Rohstoffmangel gefährdet Energiewende
Dienstag, den 22. November 2011In Zeiten des allgemeinen Aufbruchs Richtung Energiewende entsteht leicht der Eindruck, die Zukunft ließe sich allein auf Wind und Sonne gründen. Das ist leider ein Trugschluss, denn jenseits fossiler Brennstoffe entstehen neue Abhängigkeiten. Zahlreiche Zukunftstechnologien wie Elektroautos, Glasfaserkabel, Solarzellen oder Windkraftanlagen benötigen vor allem mineralische Rohstoffe. Und deren Versorgungslage wird aktuell als kritisch eingestuft.
Knappe Ressourcen für Zukunftstechnologien
Die von der KfW Bankengruppe in Auftrag gegebene Studie “Kritische Rohstoffe für Deutschland” hat erstmalig die prekäre Versorgungslage mit mineralischen Rohstoffen dargestellt. Dazu zählen Industriemineralien, Metalle, Steine und Erden, die für nahezu jede erdenkliche Zukunftstechnologie maßgeblich sind. Die Verknappung von 13 mineralischen Rohstoffen, die überwiegend den seltenen Metallen zuzuordnen sind, wird von der Studie aktuell als “kritisch” bzw. “sehr kritisch” eingestuft. Im einzelnen sind dies Germanium, Rhenium, Antimon, Indium, Wolfram, Seltene Erden, Gallium, Palladium, Silber, Zinn, Niob, Chrom und Bismut. Germanium wird beispielsweise für die Produktion von Glasfaserkabeln benötigt, Rhenium für hocheffiziente Gasturbinen, Gallium und Indium für die Dünnschicht-Photovoltaik, während Seltene Erden bei Magneten in der Windkrafttechnologie, bei Batterien für Elektroautos sowie in der Informations- und Kommunikationstechnik eingesetzt werden.
Laut Studie sind die aktuellen Versorgungsrisiken für die als kritisch eingestuften Rohstoffe vor allem aus zwei Gründen entstanden: Zum einen besteht ein zu großes Ungleichgewicht zwischen den verfügbaren Ressourcen und der global boomenden Produktion darauf basierender Technologie. Auch das Rohstoff-Recycling zeigt sich diesbezüglich nur bedingt effektiv. Zum anderen ist die Förderung der knappen Rohstoffe derzeit auf wenige Länder konzentriert, vor allem auf die Volksrepublik China. Deutschland gerät dadurch in eine starke Importabhängigkeit. Zur Lösung der Problematik empfiehlt die Studie neben der verstärkten Beteiligung Deutschlands an Bergbauprojekten vor allem Maßnahmen zum effizienteren Einsatz von Rohstoffen.
Foto © Pixelio, Susanne und Giovanni Romano

Zu den Plänen der Übertragungsnetzbetreiber, drei Stromautobahnen quer durch Deutschland verlegen zu wollen, erklärt Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft, Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:
Die Energiesparlampe hat seit ihrer schritt- aber eben auch zwangsweisen Einführung schon so manchen kritischen Bugtreffer einstecken müssen. Wurden zu Beginn des Glühlampenausstiegs noch hitzige Debatten über Preis und Lichtqualität der alternativen Stromsparer geführt, befinden wir uns nunmehr tief im Sumpf der Quecksilber-Diskussion. Energiesparlampen vergiften Mensch und Umwelt, sagen die Kritiker, die Hersteller halten eine niedrige Konzentration und weitestgehende Bruchsicherheit der Leuchten dagegen. Wie auch immer, Recht hat letztlich der Kunde – und der kann mittlerweile mehr als nur ein Produkt kaufen. Deshalb hat die Stiftung Warentest im jüngsten Sparlampen-Vergleich (Ausgabe 03/2011) auch gleich drei Beleuchtungssysteme gegeneinander antreten lassen. Ring frei für: Energiesparlampen vs. LED-Leuchten vs. Halogenglühlampen.
Laut Greenpeace-Berechnungen, die auf der Basis aktueller Kraftwerksplanungen des Bundesverbandes der Energiewirtschaft vorgenommen wurden, wäre ein Atomausstieg bis 2015 machbar, ohne dass dadurch negative Auswirkungen in Sachen Versorgungssicherheit, Klimaschutz oder Energiekosten entstehen würden. Die sieben ältesten AKW sowie der Pannenmeiler Krümmel könnten laut Greenpeace abgeschaltet bleiben und der Reaktor Neckarwestheim 2 noch in diesem Jahr stillgelegt werden. Zwischen 2012 und 2015 könnten dann pro Jahr zwei weitere Meiler vom Netz gehen, so dass der Atomausstieg bereits in vier Jahren vollendet wäre. Dies sei möglich, so Greenpeace, weil bereits im derzeitigen Kraftwerkspark klare Überkapazitäten bestehen und sich zudem mehr als 50 neue Kraftwerke in Bau oder Planung befinden.
Laut IÖW-Studie haben Deutschlands Städte und Gemeinden im Jahr 2009 durch die wirtschaftlichen Effekte von Sonne, Wind, Wasser und Biomasse rund 6,8 Milliarden Euro eingenommen. 2008 wurden hierzulande 2,2 Millionen Solarkollektoren und Photovoltaik-Anlagen, 400.000 Wärmepumpen, 22.000 Windkraftanlagen sowie 4.500 Biogasanlagen installiert bzw. in Betrieb genommen. Die Kommunen profitieren dabei vor allem durch neue Steuereinnahmen und die Verpachtung von Flächen für die Erzeugung von
Eine aktuelle Studie des Beratungsdienstleisters Accenture zeigt: Zwar trauen sich vier von fünf Stromkunden in Deutschland die Optimierung des eigenen Energieverbrauchs grundsätzlich zu, aber nur ein Drittel ist sich der Vielfalt an neuen
Diesmal durften sich Bundesumweltminister Norbert Röttgen, Ex-Irgendwie-Alles-Minister Wolfgang Clement, Grünen-Griesgram Renate Künast, Mr. Atomkraft Ralf Güldner sowie Schwarm-Autor Frank Schätzing als Quotenpromi verbal an die Kehle. Blutig ist es geworden. Und konfus. Wolfgang Clement zum Beispiel, dauerbeleidigt, weil als Konzern-Marionette stigmatisiert, stellte nach anfänglichem Schwadronieren unter dem Motto „Gefälligst mehr Respekt für den verdienten Staatsmann“ schnell die Sachlichkeit ein. Danach machte er nur noch Werbung für das RWE-Subunternehmen, in dessen Aufsichtsrat er gerade sitzt. Ach ja, er sagte noch, für den Job gäbs nur 20.000 im Jahr – also kein Anreiz, gleich korrupt zu werden. Schon klar. Renate Künast konzentrierte sich auf ständige Blutgrätschen gegen den armen Norbert Röttgen, der zwar dieser Tage so grün dahersäuselt wie kein CDU-Mann zuvor, aber schließlich immer noch der parlamentarische Feind ist. Am anderen Ende der sinnstiftend von rechts nach links eingeteilten Sitzreihe der Präsident des Deutschen Atomforums. Selten habe ich soviel ökonomisch schnittige Angriffslust in jemandes Augen gesehen, wie in denen von Ralf Güldner. Da wurde mir ganz eisig ums Herz. Dem Mann möchte man seine Meiler am liebsten für die nächsten tausend Jahre zusichern, nur, damit er einen in Ruhe lässt. Und wieso war Schätzing jetzt eigentlich nochmal da? Keine Ahnung, aber wissenschaftlich angehauchte Prosa scheint wohl ebenso quotenträchtig zu sein wie seine verdammt telegene Frisur. Außerdem gefallen mir Menschen, die anderen nicht ständig in den halb angefangenen Satz poltern.