Freitag, 16. Januar 2026

Aktuelle Strompreise / Stromvergleich 2025

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Wer liefert Nachtstrom?

Nachtstrom, auch bekannt als Niedertarifstrom oder Sparstrom, wird von vielen Energieversorgungsunternehmen angeboten. Nachtstromtarife bieten in der Regel günstigere Strompreise während der Nachtstunden, wenn die Stromnachfrage niedriger ist.

Nachtstrom in der Grundversorgung und am Markt

In Deutschland liefert jeder lokale Grundversorger Strom im Rahmen der Grundversorgung zu veröffentlichten allgemeinen Preisen und Bedingungen. Daher ist der Markt für Heizstrom und Nachtstrom historisch stark von Grundversorgungstarifen geprägt. 

Trotzdem ist der Heizstromsektor, vor allem im Vergleich zum inzwischen sehr lebhaften Markt für konventionellen Haushaltsstrom, noch deutlich unterentwickelt. Auch weil in der Vergangenheit hohe Markteintrittsbarrieren dafür sorgten, dass sich fast ausschließlich die örtlichen Grundversorger behaupten konnten. Diese lokalen Strukturen wurden inzwischen jedoch vielfach aufgebrochen, wodurch sich Wahl und Wechselmöglichkeiten für Nachtstromkunden ergeben.

Welche Stromanbieter bieten Nachtstromtarife an?

In Deutschland gibt es zahlreiche Energieversorger, die Nachtstrom anbieten. Dazu gehören sowohl große Unternehmen wie E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall als auch regionale und lokale Versorger, zum Beispiel Stadtwerke. Um herauszufinden, welche Nachtstrom Anbieter in Ihrer Region verfügbar sind, hilft ein Nachtstrom Anbieter Vergleich oder eine direkte Anfrage beim Energieversorger.

Beachten Sie dabei: Nicht alle Anbieter stellen Nachtstromtarife in allen Regionen bereit und die Konditionen (z.B. Grundpreis, Arbeitspreis, Laufzeit, Bonusmodelle) können deutlich variieren. Ein Vergleich ist entscheidend, gerade bei Heizstrom und Nachtspeicherstrom.

Ist Strom ab 22 Uhr günstiger?

Oft wird Nachtstrom mit dem Zeitraum "ab 22 Uhr" gleichgesetzt. In der Praxis gilt: Tarifzeiten variieren je nach Netzgebiet und Messkonzept. Der günstigere Niedertarif (NT) liegt häufig in einem Nachtfenster, zum Beispiel grob zwischen 22:00 und 06:00 Uhr, kann aber regional abweichen. Entscheidend ist, was in Ihrem Vertrag und für Ihren Zähler als Hochtarif (HT) und Niedertarif (NT) hinterlegt ist.

Zähler und Voraussetzung: HT/NT, Zweitarifzähler, separater Zähler

Damit Nachtstrom korrekt getrennt abgerechnet werden kann, braucht es ein passendes Messkonzept, häufig einen Doppeltarifzähler bzw. Zweitarifzähler, der den Verbrauch getrennt nach HT (Hochtarif) und NT (Niedertarif) erfasst. Die Umschaltung zwischen HT und NT erfolgt üblicherweise automatisch über ein Steuersignal.

Bei Heizstrom (z.B. Nachtspeicherheizung) gibt es zudem häufig separate Zähler oder getrennte Zählwerke. Prüfen Sie daher zuerst, welche Zählertechnik bei Ihnen verbaut ist und wie die Zählwerke (HT/NT) angezeigt werden.

Begriff Typisch gemeint Wichtig für Sie
HT (Hochtarif) Teureres Zeitfenster, meist tagsüber Haushaltsstrom-Anteil, der nicht ins NT-Fenster fällt
NT (Niedertarif) Günstigeres Zeitfenster, häufig nachts Ersparnis nur, wenn relevanter Verbrauch ins NT fällt
Zweitarifzähler Zwei Zählwerke für HT und NT Voraussetzung für echte HT/NT-Abrechnung
Separater Heizstromzähler Eigener Zähler für Heizstrom, z.B. Nachtspeicher Tarife, Netzentgelte und Messkosten können abweichen

Für wen sind Nachtstromtarife heute noch sinnvoll?

Ob Nachtstrom noch sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, ob Sie einen nennenswerten Anteil Ihres Strombedarfs in die günstigeren NT-Zeiten verlagern können. Typische Zielgruppen sind:

  • Besitzer von Nachtspeicherheizungen (Nachtspeicherstrom, Heizstromtarife)
  • Nutzer von Wärmepumpen mit passendem Messkonzept
  • E-Auto-Fahrer, die möglichst nachts laden (Nachtladung, ggf. spezielle Ladetarife)
  • Betriebe oder Haushalte mit Arbeitszeiten, bei denen Lasten in die Nacht verschoben werden können

Weniger lohnenswert ist ein Nachtstromtarif häufig, wenn nur einzelne Geräte (z.B. Waschmaschine oder Geschirrspüler) gelegentlich nachts laufen, der Grundpreis dafür aber deutlich höher ausfällt oder der NT-Preisvorteil gering ist.

So prüfen Sie, ob sich Nachtstrom für Sie lohnt

  • Prüfen Sie Ihren Zähler: Gibt es HT/NT-Zählwerke oder einen separaten Heizstromzähler?
  • Ermitteln Sie Ihren Verbrauch: Jahresverbrauch (kWh) und möglichst den Anteil, der realistisch nachts anfällt.
  • Vergleichen Sie Tarife: Achten Sie nicht nur auf den kWh-Preis, sondern auch auf Grundpreis, Laufzeit, Boni und Bedingungen.
  • Tarifzeiten beachten: Nur Verbrauch im NT-Fenster profitiert vom Niedertarif.
  • Kosten rund um Messung: Messstellenbetrieb und Zählerkosten können sich unterscheiden, vor allem bei Spezialzählern oder moderner Messtechnik.

Nachtstromtarife vergleichen

Am besten nutzen Sie unseren kostenlosen Nachtstromrechner, um passende Nachtstromtarife Anbieter in Ihrer Region zu finden und einen fundierten Nachtstrom Vergleich zu machen.

Hinweis zu Österreich und regionalen Unterschieden

Wenn Sie nach Nachtstrom Anbieter Österreich suchen: Auch dort können Zeitfenster, Netzregeln und Tarifmodelle regional abweichen. Prüfen Sie daher immer die konkreten Konditionen im jeweiligen Netzgebiet und vergleichen Sie mehrere Angebote.

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Nachtstrom

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