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Strompreis: Bundesregierung will EEG-Umlage weiter deckeln

27.04.2021 | Energienachrichten

Die schwarz-rote Regierungskoaltion hat sich darauf verständigt, die EEG-Umlage auch in den Jahren 2023 und 2024 durch Mittel aus dem Bundeshaushalt zu stabilisieren und dadurch Haushalte und Unternehmen in Deutschland beim Strompreis zu entlasten.

EEG-Umlage soll auf unter 5 Cent sinken

Die EEG-Umlage wird von Privathaushalten, kleinen und mittelständischen Unternehmen zur Finanzierung der Energiewende gezahlt. Sie liegt aktuell bei 6,5 Cent pro Kilowattstunde und macht rund ein Fünftel des Strompreises aus. Bereits für die Jahre 2021 und 2022 hat die Bundesregierung die Umlage auf 6,5 bzw. 6 Cent gedeckelt, um Haushalte und Betriebe - insbesondere vor dem Hintergrund der Coronakrise - finanziell zu entlasten. Laut neuestem Beschluss sollen die Kosten in den Folgejahren noch weiter sinken.

Für 2023 und 2024 strebe man ein Absenken der EEG-Umlage auf unter 5 Cent pro Kilowattstunde an, heißt es in einem Beschlusspapier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Um dies zu realisieren, sollen Einnahmen aus dem nationalen Emissionshandel für Wärme und Verkehr sowie Mittel aus dem Energie- und Klimafonds verwendet werden.

"Wichtige Entlastung für Haushalte"

Kerstin Andreae, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), kommentiert die Beschlüsse der Bundesregierung wie folgt: "Die Ankündigung der schwarz-roten Koalition, die EEG-Umlage auch 2023 und 2024 mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt zu stabilisieren, ist eine wichtige Entlastung für die Haushalte. Um grünen Strom wettbewerbsfähiger zu machen sollte die EEG-Umlage mittelfristig weiter sinken. Die Steuer- und Abgabenlast auf Strom ist mit über 50 Prozent einfach zu hoch. Mit Blick auf diese Belastungen kann es nur eine richtige Schlussfolgerung geben: Runter mit der Steuer- und Abgabenlast! In der nächsten Legislaturperiode gehört deshalb eine Reform der Steuer-Abgaben- und Umlagensystematik auf die Tagesordnung. Umweltfreundliche strombasierte Anwendungen wie die Elektromobilität oder Wasserstoff müssen wettbewerbsfähiger gegenüber fossilen Energieträgern wie Heizöl, Benzin oder Diesel werden."

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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