Die Strompreise in Deutschland werden im Jahr 2026 sinken. Um Verbraucherinnen, Verbraucher und Unternehmen ab 2026 von den weiterhin hohen Energiepreisen zu entlasten, hat die Bundesregierung ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Senkung der Strom- und Energiekosten beschlossen. Ziel ist es, sowohl private Haushalte als auch das produzierende Gewerbe spürbar zu entlasten und gleichzeitig Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit zu stärken.
Für 2026 zeichnet sich eine moderate Entlastung bei den Strompreisen ab. Die Einführung des Bundeszuschusses zu den Netzentgelten zeigt bereits im ersten Jahr Wirkung:
Die ene’t-Auswertung der Netzengelte 2026 auf Basis eines Musterhaushalts (4.000 kWh, Niederspannung) zeigt:
Für kleinere Haushalte (1.500 kWh) beträgt der Rückgang –12,6 %; im Gewerbe liegen die Entlastungen je nach Abnahmefall zwischen –16 % und –26 %. Der Erfassungsstand der ene’t-Daten liegt bei ~100 %, die Aussage ist damit sehr belastbar.
Damit erfüllt die Bundesregierung eines ihrer zentralen Energieversprechen: Die Netzentgelte als zentralen Kostentreiber beim Strompreis spürbar zu dämpfen – und so private Haushalte direkt zu entlasten.
Trotzdem bleibt Strom in Deutschland teuer. Regionale Unterschiede, Netzausbaukosten und weltwirtschaftliche Risiken können die Entwicklung dämpfen. Wer seine Stromkosten senken möchte, sollte Tarife vergleichen, regelmäßig wechseln und die staatlichen Entlastungen aktiv nutzen.
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Grafik "Infografik: Strompreise 2025 und Prognose für 2026 beim günstigsten Anbieter für Neukunden bei einem Verbrauch von 3500 kWh, Grundgebühren wurden verrechnet. © StromAuskunft.de, Info Grafik zur freien Verfügung unter Creative Commons Lizenz
Für einen durchschnittlichen Familienhaushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch ergibt sich eine durchschnittliche Entlastung von rund 70 Euro. Die Entlastung sind aber regional sehr unterschiedlich, es gibt dahe Gewinner und Verlierer.
In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sinken die Netzentgelte um 3,18 ct/kWh, was einer jährlichen Ersparnis von rund 111 Euro entspricht. Auch Sachsen-Anhalt verzeichnet mit –3,03 ct/kWh eine ähnlich hohe Entlastung (rund 106 Euro).
Deutlich entlastet werden auch Bayern, Berlin und Schleswig-Holstein, wo die Reduktionen zwischen –2,35 und –2,63 ct/kWh liegen – entsprechend 82 bis 92 Euro weniger Kosten pro Jahr.
Moderate Entlastungen verzeichnen westdeutsche Flächenländer wie Nordrhein-Westfalen (–1,99 ct/kWh ≈ 70 €), Niedersachsen (–1,69 ct/kWh ≈ 59 €) oder Rheinland-Pfalz (–1,31 ct/kWh ≈ 46 €).
Am geringsten fällt die Entlastung in Bremen (–0,59 ct/kWh ≈ 21 €) und Sachsen (–1,12 ct/kWh ≈ 39 €) aus
| Bundesland | Senkung Netzentgelte (ct/kWh) | Ersparnis bei 3500 kWh pro Jahr (€) |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | -1,24 | 43,40 |
| Bayern | -2,63 | 92,05 |
| Berlin | -2,51 | 87,85 |
| Brandenburg | -3,18 | 111,30 |
| Bremen | -0,59 | 20,65 |
| Hamburg | -2,41 | 84,35 |
| Hessen | -1,16 | 40,60 |
| Mecklenburg-Vorpommern | -3,18 | 111,30 |
| Niedersachsen | -1,69 | 59,15 |
| Nordrhein-Westfalen | -1,99 | 69,65 |
| Rheinland-Pfalz | -1,31 | 45,85 |
| Saarland | -1,38 | 48,30 |
| Sachsen | -1,12 | 39,20 |
| Sachsen-Anhalt | -3,03 | 106,05 |
| Schleswig-Holstein | -2,35 | 82,25 |
| Thüringen | -1,84 | 64,40 |
Tabelle: Netzengelte 2026 nach Bundesländern: Die Tabelle zeigt die aktuell bestverfügbare, bundeslandgenaue Übersicht für 2026 auf Basis öffentlich zugänglicher Auswertungen.
Quellen & Methodik: Die bundesweite Veränderung 2026 basiert auf BNetzA-Stichproben: Haushaltskunden im Schnitt ca. −17,2 % bzw. ~−2 ct/kWh; endgültige Entgelte gelten ab 1. Jan 2026, ene’t Erfassungsstand 04.11.2025 (Abdeckung 99,97 %) bestätigt für einen 4.000 kWh-Haushalt Netzkosten 357,40 € (2026) vs. 430,73 € (2025) ⇒ −17,02 % (≈ −1,95 ct/kWh). Das sind bundesweite, netzgrößen-gewichtete Durchschnittswerte. Die bundeslandscharfen Reduktionswerte (ct/kWh) stammen aus einer Rabot-Energy-Auswertung, veröffentlicht bei CHIP; daraus sind die Ersparnisse für 3.500 kWh angegeben
Hinweis: Öffentliche, amtlich konsolidierte absolute Netzentgelt-Durchschnittswerte je Bundesland für 2026 sind nicht zentral publiziert; verlässliche landesscharfe Reduktionswerte (wie oben) sind aktuell das belastbarste, frei zugängliche Maß.
Fazit zu den Regionen: Die neuen Netzentgelte 2026 führen bundesweit zu einer spürbaren Entlastung privater Haushalte – besonders im Osten und Süden Deutschlands. Während Verbraucher in den neuen Bundesländern teils über 100 Euro im Jahr sparen, bleibt der Effekt in nordwestdeutschen Stadtstaaten vergleichsweise gering.
Ab dem Jahr 2026 wird die Stromsteuer für Unternehmen des produzierenden Gewerbes sowie für Land- und Forstwirtschaft dauerhaft auf den EU-Mindestsatz gesenkt. Diese Maßnahme entlastet rund 600.000 Betriebe, darunter viele mittelständische Unternehmen – vom Handwerks- und Bäckereibetrieb bis hin zu industriellen Fertigern in der Chemie-, Metall- oder Maschinenbaubranche.
Für diese Reform sind laut Bundesregierung 1,5 Milliarden Euro an Steuermindereinnahmen für 2026 sowie ab 2027 jährlich rund 3 Milliarden Euro eingeplant. Private Haushalte profitieren von der Stromsteuer-Senkung allerdings nicht – sie gilt ausschließlich für Unternehmen.
Neben der Steuerreform wird ab 2026 ein Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten eingeführt. Diese Entlastung betrifft alle Stromverbraucher – also auch private Haushalte und kleine Gewerbe.
Finanziert wird die Maßnahme über den Klima- und Transformationsfonds (KTF), aus dem jährlich 6,5 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Für die nächsten vier Jahre stehen insgesamt 26 Milliarden Euro zur Verfügung. Nach Regierungsangaben sinken die Stromkosten dadurch um etwa zwei Cent pro Kilowattstunde (kWh). Eine durchschnittliche Familie könnte somit rund 100 Euro pro Jahr sparen.
Zum Vergleich: Ursprünglich hatte die Koalition eine Senkung um fünf Cent pro kWh angekündigt. Der tatsächliche Effekt fällt also geringer aus – und regional unterschiedlich, da die Netzentgelte je nach Bundesland stark variieren.
Ein weiterer Bestandteil des Entlastungspakets ist die Abschaffung der Gasspeicherumlage. Sie wird Ende 2025 beendet und das entsprechende Umlagenkonto mit 3,4 Milliarden Euro aus dem KTF ausgeglichen. Dadurch werden Haushalte zusätzlich um rund 50 Euro jährlich entlastet.
Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil erklärte:
„Wir senken die Energiepreise so, dass mehr als 600.000 produzierende Betriebe – von der Schreinerei bis zum Industrieunternehmen – spürbar entlastet werden. Niedrige Energiepreise sind entscheidend für einen starken Standort Deutschland.“
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ergänzte:
„Ab dem kommenden Jahr senken wir die Stromkosten um 6,5 Milliarden Euro pro Jahr. Damit setzen wir einen Großteil der im Koalitionsvertrag vereinbarten Entlastungen um.“
Am 05. Dezember 2025 kostet Strom laut unseren Strompreisanalysen für Haushaltsstrom in der Grundversorgung 44,36 Cent pro kWh und 22,97 Cent pro kWh beim günstigsten Alternativanbieter (Quelle: Aktuelle Strompreise in Deutschland). Für Bestandskunden liegen die Preise laut Bundesnetzagentur bei 36 Cent pro Kilowattstunde.
Die Infografik „Strompreisentwicklung 2014 bis 2025“ zeigt die Entwicklung der Strompreise für Haushaltskunden in Deutschland über einen Zeitraum von elf Jahren. Grundlage sind Erhebungen von StromAuskunft.de, basierend auf einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) – ein typischer Wert für einen Drei- bis Vier-Personen-Haushalt.
In der Grafik werden zwei Preisverläufe dargestellt:
Die y-Achse zeigt den Strompreis in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh), die x-Achse den Zeitraum von 2014 bis 2025.
Grafik "Strompreisentwicklung seit 2014 für Haushalte in Deutschland. Strompreise in der Grundversorgung und beim günstigsten Anbieter außerhalb der Grundversorgung in Cent pro Kilowattstunde bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh", © StromAuskunft.de, Info Grafik zur freien Verfügung unter Creative Commons Lizenz
Die Grafik zeigt eindrucksvoll, dass sich die Preisschere zwischen Grundversorgung und günstigstem Anbieter über die Jahre immer wieder geöffnet und geschlossen hat – insgesamt jedoch beide Preisniveaus seit 2014 deutlich gestiegen sind.
Strompreis in der Grundversorgung
Die Grundversorgungspreise stiegen zunächst moderat, erreichten ab 2021 einen deutlichen Sprung und lagen 2022 mit 49,45 ct/kWh auf einem historischen Höchststand. Nach einem kurzen Rückgang 2023 auf rund 45 ct/kWh stabilisierten sich die Preise 2024/2025 auf diesem hohen Niveau.
Strompreis beim günstigsten Anbieter
Bei den günstigsten verfügbaren Tarifen verlief die Preisentwicklung deutlich flacher. Auch hier kam es während der Energiekrise 2022 zu einem Preisschub (39,20 ct/kWh), danach jedoch zu einem kräftigen Rückgang. Seit 2023 bewegen sich die günstigsten Tarife wieder um die 28 bis 29 ct/kWh – deutlich unterhalb der Grundversorgung.
Preisabstand zwischen Grundversorgung und günstigstem Anbieter
Der Preisunterschied zwischen Grundversorgung und günstigstem Anbieter ist ein zentrales Ergebnis der Grafik:
Damit hat sich der Wettbewerb nach der Energiekrise wieder normalisiert. Für Verbraucher lohnt sich ein Anbieterwechsel erneut deutlich, da in vielen Regionen Einsparungen von mehreren hundert Euro pro Jahr möglich sind.
Ursachen der Preisentwicklung
Die Grafik verdeutlicht drei markante Phasen:
2014–2020: Stabile bis leicht steigende Strompreise
2021–2022: Sprunghafter Anstieg durch Energiekrise
2023–2025: Entspannung und Preisstabilisierung
Verbraucherauswertung: Was bedeutet das?
Die Infografik zeigt klar:
Zwischen 2014 und 2025 sind die Strompreise in Deutschland deutlich gestiegen – in der Grundversorgung um mehr als die Hälfte, beim günstigsten Anbieter um gut ein Viertel. Nach dem historischen Preisschock 2022 hat sich der Markt zwar beruhigt, doch das Preisniveau bleibt hoch.
Für Verbraucher bedeutet das:
Die y-Achse zeigt den Strompreis in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh), während die x-Achse die Jahre 2015 bis 2025 abbildet.
Abbildung: Strompreis Entwicklung 2015 - 2025, Daten: BDEW; Bundesnetzagentur
Info Grafik zur freien Verfügung unter Creative Commons Lizenz
Der Strompreis für Haushalte ist im betrachteten Zeitraum deutlich gestiegen – um insgesamt rund 34 Prozent.
Zwischenzeitlich erreichte der Strompreis 2022 sogar einen Höchstwert von 47,27 ct/kWh, was den massiven Preisschub infolge der Energiekrise zeigt. Danach ist eine leichte Entspannung zu erkennen, das Preisniveau bleibt jedoch weiterhin hoch.
1. Steuern und Abgaben – Rückgang um 19 %
Der Anteil der staatlichen Steuern, Abgaben und Umlagen ist seit 2015 um 19 Prozent gesunken – von 15,04 ct/kWh auf 12,72 ct/kWh.
Hauptgründe dafür sind die Abschaffung der EEG-Umlage im Jahr 2022 sowie Entlastungen bei einzelnen Energieabgaben.
Trotz des Rückgangs machen Steuern und Abgaben weiterhin rund ein Drittel des Strompreises aus – sie bleiben damit ein entscheidender Kostenfaktor.
2. Beschaffung und Vertrieb – Anstieg um 115 %
Den stärksten Preissprung zeigt der Bereich Beschaffung und Vertrieb: Dieser Bereich verteuerte sich von 8,26 ct/kWh (2015) auf 17,09 ct/kWh (2025). Das entspricht einem Anstieg von +115 Prozent in zehn Jahren.
Dieser Kostenblock umfasst die Stromerzeugung, den Einkauf an der Strombörse und die Marge der Energieversorger.
Die Ursachen für den starken Anstieg liegen in:
Auch 2025 bleibt dieser Anteil auf hohem Niveau, da viele Versorger langfristige Einkaufspreise erst verzögert weitergeben.
3. Netzentgelte – Anstieg um 66 %
Die Netzentgelte, also die Gebühren für Transport und Verteilung des Stroms über die Stromnetze, sind im gleichen Zeitraum um 66 Prozent gestiegen – von 6,32 ct/kWh (2015) auf 11,42 ct/kWh (2025). Netzentgelte machen 2025 rund 28 Prozent des gesamten Strompreises aus.
Treiber dieser Entwicklung sind:
Die Bundesregierung will diese Entwicklung ab 2026 durch einen jährlichen Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds abfedern – mit dem Ziel, die Netzentgelte für Haushalte wieder zu senken.
Insgesamt zeigt die Grafik, dass der Strompreis in Deutschland zwischen 2015 und 2025 um rund ein Drittel gestiegen ist. Während Steuern und Abgaben leicht sinken, belasten Netzentgelte und Beschaffungskosten die Haushalte zunehmend.
Mit dem geplanten Bundeszuschuss zu den Netzentgelten ab 2026 ist erstmals wieder mit einer spürbaren Entlastung zu rechnen.
Die Entwicklung der Strompreise in Deutschland steht angesichts wachsender ökonomischer und politischer Unsicherheiten im Zentrum der öffentlichen Diskussion. In diesem Zusammenhang gewinnen Langzeitprognosen eine neue Relevanz, um Verbrauchern und Industrien Orientierung für zukünftige Planungen zu bieten.
Die vorliegenden Analysen und Prognosen unterstreichen, dass Verbraucher und Unternehmen sich auf dauerhaft höhere Stromkosten einstellen müssen. Dies bedingt auch eine Notwendigkeit zur verstärkten Investition in Energieeffizienz und die weitere Förderung erneuerbarer Energiequellen, um die Strompreissteigerung abzufedern und die Energiewende erfolgreich zu gestalten.
Die Prognos-Studie bietet detaillierte Einblicke in die potenziellen Entwicklungen der Strompreise bis 2040 und präsentiert drei mögliche Szenarien, die stark von den zukünftigen Gaslieferungen aus Russland und anderen Faktoren abhängen:
Oberer Preisbereich: Sollte Russland zukünftig kein Gas mehr an Deutschland liefern, prognostizieren die Experten von Prognos, dass die Großhandelspreise für Strom im nächsten Jahr die Marke von 500 Euro pro Megawattstunde übersteigen könnten, bevor sie wieder fallen.
Mittlerer Preisbereich: Bei einer fortgesetzten, wenn auch reduzierten Gasversorgung aus Russland, erwarten die Analytiker, dass die Strompreise auf Großhandelsebene um 189 Euro pro Megawattstunde liegen werden, was kaum über den aktuellen Preisen liegt.
Unterer Preisbereich: Sollten die vollen Gaslieferungen wieder aufgenommen werden, könnten sich die Großhandelsstrompreise nach Prognos im nächsten Jahr auf etwa 100 Euro pro Megawattstunde einpendeln.
Bis 2027/28 wird ein deutlicher Rückgang der Strompreise erwartet. Entscheidend für die Preisentwicklung sind die Nachfrage nach Strom, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Verfügbarkeit von Importen. Trotz möglicher Preisrückgänge werden die Stromkosten langfristig über den Niveaus vor der Coronapandemie und dem Ukraine-Krieg bleiben.
Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität Köln (EWI) hat in seinen aktuellen Analysen die zukünftigen Entwicklungen der Strompreise an der Börse beleuchtet, die bereits jetzt die früher für 2030 prognostizierten Höchststände erreicht haben. Ursprünglich hatte das EWI im Jahr 2018 einen Börsenstrompreis von 93 Euro pro Megawattstunde für das Jahr 2030 vorhergesagt. Diese früheren Prognosen wurden jedoch durch unerwartete Ereignisse wie den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Versorgungsunsicherheiten überholt.
Laut dem neuesten Gutachten des EWI könnten die Börsenstrompreise im Jahr 2026 auf 132 Euro pro MWh und bis 2030 auf 135 Euro pro MWh ansteigen, falls ein starker Nachfrageanstieg auftritt und gleichzeitig keine russischen Energieträgerimporte mehr verfügbar sind. Dies würde eine Verdreifachung gegenüber den durchschnittlichen Preisen von 37 Euro pro MWh in den Jahren 2016 bis 2019 darstellen.
In einem optimistischeren Szenario, bei einem moderaten Nachfrageanstieg und einem teilweisen Erreichen des Ausbauziels der erneuerbaren Energien, wird mit Preisen von 79 Euro pro MWh für das Jahr 2026 und 52 Euro pro MWh für das Jahr 2030 gerechnet. Auch wenn dieses Szenario günstiger erscheint, liegt es immer noch deutlich über den historischen Preisen.
Die wesentlichen Annahmen dieser Prognose umfassen eine leichte Bevölkerungsabnahme in Deutschland, einen weiterhin steigenden Stromverbrauch, hoch bleibende Gaspreise aufgrund teurerer Einkäufe am Spotmarkt, das Erreichen der Klimaziele mit einem Anteil der erneuerbaren Energien von 80 Prozent am Stromverbrauch bis 2030, eine Rückkehr der Inflation auf ein normales Niveau von 2 Prozent pro Jahr und den fortgesetzten Ausstieg aus der Kernenergie. Diese Faktoren sind entscheidend dafür, wie sich die Strompreise in den nächsten Jahren entwickeln werden und zeichnen ein Bild von einem Strommarkt, der sich auf höhere Kosten einstellt, während er sich gleichzeitig den Herausforderungen einer nachhaltigen Energieversorgung stellt.
Zudem zeigt eine Anfrage der CDU/CSU an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, dass die Strompreise für verschiedene Energieträger im Wärmebereich bis 2035 allmählich steigen werden, beginnend bei 37 Cent pro Kilowattstunde in 2024 und ansteigend auf 38,89 Cent pro Kilowattstunde bis 2035. Diese schrittweise Erhöhung spiegelt die erwartete allgemeine Inflationsentwicklung und die steigenden Kosten für die Energiebeschaffung wider.
Wie entwickeln sich die Preise für unterschiedliche Energieträger im Wärmebereich nach Erwartung der Bundesregierung in den kommenden Jahren?
| Jahr | Preis in Cent pro Kilowattstunde |
| 2024 | 37 ct/kWh |
| 2025 | 37 ct/kWh |
| 2026 | 37,19 ct/kWh |
| 2027 | 37,37 ct/kWh |
| 2028 | 37,56 ct/kWh |
| 2029 | 37,75 ct/kWh |
| 2030 | 37,93 ct/kWh |
| 2031 | 38,12 ct/kWh |
| 2032 | 38,31 ct/kWh |
| 2033 | 38,51 ct/kWh |
| 2034 | 38,70 ct/kWh |
| 2035 | 38,89 ct/kWh |
Tabelle: Prognose zur Strompreisentwicklung bis zum Jahr 2035 auf Anfrage von CDU/CSU an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Die prognostizierten Preisanstiege sind vorrangig durch höhere Börsenstrompreise bedingt, die aus einer Kombination mehrerer Faktoren resultieren:
Langfristig ist mit anhaltend hohen Strompreisen zu rechnen. Die Bundesregierung rechnet in ihren Modellierungen bis 2035 mit leicht steigenden Preisen, die jährlich um einige Cent zunehmen. Hierbei ist der Einfluss von Energiepolitik und internationalen Marktbedingungen signifikant.

Die Strompreise werden in Zukunft weiter steigen und Haushalte müssen daher deutlich mehr Geld für Energie ausgeben, als es bisher der Fall ist. In einer Simulation des EWI für das Jahr 2026 werden Mehrkosten von 550 bis 920 Euro für einen Durchschnittshaushalt berechnet.
Strom sparen ist der einfachste Weg, um den Anstieg der Stromkosten abzufedern. Reduzieren Sie daher Ihren Stromverbrauch. Die drei größten Stromverbraucher im Haushalt sind
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Stromkunden, die bisher noch von Preiserhöhungen verschont geblieben sind, sollten sich auf deutlich höhere Rechnungen einstellen. Planen Sie die höheren Kosten schon jetzt ein und legen Sie jeden Monat etwas Geld zurück. Damit sind Sie für die anstehenden Preiserhöhungen gut vorbereitet.
Überprüfen Sie Ihre Tarife regelmäßig und wechseln Sie den Anbieter, wenn Ihr Tarif nicht mehr der günstigste ist. Denn in den allermeisten Fällen sparen Kunden am meisten, wenn sie regelmäßig den Anbieter wechseln.
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Angesichts der aktuellen Preislage empfehlen wir Verbrauchern, bei einem Anbieterwechsel zunächst einen Vertrag mit kurzer Laufzeit abzuschließen - maximal 12 Monate. Sollten im Laufe des nächsten Jahres wieder günstige Angebote verfügbar sein, können Kunden kurzfristig wechseln.
Eine gute Möglichkeit die Stromkosten zu reduzieren ist die Erzeugung von Strom. Natürlich hat nicht jeder dieselben Voraussetzungen und kann eine Solaranlage mit Speicher installieren oder ein Windrad aufstellen. Aber wer dazu die Möglichkeit hat, der sollte die Gelegenheit nutzen. Denn insbesondere bei den hohen Strompreisen lohnt sich die Erzeugung von Strom mit einem hohen Anteil an Eigenverbrauch sehr. Lassen Sie sich dazu kostenlos beraten und nutzen Sie unseren Solarrechner.
Für Unternehmen bedeuten hohe Energiekosten einen direkten Wettbewerbsnachteil. Gewerbekunden, deren bisherige Stromverträge auslaufen, stehen aktuell vor einer großen Herausforderung: Häufig müssen Sie zu deutlich schlechteren Konditionen neu abschließen.
Nutzen Sie unseren kostenlosen Preisvergleich für Gewerbekunden. Wenn Sie mehr als 50.000 kWh Strom oder Gas im Jahr verbrauchen, dann holen wir für Ihr Unternehmen maßgeschneiderte Angebote ein. Sie können in aller Ruhe die Preise vergleichen und beim günstigsten Anbieter abschließen.
