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Flucht vor hohen Strompreisen

Dienstag, den 23. August 2011

Das Projekt deutsche Energiewende ist kaum laut ausgeprochen, da geht das Gezeter über zu hohe Strompreise bereits los. Allerdings nicht von Seiten der privaten Verbraucher – selbige hatten in zahlreichen Umfragen deutlich zum Ausdruck gebracht, ein Plus an Ökostrom finanziell unterstützen zu wollen. Vielmehr ist es die deutsche Wirtschaft, die laut über eine Flucht in energetisch günstigere Länder nachdenkt.

Unternehmen drohen mit Abwanderung

522162_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.deMit Marijn Dekkers vom Chemie-Konzern Bayer und Robert Hoffmann vom Telekommunikations-Unternehmen 1&1 hatten unlängst gleich zwei Konzernspitzen namhafter deutscher Firmen im Interview mit der Wirtschaftswoche über zu hohe Strompreise am Standort Deutschland geklagt. Die hiesigen Energiekosten lägen bereits jetzt EU-weit an der Spitze, von Billigstromländern in Asien ganz zu schweigen. Bayer beschäftigt in Deutschland derzeit noch mehr als 36.000 Mitarbeiter, der Schwerpunkt von Neuinvestitionen, so Konzernchef Dekkers, sei aber mittlerweile nach China verlagert worden. Deutschland verliere aufrund der hohen Strompreise als Produktionsstandort für die Chemieindustrie zunehmend an Attraktivität. 1&1-Chef Hoffmann drückt es gegenüber der Wirtschaftswoche so aus: “In Sachen Datenschutz und Datensicherheit ist Deutschland ein Top-Standort, aber leider nicht beim Strom.” Sein Unternehmen beziehe ausschließlich Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken, müsse aber trotzdem die EEG-Umlage zahlen. Hoffmann: “Wir subventionieren damit den Bau von Solardächern. Somit zahlen wir doppelt.” Deshalb denke man nun über alternative Standorte ohne Stromzusatzkosten nach.

Es ist mal wieder die leidige Diskussion um die ach so hohen Produktionskosten. Und sie ist beliebig austauschbar. Egal, ob es um Löhne, Steuern oder, wie in der aktuellen Debatte, um Energiekosten geht – die Unternehmen deuten jedes Mal drohend mit dem Zeigefinger Richtung Fernost. Aber natürlich bietet der Wirtschaftsstandort Deutschland auch unschätzbare Vorteile: Gut ausgebildete Arbeitskräfte, hohe technologische Standards und eine funktionierende Infrastruktur. Hinzu kommt von nun an auch der Faktor Energiewende und damit die Orientierung hin zu einer ökologisch nachhaltigeren Zukunft. Und Wirtschaftsunternehmen sind als entscheidende Akteure innerhalb der Gesellschaft in der dringenden Pflicht, diese auch finanziell mitzugestalten.

Foto © Pixelio, Gerd Altmann

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Steigende Strompreise in Europa

Donnerstag, den 10. Februar 2011

Deutschlands Mann in Sachen Energiepolitik auf EU-Ebene, Günther Oettinger, orakelte vor wenigen Tagen zum wiederholten Male über deutlich steigende Strompreise. Stein des Anstoßes, so der Energiekommissar, sei der dringend notwendige Ausbau der europäischen Netze und Speicherkapazitäten.

EU-Bürger sollen Netzausbau mitfinanzieren

Gerd AltmannWenn in diesen Tagen die Rede von steigenden Energiekosten ist, dürften zahlreiche Verbraucher äußerst empfindlich reagieren. Und dies aus gutem Grund. Als würde es nicht reichen, dass einem der letzte Rekordwinter die eisigste Heizkostenabrechnung seit Jahren um die Ohren weht, hatten zudem zahlreiche Stromanbieter zum Jahreswechsel kräftig an der Preisschraube gekurbelt. Und nun sollen die gebeutelten Haushalte ihre Taschen auch noch für das europäische Stromnetz öffnen. Wie weit, das weiß Günther Oettinger übrigens auch schon: “Es geht um ein bis zwei Cent pro Kilowattstunde”, verriet er vor wenigen Tagen dem Hamburger Abendblatt. Klingt beim ersten Hören vielleicht wie Peanuts, macht für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt aber Mehrkosten von rund 90 Euro pro Jahr aus.

Hintergrund ist der beim jüngsten EU-Gipfel in Brüssel getroffene Beschluss der Staats- und Regierungschefs, rund 200 Milliarden Euro in den Ausbau der europäischen Energieinfrastruktur zu investieren. Dies sei insofern notwendig, als dass der steigende Anteil erneuerbarer Energien, vor allem der Windkraft, zu stärkeren Schwankungen im Versorgungsgleichgewicht führe. Um dies zu kompensieren, benötige man sowohl leistungsfähigere Netze als auch größere Speicherkapazitäten. Nach Oettingers Auffassung ist der geplante Netzausbau finanziell nur dann zu stemmen, wenn die Kosten zumindest teilweise dem Endverbraucher aufgebürdet werden. Man dürfe – und dieser Satz hat einen wirklich faden Beigeschmack – die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Energieversorger nicht gefährden. Vielmehr müsse es den Konzernen ermöglicht werden, einen Teil des Strompreises als Rücklage für künftige Investitionen zu nutzen. Im Klartext: Die Verbraucher sollen die Netze bezahlen, damit die Gewinnmargen der Versorger unangetastet bleiben.

Foto © Pixelio, Gerd Altmann

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Ökostromabgabe steigt

Montag, den 18. Oktober 2010

Eine vor wenigen Tagen veröffentlichte Greenpeace-Studie untermauert, dass die Mehrzahl der deutschen Stromkunden grundsätzlich bereit wäre, für erneuerbar erzeugten Strom tiefer in die Tasche zu greifen. Schon bald könnte dieses Szenario Wirklichkeit werden, denn aus Branchenkreisen heißt es aktuell, die Ökostromabgabe solle im kommenden Jahr um 70 Prozent steigen.

Stromkunden zahlen Rekordsumme für erneuerbare Energien

Hilke PantelDie von allen Verbrauchern – egal ob Ökostrom-Kunde oder nicht – zu zahlende Förderung erneuerbarer Energien ist gesetzlich über die sogenannte EEG-Umlage geregelt. Diese gleicht die Differenz zwischen den Kosten konventioneller und regenerativer Energieträger aus. Strom aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse zu gewinnen ist bis dato noch immer teurer als die Erzeugung per Kohle oder Atomkraft. Um die regenerativen Technologien dennoch zur Entfaltung zu bringen, zahlt jeder Verbraucher einen gewissen Anteil seines Strompreises als Ökostromförderung. Dieser Betrag, so war vor wenigen Tagen aus Branchenkreisen zu hören, soll 2011 von aktuell 2,05 Cent auf 3,5 Cent je Kilowattstunde steigen. Dies wäre ein Plus von 70 Prozent und würde einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit Mehrkosten von bis zu 70 Euro pro Jahr belasten. Gleichzeitig würden die Subventionen für erneuerbare Energien, die in diesem Jahr bei rund acht Milliarden Euro lagen, auf ein Rekordniveau von 13 Milliarden Euro anwachsen.

Schon jetzt ist eine hitzige Debatte um Sinn und Unsinn des Erneuerbare Energien Gesetzes entbrannt. Kritiker bemängeln vor allem die Diskrepanz zwischen Kosten und Nutzen. Beispielsweise fließe die Hälfte aller Subventionen ab 2011 in die Photovoltaik, die ihrerseits aber lediglich ein Sechstel des Stroms aus erneuerbaren Energien produziere. Derzeit werden sogar vereinzelte Rufe nach der Abschaffung des EEG laut. Dem stellt die Interessenvertretung der Erneuerbaren allerdings entgegen, dass man auch die positiven Effekte geförderter Ökoenergie betrachten müsse. Zum einen würden dadurch Umweltschäden in Milliardenhöhe vermieden, zum anderen müssten bei Vernachlässigung der regenerativen Technologien Unsummen in konventionelle Kraftwerke investiert werden. Und diese sollen nach dem Willen von Politik und Bürgern schließlich früher oder später aufs Abstellgleis.

Foto © Pixelio, Hilke Pantel

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Strom-Abzocke

Freitag, den 6. August 2010

Den Strom billig machen wollen sie ja irgendwie alle. Die Atomindustrie sagt, das ginge nur über den Weiterbetrieb von Kernkraftwerken, die Kohlewirtschaft empfiehlt das Festhalten am heimischen Energieträger Nummer 1 und die Verfechter der Erneuerbaren glauben einzig und allein an die grenzenlose Kraft von Wind und Sonne. Alternativen satt, sollte man meinen. Was aber, wenn das alles nichts nützt, weil die Stromkonzerne uns Verbraucher letztenendes ohnehin nur über den Tisch ziehen? Das zumindest behauptet aktuell die Bundestagsfraktion der Grünen.

Grünen-Studie unterstellt überteuerte Strompreise in Milliardenhöhe

Peter KirchhoffDer Energieexperte Gunnar Harms hat im Auftrag der Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag die Einkaufspreise an der Leipziger Strombörse EEX mit den entsprechenden Stromtarifen der Energieversorger verglichen. Sein Urteil: Die Stromkunden werden auf nicht nachvollziehbare Weise abgezockt. Der Studie zufolge sei der Großhandelspreis für Strom seit 2008 um 30 bis 40 Prozent gefallen, die Tarife für den Endkunden werden hingegen von Jahr zu Jahr verteuert. Im Zeitraum seit 2008 konkret um durchschnittlich sieben Prozent. Indem sie die eigentlichen Preisvorteile wissentlich nicht an die Verbraucher weitergeben, erwirtschaften die Stromkonzerne also immense Zusatzgewinne. Und die beziffert Energieexperte Harms auf rund eine Milliarde Euro pro Jahr. Kein Pappenstiel. Als Grund für die drastisch gesunkenen Einkaufspreise nennt die Studie eine verminderte Nachfrage der Wirtschaft nach Strom ausgelöst durch die internationale Finanzkrise. Die Erzeuger hätten in der Folge eigentlich ihre Kraftwerkskapazitäten herunterfahren sollen – sie baten stattdessen lieber die Stromkunden zur Kasse.

Die Konzerne selbst schimpfen angesichts dieser Vorwürfe zum wiederholten Mal auf die Politik und zeigen mit ausgestrecktem Arm auf die gestiegene Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Ist der böse Ökostrom also schuld? Nein, sagt Gunnar Harms, denn die EEG-Umlage rechtfertige lediglich eine Erhöhung um 0,7 Cent pro Kilowattstunde. Energieriese RWE hebt seine Tarife hingegen zum 1. August um ganze 7,3 Prozent an und weitere Stromversorger wollen nachziehen. Vertreter der Grünen diagnostizieren aufgrund dieser Erkenntnisse einen noch immer lahmenden Wettbewerb auf dem Strommarkt und warnen zudem vor einer Zementierung durch längere AKW-Laufzeiten. Damit, so die Grünen, spiele man den ohnehin schon dominanten Oligopolisten zusätzlich in die Karten. Das einzig effektive Druckmittel für Verbraucher – da sind sich Politiker und Energieexperten einig – sei nach wie vor der Stromanbieterwechsel.

Foto © Pixelio, Peter Kirchhoff

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Teurer, deutscher Strom

Montag, den 31. Mai 2010

Die europäische Statistikbehörde Eurostat hat vor wenigen Tagen in Luxemburg einen EU-internen Vergleich von Energiepreisen veröffentlicht. Demnach zahlen die Deutschen europaweit die zweithöchsten Strompreise. Auch vom allgemeinen Trend sinkender Tarifkosten profitieren die Bundesbürger derzeit nicht.

Deutsche zahlen europaweit die zweithöchsten Strompreise

Rainer SturmLaut Eurostat liegt der durchschnittliche Strompreis pro Kilowattstunde für private Haushalte in der EU bei 16,5 Cent. Deutsche Stromkunden zahlen dagegen mit 22,9 Cent pro Kilowattstunde deutlich mehr – genauer gesagt: am zweitmeisten. Teurer ist der Strom mit durchschnittlich 25,5 Cent lediglich in Dänemark. Am anderen Ende der Fahnenstange liegen übrigens die Bulgaren, die im Schnitt gerade mal 8 Cent zahlen. Eurostat teilte außerdem mit, dass die Strompreise seit 2008 europaweit um rund 1,5 Prozent gefallen seien. Anders der Trend in Deutschland: Hier haben sich die Tarife zwischen 2008 und 2009 um ganze 4,5 Prozent verteuert. Und auch Vater Staat langt den Bundesbürgern beim Stromkauf kräftig in die Tasche. Denn mit 41 Prozent ist der Anteil der Steuern am Strompreis in Deutschland ebenfalls der EU-weit zweithöchste. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Strom-Steuersatz liegt in Europa bei 26 Prozent.

Ein gänzlich anderes Bild ergibt sich hierzulande in Sachen Gas. Hier sind laut Eurostat die europäischen Preise im gemessenen Zeitraum um 16 Prozent gefallen. In Deutschland profitieren die Gaskunden hingegen von einem Preisrückgang um 22,8 Prozent und liegen damit weit günstiger als der Schnitt.

Unser Tipp: Nutzen Sie den kostenlosen Service von StromAuskunft und vergleichen Sie mit unseren Strom- und Gasrechnern aktuelle Preise. Ein Anbieterwechsel könnte Ihre Energiekosten möglicherweise schnell unter den Schnitt bringen.

Foto © Pixelio, Rainer Sturm

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Die Strompreis-Schere

Donnerstag, den 8. April 2010

Nicht nur die Schere zwischen Arm und Reich geht hierzulande immer weiter auseinander. Auch auf den Energiemärkten tun sich zunehmend große Unterschiede auf – und zwar hinsichtlich der Preise. In 2009 war der Trend eindeutig: Teure Grundversorgung vs. günstiger werdende, überregionale Tarife.

Preisunterschiede bei Energie nehmen zu

S.HofschlaegerIn Zusammenarbeit mit den Marktanalysten von Kreutzer Consulting hat Verivox kürzlich den Energiemarktreport 2009 veröffentlicht. Zentrales Ergebnis der Studie, die die Wettbewerbsentwicklung auf den Energiemärkten analysiert, ist der Trend von immer weiter auseinanderklaffenden Preisunterschieden bei den Versorgern. Speziell auf dem Strommarkt ist die Preisschere deutlich größer geworden. Während laut Studie die Angebote der regionalen Versorger, insbesondere die Grundversorgung, zunehmend teurer geworden ist, fällt dem entgegen das Preisniveau der überregionalen Stromtarife. Auf dem Gasmarkt gingen die Preise in 2009 zwar generell zurück, allerdings senkten auch hier die überregional aktiven Anbieter ihre Tarife deutlich stärker als die Grundversorger. Verivox spricht hier sogar von einem Anstieg der Preisunterschiede um bis zu 100 Prozent.

Ein zweites und für die Verbraucher äußerst erfreuliches Ergebnis des Energiemarktreports ist die Tatsache von ansteigendem Wettbewerb. Allein im vergangenen Jahr sind 30 neue Stromanbieter und 19 neue Gasversorger in den Markt eingetreten und gleichzeitig haben zahlreiche Energieunternehmen ihre Vertriebsgebiete deutlich ausgeweitet. Laut der Daten von Verivox standen Verbrauchern Anfang 2010 pro Postleitzahlengebiet im Schnitt 70 Strom- und 16 Gasanbieter zur Auswahl. Ein Trend, der mindestens zwei Rückschlüsse zulässt. Erstens: Der Wettbewerb auf dem Gasmarkt ist äußerst ausbaufähig. Und Zweitens: Angesichts der Zahl der Versorger und deren Preisunterschiede lohnt sich ein Anbieterwechsel mehr denn je.

Foto © Pixelio, S. Hofschlaeger

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Sündenbock EEG

Montag, den 29. März 2010

Anlässlich der jüngsten Strompreiserhöhungen in 2010 verwiesen viele Versorger auf angebliche Mehrbelastungen durch das Erneuerbare Energien Gesetz. Aber ist der politisch gesteuerte Klimaschutz wirklich Schuld an teurem Strom?

Erneuerbare Energien als Preistreiber?

Thorben WengertDer Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) bewertet die Debatte um vermeintlich steigende Strompreise durch den verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien als verfehlt und interessengeleitet. Und das nicht nur, weil die zunehmende Nutzung regenerativer Quellen politisch gewollt und notwendig ist. “Selbst wenn durch den Ausbau der Erneuerbaren die EEG-Umlage in den nächsten Jahren weiter ansteigen sollte, sagt das noch lange nichts über die Strompreisentwicklung aus und schon gar nichts über die Kosten für unsere Energieversorgung”, meint BEE-Präsident Dietmar Schütz. Im Gegenteil: Die Erneuerbaren hätten an der Strombörse einen eindeutig kostensenkenden Effekt. Immer dann, wenn die Einspeisung besonders hoch sei, sänken an der Leipziger EEX die Preise. Abgesehen davon verhindern erneuerbare Energien Jahr für Jahr Millionen Tonnen CO2 und damit externe Kosten für Klima- und Umweltschäden in Milliardenhöhe.

Die Höhe der EEG-Umlage berechnet sich wiefolgt: Je niedriger der Strompreis an der Börse, desto höher die Umlage, die sich aus der Differenz der fixen Vergütung für regenerativen Strom und dem an der Börse erzielten Erlös für die produzierten Kilowattstunden ergibt. Eine höhere Umlage muss daher keinesfalls automatische Strompreiserhöhungen nach sich ziehen, wenn auf der anderen Seite die Börsenpreise sinken. BEE-Präsident Schütz dazu: “Viele Versorger haben ihre Preise zu Jahresbeginn erhöht und wieder mal den Erneuerbaren den schwarzen Peter zugeschoben. Die um ein Cent höhere EEG-Umlage sei schuld. Dabei sind die Einkaufspreise für Strom an der Börse von 2008 auf 2009 von durchschnittlich 6,6 auf 3,9 Cent pro kWh – also um 2,7 Cent – gefallen. Darauf, dass diese Vorteile an die Kunden weitergegeben werden, warten die Verbraucher seit langem vergeblich.”

Foto © Pixelio, Thorben Wengert

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Vernetzte Welt spart Strom

Sonntag, den 7. März 2010

Die Strompreise steigen und wir versuchen uns mit intelligenter Technik zu wehren. Die Vision, den ganzen Haushalt zu vernetzen, wird bald Wirklichkeit sein.

Technik, die Geld spart

Schon 1988 habe ich in einem meiner ersten Computer-Bücher (Programmierkurs MS-/GW-BASIC) über den Ausblick geschrieben, dass die Computer unser Leben verändern werden. Sinngemäß hieß es: Der Computer steuert die Heizung, Klimaanlage, schaltet den Kühlschrank hoch und automatisch das Licht ein und aus.” Alle diese Dinge sind heute schon in unserem vernetzen Haushalt möglich. Demnächst kann ich sogar per Handy die Temperatur unserer Heizung regeln.

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Aber lohnt sich dieser Aufwand überhaupt? Ich denke nein, weil sparen im Kopf anfängt! Ich brauche keine durch die Außentemperatur gesteuerte Vorlauftemperatur der Heizung, weil ich diese per Hand regele: Draußen kalt: Vorlauftemperatur hoch. Weil diese netten technischen Spielerreichen auch am “Thema vorbei schalten”. Der Außentemperaturfühler ist beispielsweise an der Hauswand der Südseite befestigt und da scheint prächtig die Sonne. Trotzdem ist es im Haus kalt. Wie kann ich jetzt die Technik manuell überlisten – so die klassische Frage?

Ich halte es da mit einer netten Stromwerbung: Licht an – ich zahle, Licht aus, ich zahle nicht. Heizung runter: Ich spare, Heizungstemperatur hoch: Ich zahle – und leider nicht zu knapp.

Linktipps:

Foto © Pixelio | pepsprog

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Die nächste Strompreiswelle

Dienstag, den 2. März 2010

Als Stromkunde bleibt einem wirklich nur noch ratloses Kopfschütteln. Oder ein schneller Anbieterwechsel. Nach den bereits zum Jahreswechsel angerollten Preiswellen vieler Versorger kommt jetzt nochmal die richtige Flut. Denn im März, April und Mai erhöhen mehr als 100 Anbieter erneut ihre Strompreise.

51 Stromanbieter erhöhen ihre Preise im März

Peter KirchhoffNach aktuellen Informationen des Verbraucherportals Verivox erhöhen im März bundesweit 51 Stromanbieter ihre Preise um durchschnittlich 5,8 Prozent. Lediglich neun Anbieter reduzieren ihre Preise im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 3,6 Prozent. Und damit noch lange kein Ende in Sicht: Nach Angaben von Verivox planen zum April weitere 50 Anbieter eine Strompreiserhöhung von durchschnittlich sechs Prozent. Nur vier Anbieter wollen ihre Preise dann um 6,1 Prozent senken. Bereits vor Kurzem wurde in diesem Zusammenhang gemeldet, dass auch der Energieriese E.ON die Tarife seiner Firmentöchter in Hamburg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt zum kommenden Mai verteuern wird. Von der anstehenden Strompreiserhöhung sind also auch viele Kunden großer Versorger betroffen.

Unser Tipp: Schützen Sie sich gezielt vor explodierenden Strompreisen mit einem Tarifvergleich bei StromAuskunft.

Foto © Pixelio, Peter Kirchhoff

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Strompreise steigen erneut

Donnerstag, den 21. Januar 2010

Aktuellen Meldungen zufolge erhöhen 57 regionale Stromversorger im Februar bzw. März ihre Preise. Auf die betroffenen Verbraucher kommen durchschnittliche Mehrbelastungen von 6,2 Prozent zu.

57 Versorger verteuern Tarife

Dieter SchützDer Schrecken der allgemeinen Strompreiserhöhungen zum Jahreswechsel sitzt uns noch tief in den Knochen, da kurbeln bereits die nächsten Versorger kräftig an der Preisschraube. Bereits im Januar hatten rund 160 Stromanbieter ihre Tarife pünktlich zum neuen Jahrzehnt angehoben – und das Ende der Fahnenstange scheint noch lange nicht erreicht. 57 regionale Unternehmen planen im anstehenden Februar und März  weitere Preiserhöhungen um durchschnittlich 6,2 Prozent. In der Spitze müssen betroffene Verbraucher sogar bis zu 12,1 Prozent mehr für ihren Strom zahlen. Ähnliches gilt im Übrigen auch für den Gasmarkt. Nachdem im Jahr 2009 ein rekordverdächtiges Preistief nach dem anderen aus dem Hut gezaubert wurde, müssen Erdgas-Kunden in Kürze wieder tiefer in die Tasche greifen. Nach aktuellen Meldungen erhöhen auch hier 15 regionale Anbieter ihre Preise um durchschnittlich 7,3 Prozent.

Da die Liberalisierung und damit die Wettbewerbssituation auf den Energiemärkten aber mittlerweile einigermaßen in Schwung gekommen ist, sind auch gegenläufige Tendenzen zu beobachten. So haben bereits zu Beginn des Jahres rund 50 Stromanbieter ihre Preise gesenkt und fünf weitere wollen diesem Beispiel in Kürze folgen. Von den Vergünstigungen der betreffenden Tarife sollen die Kunden im Schnitt um 4,0 Prozent profitieren. Tarifvergleiche und Anbieterwechsel sind in dieser Situation die besten Druckmittel von Verbrauchern.

Foto © Pixelio, Dieter Schütz

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