vom Grundversorger zum günstigsten Ökostromanbieter im bundesweiten Schnitt aktuell 467,53 € sparen.
| Stromtarif | Aktueller Strompreis |
|---|---|
| Grundversorger | 40,39 Cent pro kWh |
| günstigster Ökostromtarif | 31,28 Cent pro kWh |
| günstigster Alternativtarif | 30,64 Cent pro kWh |
(Tabelle: Strompreise für Neuabschlüsse bei einem Verbrauch von 3500 kWh im Bundesdurchschnitt, Stand 23. Oktober 2026, Quelle: StromAuskunft.de)
Wie hoch die Preise tatsächlich sind, hängt unter anderem vom Wohnort, Jahresverbrauch, Anbieter und den Vertragsbedingungen ab. Deshalb ist ein individueller Vergleich aussagekräftiger als ein einzelner bundesweiter Durchschnittswert.
Für den persönlichen Ökostromvergleich benötigen Sie im ersten Schritt nur Ihre Postleitzahl und Ihren Jahresstromverbrauch. Den Verbrauch finden Sie auf Ihrer letzten Jahresabrechnung.
Achten Sie beim Vergleich nicht allein auf den Arbeitspreis. Grundpreis, Vertragslaufzeit, Preisgarantie, Kündigungsfrist und mögliche Boni beeinflussen ebenfalls die tatsächlichen Kosten eines Stromtarifs. Vergleichsportale ermöglichen es, diese Kriterien gezielt zu filtern und verschiedene Angebote gegenüberzustellen.
StromAuskunft bietet zusätzlich einen kostenlosen Wechselservice. Das Portal wurde in Finanztest 09/2025 unter den getesteten kostenlosen Wechselservices für Strom und Gas als Spitzenreiter bewertet.
Nachfolgend finden Sie eine aktuelle Übersicht der zehn günstigsten Ökostromanbieter in Deutschland, Stand heute. Angezeigt wird der jeweilige Ökostrombieter, der Preis pro Kilowattstunde (kWh), der Ökostromtarif sowie die Stadt, in der dieser Tarif angeboten wird. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Seite "günstige Stromanbieter".
| Platz | Günstigster Öko-Stromanbieter |
Strompreis kWh | Stromtarif | Stadt |
| 1. | Vattenfall | 25,91 Cent | ÖkoStrom12 | 94160 Ringelai |
| 2. | Mainova | 26,35 Cent | Strom Online 12 | 94160 Ringelai |
| 3. | 1·2·3energie | 27,64 Cent | 123ökostrom | 26571 Juist |
| 4. | VeganStrom | 28,19 Cent | VeganStrom Solarplus | 23774 Heiligenhafen |
| 5. | ESWE | 28,20 Cent | ESWE Natur STROM | 26409 Wittmund |
| 6. | EnBW | 28,27 Cent | EnBW Strom M | 74535 Mainhardt |
| 7. | Yello | 28,29 Cent | Mein Yello Strom Basic | 82140 Olching |
| 8. | Leipziger Stadtwerke | 28,89 Cent | L-Strom.pur12 | 08541 Neuensalz |
| 9. | ENTEGA | 29,15 Cent | ENTEGA Ökostrom pur 12 | 63477 Maintal |
| 10. | SachsenEnergie Vers. | 29,96 Cent | Ökostrom 12 | 15326 Lebus |
Tabelle: Die zehn günstigen Ökostromanbieter in Deutschland. Die angegebenen Preise gelten für einen jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh inklusive Grundgebühren. (Quelle: StromAuskunft.de, Stand 23. Oktober 2026).
Unter Ökostrom wird üblicherweise Strom verstanden, dessen ausgewiesene Strommenge aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Dazu zählen beispielsweise Windenergie, Solarenergie, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie.
Für Verbraucher ist jedoch eine Unterscheidung wichtig:
Die erneuerbare Herkunft des Stroms und ein zusätzlicher Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien sind nicht dasselbe.
Für nicht nach dem EEG geförderten Strom aus erneuerbaren Energien müssen Lieferanten Herkunftsnachweise verwenden, wenn sie diese Strommenge in der Stromkennzeichnung als erneuerbar ausweisen wollen. Die Nachweise werden über das Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes verwaltet.
Zusätzliche Anforderungen können beispielsweise zertifizierte Ökostromtarife erfüllen, bei denen neben der Stromherkunft weitere Kriterien gelten. Das Umweltbundesamt nennt insbesondere das Grüner Strom-Label und das ok-power-Label als Orientierung bei der Auswahl gelabelter Ökostromtarife.
Die Angabe „100 % erneuerbare Energien“ beschreibt die für den Tarif ausgewiesene Stromherkunft. Stromlieferanten müssen ihre Stromzusammensetzung im Rahmen der Stromkennzeichnung gegenüber ihren Kunden offenlegen. Dazu gehören die verwendeten Energieträger sowie Angaben zu den mit der Stromerzeugung verbundenen CO₂-Emissionen und radioaktiven Abfällen.
Der physikalische Strom aus einer Steckdose lässt sich allerdings nicht einem einzelnen Kraftwerk zuordnen. Strom aus unterschiedlichen Erzeugungsanlagen wird in das gemeinsame Stromnetz eingespeist. Die Zuordnung erneuerbarer Strommengen erfolgt deshalb bilanziell über die gesetzlichen Nachweis- und Kennzeichnungssysteme.
Ein Herkunftsnachweis ist ein elektronischer Nachweis für eine bestimmte Menge Strom aus erneuerbaren Energien. Er enthält unter anderem Informationen zur Energiequelle und zur Erzeugungsanlage. Soll eine entsprechende Strommenge gegenüber Verbrauchern als erneuerbar ausgewiesen werden, wird der Herkunftsnachweis für diesen Zweck entwertet.
Damit belegt der Herkunftsnachweis die Herkunft der ausgewiesenen Strommenge. Er sagt für sich allein jedoch noch nicht aus, ob mit dem Tarif zusätzliche Investitionen in neue Anlagen oder andere Energiewendeprojekte verbunden sind. Dafür sind weitere Tarif- oder Zertifizierungskriterien relevant.
Immer mehr Verbraucher entscheiden sich bei einem Stromanbieterwechsel oder einem Neueinzug bewusst für einen Ökostromanbieter. Dass es jedoch deutliche Unterschiede bei den jeweiligen Ökostromtarifen gibt, ist noch nicht bei allen Kunden angekommen. Gütesiegel können zusätzliche Informationen liefern, wenn transparent ist, welcher Tarif zertifiziert wurde, welche Anforderungen gelten und wer deren Einhaltung überprüft.
Das ist auch rechtlich besonders wichtig: Mit Stichtag zum 27. September 2026 darf ein Nachhaltigkeitssiegel im geschäftlichen Verkehr nur noch verwendet werden, wenn es auf einem Zertifizierungssystem im Sinne des UWG beruht oder von staatlichen Stellen festgesetzt wurde. Ein solches Zertifizierungssystem muss unter anderem öffentlich einsehbare Anforderungen und eine objektive Überwachung durch einen unabhängigen Dritten vorsehen.

EnergieVision – Das Ökostromsiegel steht für die unabhängige Zertifizierung hochwertiger Ökostromangebote. Im Jahr 2000 als „ok-power“ gegründet, zählt das Siegel seit mehr als 25 Jahren zu den etablierten Qualitätszeichen im deutschen Ökostrommarkt. Es basiert auf transparenten Kriterien und zeichnet Angebote aus, die den Erneuerbaren-Ausbau anreizen. Träger des Siegels ist der unabhängige und gemeinnützige EnergieVision e. V. Ziel des Vereins ist, Verbraucherinnen und Verbrauchern verlässliche Orientierung bei der Wahl ihres Ökostromangebots zu geben und mit anspruchsvollen Qualitätsstandards die Energiewende voranzubringen.
Das Grüner Strom Label wird vom Verein Grüner Strom Label e.V. vergeben und von gemeinnützigen Verbänden und Organisationen getragen - darunter der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Das Gütesiegel zertifiziert ausschließlich Ökostromprodukte, nicht die Anbieter selbst.
Das Grüner Strom Label gilt aufgrund seiner strengen Richtlinien als Siegel mit besonders hohem Umweltnutzen. An Stromtarife stellt es unter anderem die folgenden Bedingungen für eine Zertifizierung:
Das Grüner Strom Label zeichnet sich wie folgt als verlässliche Orientierunghilfe für Verbraucher aus:
Eine große Zahl von Energieversorgern bietet inzwischen Tarife mit ausgewiesener Stromlieferung aus erneuerbaren Energiequellen an. In der StromAuskunft-Datenbank sind aktuell mehrere Hundert Anbieter mit entsprechenden Tarifen erfasst.
Welche Angebote an Ihrem Wohnort tatsächlich verfügbar sind, hängt von der Lieferadresse ab. Deshalb ist die Anbieterzahl allein kein sinnvolles Auswahlkriterium. Für Verbraucher sind insbesondere Preis, Vertragsbedingungen, Stromherkunft und – soweit gewünscht – zusätzliche Zertifizierungskriterien relevant.
Auf der folgenden Seite haben wir eine Tabelle mit allen Ökostromanbietern in Deutschlands erstellt. Per Suchfunktion und Klick auf einen Anbieter gelangen Sie zur entsprechenden Detailseite mit ausführlichen Informationen zum jeweiligen Ökostromangebot.
Der deutsche Ökostrommarkt wurde seit der Liberalisierung des Strommarktes Ende der 1990er-Jahre von mehreren Anbietern mitgeprägt, die sich früh auf Strom aus erneuerbaren Energien konzentrierten. Dazu gehören unter anderem LichtBlick, Green Planet Energy, Naturstrom und die Elektrizitätswerke Schönau. Später kamen Anbieter und neue Organisationsmodelle wie Polarstern und die Bürgerwerke hinzu.
Die folgende Auswahl dient der Orientierung und stellt kein Ranking und keine pauschale Bewertung der Umweltwirkung eines Anbieters oder seiner Tarife dar. Entscheidend für Verbraucher sind immer die Eigenschaften des aktuell angebotenen Tarifs, seine Stromherkunft, die Vertragsbedingungen sowie gegebenenfalls die Kriterien und der Geltungsbereich einer Zertifizierung.

LichtBlick wurde 1998 in Hamburg gegründet und gehört damit zu den frühen bundesweiten Anbietern, die Strom aus erneuerbaren Energien vermarkteten. Nach eigenen Angaben versorgt LichtBlick heute rund zwei Millionen Menschen und bezeichnet sich als größten reinen Ökostromanbieter Deutschlands. Seit 2018 gehört LichtBlick zur niederländischen Eneco-Gruppe.
Für Privatkunden bietet LichtBlick Stromtarife mit ausgewiesener Stromlieferung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien an. Für Neukunden stammen die entsprechenden Strommengen nach der aktuellen Stromkennzeichnung des Unternehmens aus deutschen Wind- und Solaranlagen. Neben Stromtarifen gehören heute unter anderem Photovoltaiklösungen, Wärmestrom und Angebote für Elektromobilität zum Geschäft.
Damit zählt LichtBlick aufgrund seiner Marktpräsenz und seiner bereits 1998 begonnenen Tätigkeit zu den bekannten Pionieren des deutschen Ökostrommarktes.

Die Hamburger Energiegenossenschaft Green Planet Energy wurde am 27. Oktober 1999 unter dem Namen Greenpeace Energy gegründet. Vorausgegangen war eine Stromwechselkampagne der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Seit September 2021 trägt die Genossenschaft den Namen Green Planet Energy.
Green Planet Energy und Greenpeace sind rechtlich und wirtschaftlich eigenständige Organisationen. Greenpeace hält als Gründungsmitglied einen symbolischen Genossenschaftsanteil; darüber hinaus bestehen nach Angaben der Genossenschaft keine wirtschaftlichen oder finanziellen Verflechtungen.
Ende 2025 hatte Green Planet Energy nach eigenen Angaben mehr als 50.000 Mitglieder und rund 200.000 Strom- und Gaskunden. Der angebotene Ökostrom muss die von Greenpeace festgelegten Stromkriterien erfüllen. Deren Einhaltung wird nach Angaben von Green Planet Energy jährlich von unabhängigen Gutachtern kontrolliert; neben TÜV NORD ist damit auch die Umweltgutachterorganisation OmniCert befasst.
Green Planet Energy ist damit nicht nur einer der frühen Ökostromanbieter nach der Öffnung des deutschen Strommarktes, sondern zugleich ein Beispiel für ein genossenschaftlich organisiertes Versorgungsmodell.

Die Naturstrom AG wurde am 16. April 1998 in Düsseldorf von Mitgliedern verschiedener Umwelt- und Erneuerbare-Energien-Organisationen gegründet. Anfang 1999 nahm das Unternehmen als einer der ersten unabhängigen und nach eigenen Angaben als erster bundesweit aktiver Ökostromanbieter die Belieferung von Kunden auf.
Heute versorgt die Naturstrom-Gruppe mehr als 300.000 Haushalte, Unternehmen und Institutionen mit Angeboten aus den Bereichen Strom, Gas und Wärme. Neben dem Energievertrieb plant, errichtet und betreibt Naturstrom auch Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien und entwickelt dezentrale Versorgungskonzepte.
Der Stromtarif „naturstrom“ wird bereits seit 1999 mit dem Grüner Strom-Label zertifiziert. Die Zertifizierung bezieht sich auf das jeweilige Stromprodukt und dessen Kriterien; sie sollte deshalb nicht als pauschale Zertifizierung sämtlicher Aktivitäten oder Produkte des Unternehmens verstanden werden.
Aufgrund seiner Gründung unmittelbar zu Beginn der Strommarktliberalisierung zählt Naturstrom zu den Pionieren des deutschen Ökostrommarktes.

Die Bürgerwerke eG entstanden 2013 aus zunächst neun Energiegenossenschaften. Heute gehören dem Verbund mehr als 150 lokale Energiegenossenschaften mit insgesamt über 65.000 Mitgliedern an. Nach eigenen Angaben sind die Bürgerwerke damit das größte deutsche Netzwerk von Energiegenossenschaften.
Die Bürgerwerke beliefern Haushalte bundesweit mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Ein Teil der Strommengen stammt aus Anlagen der angeschlossenen Bürgerenergiegenossenschaften. Bei BürgerÖkostrom fließen nach Angaben des Unternehmens 0,5 Cent je verbrauchter Kilowattstunde an die Mitgliedsgenossenschaften, die diese Mittel für ihre Arbeit und Projekte einsetzen.
Die Produkte BürgerÖkostrom, BürgerÖkostrom XL und BürgerÖkostrom XXL sind nach einem bis Ende 2026 gültigen Zertifikat mit dem Grüner Strom-Label zertifiziert. Zusätzlich lässt das Unternehmen seinen BürgerÖkostrom nach eigenen Angaben regelmäßig durch TÜV NORD überprüfen.
Das Modell der Bürgerwerke unterscheidet sich damit von klassischen Energieversorgern: Im Mittelpunkt steht der Zusammenschluss lokaler Energiegenossenschaften, die Erzeugungsprojekte entwickeln und ihre Aktivitäten über eine gemeinsame Dachgenossenschaft bündeln.

Polarstern Energie wurde im Mai 2011 in München von Florian Henle, Jakob Assmann und Simon Stadler gegründet. Das Unternehmen befindet sich nach eigenen Angaben vollständig in Familienbesitz und ist nicht Teil eines Energiekonzerns.
Polarstern bietet bundesweit Strom- und Gastarife an. Für sein Stromprodukt weist das Unternehmen Strom aus deutschen Wasser-, Wind- und Solarkraftanlagen aus. Der Tarif „Wirklich Ökostrom“ wird zudem nach veröffentlichten Zertifizierungskriterien geprüft. Ein aktuelles TÜV-NORD-Zertifikat bestätigt für die zertifizierten Produkte unter anderem, dass die von den Kunden bezogene Strommenge vollständig aus Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien stammt und ein im Arbeitspreis enthaltener Aufschlag für den Zubau erneuerbarer Erzeugungsanlagen verwendet wird.
Neben seiner Tätigkeit als Energieversorger ist Polarstern als sogenanntes Social Business organisiert und als B Corporation zertifiziert. Solche Unternehmenszertifizierungen sind jedoch von der Zertifizierung eines konkreten Stromtarifs zu unterscheiden.
Polarstern gehört damit zu einer jüngeren Generation von Ökostromanbietern, die nach der ersten Pionierphase des Marktes entstanden ist und Stromvertrieb mit weiteren Energie- und Unternehmenskonzepten verbindet.

Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) haben eine besondere Entstehungsgeschichte. Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gründeten Bürgerinnen und Bürger in Schönau im Schwarzwald 1986 die Initiative „Eltern für eine atomfreie Zukunft“. Aus dieser Bürgerbewegung entstanden später die Elektrizitätswerke Schönau.
Nach der Liberalisierung des Strommarktes begann die EWS mit dem bundesweiten Vertrieb von Ökostrom. Heute beziehen nach Unternehmensangaben mehr als 185.000 Haushalte Ökostrom von den EWS. Seit Dezember 2009 ist die EWS eG als Genossenschaft Eigentümergesellschaft der Elektrizitätswerke Schönau.
Der Stromvertrieb ist nur ein Teil der Unternehmensgruppe. Die EWS betreiben beziehungsweise beteiligen sich außerdem an Strom-, Gas- und Wärmenetzen sowie an Projekten zur Erzeugung erneuerbarer Energien.
Das Stromprodukt EWS ÖKOSTROM wurde im Geschäftsjahr 2024 unter anderem von TÜV NORD und nach dem Standard ok-power-plus geprüft beziehungsweise zertifiziert. Bei der Darstellung solcher Zertifizierungen ist jeweils der aktuelle Gültigkeitszeitraum zu beachten: Zertifikate sollten auf StromAuskunft nur so lange angezeigt werden, wie ein aktueller Nachweis vorliegt.
Aufgrund ihrer Entstehung aus der Schönauer Bürgerinitiative und ihrer frühen Rolle im liberalisierten Strommarkt zählen die EWS zu den bekanntesten Bürgerenergie-Pionieren in Deutschland.
Auch bei bekannten Ökostromanbietern können sich Tarife, Preise, Vertragsbedingungen, Strombeschaffung und Zertifizierungen im Laufe der Zeit ändern. Verbraucher sollten deshalb nicht allein nach dem Namen eines Anbieters entscheiden. Entscheidend ist der aktuell angebotene Tarif.
Im Ökostromvergleich von StromAuskunft können Sie verfügbare Tarife an Ihrem Wohnort nach Preis und Vertragsbedingungen vergleichen und gezielt Tarife mit ausgewiesener Stromlieferung aus erneuerbaren Energiequellen auswählen. Bei zusätzlichen Umwelt- oder Qualitätskennzeichnungen sollte geprüft werden, auf welches konkrete Produkt sie sich beziehen und welche Kriterien der Zertifizierung zugrunde liegen.
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