Montag, 09. Dezember 2019

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Stromanbieter Insolvenz - Tipps für betroffenen Kunden

In den letzten Jahren gab es immer wieder Beispiele von Insolvenzen im Energiebereich. So mussten einige Strom- und Gasanbieter Insolvenz beantragen und konnten die Kunden nicht mehr weiter mit Strom und Gas beliefern. Die bekanntestens Fälle von Insolvenzen in der Energiebranche haben wir weiter unten auf dieser Seite zusammengetragen. 

Wird die Versorgung mit Strom seitens des Stromanbieters eingestellt, fallen Kunden automatisch in die sogenannte Ersatzversorgung ihres örtlichen Grundversorgers zurück.

Ihre Stromversorgung ist gesichert

Auch im Falle einer Insolvenz des Stromanbieters ist ihre Stromversorgung gesichert! Niemand muss sich also fürchten, plötzlich ohne Strom dazustehen.

Wie verhalte ich mich im Falle einer Insolvenz?

Fall 1: Der Stromanbieter beliefert Sie weiterhin mit Strom

Solange Kunden mit Strom und Gas beliefert werden, laufen die bestehenden Verträge weiter. Ein Recht auf Sonderkündigung besteht bei einer Insolvenz nicht. Es gelten daher die normalen Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen ihres Stromtarifes.

 

Fall 2: Der Stromanbieter beliefert Sie nicht weiterhin mit Strom

Sie werden im Rahmen der Ersatzversorgung automatisch von Ihrem Grundversorger mit Strom beliefert. Diesen Vertrag sollten Sie möglichst schnell wechseln, da die Grundversorgungstarife sehr teuer sind.

Tipp: Wer Klarheit über den Lieferstatus haben möchte, sollte bei seinem Netzbetreiber oder beim Stromanbieter selbst nachfragen. Da es rechtlich jedoch nicht eindeutig ist, ob bestehende Verträge mit dem Lieferstopp enden, sollten Kunden in diesem Fall vorsorglich kündigen“, rät die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Gut zu wissen:

  • Ist ein Stromanbieter insolvent, dann muss zunächst der örtliche Grundversorger die Stromlieferung übernehmen.

  • Springt der Grundversorger ein, stoppen Sie am besten sofort alle Zahlungen an den insolventen Stromanbieter und kündigen Sie den Vertrag.

  • Lesen Sie den Zählerstand ab und notieren Sie sich diesen.

  • Suchen Sie sich einen neuen Stromanbieter, da der Grundversorgungstarif sehr teuer ist.

Was passiert mit meinen Vorausszahlungen?

Ist der Stromanbieter insolvent und haben sie Geld im Voraus bezahlt, so sollten sie Rückforderung beim Insolvenzverwalter der Firma anmelden.

Wichtig: Forderungen können erst nach Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens angemeldet werden. Dafür erhalten Kunden ein Formular vom Verwalter. Verfrüht eingereichte Forderungen sind unwirksam und werden nicht berücksichtigt.

Wird ein Insolvenzverfahren eröffnet, steht an dessen Ende entweder die Sanierung des Unternehmens oder dessen Abwicklung. Dann wird es schwerer, bestehende Ansprüche durchzusetzen: Kunden könnten ihre Forderungen zwar zur Insolvenztabelle anmelden, meist erhalten sie jedoch nur einen kleinen Teil zurück. Zudem kann es Jahre dauern, bis ein Insolvenzverfahren abgeschlossen ist.

Sollte ich bei einer Insolvenz den Stromanbieter wechseln?

Ja, sie sollten den Stromanbieter wechseln, sobald es die Vertragslaufzeit Ihres derzeitigen Anbieters zulässt. Hier kommt es also darauf an, wie lange die Restlaufzeit und Kündigungsfrist ihres Tarifes ist.

1. Der Grundversorger hat bereits die Ersatzversorgung übernommen

Die Grundversorgung ist ein Stromvertrag beim örtlichen / lokalen Versorger.  Im Grundversorgungstarif können Sie in monatlich wechseln.

2. Der insolvente Stromanbieter beliefert Sie weiterhin mit Strom

Solange Kunden mit Strom und Gas beliefert werden, laufen die bestehenden Verträge weiter. Es gelten daher die normalen Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen, die Sie beim Abschluss des Tarifes bestätigt haben. Einzelheiten finden sie in den allgemeinen Geschäftsbedingungen oder der letzten Jahresrechnung.

Wir helfen Ihnen gerne bei der Auswahl eines passenden Stromanbieters. Am besten nutzen Sie unseren Stromanbieter Wechselservice.

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Insolvenz des Stromanbieters BEV Energie, Januar 2019

Am 29.01.2019 wurde durch das Amtsgericht München – Abteilung für Insolvenzsachen ein sog. vorläufiges Insolvenzverfahren gegen den Billigstromanbieter BEV Energie eröffnet. Von der Pleite des Billigstromanbieters sind mehr als 500.000 Kunden betroffen.

Inforrmationen und Handlungsempfehlungen für Kunden

1. Alle Kunden werden durch den Grundversorger mit Strom und Gas beliefert

Alle Kunden der BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH werden, so der vorläufige Insolvenzverwalter, ab sofort durch die gesetzlich vorgesehene Ersatzversorgung durch den kommunalen Grundversorger ohne Unterbrechung mit Strom und Gas beliefert. Die Grundversorgung ist ein Stromvertrag beim örtlichen / lokalen Versorger. Im Grundversorgungstarif können Sie in monatlich wechseln.

Handlungsempfehlung:

Wechseln Sie jetzt direkt Ihren Strom- und/oder Gasanbieter, denn die Grundversorung ist der mit Abstand teuerste Tarif. Dafür beträgt die gesetzliche Kündigungsfrsit nur 2 Wochen, so dass Sie schnell einen neuen und seriösen Strom / Gasanbieter erhalten.

Tipp: Nutzen Sie unseren kostenlosen Wechselservice für Strom und Gas. Wir garantieren, dass der neue Strom- oder Gaslieferant absolut vertrauenswürdig und zuverlässig ist.

Insolvenz des Stromanbieters Systemstrom GmbH, September 2018

Es gibt laut telefonischer Rückfrage einen Beschluss des Amtsgericht Mühldorf a. Inn vom 12.09.2018 über eine vorläufige Insolvenzverwaltung beim Stromanbieter Systemstrom GmbH.

"Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen erlässt das Amtsgericht Mühldorf a. Inn am 12.09.2018 folgenden Beschluss

In dem Verfahren über den Antrag der Systemstrom GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Unterreiter Hermann, geboren am 15.10.1969, Tulpenweg 5, 84577 Tüßling, Registergericht: Amtsgericht Traunstein Register-Nr.: HRB 16261

- Schuldnerin -
Verfahrensbevollmächtigte:

Rechtsanwältin Süßenguth Anita, Ludwigstraße 95, 84524 Neuötting, Gz.: 812/17 A01 mb D6/1477-18
Geschäftszweig:

auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen erlässt das Amtsgericht Mühldorf a. Inn am 12.09.2018 folgenden Beschluss:

Zur Sicherung des Schuldnervermögens vor nachteiligen Veränderungen (§ 21 Abs. 1 und 2 InsO) wird am 12.09.2018 um 12:09 Uhr vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet, § 21 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 InsO.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird bestellt: Rechtsanwalt Severin Kiesl, Sonnenstraße 3, 83022 Rosenheim, Telefon: +49(8031)233890, Telefax: +49(8031)13892, Email: kanzlei@kiesl.de.

Laut Auskunft des zuständiges Insolvenzverwalters sind rund 5000 Kunden von der Insolvenz betroffen. Der Betrieb wurde eingestellt, Eine Fortführung war nicht möglich, da ein kostendeckender Stromeinkauf nicht mehr möglich war. Die Kunden wurden darüber informiert, dass zum 01.10. 2018 die Grundversorgung greift.

Flexstrom Insolvenz - Das Flexstrom Modell

Flexstrom? Da war doch was. Richtig, und zwar die größte Pleite, die die Energiebranche in Deutschland jemals erlebt hat. Rund 835.000 Gläubiger wurden bis März 2014 registriert. Damit ist die die Insolvenz der Flexstrom-Gruppe größer als die von Teldafax aus dem Jahr 2011. Dort waren rund 750.000 Gläubiger von der Insolvenz betroffen. 

Jahrelang konnte die Flexstrom AG als mittelständischer Billigstromanbieter aus Berlin viele Kunden mit seinem Vorkassemodell gewinnen. Ende 2011 belieferte das Unternehmen über 400.000 Kunden mit Strom. Im Geschäftsjahr 2010 hatte man 293.929 Neukunden akquiriert. 2011 gewann Flexstrom 370.000 Neukunden, verlor aber rund 240.000 Bestandskunden.

Flexstrom wurde im Jahr 2003 von den Mundt Brüdern gegründet und war im Jahr 2011/2012 mit mehr als 550.000 Kunden einer der größten unabhängigen Strom- und Gasanbieter in Deutschland. Zu Flexstrom gehörten ebenfalls die Marken ÖkoFlex, Löwenzahn Energie und Optimalgrün sowie der Gasanbieter FlexGas.

Das Flexstrom Modell - ein warnendes Beispiel für Verbraucher

Flexstrom bot sogenannte „Strompakete“ an. Der Kunde musste seinen Jahresverbrauch einschätzen und kaufte dann seinen Strom per Vorauskasse für ein Jahr ein. Mehrverbrauch wurde teuer in Rechnung gestellt, Minderverbrauch nicht erstattet. Die Paketpreise waren dabei aber so günstig, dass Flexstrom viele Kunden mit diesem sogenannten Billigstrom anlocken konnte. Teilweise wurde der Strom für Neukunden zu Preisen angeboten, die geringer waren als die Kosten für Umlagen, Steuern, Konzessionsabgaben und Netzentgelte. Im zweiten Jahr wurden die Preise dann teilweise um 50 oder sogar 100 Prozent erhöht, was die Kunden aber nicht mitmachten. So kam was kommen musste. Die Kunden verließe scharenweise das Unternehmen und das Flexstrom Geschäftsmodell ging baden.

Das sagen unsere Kunden:


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