Stromanbieter Wechsel – Darauf kommt es an
Mittwoch, den 12. Oktober 2011Interview mit Dr. Jörg Heidjann von StromAuskunft.de
Wie viel lässt sich denn mit einem Wechsel des Anbieters tatsächlich sparen?

Dr. Jörg Heidjann
Die mögliche Ersparnis bei einem Stromanbieterwechsel hängt von Ihrem jetzigen Tarif sowie von Ihrem Jahresverbrauch ab. Wenn Sie z.B. noch nie Ihren Anbieter gewechselt haben und somit den in der Regel teuren Grundtarif Ihres lokalen Versorgers beziehen, dann sind für eine Familie schnell mal 500 Euro Ersparnis pro Jahr drin.
Die größte Sorge der Verbraucher ist oft noch – es geht etwas schief und man sitzt im Dunkeln. Begründet?
Nein, der Stromanbieter Wechsel ist einfach und ohne jegliches Risiko möglich. Wenn Sie sich für einen neuen Stromanbieter entschieden haben, dann übernimmt dieser die lückenlose Stromversorgung. Der Stromzähler muss nicht ausgetauscht werden und es werden auch keine neuen Leitungen gelegt. Es gibt kein Risiko, nach dem Wechsel ohne Strom dazustehen. Das ist gesetzlich garantiert.
Worauf sollte man bei Preisvergleichen denn achten? Der billigste Anbieter steht ja immer ganz oben. Den kann man doch gleich nehmen?
Im Prinzip ist das richtig. Wir empfehlen jedoch, die Tarife genau zu vergleichen und die vorhandenen Filterfunktionen in unserem Tarifrechner zu nutzen. Achten Sie z.B. auf eine nicht zu lange Vertragslaufzeit und auf eine kurze Kündigungsfrist. Je kürzer, desto besser. Dann sollten Sie Tarife mit hohen Vorauszahlungen, hohen Kautionen sowie Festpreisangebote meiden.
Nicht erst seit dem beschlossenen Atomausstieg steht Ökostrom immer höher im Kurs. Hier hält sich hartnäckig das Vorurteil, dass der oft deutlich teurer ist. Was sind Ihre Erfahrungen?
In der Tat wechseln immer mehr Verbraucher zu einem Ökostrom Anbieter. Und die sind in der Regel nicht teurer, als der jetzige Anbieter. Viele Verbraucher sparen durch einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter sogar noch Geld, insbesondere natürlich die Estwechsler, d.h. diejenigen, die in den teureren Tarifen Ihres lokalen Versorgers stecken.
Wir empfehlen unseren Kunden ganz klar einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter. Denn damit sorgen sie nicht nur für mehr Wettbewerb im Strommarkt, sondern leisten gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz.
Wie geht das? Worauf kommt es an?
Für einen Strompreisvergleich benötigen Sie lediglich Ihren Jahresverbrauch und Ihre Postleitzahl. Bei der Auswahl des richtigen Tarifes geben wir folgende Empfehlungen:
- Die Vertragslaufzeit sollte nicht zu lang sein. Als Faustformel kann man sich hier 1 Jahr merken.
- Für die Kündigungsfrist gilt: Je kürzer, desto besser.
- Tarife mit hohen Vorrauszahlungen, hohen Kautionen sowie Festpreisangebote sollten gemieden werden.
- Der Stromtarif sollte regelmäßig, mindestens 1 mal pro Jahr überprüft werden. Dazu bieten wir bei StromAuskunft.de z.B. unseren kostenlosen Service, den „StromSheriff“ an.
Unser Tipp:
Überprüfen Sie jetzt Ihren Stromtarif mit dem kostenlosen Stromrechner von StromAuskunft.de
P.S. Hören Sie sich auch den Radiobeitrag zum Thema Strompreise und Stromanbieterwechsel an.

Nach einem im vergangenen Monat erfolgten Beschluss der Koalitionsfraktionen soll die im Erneuerbare Energien Gesetz geregelte Vergütung von Solarstromanlagen bis zum Frühjahr 2011 in zwei Schritten um bis zu 33 Prozent reduziert werden. Darüber hinaus soll die Förderung der besonders ertragreichen Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen ganz entfallen. SolarWorld-Chef Frank Asbeck warnt im Interview mit zeo2 vor einem “Gemetzel” gegen die Branche: “Die Absenkung ist zu massiv, und sie kommt zu früh. Das überleben nur die Besten, in Deutschland kostet das vermutlich 20.000 Arbeitsplätze.” Dies sei “katastrophal, ausgerechnet jetzt, wo wir kurz davor sind, Netz-Parität zu erreichen.” Der eigentliche Boom der Solarenergie stehe erst bevor, wenn in Deutschland 2013 ebendiese Netzparität erreicht sei. 





