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Netzbetreiber prüfen unrechtmäßige Strompreisrabatte für Unternehmen

07.10.2019 | Energienachrichten

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber - Amprion, Tennet, 50Hertz und Transnet BW - lassen derzeit prüfen, ob einige Industrieunternehmen unrechtmäßig von der Zahlung der EEG-Umlage befreit wurden. Laut Berichterstattung des Spiegels geht es dabei um nicht gezahlte Beträge in Milliardenhöhe.

Überprüft werden rund 300 Fälle sogenannter Scheibenpachtmodelle. Hierbei teilen sich mehrere große Stromverbraucher aus der Industrie ein Kraftwerk, um als Stromerzeuger zu gelten. Damit einher gehen finanzielle Vorteile durch Strompreisrabatte, denn der Gesetzgeber befreit Unternehmen von der EEG-Umlage, die den verbrauchten Strom selbst erzeugen.

Auslöser der Prüfungen ist eine Amnestieregelung für Scheibenpachtmodelle. Um zu klären, ob die Voraussetzungen für diese Regelung in allen Fällen erfüllt sind, haben die Netzbetreiber umfassende juristische Gutachten in Auftrag gegeben. Auch die Bundesnetzagentur sieht nach eigener Auskunft Klärungsbedarf.

Die Strompreisprivilegien für Industrieunternehmen gehen zu unmittelbaren Lasten der Privathaushalte in Deutschland, weil sie die EEG-Umlage und damit den Strompreis für Verbraucher verteuern. Unzulässige Befreiungen fallen dementsprechend besonders schwer ins Gewicht.


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz


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