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Billig-Stromanbieter in der Krise

05.01.2022 | Energienachrichten

In den zurückliegenden Wochen und Monaten haben verschiedene sogenannte Billiganbieter die Belieferung ihrer Kunden mit Energie ohne Vorwarnung eingestellt - darunter bekannte Marken wie Stromio, gas.de, Grünwelt Energie und Immergrün. Der Branchenverband BDEW betrachtet diese Entwicklung mit Sorge und sieht den Strommarkt in einer tiefen Krise.

Risikogeschäft Billigstrom

Hintergrund der sich häufenden Lieferstopps sind die zuletzt enorm gestiegenen Großhandelspreise für Energie. Discountanbieter, deren Geschäftsmodell in der Regel auf einer kurzfristigen Einkaufsstrategie beruht, werden von der Kostenexplosion besonders hart getroffen und können im Ernstfall nicht mehr zu den vereinbarten Preisen liefern. In den vergangenen Wochen und Monaten mussten diverse Unternehmen aus diesem Segment deshalb ihre Strom- und Gaslieferverträge mit Kunden einseitig beenden. Ob diese Vorgänge rechtmäßig sind, wird von Verbraucherschützern bezweifelt.

Sicherheitsnetz Grundversorgung

Wenn ein Billiganbieter die Strom- oder Gasbelieferung seiner Kunden kurzfristig einstellt, werden die Betroffenen durch Ersatzversorgungstarife ihres örtlichen Grundversorgers aufgefangen. Dieses Sicherheitsprinzip schützt Verbraucher, zieht jedoch auch Probleme nach sich: Zum einen sind die Preise des Grundversorgers in der Regel deutlich höher als die des zuvor abgeschlossenen Tarifs. Zum anderen müssen die Grundversorger durch den plötzlichen Kundenzulauf mehr Energie als geplant einkaufen - und dies zu den aktuell hohen Großhandelspreisen.

Seriöse Anbieter gesucht

Als Interessenvertretung der Energiebranche zeigt sich der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) besorgt über die aktuelle Lage. BDEW-Präsidentin Dr. Marie-Luise Wolff: "Billiganbieter betreiben Geschäftemacherei auf Kosten der Kunden und wälzen das ökonomische Risiko auf die Grundversorger ab. Hier muss die neue Bundesregierung eingreifen." Es könne nicht sein, "dass Anbieter in Niedrigpreiszeiten Reibach machen und sich bei steigenden Preisen nicht mehr um ihre Kunden kümmern", so Wolff.

Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, ergänzt: "Es muss gewährleistet sein, dass Energieanbieter ihrer Lieferverpflichtung nachkommen. Unseriösen Geschäftsmodellen muss Einhalt geboten werden. (...) Richtig verstandener Verbraucherschutz setzt auf seriöse Anbieter, die die Versorgung gewährleisten."

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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