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Archiv der Kategorie ‘News‘

Russland und Deutschland kooperieren bei Bioenergie

Donnerstag, den 2. Februar 2012

Kooperationen sind wichtig. Kompetenz muss gebündelt werden. Nur so kann man im Bereich Bioenergie Synergieeffekte erzielen. Der Vertrag zwischen Russland und Deutschland ist ein wichtiger Schritt nach vorn.

Russische Energieagentur, FESCO und FNR unterzeichnen Vertrag

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) hat mit der Russischen Energieagentur (REA) und dem russischen Energie-Dienstleister FESCO auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin einen Kooperationsvertrag unterzeichnet: Künftig wollen die drei Partner beim Ausbau der Bioenergienutzung in der Russischen Föderation verstärkt zusammenarbeiten.

Bioenergie
Bei der Unterzeichnung des Vertrages, v.l.n.r.: Andreas Schütte/FNR; Vladimir Baskov/REA; Alexander Terekhov/FESCO.

Die FNR ist Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Seit 2009 koordiniert sie im Auftrag des BMELV das Projekt „Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen (Biomasse) in der Russischen Föderation und der Ukraine mit Schwerpunkt der energetischen Nutzung“. Die 2009 gegründete REA gehört zum Russischen Energieministerium und ist seit 2011 für die Entwicklung Erneuerbarer Energien im Land zuständig.

Die Bioenergiepotenziale Russlands sind immens und zurzeit nahezu ungenutzt. Allein die Menge der jährlich anfallenden landwirtschaftlichen Reststoffe wird auf mehr als 600 Millionen Tonnen (200 Mio. Tonnen Trockenmasse) geschätzt. Die Russische Regierung will diese Potenziale nun nutzen und dazu insbesondere im ländlichen Raum dezentrale Energieversorgungsstrukturen aufbauen. Deutschland kann hierbei aufgrund seiner Erfahrungen und seines technologischen Know-hows helfen. Im Rahmen der jetzt beschlossenen Kooperation sind vor allem beratende Maßnahmen und ein intensiver Informationsaustausch vorgesehen, um in Russland Kapazitäten für moderne Bioenergietechnologien aufzubauen.

Foto © FNR

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E-Bikes – 50. Deutscher Verkehrsgerichtstag in Goslar

Mittwoch, den 1. Februar 2012

Der Verkehrsgerichtstag  in Goslar (25. bis 27. Januar 2012) ist ja normalerweise nicht unser Thema auf Stromauskunft.de. Diesmal aber doch, denn es geht um E-Bikes. 500.000 Fahrzeuge sind bereits unterwegs. Brauchen wir schon wieder ein neues Gesetz?

50. Deutscher Verkehrsgerichtstag in Goslar Trend zum Pedelec elektrisiert auch Juristen

  • ADAC: Interessen der Verkehrsteilnehmer stehen im Vordergrund

Mittlerweile sind etwa 600 000 elektrisch unterstützte Fahrräder auf Deutschlands Straßen unterwegs und der Trend zu Pedelec und E-Bike wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Daher bedarf es dringend einer rechtlichen Einordnung dieser und anderer neuer Fahrzeugarten.

Fahradfahrer ohne Helm?
Fahradfahrer ohne Helm?

Der 50. Verkehrsgerichtstag in Goslar wird sich in einem Arbeitskreis mit den drängenden Fragen rund um dieses Thema beschäftigen. Auch aus Sicht des ADAC ist es von großer Bedeutung zu klären, was ein Pedelec ist, wann man einen Führerschein dafür braucht oder ob eine Helmpflicht nötig ist.

Ein weiteres, auch aus Sicht des ADAC wichtiges Thema ist die Klärung der Schmerzensgeldfrage. Denn anders als in Deutschland ist in vielen europäischen Ländern die Zahlung eines Schmerzensgelds für Angehörige von Verkehrstoten gesetzlich geregelt. Darüber hinaus wird auch die Mithaftung eines Unfallopfers bei Verletzung der eigenen Sorgfaltspflicht ein wichtiger Punkt sein.

Beim Deutschen Verkehrsgerichtstag treffen sich einmal jährlich mehr als 1 600 Juristen und Fachleute aus Ministerien, Verbänden und Behörden in Goslar, um sich in themenbezogenen Arbeitskreisen mit verkehrs- und versicherungsrechtlichen Problemen zu befassen.

Foto © Pixelio | Rainer Sturm

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Opel Ampera – Polizei sorgt “sauber” für Ordnung

Mittwoch, den 25. Januar 2012

Am 19. Mai holen wir “unseren” Opel Ampera ab. Im Blog von Stromauskunft werden wir ihn auf die Alltagstauglichkeit testen. Auch die Polizei von Berlin ist überzeugt, dass der Ampera einen guten Job machen wird.

„Blau fährt grün“ – mit dem Opel Ampera

  • Opel unterstützt „Initiative 120“ der Berliner Polizei mit zwei Elektrofahrzeugen

Berlin/Rüsselsheim.  Die Berliner Polizei integriert im Rahmen des weltweit einmaligen Projekts „Initiative 120“ elf alternativ angetriebene Fahrzeuge in ihren Fuhrpark, um dessen CO2-Bilanz auf unter 120 g/km zu senken.

Opel Ampera
Der Opel Ampera im Polizei-Einsatz

Opel unterstützt dabei mit zwei Ampera. Volker Hoff, Vice President Regierungsbeziehungen der Adam Opel AG, übergab heute vor dem Reichstagsgebäude an den Berliner Innensenator Frank Henkel und Polizeivizepräsidentin Margarete Koppers die beiden Elektroautos.

„Wir begrüßen die Initiative und freuen uns, dass unser revolutionärer Ampera einen entscheidenden Beitrag leisten kann, die CO2-Bilanz des Polizei-Fuhrparks zu verbessern“, erklärte Volker Hoff.

Die beiden im Polizei-Gewand vorgestellten Opel Ampera zeigen, in welchem „Outfit“ sie in rund zwei Jahren Eingang in die Polizei-Flotte finden könnten. Bis dahin nutzen die Beamten das voll alltagstaugliche Elektroauto als Zivilfahrzeug, das je nach Fahrstil und Einsatzbedingungen 40 bis 80 Kilometer im reinen Batteriebetrieb und damit völlig emissionsfrei zurücklegen kann.

Ein Lithium-Ionen-Akku mit 16 kWh Kapazität versorgt den 111 kW/150 PS starken Elektromotor mit der nötigen Energie. Die Polizeibeamten brauchen keine Sorge zu haben, einen Einsatz wegen einer leeren Batterie abbrechen zu müssen: Immer wenn ihr Ladezustand ein definiertes Minimum erreicht, schaltet sich der Benzinmotor automatisch ein und treibt einen Generator zur Stromversorgung des Elektromotors an. So ist eine Gesamtreichweite von über 500 Kilometern möglich. Die Räder des Ampera werden dabei immer elektrisch angetrieben. Auf 100 Kilometer ergibt sich ein kombinierter und gewichteter Verbrauch von 1,2 Litern Benzin (entsprechend 27 g/km CO2).

Foto © Opel

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Deutscher Ökostrom verärgert Europa

Dienstag, den 24. Januar 2012

Man sollte meinen, die stetig wachsende Integration erneuerbarer Energien in Deutschland habe eine Art Vorbildcharakter für ganz Europa. In Wirklichkeit aber sind einige unserer Nachbarn derzeit eher über Ökostrom made in Germany verärgert. Schuld daran ist der zu langsam voranschreitende Netzausbau, der Stromumleitungen über das Ausland notwendig macht.

Zu schnelle Energiewende?

Das Hauptproblem der deutschen Energiewende besteht aktuell in einer zu großen Diskrepanz zwischen dem boomenden Zubau erneuerbarer Energien und den zu geringen Kapazitäten der bestehenden Netze. Beispielsweise produzieren Windkraftanlagen, die im Norden und mittlerweile auch im Osten Deutschlands wie Pilze aus dem Boden schießen, zwar jede Menge klimafreundichen Strom, dieser kommt aber schwerlich im Süden der Republik an, weil es an entsprechenden Trassen zur Durchleitung mangelt. Die Strategien zur Lösung des Problems muten simpel an: Deutschland benötigt insgesamt neue Stromautobahnen und speziell im Süden eine verstärkte Eigenversorgung aus Wind- und Solarkraft. Derzeit aber, so scheint es, überholt sich die Energiewende selbst, denn der Netzausbau wurde bereits vor Jahren verschlafen und lässt sich nicht von heute auf morgen realisieren.

Energieexperten, darunter der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena), Stephan Kohler, fordern aktuell eine Entschleunigung beim Ausbau erneuerbarer Energien. “Es kann nicht sein, dass wir Photovoltaik und Windenergie zubauen, die man gar nicht mehr ins Netz integrieren kann”, so Kohler gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Derzeit sei man in der Zwangslage, Ökostrom aus Nord- und Ostdeutschland über Polen, Tschechien und Österreich umzuleiten, um ihn letztlich wieder im Süden der Republik einzuspeisen. Das allerdings stößt nicht gerade auf große Gegenliebe bei unseren europäischen Nachbarn, da die schwankende Ökostrom-Durchleitung aus Deutschland die dortige Netzstabilität gefährdet. Polen hat bereits angekündigt, solche unkontrollierten Stromflüsse künftig eindämmen zu wollen.

Die mangelnde Koordination im Stromverbund mit Deutschlands Nachbarländern ist allerdings nur eine Schieflage innerhalb der beschleunigten Energiewende. Bereits jetzt bleiben zeitweise bis zu 30 Prozent der Energie aus hiesigen Windparks ungenutzt, weil der Strom nicht weitergeleitet werden kann. Im kommenden Sommer wird mit einer ähnlichen Problematik bei der Photovoltaik zu rechnen sein. Sollte der überschüssige Strom dann auch noch auf Blockaden unserer Nachbarländer stoßen, sind Zwangsabschaltungen von Wind- und Solaranlagen zu befürchten. Solche Abregelungen müssen nach geltendem Recht allerdings entschädigt werden, was wohl letztlich die Verbraucher über den Strompreis tragen.

Foto © Pixelio, Rainer Sturm

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Brandgefahr durch Photovoltaikanlagen?

Donnerstag, den 12. Januar 2012

Wie plus+-minus gestern berichtete, besteht die Möglichkeit der Brandgefahr durch Photovoltaikanlagen. Sind Photovoltaikanlagen gefährlich – oder ist das eher ein Problem, dass dort zu wenig Experten diese Anlagen verbauen.

Wie gefährlich sind Photovoltaikanlagen?

Ein Haus steht in Flammen. Ursache unbekannt, weil das Haus durch das Feuer völlig zerstört wurde. Jetzt mehren sich die Hinweise, dass diese Häuser alle mit einer Photovoltaikanlagen auf dem Dach ausgestattet waren.

Wie plus+-minus berichtet:

Erhard Wagner, Schiedsgutachter für Elektrotechnik, Vilsbiburg: “Brandursache kann ein defektes Modul sein, dass das Modul ausbrennt, weiterer Schaden Kleintierbisse, …”

Die Lösung: Regelmäßige Überprüfung der Anlage. Die aber kostet viel Geld und macht die Photovoltaikanlagen unrentabel.

Foto © pixelio.de | Gabi Schoenemann

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Bioenergie-Partnerschaften: Ländertour 2012

Mittwoch, den 11. Januar 2012

Bioenergie eine weitere Option Energie zu erzeugen, die uns hier im Blog schon oft beschäftigt hat. Jetzt geht es bald wieder auf Regionaltour. Die Termine stehen unten.

Regionale Bioenergieberatung stellt besondere Bioenergie-Projekte vor

Die Best-Practice-Ländertour der regionalen Bioenergieberatung startet im Januar 2012 mit einer neuen Folge. Den thematischen Schwerpunkt bilden diesmal innovative Kooperationsprojekte zur Bioenergieerzeugung und –nutzung, die im Rahmen regionaler Bioenergiepartnerschaften, zum Beispiel zwischen Landwirten, Gemeinde und Bürgern, verwirklicht wurden. Dazu zählen u.a. Nahwärmenetze, Bioenergiedörfer und Energiegenossenschaften. Eine neue Broschüre stellt diese Best-Practice-Projekte vor.

Die Veranstaltungsreihe richtet sich an ein breites Publikum, wie Landwirte, Gemeinden, Energieversorger, Banken etc. Jede Bioenergie-Beratungsgruppe der zwölf Flächenbundesländer bietet einen Tag lang Vorträge und Exkursionen zu diesem besonderen Themenschwerpunkt an. Zusätzlich stellen die Bioenergieberater die Projekte in einer gemeinsamen Broschüre vor. Mit der Veranstaltungsreihe können die Bioenergieberater weitere Bioenergiepartnerschaften „anstiften“ und somit zur Umsetzung des Energiekonzepts der Bundesregierung beitragen, nämlich eine nachhaltige, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung zu ermöglichen.

Bereits 2011 organisierten die Bioenergieberater mit Unterstützung der FNR und der DLG eine ähnliche Veranstaltungsreihe. Die „Ländertour 2011“ fand in allen Bundesländern großes Interesse. Neben informativen Vorträgen zur Bioenergie wurden regionale Erfolgsmodelle aus den Bereichen Bioenergieanbau und –nutzung vorgestellt.

Regionale Bioenergieberatung für Land- und Forstwirtschaft

Die zwölf Bioenergieberatungsstellen werden vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über die FNR gefördert und bieten bundesweit Land- und Forstwirten, Kommunen sowie der Öffentlichkeit kostenlos Informationen und Beratung zum Thema Bioenergie an.

Termine der Ländertour

17.01. Kirchberg (Hunsrück), Rheinland-Pfalz/Saarland
07.02. Honigsee, Schleswig-Holstein/Hamburg
08.02. Bautzen, Sachsen
16.02. Seyda, Sachsen-Anhalt
21.02. Rheinsberg, Brandenburg/Berlin
23.02. Groß Kelle, Mecklenburg-Vorpommern
23.02. Verden, Niedersachsen/Bremen
29.02. Senden, Nordrhein-Westfalen
01.03. Hollfeld, Bayern
06.03. Wiesbaden, Hessen
28.03. Hoffenheim, Baden-Württemberg
24.04. Breitungen, Thüringen

Weitere Informationen:

Foto © FNR

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Pumpspeicherkraftwerk Waldeck 2

Mittwoch, den 21. Dezember 2011

Energie zu speichern, wird eine der wesentlichen Herausforderungen für die nächsten zehn Jahre sein. Immer dann wenn nicht ausreichend Solar- oder Windenergie vorhanden ist, müssen beispielsweise Pumpspeicherkraftwerke in die Bresche springen. Ein lohnendes Geschäft für die Energieerzeuger.

E.ON erhält Genehmigung zum Ausbau des Pumpspeicherkraftwerks Waldeck 2

E.ON hat heute vom Regierungspräsidium Kassel die Genehmigung zur Erweiterung des Pumpspeicherkraftwerks Waldeck 2 in Edertal/Hemfurth erhalten. Die erteilte Genehmigung umfasst im Wesentlichen die Errichtung einer weiteren unterirdischen Kraftwerkskaverne mit einer 300 Megawatt starken Pumpturbine.

In der geplanten Anlage soll erstmals ein neuartiger Asynchron-Generator zum Einsatz kommen, der in dieser Größenordnung noch nie zuvor in einem Wasserkraftwerk eingebaut wurde. Dieser Generator ermöglicht eine besonders flexible Betriebsweise der Anlage. Die Gesamtinvestition für den Ausbau liegt bei rund 250 Millionen Euro. Eine abschließende Investitionsentscheidung soll im Jahr 2012 getroffen werden.

„Pumpspeicherkraftwerke können überschüssige Energiemengen effizient speichern und eignen sich damit hervorragend als Partner für die schwankende Einspeisung aus Erneuerbaren Energien. Solche Anlagen sind dadurch ein wichtiger Baustein für die Energieversorgung der Zukunft“, sagte Dr. Ingo Luge, der im Konzern für das Deutschlandgeschäft verantwortlich ist. „Wir freuen uns über die erteilte Genehmigung und danken den zuständigen Behörden für die stets konstruktive Zusammenarbeit“, so Luge weiter.

E.ON leistet mit Milliardeninvestitionen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und für den Bau flexibel einsetzbarer Pumpspeicherkraftwerke einen nachhaltigen Beitrag zur zukünftigen Energieversorgung in Deutschland und Europa. So hat das Unternehmen erst in der vergangenen Woche den Bau mehrerer Offshore-Windparks in den Meeresgebieten vor Deutschland, Schweden und Großbritannien angekündigt.

Foto © 2008 Redaktionsbüro Kebschull

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Stilllegung von Kernkraftwerken kosten 3,2 Milliarden Euro

Donnerstag, den 8. Dezember 2011

Man mag schon gar keine Nachrichten mehr hören. Wenn irgendetwas unter 100 Millionen kostet, ist es schon gar keine Schlagzeile mehr Wert. Vor Weihnachten die nächste Hiobsbotschaft. Die Kosten für die Stilllegung der Kernkraftwerke werden auf über 3 Milliarden Euro beziffert.

Stilllegung und Entsorgung von Kernkraftwerken sollen 3,2 Milliarden Euro kosten

Wie der Bundestag berichtet, rechnet die Bundesregierung für die Stilllegung und den Rückbau von Atomkraftwerken sowie die Endlagerung atomarer Abfälle mit Kosten in Höhe von 3,2 Milliarden Euro. In einer Antwort (17/7777) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/7430) schreibt die Bundesregierung, dass im Zeitraum von 2011 bis 2035 dabei rund zwei Milliarden Euro für die Stilllegung der Kraftwerke und etwa 1,2 Milliarden Euro für den Endlagerbereich ausgegeben werden müssen. Bislang wurde nach Angaben der Regierung für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits etwa eine Milliarde Euro verwandt.

Die vom Deutschen Atomforum geäußerte Einschätzung, dass bis zur möglichen Inbetriebnahme von Gorleben als Endlager für radioaktive Abfälle insgesamt 2,4 Milliarden Euro benötigt wurden, bestätigte die Regierung in ihrer Antwort nicht. Die Gesamtinvestitionen ließen sich erst dann abschätzen, wenn ein „vollständiges technisches Endlagerkonzept“ vorhanden sei und Untersuchungen über den Salzstock vorlägen, heißt es in dem Papier. In diesem Zusammenhang wies die Regierung darauf hin, dass sich Bund und Länder erst kürzlich geeinigt hätten, die Endlagerfrage im „nationalen Konsens“ zu lösen.

Foto © Pixelio | Bjoern Schwarz

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Qualifizierte Energieberatung mit Gütesiegel

Sonntag, den 4. Dezember 2011

Die Energiekosten werden nicht sinken, das ist so sicher wie das “Amen in der Kirche”. Daher macht es immer Sinn, über Einsparungspotenzial nachzudenken. Qualifizierte Energieberatung gibt es aber nicht zum Nulltarif.

TÜV Rheinland Qualitätssiegel für erste bundesweite Energieberatung

TÜV Rheinland übergibt SiegelQualifizierte Energieberatung ist ein wesentlicher Schrittmacher für die Energiewende zuhause. Sie erleichtert es Hauseigentümern, die richtigen Weichen zu stellen bei der energetischen Sanierung und hilft außerdem, emotionale und finanzielle Investitionshürden abzubauen.

Mit dem ersten bundesweit verfügbaren Energieberatungsangebot leistet RWE Effizienz einen Beitrag dazu. TÜV Rheinland hat die Energieberatungspakete der Dortmunder RWE-Tochter geprüft und diese mit dem Siegel Geprüfter Dienstleistungsprozess ausgezeichnet. Das Zertifizierungsaudit umfasste insbesondere die RWE Energieberatung Kompakt, die RWE Energieberatung Premium, die RWE Thermografie und das Paket RWE Energieausweis. Bei allen vier Produkten erhält der Kunde seine Dienstleistung von RWE-unabhängigen Energieberatern.

Das Energieberatungsprogramm der RWE Effizienz umfasst insbesondere folgende Angebote:

  • Die “RWE Energieberatung Kompakt” zu 249 €* leistet nicht nur eine zweistündige Vor-Ort-Beratung zur Aufdeckung von energetischen Schwachstellen am Gebäude, sondern informiert auch detailliert über mögliche Fördermittel.
  • Bei der “RWE Energieberatung Premium” wird für einen Preis von 699 €* eine umfassende, zweitägige Vor-Ort-Energieberatung inklusive Fördermittelberatung durchgeführt. Dabei erfolgt eine detaillierte Datenaufnahme des kompletten Objektes, die Berechnung von Einsparmöglichkeiten der einzelnen möglichen Maßnahmen in der energetischen Sanierung sowie eine Kostenschätzung und Wirtschaftlichkeitsanalyse.
  • Bei der “RWE Thermografie” machen Experten für 129 €* anhand einer Wärmebild-Untersuchung der Gebäudehülle Wärmelecks deutlich sichtbar. Diese Schwachstellenanalyse verdeutlicht vor allen Dingen auch verdeckte Mängel z. B. an der Wärmedämmung, Fenstern oder Rollladenkästen und Balkonen.
  • Das Paket “RWE Energieausweis” umfasst für 349 €* die Erstellung des bedarfsorientierten Energieausweises für das Ein- oder Zweifamilienhaus inklusive einer einstündigen Energieberatung und einer umfassenden Begehung des Objektes sowie Aufnahme der relevanten Daten. Auch dieses Angebot bietet zu vergleichbaren Leistungen am Markt einen deutlichen Mehrwert.

Weiterführende Informationen als Links:

Foto © RWE

BUS
TÜV Rheinland übergibt Siegel „Geprüfter Dienstleistungsprozess“ für RWE Beratung – v.l.n.r. Karsten Finke, RWE Effizienz, Dr. Norbert Verweyen, RWE Effizienz, Olaf Seiche, TÜV Rheinland, Achim Schillak, RWE Effizienz

» Qualifizierte Energieberatung mit Gütesiegel

Europas unsichere Atommeiler

Dienstag, den 29. November 2011

Die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima löste Anfang des Jahres nicht nur in Deutschland eine Grundsatzdiskussion über die Sicherheit von Atomkraftwerken aus. Als unmittelbare Reaktion verordnete die EU sämtlichen europäischen Meilern sogenannte Stresstests, die mögliche Auswirkungen von Naturkatastrophen sowie menschlichem Versagen überprüfen sollten. Vor allem im Atomkraftland Frankreich dürften die nun veröffentlichten Ergebnisse für einige Kopfschmerzen sorgen.

Französische AKW fallen durch Stresstests

Innerhalb der Europäischen Union sind aktuell 143 Atomkraftwerke aktiv. Während die meisten EU-Mitgliedstaaten zwischen zwei und neun Meiler betreiben, befinden sich in Frankreich ganze 58. Unsere westlichen Nachbarn stützen ihre Stromversorgung zu rund 80 Prozent auf die Kernenergie. Die innerhalb der vergangenen Wochen durchgeführten Stresstests haben allerdings speziell für Frankreich erschütternde Ergebnisse zu Tage gefördert: Alle 58 Meiler weisen demnach erhebliche Sicherheitsmängel auf.

Laut EU-Richtlinie müssen Kernkraftwerke sowohl Bränden, Erdbeben und Überflutungen als auch starken Temperaturschwankungen widerstehen können. Viele europäische AKW, darunter jedes einzelne in Frankreich, halten, so das Fazit der ersten Stresstests, die dafür erforderlichen Sicherheitsstandards nicht ein. Zwar wurde im selben Atemzug beschwichtigt, dass keiner der Meiler stillgelegt werden müsse, die erforderlichen Nachrüstungen dürften allerdings millionenschwer ausfallen. Für das durch die Euro-Krise ohnehin schwer gebeutelte Frankreich sozusagen ein Super-GAU.

Besonders bedenklich ist die Tatsache, dass diese ersten Sicherheitsüberprüfungen ausschließlich von den Kraftwerksbetreibern und den nationalen Aufsichtsbehörden durchgeführt wurden. Wenn, wie geplant, bis Mitte nächsten Jahres weitere Auswertungen unabhängiger Experten auf dem Tisch liegen, könnte sich durchaus ein nochmalig verschärftes Bild ergeben. Und wie auch immer die Reaktion der einzelnen EU-Mitgliedstaaten dann ausfällt – Atomausstieg oder Nachrüstung – eins steht fest: Es wird teuer.

Foto © Pixelio, Bjoern Schwarz

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