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Gewerbestrompreise und Industriestrompreise

Die Strompreise für mittlere Gewerbebetriebe mit einem Verbrauch von 2 bis 20 Mio. kWh / Jahr liegen im Schnitt bei 15,6 Cent / kWh. Diese Betriebe profitieren vor allem von deutlich geringeren Umlagen, Steuern und Netzentgelten. Privilegierte, stromintensive Industriebetriebe zahlen im Idealfall bestenfalls 4,7 Cent / kWh. Die Preise für Gewerbestrom sind in diesem Segment (Verbrauch 70 – 150 Mio. kWh / Jahr) in den letzten 7 Jahren um gut 25 % gesunken, während die Strompreise für Endverbraucher im gleichen Zeitraum um 40% gestiegen sind.

Strompreise im Vergleich

Abbildung: Die Strompreise für Privatkunden, Gewerbekunden und Industriekunden im Vergleich

Gewerbestrompreise

Einen einheitlichen Strompreis für Gewerbetreibende und industrielle Abnehmer gibt es in Deutschland nicht, da sich die einzelnen Preisbestandteile je nach Anbieter, Region und Vertragsbedingungen stark unterscheiden. Allein bei den Netzentgelten, die rund 20 Prozent des Gewerbestrompreises ausmachen, ist bundesweit ein hohes Gefälle zu beobachten. Weitere preisbildende Faktoren sind die Strombezugsmenge, der Lieferdauer, die genutzte Spannungsebene sowie die etwaige Inanspruchnahme von Ausnahmeregelungen.

Im Sinne möglichst niedriger Energiekosten werden für Unternehmen neben den Themen Energieeffizienz, Lastmanagement und Eigenstromerzeugung auch mögliche Einsparpotenziale durch Anbieterwechsel immer wichtiger – umso mehr, da hierfür keinerlei Investitionen notwendig sind. Der Markt für Gewerbestrom ist vielfältig: Laut Monitoringbericht der Bundesnetzagentur können Betriebe bundesweit unter mehr als 900 Stromanbietern wählen. Die diesbezügliche Wechselquote liegt seit Jahren konstant bei etwa zwölf Prozent, wobei insbesondere Industrie- und Gewerbekunden mit besonders hohen Stromverbräuchen häufiger zum Anbieterwechsel tendieren als kleinere Unternehmen. Insgesamt bietet der Markt für Gewerbestrom jedoch noch hohe Einsparpotenziale für Abnehmer aller Größen.

Warum ist Gewerbestrom günstiger als Haushaltsstrom?

Gewerbliche Stromverbraucher sind in Deutschland gegenüber Haushaltskunden spürbar begünstigt, da der Gewerbestrompreis grundsätzlich anders gewichtet ist. Unternehmen zahlen in der Regel einen ermäßigten Satz an Steuern und Abgaben, zudem werden die Netznutzungskosten dieser Kundengruppe differenzierter berechnet. Der niedrigere Strompreis für Industrie und Gewerbe rechtfertigt sich auch durch die vergleichsweise hohe Strombezugsmenge, die sich generell in verbesserten Konditionen seitens der Versorger niederschlägt. Ein weiterer preisdämpfender Faktor: Der Anschluss an das Hoch- bzw. Mittelspannungsnetz ist kostengünstiger als das für Privathaushalte bereitgestellte Niederspannungsnetz. Zudem benötigen Gewerbekunden je nach Branche auch nachts und zu anderen Nebenzeiten eine konstante oder gar erhöhte Strommenge, die dann zu entsprechend günstigeren Tarifen abgerechnet wird. Dies betrifft vor allem Gewerbetreibende, die ihren Strom nicht über eine monatlich gleichbleibende Pauschale beziehen, sondern per verbrauchsabhängigem Preis oder gleich über ein individuell maßgeschneidertes Tarifmodell.

Zusammensetzung der Gewerbestrompreise

Lediglich rund 30 Prozent des gegenwärtigen Gewerbestrompreises können direkt seitens der Stromanbieter beeinflusst werden. Etwa 70 Prozent sind durch Umlagen, Abgaben, Steuern und Netzentgelte bestimmt. Nichtsdestotrotz können Gewerbetreibende, insbesondere RLM-Kunden mit hohen Stromverbräuchen, durch Ausnahmeregelungen auch bei den staatlich festgelegten Posten sowie bei den Abgaben an die Netzbetreiber spürbare Preisvorteile erzielen.

Die Preisbestandteile in der Übersicht:

Erzeugung und Vertrieb (Beschaffungskosten, Transport und Vermarktung, Gewinnmargen der Anbieter): 30 Prozent

Steuern und Abgaben: 50 Prozent

Netzentgelte: 20 Prozent

Gewinnmarge der Gewerbestromanbieter

Einfluss der verschiedenen Faktoren auf den Gewerbestrompreis

Für Gewerbe und Industriekunden gibt es viele Ausnahmeregelungen für Steuern und Abgaben. Insbesondere Industriekunden  mit einem sehr hohen Stromverbrauch pofitieren von diesen Ausnahmeregelungen. So sind die Netzentgeltedeutlich geringer und entfallen für manche Großkunden mit bestimmten Verbrauchsprofilen gänzlich. Für die EEG-Umlage gilt ähnliches, hier sind ebenfalls die großen Industriebetriebe mit einem Verbrauch ab 1 Mio. kWh deutlich privilegiert. Die KWK – Umlage beträgt ab einem Verbrauch von min. 100.000 kWh pro Jahr maximal 0,05 ct / kWh. Weiterhin existieren Rabatte bei der Offshore – Haftungsumlage, der Abschaltumlage und der Konzessionsabgaben. Die Mehrwertsteuer ist abzugsfähig und bei der Stromsteuer gibt es auch zahlreiche Regelungen für Vergünstigungen.

Wie haben sich die Gewerbestrompreise entwickelt?

Während der Strompreis für private Haushaltskunden zwischen den Jahren 1998 und 2014 um 70 Prozent gestiegen ist, lässt sich im Bereich Gewerbe- und Industriestrom eine gänzlich andere Entwicklung beobachten. So zahlen Unternehmen mittlerer Größe im Vergleich zu Privathaushalten heutzutage nur etwa die Hälfte pro Kilowattstunde Strom. Energieintensive Industriebetriebe, die von Ausnahmeregelungen bei Steuern, Umlagen und Netzentgelten profitieren, erzielen sogar ein noch deutlich niedrigeres Kostenniveau, das im Idealfall nur etwa ein Sechstel des in Deutschland haushaltsüblichen Strompreises beträgt. Im energieintensiven Segment maximal privilegierter Unternehmen sind die Strompreise im Verlauf der letzten Jahre dramatisch gesunken, während die Kosten für private Haushalte im selben Zeitraum ebenso drastisch gestiegen sind.

Aber: In der jüngeren Vergangenheit zeigt auch der Preistrend für Gewerbestrom nach oben – und zwar insbesondere bei kleinen und mittleren Betrieben, die pro Jahr mittlerweile um bis zu zwölf Prozent mehr zahlen. Ursächlich für den neuerlichen Anstieg sind insbesondere die staatlichen Umlagen, die den allgemein sinkenden Großhandelspreisen für Strom entgegenwirken. Allein zwischen den Jahren 2012 und 2014 hat der Gesetzgeber drei neue Umlagen geschaffen: die Umlage zum Ausgleich netzentgeltbefreiter Industrieunternehmen, die Offshore-Haftungsumlage und die Umlage für abschaltbare Lasten. Darüber hinaus sind innerhalb der letzten Jahre auch die Netzentgelte merklich angestiegen. Ein Trend, der sich aller Wahrscheinlichkeit nach fortsetzen wird, da im Zuge der Energiewende weiterhin hohe Investitionen in den Ausbau der Stromnetze notwendig sein werden


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