Samstag, 21. Januar 2017
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Strompreise 2017

Autor: Dr. Jörg Heidjann

Die Strompreise werden sich im Jahr 2017 nach aktueller Einschätzung nach oben verändern, d.h. die Stromkosten für Verbraucher werden im Jahr 2017 steigen. Aktuell haben rund 250 der mehr als 830 Energieversorger aus dem Bundesgebiet  für Januar 2017 steigende Strompreise angekündigt. Im Durchschnitt verteuern sich die betreffenden Tarife um 3,6 Prozent. Für eine vierköpfige Familie mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden ergeben sich dadurch Mehrkosten von etwas mehr als 40 Euro im Jahr.

Von den bislang angekündigten Strompreiserhöhungen sind rund 5,6 Millionen Haushalte betroffen. Die Mehrzahl der Stromanbieter hat sich bislang noch nicht zu etwaigen Preissteigerungen geäußert. Immerhin: 20 Unternehmen senken ihre Preise auf Grundlage der in den vergangenen Jahren stark gefallenen Großhandelspreise für Strom.

Alle Stromanbieter, die ihre Preise erhöhen, müssen ihre Kunden über die Preiserhöhungen und das Sonderkündigungsrecht hinweisen. In der Regel beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen, sodass Verbraucher schnell handeln sollten.

Die im allgemeinen Strompreis enthaltene EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien steigt im kommenden Jahr 2017 auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt muss mit Mehrkosten von knapp 20 Euro im Jahr rechnen. Der Anstieg von derzeit 6,35 auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde in 2017 bedeutet ein Plus von acht Prozent und markiert gleichzeitig den bisherigen Höchststand der EEG-Umlage. Zudem werden die Netzentgelte zum Jahreswechsel um rund 10 Prozent erhöht. Einem Durchschnittshaushalt entstehen so Mehrkosten von 23 Euro netto im Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Energie- und IT Unternehmen LichtBlick vorgelegte Analyse der Netzentgelte 25 großer regionaler Netzbetreiber. Damit steigen die Leitungsgebühren für die Verbraucher deutlich stärker als die EEG-Umlage.

Auf der anderen Seite ist aber der Börsenstrompreis in Leipzig so niedrig wie nie zuvor. Sollten die Stromversorger die gesunkenen Einkaufspreise an die Endkunden weitergeben, dann werden sich die Strompreise im kommenden Jahr für Endkunden nicht ganz so stark erhöhen. Tun Sie das nicht, so wird Strom im Jahr 2017 durch die höhere EEG – Umlage sowie die Netzentgelte deutlich teurer.

Erfahrungsgemäß sind die in den letzten Jahren gebeutelten Energiekonzerne aber nicht sonderlich daran interessiert, Preise nach unten zu korrigieren. Insofern ist ein geringerer Strompreis 2017 unwahrscheinlich. So sind die sinkenden Börsenstrompreise auch in den vergangenen Jahren nicht in vollem Umfang beim Kunden ankommen.

Strompreis 2017 – Sinkende Großhandelspreise, steigende EEG Umlage

Die EEG - Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) steigt im kommenden Jahr 2017 auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Derzeit liegt sie bei 6,35 Cent. Die Ursache für den Anstieg liegt laut Agora vor allem in den seit Jahren sinkenden Börsenstrompreisen.

Hintergrund: Die EEG-Umlage gleicht die Differenz zwischen dem Börsenstrompreis und der Einspeisevergütung aus. Die Einspeisvergütung garantiert den Betreibern von Windkraft-, Solar-, Biomasse, Wasserkraft- und Geothermieanlagen eine definierte Vergütung für den auf diese Weise erzeugten Strom. Die Vergütung ist abhängig von Art, Größe und Alter der jeweiligen Anlage. Bis zum 15. Oktober müssen die Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der EEG-Umlage für das kommende Jahr veröffentlichen. Bestätigt sich die Prognose, würde der Beitrag zur Förderung erneuerbarer Energien einen neuen Höchststand erreichen.

Es gilt also:

Je niedriger die Strompreise an der Börse für die Einkäufer, umso höher die EEG-Umlage für die Verbraucher.


Entwicklung der Strompreise 2017 für Privatkunden

Treffen die Prognosen für die EEG -Umlage der Agora Energiewende zu, so käme auf die privaten Haushalte in Deutschland Stand heute eine zusätzliche jährliche Belastung von 1,1 bis 1,4 Mrd. Euro zu. Für eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 5.000 kWh bedeutet die EEG - Erhöhung Mehrkosten in Höhe von 44 bis 56 €. Ein Single - Haushalt (2.000 kWh/Jahr) müsste mit höheren Stromkosten von 18 bis 22 € pro Jahr rechnen.

Ein Ausweg bietet nach wie der Anbieterwechsel. Kunden, die noch in einem Grundversorgungstarif sind, können dabei besonders viel Geld sparen. Aufgrund ihrer Funktion als Sicherheitsnetz sind Grundversorgungstarife sind diese Tarife in der Regel automatisch teurer als alternative Stromangebote. Die Grundversorgung bietet zwar den Vorteil kurzer Kündigungsfristen und damit schneller Wechselmöglichkeiten, kostet Haushalte jedoch unnötig viel Geld: Verbraucher, die zum günstigsten verfügbaren Anbieter wechseln, können momentan mehr als 30 Prozent an Stromkosten sparen. Hier lohnt sich auf jeden Fall ein Vergleich der Stromkosten mit dem Stromrechner.

Netzengelte 2017

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet kündigt an, dass er die Netzentgelte zum Jahreswechsel 2017 um rund 80 Prozent erhöhen wird.  Auf der Höchstspannungsebene steigen die Entgelte von 1,09 Cent auf 1,95 Cent je Kilowattstunde, für die Umspannung von Höchst- auf Hochspannung von 1,16 Cent auf 2,07 Cent. Für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt bedeutet das höhere Stromkosten von rund 30 Euro pro Jahr.

Nach einer LichtBlick-Analyse erhöhen 20 der 25 untersuchten Netzbetreiber zum 1. Januar 2017 ihre Gebühren. Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden zahlt im nächsten Jahr 273 Euro netto für Netzgebühren – hinzu kommt die Mehrwertsteuer. Die Netzentgelte machen mehr als ein Viertel des Strompreises aus und sind damit der größte Kostenblock auf der Rechnung der Verbraucher.

Weltmarktpreise für Strom, Kohle, Öl und Gas sind gesunken

Die Jahresauswertung für 2016 zeigt, dass sowohl die Weltmarktpreise für Kohle, Öl und Gas gesunken sind als auch die Strompreise an der Börse. Dies hat sich jedoch auf den Haushaltsstrompreis in Deutschland nicht ausgeschlagen. Er übersteigt 2017 die Marke von 30 Cent pro Kilowattstunde.

"Bleibt das System der Abgaben und Umlagen wie es ist, so ist bis 2023 ein weiterer Anstieg der Strompreise absehbar", prognostiziert Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. "Erst danach kommen die "Ernte-Jahre" der Energiewende. Nach der Bundestagswahl sollte die Energiepolitik daher das System der Steuern, Abgaben und Umlagen auf Energie komplett überarbeiten. Denkbar wäre es etwa, die Stromkosten zu senken, und die Abgaben und Umlagen auf klimaschädliche Energieträger wie Kohle, Heizöl, Diesel, Benzin und Gas zu verlagern."

Steigende Umlagen: Was Stromkunden jetzt machen sollten

Sowohl die EEG-Umlage als auch die Netzentgelte – und damit zwei zentrale Bestandteile des Strompreises für Privathaushalte – steigen 2017 spürbar. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden zahlreiche Energieversorger ihre Preise zum Jahreswechsel oder im kommenden Frühjahr für Millionen von Kunden im gesamten Bundesgebiet erhöhen.

Unser Tipp: Mit einem Stromanbieterwechsel können Betroffene die Preisschraube jedoch durchaus lockern – und das rät aktuell auch die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

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Stromkosten für alle Bundesländer in Deutschland

Bundesland Strompreis
Lokaler
Versorger
Strompreis
Ökostrom
Strompreis
Alle Tarife
Deutschland gesamt 1.090,50 EUR 808,11 EUR 769,58 EUR
Baden-Württemberg 1.085,89 EUR 780,17 EUR 738,51 EUR
Bayern 1.053,15 EUR 800,05 EUR 757,06 EUR
Berlin 1.095,00 EUR 757,11 EUR 735,82 EUR
Brandenburg 1.197,97 EUR 912,16 EUR 867,82 EUR
Bremen 995,50 EUR 770,15 EUR 722,90 EUR
Hamburg 1.088,00 EUR 784,59 EUR 752,40 EUR
Hessen 1.076,18 EUR 790,28 EUR 743,50 EUR
Mecklenburg-Vorpommern 1.220,23 EUR 922,21 EUR 882,37 EUR
Niedersachsen 1.079,13 EUR 809,91 EUR 763,54 EUR
Nordrhein-Westfalen 1.074,38 EUR 787,29 EUR 731,70 EUR
Rheinland-Pfalz 1.095,09 EUR 767,80 EUR 723,91 EUR
Saarland 1.104,69 EUR 788,60 EUR 739,03 EUR
Sachsen 1.120,91 EUR 825,99 EUR 781,13 EUR
Sachsen-Anhalt 1.122,69 EUR 825,15 EUR 785,13 EUR
Schleswig-Holstein 1.154,47 EUR 893,97 EUR 845,92 EUR
Thüringen 1.161,20 EUR 829,55 EUR 785,27 EUR
Stand: 21.01.2017 09:30 Uhr

Hinweis zur Berechnung der Ersparnis
Die mögliche Ersparnis wird in Bezug zu dem Tarif des lokalen Anbieters berechnet. Falls es sich bei dem Vergleichstarif um einen Grundversorgungstarif handelt, wird Ihnen gesetzlich für diesen Tarif eine Kündigungsfrist von 2 Wochen garantiert.

Strompreis 2017 für Gewerbekunden

Profiteure der sinkenden Großhandelspreise sind Gewerbekunden, vor allem aber stromintensive Industriekunden.

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Stromverbrauch
Ihren jährlichen Stromverbrauch finden Sie auf Ihrer letzten Stromrechnung. Wenn Sie Ihren Stromverbrauch nicht kennen, können Sie sich an den folgenden Durchschnittswerten orientieren:

Haushaltsgröße kWh/Jahr
Singles2.000 kWh
Paare3.500 kWh
Familien4.250 kWh
Großfamilien5.000 kWh
kWh/Jahr
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