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Strompreis 2022: EEG-Umlage sinkt deutlich auf 3,7 Cent

14.10.2021 | Energienachrichten

Wie die Nachrichtenagentur Reuters, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und der Spiegel übereinstimmend berichten, sinkt die im Strompreis enthaltene EEG-Umlage zur Finanzierung der Energiewende im kommenden Jahr auf 3,7 Cent pro Kilowattstunde. Die endgültige Zahl wird von den Übertragungsnetzbetreibern am Freitag bekanntgegeben.

Musterhaushalt spart 100 Euro

Die EEG-Umlage liegt derzeit bei 6,5 Cent pro Kilowattstunde und macht etwa ein Fünftel des Strompreises aus. Eine Reduzierung um 2,8 auf letztlich 3,7 Cent würde für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden eine finanzielle Entlastung von knapp 100 Euro bedeuten.

Möglich wird das Absenken der Umlage vor allem durch den neu eingeführten CO2-Preis auf klimaschädliche Brennstoffe im Verkehrs- und Wärmesektor. Ein Teil der dadurch generierten Einnahmen soll künftig auf das EEG-Konto überwiesen werden.

Hinzu kommt, dass die derzeit hohen Börsenstrompreise die Differenzkosten zum gesetzlich garantierten Abnahmepreis für EEG-Anlagen minimieren, und ältere Ökostromanlagen mit vergleichsweise hohen Vergütungen nach und nach aus der Förderung fallen.

Wenig Hoffnung auf sinkende Strompreise

Marktexperten gehen allerdings davon aus, dass die reduzierte EEG-Umlage bestenfalls zur Stabilisierung der Strompreise 2022 führen wird. Spürbar fallende Preise halten sie für unwahrscheinlich, denn der sinkenden Umlage stehen massiv gestiegene Beschaffungskosten gegenüber, die die Energieversorger mittelfristig an ihre Kunden weitergeben dürften.

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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