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Was machen unsere Strompreise?

15. Mai 2012 von Gerd Kebschull

Dass wir für Energie mal weniger zahlen werden, ist ein Ammenmärchen. Die Strompreise kennen nur eine Richtung und die ist nach oben. Ob es die Erneuerbaren Energien sind, die die Preise “verderben”, spielt dabei keine Rolle. Ein Blick durch die Medien zum Thema Strom und Energie.

Bild zeichnet ein Desaster auf

Die Bildzeitung ist ja nie zimperlich mit den Überschriften. Oft stimmen Überschrift und Text gar nicht überein.

70 Prozent Preiserhöhung sind schon ein Schock, relativiert sich aber bei näherem hinsehen, weil als Ziel das Jahr 2025 angegeben wird.

Auch Die Welt springt auf diesen Zug auf: Strompreise steigen bis 2025 um 70 Prozent

Der Stern berichtet ebenfalls über diese Studie.

Der Westen (WAZ) schreibt, dass Lindern (FDP) die Energiepolitik der CDU kritisiert.

New York hat ein neues Projekt gestartet: Saubere Energie aus der Wasserleitung

Es bleibt spannend.

Foto © Pixelio | S. Hofschlaeger

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Japan ohne Atomkraft

11. Mai 2012 von Björn Katz

Am vergangenen Samstag wurde mit dem Meiler Tomari auf der nördlichen Insel Hokkaido Japans letztes noch in Betrieb stehendes Atomkraftwerk vorläufig abgeschaltet. Zum ersten Mal seit 1970 muss nun eines der bedeutendsten Industrieländer der Welt vollständig ohne Kernenergie auskommen. Ob dies nur ein flüchtiges Symbol bleibt, oder aber Japans Energiewende einleitet, ist momentan noch ungewiss.

50 Reaktoren stehen still

Japan verfügt über insgesamt 50 Reaktoren, mit Ausnahme des Meilers Tomari wurde in den Nachwehen der Katastrophe von Fukushima jedoch der komplette Kernkraftwerkspark aus Sicherheitsgründen heruntergefahren. Nun steht auch der letzte verbliebene Reaktor still – allerdings nur für etwa 70 Tage andauernde Wartungsarbeiten. Die Abschaltung am Samstag wurde in Japan von vielfachen Anti-Atom-Demonstrationen begleitet.

Bis zu den tragischen Ereignissen von Fukushima im März letzten Jahres basierte Japans Stromversorgung zu rund einem Drittel auf Atomkraft. Dementsprechend ist der vollständige Verzicht auf die Risikotechnologie binnen eines Jahres für das Land alles andere als unproblematisch. Zum Vergleich: Im deutschen Strommix ist der Anteil der Kernenergie nach Fukushima von rund 22 auf etwa 18 Prozent gesunken, und der schrittweise Ausstieg wird sich noch bis zum endgültigen Abschaltdatum 2022 hinziehen. Dementsprechend wurde die abrupt wegfallende Atomenergie in Japan durch den vermehrten Einsatz von Verbrennungskraftwerken aufgefangen. Dies führt zu steigenden Kosten für die Wirtschaft und treibt zugleich den Ausstoß von Treibhausgasen in die Höhe.

Da die japanische Bevölkerung mittels Kampagnen zum gezielten Stromsparen aufgerufen wurde und energieintensive Unternehmen ihre Produktion zeitweise bewusst drosseln, hat das Land bisher nicht mit dramatischen Stromengpässen zu kämpfen. Selbige werden allerdings für die in Japan sehr heißen Sommermonate erwartet, wenn die Klimaanlagen traditionell auf Hochtouren laufen. Ob die Behörden dann grünes Licht für eine Wiederinbetriebnahme einiger als sicher geltender AKW geben werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch fraglich. Während Teile der Wirtschaft und vor allem die inländischen Energiekonzerne die Angst vor massiver Stromknappheit schüren, hoffen Umweltschützer ebenso wie die Mehrheit der Bevölkerung auf eine japanische Energiewende. Tatsächlich bereitet die Regierung aktuell ein entsprechendes Versorgungskonzept vor, innerhalb dessen erneuerbare Energien gezielt subventioniert werden sollen. Vorläufig jedoch hat sogar die OECD Japan empfohlen, drohenden Wirtschaftsrisiken mit dem erneuten Anfahren einiger Meiler zuvorzukommen.

Bild © Pixelio, Thommy Weiss

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Startschuss ExtraSchicht 2012

10. Mai 2012 von Gerd Kebschull

Die ExtraSchicht geht am 30. Juni 2012 die zwölfte Runde. Das Sommerfest der Metropole Ruhr lädt zur Entdeckungsreise durch die Industriekultur des Ruhrgebiets und präsentiert sich so groß und vielfältig wie nie zuvor: 53 Spielorte in 23 Städten werden in nur einer Nacht mit über 200 Events von mehr als 1.000 Künstlern bespielt.

ExtraSchicht vernetzt

Damit die Besucher von Spielort zu Spielort gelangen, vernetzen über 170 Shuttlebusse, 140 Fahrräder, 25 E-Bikes und acht Schiffe den riesigen Festspielplatz Metropole Ruhr. Dabei werden allein von den Bussen insgesamt 34.000 Kilometer Strecke zurückgelegt. Die umweltfreundlichen Hybridbusse sind nach ihrer Jungfernfahrt 2011 in diesem Jahr wieder auf der ExtraSchicht-Linie ES 20 zwischen Bochum und Dortmund unterwegs.

„Als etablierter Teil des Events sind unsere Busse und Bahnen Treffpunkt kulturbegeisterter Menschen, die untereinander ihre Erfahrungen teilen und sich gegenseitig Tipps geben“, so VRR-Vorstand Dr. Klaus Vorgang.

Das ExtraSchicht-Ticket

Mit dem ExtraSchicht-Ticket haben Besucher Zugang zu allen 53 Spielorten in der Nacht der Industriekultur. Das Ticket der ExtraSchicht gilt in sämtlichen ExtraSchicht-Shuttlelinien sowie im gesamten Nahverkehrsnetz des VRR (2. Klasse) vom 30. Juni 2012 bis 7 Uhr des Folgetages.

Tickets für die ExtraSchicht 2012 gibt es zum Preis von 14,- Euro (44,- Euro für das 4er Ticket) beim Service-Center der Ruhr Tourismus GmbH unter 01805.181650 (0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, max. 0,42€/Min. aus dem Mobilfunk), im Internet unter www.extraschicht.de sowie an allen Spielorten der ExtraSchicht 2012, allen DB-Fahrkartenautomaten und DB-Reisezentren im VRR sowie über das ADticket-Portal www.adticket.de oder eine der lokalen ADticket-Vorverkaufsstellen. An der Abendkasse ist ausschließlich das Einzelticket zum Preis von16,- Euro erhältlich. Für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt frei!

Alle Informationen

Foto © Extraschicht | Ruhr Tourismus / Nielinger

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Neues Informationszentrum

9. Mai 2012 von Gerd Kebschull

RWE Innogy weiht heute in Berlin-Neukölln nach einer Bauzeit von etwa 18 Monaten in direkter Nähe ihres Holz-Heizkraftwerks ein modernisiertes Denkmal als neues Verwaltungsgebäude ein.

RWE Innogy weiht modernisiertes Denkmal als Informationszentrum ein

  • Rekonstruktion des ehemaligen Kantinengebäudes der Eternit AG in Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz Berlin
  • Integriertes InfoCenter setzt neuen Akzent im Berliner Süden
  • Inhaltlicher Fokus auf erneuerbare Energien

Architektonisches Vorbild ist das 1995 unter Denkmalschutz gestellte ehemalige Kantinengebäude der Eternit AG. Die Rekonstruktion und Modernisierung der Immobilie erfolgte in enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden der Stadt Berlin auf Basis der Originalpläne aus den Jahren 1957/58. Die Investitionen liegen bei rund drei Millionen Euro.

Teil des Gebäudes ist ein ca. 220 Quadratmeter großes InfoCenter. Besucher erfahren hier Vieles rund um erneuerbare Themen, wie Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse. Einen Schwerpunkt bilden die Aktivitäten von RWE Innogy im Berliner Süden.

An der heutigen Veranstaltung nehmen Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky und weitere Vertreter des Bezirks Neukölln sowie der beteiligten Unternehmen teil.

Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky erklärt:

“Mit ihrem Holz-Heizkraftwerk und ihrem neuen Verwaltungsgebäude hat RWE Innogy deutliche Zeichen für die Wandlungs- und Zukunftsfähigkeit dieses traditionsreichen Industriestandortes hier in Rudow gesetzt”.

Besucht werden kann das Center in Form von Gruppenveranstaltungen unter fachlicher Führung. Erwartet werden zukünftig neben Interessierten und Fachbesuchern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft auch Studentengruppen von Berliner Hochschulen sowie Schulklassen insbesondere aus Neukölln und Umgebung.

Weitere Hinweise

Für eine Nutzung des InfoCenters ist eine vorherige Anmeldung und Terminabsprache erforderlich. Der Besuch kann auf Wunsch mit einer Führung durch das benachbarte Holz- Heizkraftwerk kombiniert werden, sofern dies mit den sicherheitstechnischen und betrieblichen Erfordernissen vereinbar ist. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.rwe.com/infocenterberlin.

Foto © 2012 RWE

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Müllproblem Ökostrom

7. Mai 2012 von Björn Katz

Während gegenwärtig händeringend nach einer Lösung gesucht wird, wie man mit den radioaktiven Hinterlassenschaften unseres atomaren Energie-Zeitalters verfahren soll, könnte bereits in wenigen Jahrzehnten ein ganz neues Müllproblem entstehen. Denn auch die Altlasten der erneuerbaren Energien, sprich Wind- und Solarkraft, müssen irgendwann entsorgt werden.

Solarschrottplätze und Windraddeponien

Offizielle Zahlen besagen, dass es in Deutschland bereits heute weit mehr als zwei Millionen Solaranlagen gibt – Tendenz steigend. Besonders Aufdachanlagen erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie keinen direkten Eingriff in die Natur bedeuten. Allerdings schreitet gerade bei der weltweit boomenden Photovoltaik der Stand der Technik äußerst schnell voran. Und so hinterlassen immer effizienter, dünner und flexibler werdende Solarzellen zwangsläufig einen Müllberg ausgedienter Altanlagen. In spätestens zwanzig Jahren, so prophezeien Experten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), sei mit einer solaren Entsorgungswelle zu rechnen. Und die ist nicht gerade unproblematisch, da die Anlagen Schwermetalle und andere Problemstoffe enthalten und somit Sondermüll darstellen.

Auch die gegenwärtig wie Pilze aus dem Boden schießenden Windräder haben ein technologisches Ablaufdatum und stehen irgendwann vor dem zwangsläufigen Rückbau. Allein der Bauschutt der riesigen Anlagen stellt diesbezüglich schon ein Problem dar. Hinzu kommt eine Vielzahl von Metallen und Faserverbundstoffen aus den Generatoren und Rotoren der Windräder. Weniger problematisch, so die Karlsruher Experten, sei hingegen die Entsorgung veralteter Wasserkraftanlagen. Da es diese Technologie bereits seit 100 Jahren gebe, falle beim rein mechanischen Abbau kein spezieller Müll an.

Das künftige Müllproblem durch erneuerbare Energien ist selbstverständlich kein Plädoyer für deren Begrenzung. Wind- und Solaranlagen sind die klimatische und wirtschaftliche Basis des kommenden Energiezeitalters. Nichtsdestotrotz müssen idealerweise schon zum Zeitpunkt der Errichtung schlüssige Entsorgungskonzepte her. Ansonsten droht irgendwann das gleiche Szenario wie bereits heute beim Thema Elektroschott, der auf illegal verschifften Containern nach Afrika gelangt und dort ganze Küstenregionen unter sich begräbt.

Foto © Pixelio, Rainer Sturm

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Linktipps – Thema Elektromobilität

5. Mai 2012 von Gerd Kebschull

In Vorbereitung auf “unseren” Opel Ampera, den wir am 19.05. in Rüsselsheim abholen, habe ich mal etwas im Netz zu diesem Thema gestöbert. Es gibt viel Licht – aber auch Schatten.

1,2 l/100 km Benzinverbrauch – geht das?

Der Umgang mit einem Elektroauto erfordert von uns ein Umdenken. Fahren wir täglich 500 und mehr Kilometer, macht ein Elektroauto keinen Sinn. Fahren wir maximal 50 bis 60 Kilometer zur Arbeit, rechnet sich ein E-Auto – vor allem für die Umwelt, natürlich dann wenn auch Erneuerbare Energie zum Einsatz kommt.

Linktipps

Franz Alt

Zitat:

“Die Elektromobilität stagniert in Deutschland, da die Bundesrepublik kaum Anstrengungen unternimmt, um ihr Ziel von einer Mio. Elektroautos für 2020 zu erreichen. In der Elektromobilitäts-Branche macht sich Frust breit sowie auch Überlegungen zu ganzheitlichen Ansätzen der Mobilität, die weit über den bloßen Austausch von Verbrennungsmotoren durch elektrische Pendants hinausgehen.”

Zitat:

Johannes Güntert, hier eher bekannt als „opel-ampera-forum.de“, ist ePionier mit Leib und Seele. Als Gründer des gleichnamigen Forums führt er Ampera-Fans und -Besitzer zusammen. Frei nach dem Motto „Elektrisch voraus“ findet am Samstag, 5. Mai 2012, ab 10 Uhr auf dem Bürgermeister-Franz-Neff-Platz in Bingen das …

Dr. Christian Kunstmann

Zitat:

“Ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor optimal auf unterschiedliche Fahrzyklen und Einsatzbereiche abzustimmen, ist im Technischen Entwicklungszentrum von Opel Alltagsroutine. Auch mit Brennstoffzellen- und Elektroautos haben wir viel Erfahrung. Wenn das Auto aber dazu noch über einen Generator zur Reichweitenverlängerung verfügt, hört die Routine ganz schnell auf…”

Fazit

Wir freuen uns auf den Opel Ampera und auch, dass wir ihn sogar 10 Tage fahren dürfen.

Foto © Redaktionsbüro Kebschull

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Probleme bei den Windparks?

4. Mai 2012 von Gerd Kebschull

Theoretisch sieht alles ganz einfach aus. Wir schalten die Kernenergie ab und setzen auf Erneuerbare Energien (EN). In der Praxis häufen sich dann die Probleme.

Windparks auf offener See sind komplex

Klar, saubere Energie will jeder haben. Vielleicht ist man auch bereit, den einen oder anderen Eurocent mehr zu zahlen.

Aber ein Windpark bei uns vor der Tür? Nein! Das verschandelt die schöne Natur. Es gibt einen Ausweg. Nämlich: die riesigen Windräder in Windparks zu gruppieren und auf offener zu bauen – dort stören sie nicht und ein kräftiger Wind ist auch vorhanden. Jetzt häufen sich aber die Probleme.

Die Tagesschau berichtete am 02.05.2012 über das Thema:

  • “Erneuerbare Energien: Windparks auf offener See sind technisch und wirtschaftlich größere Herausforderung als geplant”.

Fazit

Ingenieure haben es bereits 1937 geschafft, die “Golden Gate Bridge” zu bauen. Die Baukosten betrugen nach heutiger Kaufkraft 1,5 Mrd. (Quelle Wikipedia). Damals gab es meiner Meinung nach technisch anspruchsvollere Probleme zu lösen und gerechnet wurde vermutlich mit einem Rechenschieber und mit Logarithmentafeln.

Vielleicht hat man damals den Ingenieuren einfach mehr Spielraum gegeben, nicht ganz so auf den Dollar geschaut. Bei uns muss immer alles “billig” und “schnell” gehen. Da sind Fehler “vorprogrammiert”.

Screenshot © 2012 Tagesschau.de

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Hightech-Strategie 2020 für Deutschland

2. Mai 2012 von Gerd Kebschull

Wer sich mit Klimaschutz und Energie beschäftig kommt um die Homepage von Ministerin Schavan (Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF) nicht vorbei. Ein Lob auf die Homepage des Ministeriums.

Wie können wir die Welt von morgen gestalten?

Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Denn schließlich geht es um komplizierte Themen wie:

  • Die CO2-neutrale, energieeffiziente und klimaangepasste Stadt.
  • Intelligenter Umbau der Energieversorgung.
  • Nachwachsende Rohstoffe als Alternative zum Öl.

Das Ministerium stellt für die Forschungsprojekte eine Menge Geld zur Verfügung. Beispielsweise für das Projekt “Die CO2-neutrale, energieeffiziente und klimaangepasste Stadt” bis zu 560 Millionen Euro. Weitere Informationen auf der Homepage (http://www.bmbf.de/).

Linktipp:

  • Das Thema in allen Einzelheiten, Download der Dokumente, z.B. Zukunftsprojekte der Hightech-Strategie (HTS-Aktionsplan) auf der Homepage Bundesministerium für Bildung und Forschung

Screenshot © Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF

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CO2 als Ökostrom-Speicher

24. April 2012 von Björn Katz

In der öffentlichen Meinung gilt das chemische Kürzel CO2 als der personifizierte Klimakiller – doch das könnte sich schon bald ändern. Die Wissenschaft arbeitet derzeit an einem Verfahren, innerhalb dessen überschüssiger Ökostrom genutzt wird, um Kohlendioxid in Methan umzuwandeln. Letzteres könnte anschließend als Brenn- oder Treibstoff in den Energiekreislauf zurückfließen.

Kohlendioxid wird zu Methan

Das größte Problem erneuerbarer Energieerzeugung aus Wind und Sonne sind die starken Schwankungen. Je nach Jahreszeit und Wetterlage können zu kleine bzw. zu große Strommengen anfallen. Deshalb werden praktikable Speichertechnologien als Steuerungselement benötigt. Und an dieser Stelle kommt das Prinzip, Strom in Gas in Strom umzuwandeln, zum Einsatz. Dabei wird überschüssiger Ökostrom genutzt, um Gas zu erzeugen, welches entweder ins Erdgasnetz eingespeist wird, als alternativer Sprit zum Einsatz kommt oder bei Bedarf in Gaskraftwerken erneut zu Strom wird. Bislang konzentrierte man sich bei diesem Verfahren einzig auf Wasserstoff, der mittels Elektrolyse gewonnen wird. Dessen Speicherung ist allerdings aufwendig, da ein hoher Druck bzw. sehr niedrige Temperaturen nötig sind. Bei Methan reicht ein geringerer Druck. Zudem kann es im Gegensatz zu Wasserstoff vollständig in das Erdgasnetz gespeist werden.

Die Methode klingt perspektivenreich, befindet sich aktuell allerdings noch in den Kinderschuhen und ist zu wenig wirtschaftlich. Eine Marktreife dürfte erst in einigen Jahren erreicht sein. Ohnehin macht das Prinzip nur dann wirklich Sinn, wenn große Anteile von Wind- und Sonnenenergie im Strommix vorhanden sind, denn nach derzeitigem Stand gehen bei der Umwandlung etwa 40 Prozent der Energie verloren. Und dies ist nur bei wirklich überschüssigem Strom aus erneuerbaren Quellen akzeptabel. Dennoch: Wenn irgendwann der Zeitpunkt erreicht ist, an dem wir nicht mehr über das Woher, sondern nur noch über das Wohin von Ökostrom sprechen, könnte das Verfahren zum wichtigen Baustein der Energiewende werden.

Foto © Pixelio, Dieter Schütz

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Ölvorkommen in der norwegischen Nordsee

22. April 2012 von Gerd Kebschull

Wer suchet, der findet. Wie lange wir noch Öl finden und wie lange es weltweit reicht, darüber streiten sich die Experten. Denn vor allem der Ölverbrauch von China ist schwer vorauszusagen.

Wintershall steht kurz vor Abschluss der Explorationsbohrung

Im Lizenzgebiet PL 418 in der norwegischen Nordsee ist ein bedeutender Ölfund erzielt worden. RWE Dea Norge AS baut als Partner in der Lizenz PL 418 ihre Position in der nördlichen Nordsee weiter aus.

Plattform Gjøa Norwegen

In der Förderlizenz PL 418 in der nordöstlichen Nordsee steht der Betriebsführer Wintershall kurz vor Abschluss der Explorationsbohrung 35/9-7. Durchgeführt wurde die Bohrung von der Plattform „Songa Delta“ im Gebiet Skarfjell, das südlich des Feldes Titan (PL 420) und etwa 14 Kilometer südwestlich des Feldes Gjøa liegt.

Mit der Bohrung sollte vor allem Erdöl im Speichergestein des Oberen Jura nachgewiesen werden. Im Oberen Jura stieß die Bohrung auf einen mächtigen ölführenden Horizont aus Speichersanden sehr hoher Qualität, die Leichtöl enthalten. Vorläufigen Schätzungen zufolge könnte die Lagerstätte Ressourcen in einem Umfang von 10 bis 25 Millionen Kubikmetern an gewinnbarem Erdöl enthalten. Die Bohrung wurde in einer Wassertiefe von 368 Meter auf eine Tiefe von 2.976 Meter unter dem Meeresspiegel niedergebracht und endete in der Rannoch-Formation der Brent-Gruppe im Mitteljura.

RWE Dea hält eine Beteiligung von 10 Prozent an der Förderlizenz PL 418. RWE Dea verfügt in Norwegen über ein großes Portfolio an Lizenzen, zu denen u.a. die Felder Titan in der Nordsee und Zidane in der Norwegischen See gehören, bei denen RWE Dea Operator ist. Im Jahr 2012 sind RWE Dea Norge sieben neue Lizenzen, zwei davon mit Betriebsführerschaft, zugesprochen worden.

Hintergrundinformationen

RWE Dea Norge AS ist die norwegische Tochter des deutschen Erdöl- und Erdgasunternehmens RWE Dea und seit fast 40 Jahren in Norwegen aktiv. Das Unternehmen hält Beteiligungen an mehreren produzierenden Feldern (wie z. B. Snorre, Gjøa und Snøhvit) und an zwei der bedeutendsten neu entdeckten Vorkommen auf dem norwegischen Festlandsockel (Luno und Knarr). RWE Dea Norge ist Betriebsführer in sechs Explorationskonzessionen. Zwei dieser Konzessionen wiesen im Jahre 2010 Fündigkeiten auf (Zidane und Titan).

Foto © RWE

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