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Prognose: EEG-Umlage sinkt leicht in 2018

22.09.2017 | Energienachrichten

Die Berliner Denkfabrik Agora Energiewende hat eine aktuelle Prognose erstellt, derzufolge die EEG-Umlage zur Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien im Jahr 2018 leicht auf etwa 6,74 Cent pro Kilowattstunde sinken könnte. Im laufenden Jahr 2017 zahlen private Stromkunden 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Die EEG-Umlage für 2018 wird von den vier Übertragungsnetzbetreibern am 15. Oktober bekanntgegeben.

Agora Energiewende führt zwei Hauptgründe für die Prognose an: Zum einen würden die Strompreise im Großhandel 2018 leicht steigen. Dadurch sinke die Differenz zwischen dem Marktpreis für Strom und der Einspeisevergütung für erneuerbare Energien. Diese Differenz werde stets durch die EEG-Umlage ausgeglichen. Zum anderen hätten die Übertragungsnetzbetreiber auf dem sogenannten EEG-Konto in diesem Jahr einen Überschuss von mehr als drei Milliarden Euro angehäuft. Ein Großteil davon könne im kommenden Jahr an die Stromverbraucher zurückgegeben werden und so die Umlage dämpfen.

Die Berliner Experten rechnen für das darauffolgende Jahr 2019 mit einem erneuten Anstieg der EEG-Umlage auf mehr als 7,5 Cent pro Kilowattstunde. Damit werde der Kostenscheitel der Energiewende-Finanzierung allerdings beinahe erreicht. Von 2021 bis 2023, so die Prognose, stelle sich das Maximum ein und anschließend werde die EEG-Umlage endgültig sinken.

Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende, fügt hinzu: "Ein erheblicher Teil der EEG-Umlage besteht aus Kosten, die nicht über die Stromkunden getragen werden müssen – wie etwa die Industrieausnahmen oder die Technologieentwicklungskosten für Offshore-Windkraft und Solarenergie. Eine Reform der Abgaben und Umlagen auf Energie kann dies korrigieren und so den Beginn der Erntejahre der Energiewende von 2023 auf 2019 vorziehen."

© 2017 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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