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Opel Ampera – Polizei sorgt “sauber” für Ordnung

25. Januar 2012 von Gerd Kebschull

Am 19. Mai holen wir “unseren” Opel Ampera ab. Im Blog von Stromauskunft werden wir ihn auf die Alltagstauglichkeit testen. Auch die Polizei von Berlin ist überzeugt, dass der Ampera einen guten Job machen wird.

„Blau fährt grün“ – mit dem Opel Ampera

  • Opel unterstützt „Initiative 120“ der Berliner Polizei mit zwei Elektrofahrzeugen

Berlin/Rüsselsheim.  Die Berliner Polizei integriert im Rahmen des weltweit einmaligen Projekts „Initiative 120“ elf alternativ angetriebene Fahrzeuge in ihren Fuhrpark, um dessen CO2-Bilanz auf unter 120 g/km zu senken.

Opel Ampera
Der Opel Ampera im Polizei-Einsatz

Opel unterstützt dabei mit zwei Ampera. Volker Hoff, Vice President Regierungsbeziehungen der Adam Opel AG, übergab heute vor dem Reichstagsgebäude an den Berliner Innensenator Frank Henkel und Polizeivizepräsidentin Margarete Koppers die beiden Elektroautos.

„Wir begrüßen die Initiative und freuen uns, dass unser revolutionärer Ampera einen entscheidenden Beitrag leisten kann, die CO2-Bilanz des Polizei-Fuhrparks zu verbessern“, erklärte Volker Hoff.

Die beiden im Polizei-Gewand vorgestellten Opel Ampera zeigen, in welchem „Outfit“ sie in rund zwei Jahren Eingang in die Polizei-Flotte finden könnten. Bis dahin nutzen die Beamten das voll alltagstaugliche Elektroauto als Zivilfahrzeug, das je nach Fahrstil und Einsatzbedingungen 40 bis 80 Kilometer im reinen Batteriebetrieb und damit völlig emissionsfrei zurücklegen kann.

Ein Lithium-Ionen-Akku mit 16 kWh Kapazität versorgt den 111 kW/150 PS starken Elektromotor mit der nötigen Energie. Die Polizeibeamten brauchen keine Sorge zu haben, einen Einsatz wegen einer leeren Batterie abbrechen zu müssen: Immer wenn ihr Ladezustand ein definiertes Minimum erreicht, schaltet sich der Benzinmotor automatisch ein und treibt einen Generator zur Stromversorgung des Elektromotors an. So ist eine Gesamtreichweite von über 500 Kilometern möglich. Die Räder des Ampera werden dabei immer elektrisch angetrieben. Auf 100 Kilometer ergibt sich ein kombinierter und gewichteter Verbrauch von 1,2 Litern Benzin (entsprechend 27 g/km CO2).

Foto © Opel

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Deutscher Ökostrom verärgert Europa

24. Januar 2012 von Björn Katz

Man sollte meinen, die stetig wachsende Integration erneuerbarer Energien in Deutschland habe eine Art Vorbildcharakter für ganz Europa. In Wirklichkeit aber sind einige unserer Nachbarn derzeit eher über Ökostrom made in Germany verärgert. Schuld daran ist der zu langsam voranschreitende Netzausbau, der Stromumleitungen über das Ausland notwendig macht.

Zu schnelle Energiewende?

Das Hauptproblem der deutschen Energiewende besteht aktuell in einer zu großen Diskrepanz zwischen dem boomenden Zubau erneuerbarer Energien und den zu geringen Kapazitäten der bestehenden Netze. Beispielsweise produzieren Windkraftanlagen, die im Norden und mittlerweile auch im Osten Deutschlands wie Pilze aus dem Boden schießen, zwar jede Menge klimafreundichen Strom, dieser kommt aber schwerlich im Süden der Republik an, weil es an entsprechenden Trassen zur Durchleitung mangelt. Die Strategien zur Lösung des Problems muten simpel an: Deutschland benötigt insgesamt neue Stromautobahnen und speziell im Süden eine verstärkte Eigenversorgung aus Wind- und Solarkraft. Derzeit aber, so scheint es, überholt sich die Energiewende selbst, denn der Netzausbau wurde bereits vor Jahren verschlafen und lässt sich nicht von heute auf morgen realisieren.

Energieexperten, darunter der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena), Stephan Kohler, fordern aktuell eine Entschleunigung beim Ausbau erneuerbarer Energien. “Es kann nicht sein, dass wir Photovoltaik und Windenergie zubauen, die man gar nicht mehr ins Netz integrieren kann”, so Kohler gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Derzeit sei man in der Zwangslage, Ökostrom aus Nord- und Ostdeutschland über Polen, Tschechien und Österreich umzuleiten, um ihn letztlich wieder im Süden der Republik einzuspeisen. Das allerdings stößt nicht gerade auf große Gegenliebe bei unseren europäischen Nachbarn, da die schwankende Ökostrom-Durchleitung aus Deutschland die dortige Netzstabilität gefährdet. Polen hat bereits angekündigt, solche unkontrollierten Stromflüsse künftig eindämmen zu wollen.

Die mangelnde Koordination im Stromverbund mit Deutschlands Nachbarländern ist allerdings nur eine Schieflage innerhalb der beschleunigten Energiewende. Bereits jetzt bleiben zeitweise bis zu 30 Prozent der Energie aus hiesigen Windparks ungenutzt, weil der Strom nicht weitergeleitet werden kann. Im kommenden Sommer wird mit einer ähnlichen Problematik bei der Photovoltaik zu rechnen sein. Sollte der überschüssige Strom dann auch noch auf Blockaden unserer Nachbarländer stoßen, sind Zwangsabschaltungen von Wind- und Solaranlagen zu befürchten. Solche Abregelungen müssen nach geltendem Recht allerdings entschädigt werden, was wohl letztlich die Verbraucher über den Strompreis tragen.

Foto © Pixelio, Rainer Sturm

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Kein Geld für die Energiewende?

19. Januar 2012 von Gerd Kebschull

Wir Klimaschützer haben es nicht leicht. Klar ist: Die Energiewende kostet Geld. Mit Sicherheit werden die Verbraucher zu Kasse gebeten und vermutlich wird auch der Steuerzahler zuschießen müssen – also wieder wir. Gibt es einen Ausweg aus dem Dilemma?

Energie- und Klimafonds halbiert

Wie aus Regierungskreisen heute bekannt wurde, wird der Energie- und Klimafonds halbiert.

Deutschland ist schön: Hier Harburg in Bayer / Schwaben

Dazu erklären Bettina Herlitzius (Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen), Sprecherin für Stadtentwicklung, und Daniela Wagner, Sprecherin für Bau- und Wohnungspolitik:

“Gegen die Bedenken der Opposition wurden im vergangenen Jahr die Mittel für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Städten und Gemeinden komplett aus dem Haushalt gestrichen. Programme wie CO2-Gebäudesanierung und energetische Stadtsanierung werden jetzt über den Energie- und Klimafonds finanziert. Das geschieht außerhalb des regulären Haushalts und somit damit intransparent und abhängig von der konjunkturellen Lage. Gespeist wird der Fonds über den Verkauf von CO2-Zertifikaten. Die Bundesregierung ging in ihren Berechnungen für den Fonds von einem Preis von 17 Euro pro Zertifikat aus. Der Preis ist allerdings 2011 auf sieben Euro gefallen und liegt jetzt bei weniger als der Hälfte. 2012 wird der Fonds nur knapp die Hälfte der eingeplanten Mittel über die CO2-Zertifikate einnehmen. Es ist offensichtlich, dass der als Füllhorn gedachte Fonds austrocknet. Das Auf und Ab der Finanzierung der CO2-Gebäudesanierungsprogramme ist seit 2009 noch nicht behoben, die Verunsicherung der Marktteilnehmer bleibt weiterhin bestehen. Das ist Gift für die Energiewende im Gebäudebereich und Städtebau.

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen fordern:

Die Energiewende ist eine zentrale Herausforderung für unsere Zukunft. Maßnahmen der Energieeffizienz und energetischen Sanierung dürfen nicht länger von Schattenhaushalten mit wackeliger Finanzierungsgrundlage abhängig sein. Die Finanzierung muss langfristig und verlässlich über den Bundeshaushalt gesichert werden.

Linktipps:

Foto © 2011 Redaktionsbüro Kebschull

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Die Ökostrom-Offensive

17. Januar 2012 von Björn Katz

Ökostrom wird mehr und mehr zum Lieblingskind der deutschen Energieverbraucher. Seit Fukushima und dem Atomausstiegsbeschluss hält der Boom grüner Stromprodukte ungebrochen an – fast monatlich treten neue Anbieter und Tarife auf den Markt und eine stetig wachsende Zahl von Kunden entscheidet sich für einen Wechsel hin zum ökologischen Strombezug. Und endlich scheinen auch die großen Energiekonzerne die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und investieren zunehmend in erneuerbare Energien.

Energiekonzerne forcieren grüne Strategien

Nach Angaben des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE) ist der deutsche Strommix im abgelaufenen Jahr deutlich grüner geworden. Der Anteil von Sonne, Wind, Biomasse und Co. an der hiesigen Stromerzeugung hat 2011 sogar die 20-Prozent-Marke geknackt. Dabei boomt Ökostrom gleich in zweierlei Hinsicht: Als immer beliebter werdendes Tarifmodell für Endverbraucher sowie als technologischer Zukunftsmarkt, innerhalb dessen beispielsweise Wind- und Solaranlagen zum internationalen Verkaufsschlager werden. Laut BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann hat die Energiewende allerdings nicht erst im letzten Jahr begonnen. Erneuerbare Stromerzeugung sei ein langfristiger Trend, der im Moment bei 20 Prozent liege und innerhalb des nächsten Jahrzehnts sogar bis zu 50 Prozent erreichen könne.

Diese Entwicklung, von vielen kleineren Stromanbietern längst erkannt und genutzt, fordert nun auch seitens der lange Zeit zögerlichen Energiekonzerne ein Umdenken. Nach eigenen Angaben planen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall Großinvestitionen in eine grünere Zukunft. E.ON hatte bereits im vergangenen Dezember ein sieben Milliarden Euro schweres Programm für erneuerbare Energien angekündigt. Der Stromriese will künftig alle 18 Monate einen neuen Windpark anfahren – darunter das Großprojekt “Amrumbank West”, wo in drei Jahren 80 Turbinen Windstrom für 300.000 Haushalte produzieren sollen. Auch RWE hat für die nächsten fünf Jahre ein Investitionsvolumen von fünf Milliarden Euro aufgelegt. Diese sollen vor allem in die Offshore-Windenergie fließen. Konventionelle Kraftwerksprojekte will der Konzern, sofern bereits begonnen, zwar noch zu Ende führen, allerdings vorerst keine neuen Investitionen in diesem Bereich tätigen. EnBW, mehrheitlich in Händen des mittlerweile grün regierten Landes Baden-Württemberg, hatte in letzter Zeit vor allem durch personelle Umbrüche in der Führungsetage Schlagzeiten gemacht. Zudem ließ das Unternehmen verlautbaren, sich in Zukunft stärker auf erneuerbare Energien und flexibel regelbare Gaskraftwerke konzentrieren zu wollen. Ähnliche Töne bei Vattenfall. Auch hier soll grüne Energie, vor allem in Form dezentraler Anlagen für Strom und Fernwärme, gefördert werden. Zwischen 50 und 70 Milliarden Euro will der Konzern nach eigenen Aussagen bis 2050 investieren, um bis zu 90 dieser nachhaltigen Kleinkraftwerke zu errichten.

Foto © Pixelio, Henrik Gerold Vogel

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Brandgefahr durch Photovoltaikanlagen?

12. Januar 2012 von Gerd Kebschull

Wie plus+-minus gestern berichtete, besteht die Möglichkeit der Brandgefahr durch Photovoltaikanlagen. Sind Photovoltaikanlagen gefährlich – oder ist das eher ein Problem, dass dort zu wenig Experten diese Anlagen verbauen.

Wie gefährlich sind Photovoltaikanlagen?

Ein Haus steht in Flammen. Ursache unbekannt, weil das Haus durch das Feuer völlig zerstört wurde. Jetzt mehren sich die Hinweise, dass diese Häuser alle mit einer Photovoltaikanlagen auf dem Dach ausgestattet waren.

Wie plus+-minus berichtet:

Erhard Wagner, Schiedsgutachter für Elektrotechnik, Vilsbiburg: “Brandursache kann ein defektes Modul sein, dass das Modul ausbrennt, weiterer Schaden Kleintierbisse, …”

Die Lösung: Regelmäßige Überprüfung der Anlage. Die aber kostet viel Geld und macht die Photovoltaikanlagen unrentabel.

Foto © pixelio.de | Gabi Schoenemann

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Bioenergie-Partnerschaften: Ländertour 2012

11. Januar 2012 von Gerd Kebschull

Bioenergie eine weitere Option Energie zu erzeugen, die uns hier im Blog schon oft beschäftigt hat. Jetzt geht es bald wieder auf Regionaltour. Die Termine stehen unten.

Regionale Bioenergieberatung stellt besondere Bioenergie-Projekte vor

Die Best-Practice-Ländertour der regionalen Bioenergieberatung startet im Januar 2012 mit einer neuen Folge. Den thematischen Schwerpunkt bilden diesmal innovative Kooperationsprojekte zur Bioenergieerzeugung und –nutzung, die im Rahmen regionaler Bioenergiepartnerschaften, zum Beispiel zwischen Landwirten, Gemeinde und Bürgern, verwirklicht wurden. Dazu zählen u.a. Nahwärmenetze, Bioenergiedörfer und Energiegenossenschaften. Eine neue Broschüre stellt diese Best-Practice-Projekte vor.

Die Veranstaltungsreihe richtet sich an ein breites Publikum, wie Landwirte, Gemeinden, Energieversorger, Banken etc. Jede Bioenergie-Beratungsgruppe der zwölf Flächenbundesländer bietet einen Tag lang Vorträge und Exkursionen zu diesem besonderen Themenschwerpunkt an. Zusätzlich stellen die Bioenergieberater die Projekte in einer gemeinsamen Broschüre vor. Mit der Veranstaltungsreihe können die Bioenergieberater weitere Bioenergiepartnerschaften „anstiften“ und somit zur Umsetzung des Energiekonzepts der Bundesregierung beitragen, nämlich eine nachhaltige, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung zu ermöglichen.

Bereits 2011 organisierten die Bioenergieberater mit Unterstützung der FNR und der DLG eine ähnliche Veranstaltungsreihe. Die „Ländertour 2011“ fand in allen Bundesländern großes Interesse. Neben informativen Vorträgen zur Bioenergie wurden regionale Erfolgsmodelle aus den Bereichen Bioenergieanbau und –nutzung vorgestellt.

Regionale Bioenergieberatung für Land- und Forstwirtschaft

Die zwölf Bioenergieberatungsstellen werden vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über die FNR gefördert und bieten bundesweit Land- und Forstwirten, Kommunen sowie der Öffentlichkeit kostenlos Informationen und Beratung zum Thema Bioenergie an.

Termine der Ländertour

17.01. Kirchberg (Hunsrück), Rheinland-Pfalz/Saarland
07.02. Honigsee, Schleswig-Holstein/Hamburg
08.02. Bautzen, Sachsen
16.02. Seyda, Sachsen-Anhalt
21.02. Rheinsberg, Brandenburg/Berlin
23.02. Groß Kelle, Mecklenburg-Vorpommern
23.02. Verden, Niedersachsen/Bremen
29.02. Senden, Nordrhein-Westfalen
01.03. Hollfeld, Bayern
06.03. Wiesbaden, Hessen
28.03. Hoffenheim, Baden-Württemberg
24.04. Breitungen, Thüringen

Weitere Informationen:

Foto © FNR

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smart for-us: Weltpremiere auf der Detroit Auto Show

9. Januar 2012 von Gerd Kebschull

Ein smart war schon immer anders. Wir haben mit einem smart cabrio schon einmal 5.000 Kilometer zurückgelegt. Jetzt wird der smart elektrisch. Wird das Auto ein Erfolg? Für den Sunshine-State Kalifornien bestimmt!

Ein smart: Aufladend schön

Stuttgart/Detroit. smart stellt die Autowelt mal wieder auf den Kopf und die Vorstellungen, wie ein urbaner Pick-up aussehen sollte, vom Kopf auf die Füße. Der for-us signalisiert mit einem Augenzwinkern: Das ist das richtige Auto für junge und junggebliebene Menschen, die aktiv sein wollen und dabei auf wenig Emissionen und wenig Verkehrsfläche Wert legen. Mit dem smart for-us ist das praktische Ladekonzept eines Pick-up erstmals in die Gegenwart des urbanen Verkehrs im 21. Jahrhundert übersetzt worden.

Mit seinen Außenabmessungen (Länge/Breite/Höhe: 3.547/1.506/ 1.701 mm) könnte er sich fast auf der Ladefläche eines typischen Pick-up verstecken, und auch unter der Karosserie ist er Avantgarde. Und dank des aktuellen electric drive mit 55-kW-Permanentmagnet-motor lässt sich der smart for-us emissionsfrei, agil und spritzig fahren.

Weltpremiere hat das Modell auf der North American International Auto Show in Detroit (14. bis 22. Januar 2012).

„Wir bei smart lieben Pick-ups – wenn sie außen klein, innen groß, sehr sicher und maximal bequem sind“, sagt smart-Chefin Dr. Annette Winkler. „Mit dem for-us muss man jetzt nicht mal mehr zur Tankstelle!“

Wie car2go, die weltweit erfolgreiche Car-sharing-Initiative von smart für mehr Flexibilität im Stadtverkehr, ist der smart for-us ein Mobilitätskonzept. Er bietet bequemen Platz für Zwei, schafft dahinter aber den Raum für zwei smart ebikes. Durch die Docking Station auf der Ladefläche des smart for-us sind ihre Batterien immer geladen, und die Fahrer des smart for-us kommen damit auch an Ziele, die mit dem Auto nicht erreichbar sind – seien es verkehrsberuhigte Zonen in der Stadt oder einsame Wege im Park.

Das Design: Frech und robust, mit extrem kurzen Überhängen

  • Der Elektroantrieb: Lokal emissionsfreier Fahrspaß

Der Elektroantrieb des smart for-us basiert auf dem innovativen Antriebskonzept des smart fortwo electric drive, der ab dem Frühjahr 2012 startet. Dank des 55-kW-Permanentmagnetmotors lässt sich der smart for-us agil und spritzig fahren. Mit 130 Newtonmetern beschleunigt er antriebsstark und verzögerungsfrei und meistert Überholmanöver ohne Probleme. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 120 km/h. Die Lithium-Ionen Batterie besitzt eine Kapazität von 17,6 kWh. Über die Reichweite gibt es leider noch keine Information.

Linktipps:

Fotos © Daimler AG

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Förderstreit um Solarenergie

9. Januar 2012 von Björn Katz

Im gerade begonnen Jahr 2012 wird die Zukunft der deutschen Solarkraft zweifelsohne eine der wichtigsten Fragen zum Thema Energiewende sein. Dabei gehen die Meinungen über den Sinn und Zweck der Photovoltaik weit auseinander. Während Befürworter darin eine weltweit boomende Zukunftstechnologie sehen, halten Skeptiker sie für ein übersubventioniertes Fördergrab.

Wirtschaftsminister Rösler will Solarkraft ausbremsen

Obwohl seine Partei nach aktuellen Umfragewerten eigentlich in der politischen Landschaft unter “Sonstige” laufen müsste, ist FDP-Chef Philipp Rösler immer noch Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler. Deshalb wird seine Meinung gehört – zum Beispiel beim traditionellen Dreikönigstreffen am vergangenen Freitag. Hier äußerte Rösler unter anderem seine Standpunkte zur Energiewende. Einer davon lautete: “Wer aus der Kernenergie aussteigen will, der muss auch in fossile Kraftwerke einsteigen.” Gemeint sind damit vor allem klimaschädliche Kohlekraftwerke, deren Neubau der Wirtschaftsminister für unbedingt notwendig hält. Demgegenüber, so Rösler, sei die Solarenergie in Deutschland maßlos übersubventioniert. Die Hälfte des Fördervolumens aus der EEG-Umlage auf eine Energietechnologie zu verwenden, die lediglich drei Prozent zur Stromversorgung des Landes beitrage, habe nichts mit Marktwirtschaft zu tun. Deshalb strebt Rösler ein baldiges Ende der Solarförderung an.

Immerhin in einem Punkt muss man dem Wirtschaftsminister Recht geben: Die Solarkraft wird wohl auch auf absehbare Zeit nicht zu den führenden Energieträgern in Deutschland gehören. Ihr wirkliches Potenzial liegt schon aus klimatischen Gründen weiter südlich, zum Beispiel im Rahmen des ambitionierten Zukunftsprojektes Desertec, das uns irgendwann einmal mit Sonnenstrom aus der Wüste versorgen soll. Dennoch beurteilt Rösler den hiesigen Stellenwert der Solarkraft viel zu eindimensional. Die Produkte der deutschen Photovoltaik-Branche sind unter anderem durch per Förderung erreichten Technologievorsprung zum Exportschlager geworden. Dies zu entschleunigen wäre vor allem im Angesicht der boomenden Konkurrenz aus Fernost ökonomisch unsinnig und würde zahlreiche Arbeitsplätze kosten. Darüber hinaus kommt die Solarförderung nicht nur der Wirtschaft, sondern auch vielen Verbrauchern zugute. Mehr und mehr Haushalte in Deutschland beteiligen sich mit privaten Solaranlagen an der allgemeinen Stromerzeugung. Diese Form der dezentralen, erneuerbaren Energiegewinnung ist klimafreundlich und effizienzsteigernd – und sie ist nur deshalb ein wachsender Trend, weil Subventionen die Preise für die nötige Technologie purzeln lassen.

Foto © Pixelio, Rainer Sturm

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ZDF-Doku-Reihe: Windparks an der Nordsee

6. Januar 2012 von Gerd Kebschull

Der TV-Tipp: Keiner will unbedingt ein Windrad unmittelbar vor seinem Garten stehen haben. Kein Mensch ist für Kohlekraftwerke. Auch die Atomkraftwerke werden weitgehend abgelehnt. Wo soll die Energie herkommen?

Zwei Umweltanliegen im Konflikt

  • ZDF-Doku-Reihe “planet e.” über Windparks an der Nordsee

Mit dem Thema Windparks an der Nordsee beschäftigt sich am Sonntag, 8. Januar 2012, 13.00 Uhr, die ZDF-Umweltreihe “planet e.”.

Großbaustelle Wattenmeer
Großbaustelle Wattenmeer: In dem Naturschutzgebiet bereiten Netzbetreiber die Einbringung von Seekabeln vor, mit denen künftig Windstrom von der Nordsee ins Inland geleitet werden soll.

Dass der Ausbau der regenerativen Energien das einzigartige Ökosystem Wattenmeer gefährden könnte, ist ein Aspekt des Films “Windkraft-Poker” von Michael Kaschner. Erstmals geraten damit in Deutschland zwei Umweltschutzanliegen miteinander in Konflikt.

“planet e.” richtet den Blick auch auf das lukrative Geschäftsfeld Energiewende, das mit Fördergeld der Bundesregierung vorangetrieben werden soll. Vor der Küste sollen sich bald 6000 Windräder drehen, das Pokern um die besten Bauplätze im Meer hat schon begonnen. Es herrscht Goldgräber-Stimmung an der Nordsee. Finanzstarke Investoren wittern das große Geschäft. “planet e.” besucht den schwäbischen Unternehmer Willi Balz, dessen Windräder schon montagefertig zur Abholung bereitstehen. Bereits im nächsten Jahr will Balz seinen ersten Windpark errichten und eine Millionen Deutsche mit grünem Strom vom Meer versorgen – ein Milliardengeschäft.

Dass es auch Alternativen zu den Großanlagen im Meer gibt, zeigt das Beispiel von Hans-Herman Albers und Reinhard Christiansen. Bereits in den 90er Jahren errichteten sie Windräder hinter dem Deich und entwickelten das Modell des Bürgerwindparks. Dies gerät jedoch nun durch die staatliche Förderung der Off-Shore-Windanlagen ins Hintertreffen.

Foto © ZDF | Daniel Meinl

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Mikroorganismen haben Kohlendioxid zum Fressen gern

4. Januar 2012 von Gerd Kebschull

Wir Klimaschützer freuen uns über jeden neuen Weg, der hilft, Energie umweltfreundlich zu erzeugen. Das Mikroorganismen CO2 verwerten, haben wir im Blog schon mehrfach vorgestellt. Ist das eine Lösung, um Braunkohlenkraftwerken sinnvoll zu verwenden?

Rauchgas als Rohstoff

  • Neu entdeckte Mikroorganismen verwerten CO2 besonders gut
  •  Zwischenstand nach zwei Jahren Zusammenarbeit: Strategischer Meilenstein bei Kooperation von RWE Power und BRAIN erreicht
  • Projektumfang soll jetzt noch einmal ausgeweitet werden

Spezialisierte und hierfür eigens entwickelte Mikroorganismen können CO2-haltige Rauchgase aus Braunkohlenkraftwerken direkt als „Futter“ verwerten und selbst bei einer Temperatur von 60 Grad Celsius wachsen. Das ist das viel versprechende Zwischenergebnis der Forschungskooperation zwischen der RWE Power und der BRAIN AG.

Vor genau zwei Jahren haben der Stromproduzent und das Biotechnologieunternehmen im Kraftwerk Niederaußem ihre Zusammenarbeit begonnen. Deren Ziel ist, Kohlendioxid mit Mikroorganismen in Biomasse oder direkt zu Wertstoffen umzuwandeln. Dabei sollen Mikroorganismen gezüchtet und mit ihnen innovative CO2-Umwandlungs- und Synthesewege erforscht werden. So entstehen Biomasse und industriell nutzbare Produkte wie neue Biomaterialien, Bio-Kunststoffe und chemische Zwischenprodukte. Für die werden Anwendungsmöglichkeiten zum Beispiel als Bau- und Dämmstoff sowie zur Herstellung von Fein- und Spezialchemikalien wie möglicherweise auch Massenchemikalien untersucht.

 „Unsere Pionierarbeit bei der Suche nach biotechnologischen Lösungen der CO2-Umwandlung trägt erste Früchte: Wir gehen bei der Klimavorsorge weiter voRWEg“, betont Dr. Johannes Heithoff, Leiter Forschung und Entwicklung bei RWE Power. Und weiter: „Wir sind von den Resultaten, die das Forscherteam von BRAIN zusammen mit unseren Kraftwerksexperten erarbeitet hat, so überzeugt, dass wir das Programm weiter ausbauen wollen.“

Bisher sind mehr als zwei Millionen Euro in das Forschungsvorhaben geflossen.

RWE Power will den Bogen noch weiter schlagen und andere kohlenstoffreiche Abfallströme, die zum Beispiel in Abwässern, bei der Produktion von Lebensmitteln oder in Raffinerieprozessen entstehen, mit in das Projekt einbeziehen. Das Unternehmen will hierzu eine Innovationsallianz formieren, in der sich insgesamt 21 Industrieunternehmen, kleine, mittelständische Unternehmen sowie akademische Forschungseinrichtungen zusammenschließen, um im intensiven Austausch Projekte zur Nutzung dieser Abfallströme voranzutreiben.

Linktipps:

Fotos © RWE

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