Mittwoch, 22. Februar 2017
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Strompreisentwicklung

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Nur in wenigen Lebensbereichen ist es zu einer derartigen Verteuerung des Preises gekommen wie beim Strom. Allein im Zeitraum vom Jahr 2000 bis 2010 haben sich die Strompreise für einen 3-Personen-Haushalt um rund 60 Prozent erhöht. Laut dem Bundesverband für Energie und Wasserwirtschaft hat sich die monatliche Pauschale von 40 Euro im Jahr 2000 auf 68 Euro in 2010 Euro erhöht. Ein Musterhaushalt mit drei Personen und einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden zahlt im Rahmen seiner Stromrechnung inzwischen für Steuern und Abgaben rund 34 €/Monat, rund 41 €/Monat fallen an für Beschaffung, Transport und Vertrieb - also als Preis für die eigentliche Leistung der Stromlieferung.

Durchschnittliche Stromrechnung

Abbildung: Durchschnittliche Stromrechnung eines Drei - Personen - Haushaltes, Quelle: BDEW, Stand 04/2012

Zusammensetzung der Strompreise für Privathaushalte in Deutschland

Die Höhe der Strompreise pro kWh setzt sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen. Zunächst einmal machen die Erzeugung und der Vertrieb des Stroms einen entscheidenden Anteil aus. Wie hoch die Strompreise sind, ist abhängig von der Art und Weise, wie Strom erzeugt wird. Strom, der durch Braun- oder Steinkohle gewonnen wird, ist deutlich günstiger als solcher, der beispielsweise durch Wasserkraftwerke gewonnen wird.

Ein weiterer Bestandteil der Strompreise sind die Netznutzungsgebühren. Um die Stromnetze nutzen zu können, müssen alternative Anbieter sogenannte Durchleitungsgebühren zahlen. Diese wirken sich auf den Strompreis aus, den der Kunde letztlich zahlt. Das Gleiche gilt für die Mehrwertsteuer, die einen Anteil am Verbraucherpreis ausmacht. Da die Energieunternehmen eine Abgabe zu leisten haben, deren Grundlage das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz bzw. das Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz: EEG) bildet, fließt auch diese Umlage in dem Strompreis pro kWh mit ein. Nicht zuletzt sind es die Kosten der Energieunternehmen, die durch Abgaben an die Gemeinden entstehen, die Einfluss auf den Strompreis haben.

Zusammensetzung der Strompreise in Deutschland

Der Strompreis pro kWh für Haushaltskunden setzt sich somit aus den folgenden Bestandteilen zusammen. Netznutzungsgebühren, Energie-Erzeugung, Mehrwertsteuer und Stromsteuer. Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh und einem Preis von 26,4 Cent pro kWh setzt sich der Strompreis dann folgendermaßen zusammen:

  • 5,28 Cent (20%) für die Netznutzung
  • 0,79 Cent (3%) für die Messung und Abrechnung des Stroms
  • 11,61 Cent (44%) für Steuern und Abgaben
  • 8,71 Cent (33%) Kosten für den Strombezug und für den Vertrieb inkl. Marge

Zusammensetzung des Strompreises

Abbildung: Zusammensetzung des Strompreises (Daten: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Infografik: Agentur für Erneuerbare Energien)

Im Jahr 2013 wird die EEG-Umlage erneut erhöht. Dabei wird die Ökostrom-Umlage von 3,6 Cent auf 5,28 Cent angehoben, was sich bei Verbrauchern in einer höheren Stromrechnung äußern wird. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3500 Kilowattstunden im Jahr müssen Stromkunden dann bis zu 185 Euro für die Förderung der regenerativen Energien zahlen. Aktuell entrichten Verbraucher für die Ökostrom-Umlage rund 125 Euro. Zudem werden auch die Netznutzungsentgelte erhöht, wie die Übertragungsnetzbetreiber Amprion, Tennet, 50Hertz und TransnetBW beschlossen haben.

Kritische Stimmen begründen die Steigerung der Stromkosten mit dem EEG, da Betreiber regenerativer Anlagen im Rahmen des EEG besonders gefördert werden, während für herkömmliche Anbieter dieser Förderung entfällt.

In Deutschland gibt es zum Teil starke Unterschiede beim Preis für Strom. Bei den regionalen Unterschieden fällt auf, dass in der Mitte Deutschlands die Strompreise oft günstiger sind als im Nord-Osten und Süd-Westen. Zudem ist der Strom in ländlichen Gebieten oft teurer als in der Stadt. Der Grund sind im Falle Ostdeutschlands die höheren Netznutzungsgebühren, bezogen auf die ländlichen Gebiete findet weniger Wettbewerb statt als in den großen Städten. Die Tabelle Stromkosten zeigt eine Übersicht der Strompreise für alle Städte in Deutschland, inklusive einem Städteranking möglicher Ersparnis bei einem Anbieterwechsel.

Erstaunlicherweise haben sich trotz erheblicher Preisanstiege bisher nur wenige Menschen für einen Strompreisvergleich und den damit verbundenen Wechsel des Stromanbieters entschieden. Verbraucherschützer und die Bundesnetzagentur raten jedoch dazu, einen Strompreisvergleich durchzuführen. Jährlich könnten durch einen Wechsel bis zu 400 Euro gespart werden. Die Möglichkeiten sind hier deutlich umfangreicher als noch vor 10 Jahren, inzwischen haben sich auf dem Strommarkt viele Anbieter etablieren können, die günstigen Strom anbieten. Im Zeitalter von Umweltbelastungen und Klimaveränderungen achten die Menschen bei einem Strompreisvergleich übrigens nicht ausschließlich auf den Preis. Wenn gewährleistet ist, dass der Strom eines Anbieters aus regenerativer Stromerzeugung gewonnen wird, zahlen viele Kunden sogar freiwillig ein wenig mehr.

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