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Strompreis 2022: Umlagen sinken um mehr als ein Drittel

Strompreis 2022: Umlagen sinken um mehr als ein Drittel

05.11.2021 | Energienachrichten

Die im Strompreis enthaltenen Umlagen werden 2022 einen deutlich kleineren Anteil ausmachen als in diesem Jahr. Insbesondere durch die Minderung der EEG-Umlage sinkt die Gesamtlast um mehr als ein Drittel. Das hat die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) aktuell errechnet.

Sinkende EEG-Umlage bringt Entlastung

Den mit Abstand größten Kostenfaktor unter den im Strompreis für Privathaushalte enthaltenen Umlagen macht nach wie vor die EEG-Umlage aus. Sie sinkt im kommenden Jahr um 2,777 Cent auf 3,723 Cent pro Kilowattstunde - und erreicht damit den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre. Möglich wird dies durch Überschüsse auf dem EEG-Konto, aufgrund gestiegener Börsenstrompreise sowie durch die Einnahmen des Bundes aus der CO2-Bepreisung, die zur Finanzierung der EEG-Umlage genutzt werden können.

-> mehr zur EEG-Umlage

Strompreis-Umlagen 2022 bei 4,96 Cent

Der Entastungstrend bestätigt sich bei den übrigen Umlagen nicht. Sowohl die Offshore-Haftungsumlage als auch die KWK- und die §19-Umlage erhöhen sich. Diese Umlagen haben mit jeweils deutlich unter einem Cent pro Kilowattstunde jedoch nur einen geringen EInfluss auf den Strompreis.

In Summe ergibt sich für das kommende Jahr 2022 laut ASEW-Berechnung eine gesamte Umlagenbelastung von 4,96 Cent pro Kilowattstunde - gegenüber dem diesjährigen Wert von 7,59 Cent eine Reduzierung um mehr als ein Drittel.

-> mehr zur Strompreis-Zusammensetzung

Trotzdem steigende Strompreise?

Dass die deutliche Umlagensenkung letztlich zu günstigeren Strompreisen führt, erwarten Marktbeobachter aufgrund der derzeitigen Entwicklung bei den Beschaffungskosten und Netzentgelten nicht - sie gehen sogar eher vom Gegenteil aus. Die ASEW rät Stromanbietern deshalb, ihre Preispolitik mit "viel Sorgfalt" gegenüber den Kunden zu vermitteln: Die Verbraucher seien aktuell äußerst "sensibel, was den Strompreis angeht", sagt Torsten Brose, Leiter Vertriebslösungen bei der ASEW. "Dies wird stellenweise von sehr eindeutiger Berichterstattung zusätzlich genährt. Es empfehlen sich in jedem Fall Offenheit und Transparenz."

-> mehr zur Strompreis-Prognose 2022

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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