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Gesunkene EEG-Umlage lässt Staatsanteil am Strompreis schrumpfen

11.01.2022 | Energienachrichten

Zum 1. Januar 2022 wurde die EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien gegenüber dem Vorjahr deutlich gesenkt - im kommenden Jahr soll sie komplett entfallen. Obwohl der staatliche Anteil am Strompreis dadurch schlagartig schrumpft, werden Verbraucher derzeit kaum entlastet.

Neue Verhältnisse beim Strompreis

Die im Strompreis für Privathaushalte und Gewerbetreibende enthaltene EEG-Umlage ist zum Jahreswechsel von 6,5 auf rund 3,7 Cent pro Kilowattstunde gesunken. Dadurch will die Bundesregierung die Verbraucher in Deutschland gezielt bei den derzeit exorbitant hohen Energiekosten entlasten.

Tatsächlich sinkt der staatliche Anteil am Strompreis durch die Reduzierung der Umlage deutlich: von zuvor gut 50 Prozent auf "nur noch" knapp über 40 Prozent. Gleichzeitig ist der Versorgeranteil am Strompreis um den gleichen Wert gestiegen und liegt nun fast gleichauf mit Steuern, Abgaben und Umlagen. Insgesamt macht die geschrumpfte EEG-Umlage die Kilowattstunde Strom um rund drei Cent günstiger.

Rekord-Strompreise statt Entlastung

Das große Aber: Verbraucher profitieren trotzdem nicht von sinkenden Preisen. Die Energieversorger geben die Umlagensenkung nicht an ihre Kunden weiter, weil sich die Großhandelspreise für Strom jüngst vervielfacht haben. Auch die Netzentgelte sind im bundesweiten Schnitt angestiegen.

Die Folge sind erneute Rekord-Strompreise. Mehrere Hundert Grundversorger haben zu Jahresbeginn ihre Preise erhöht, gleichzeitig stoppten zahlreiche Discount-Stromanbieter aufgrund der angespannten Marktlage die Belieferung Hunderttausender Haushalte. Dies hat zu nochmalig steigenden Strompreisen für Neukunden geführt.

Unser kontinuierlich aktualisiertes Dashboard für Strompreise weist für den 10. Januar einen durchschnittlichen Grundversorgungspreis von knapp 38 Cent pro Kilowattstunde aus - eine drastische Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Immerhin: Durch einen Stromanbieterwechsel können Verbraucher erstmals seit Wochen wieder sparen: Derzeit ist eine durchschnittliche Wechselersparnis von gut 150 Euro im Jahr möglich.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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