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Strompreise 2022: Bundesregierung kündigt sinkende EEG-Umlage an

20.09.2021 | Energienachrichten

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Strompreise in Deutschland eine deutliche Reduzierung der EEG-Umlage in Aussicht gestellt: Anfang 2022 könne sie um bis zu einem Drittel sinken, so der Minister.

Größte Umlagensenkung seit Einführung des EEG

"Ich gehe davon aus, dass die EEG-Umlage ab 1. Januar um bis zu ein Drittel deutlich sinken wird", so Altmaier in einem aktuellen Interview mit der Rheinischen Post. "Das wäre der größte Rückgang seit Einführung des EEG, auch weil sich erneuerbare Energien zunehmend direkt am Strommarkt finanzieren", erklärt der Minister.

Derzeit liegt die EEG-Umlage bei 6,5 Cent pro Kilowatttstunde. Laut ursprünglichem Beschluss der Bundesregierung im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets 2020 sollte die Umlage 2022 eigentlich auf 6,0 Cent gedeckelt werden. Ein Absinken um ein Drittel würde hingegen zu einem Kilowattstundenbetrag von 4,33 Cent führen. Ein Musterhaushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden würde dadurch etwa 75 Euro einsparen.

Die Senkung der Umlage sei jedoch nur ein erster Schritt, so Altmaier: "Die EEG-Umlage muss in den nächsten drei Jahren komplett abgeschafft werden, damit Strom bezahlbar bleibt." Die mittelfristige Abschaffung der über den Strompreis finanzierten EEG-Umlage soll durch Mittel aus dem Staatshaushalt aufgefangen werden - insbesondere anhand der neuen Mehreinnahmen aus der CO2-Bepreisung klimaschädlicher Brennstoffe.

Hohe Energiepreise treiben Inflation an

Die Bundesregierung reagiert mit ihrem Vorstoß auf die jüngsten Anstiege bei den Energie- und allgemeinen Verbraucherpreisen in Deutschland. Nicht zuletzt infolge der hohen Strom- und Gaspreise war die Inflationsrate im August auf 3,9 Prozent geklettert.

Energiemarkt-Experten bezweifeln allerdings, dass die Reduzierung der EEG-Umlage ausreichen wird, um die Verbraucher in Deutschland nachhaltig zu entlasten. Neben den Kosten der CO2-Bepreisung drohen hohe Großhandelspreise an den Energiebörsen die Strom- und Heizkosten 2022 erneut in die Höhe zu treiben.

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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