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Bürgerenergie bringt 4.000 Windräder und 1,2 Millionen Solaranlagen

18.09.2015 | Energienachrichten

Energieprojekte in Bürgerhand haben einen vielfältigen gesellschaftlichen Nutzen. Dies besagt eine neue Studie des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES), die die Energiegenossenschaft Greenpeace Energy zusammen mit dem Bündnis Bürgerenergie e.V. in Auftrag gegeben hat.

Unter Bürgerbeteiligung entstandene Photovoltaik-, Windkraft- oder Biomasse-Projekte konnten laut IZES-Untersuchung bundesweit mehr als 113.000 Vollzeitarbeitsplätze erhalten bzw. neu schaffen. Die Wertschöpfung der Bürger-Energieprojekte summierte sich allein im untersuchten Jahr 2012 auf bis zu 5,3 Milliarden Euro. Über steigende Steuereinnahmen profitierten davon auch die kommunalen Haushalte. Das eingesetzte Geld, so die Autoren der Studie, bleibe sogar zu großen Teilen im lokalen Wirtschaftskreislauf und fließe nicht etwa in globale Finanzströme ab.

"Bürgerinnen und Bürger haben hierzulande 4.000 Windräder und 1,2 Millionen Solaranlagen verwirklicht, ihr Engagement ist auch ein wichtiger Job-Motor. Bürgerenergie heißt, dass möglichst viele Menschen an der Wertschöpfung erneuerbarer Energien teilhaben können", erklärt Rene Mono, Vorstand beim Bündnis Bürgerenergie. Die wesentlichen Nutzeneffekte des Prinzips laut IZES-Studie: Weil sich in Bürger-Energieprojekten viele Menschen aktiv beteiligen, wächst die gesellschaftliche Akzeptanz für die Energiewende. Zudem sorgen die Akteure der Bürgerenergie laut Studie für technische Innovationen und errichten Ökostrom-Anlagen häufig günstiger als große, profitorientierte Konzerne.

Fast die Hälfte der gesamten in Deutschland installierten Ökostrom-Leistung von 73 Gigawatt befindet sich gegenwärtig in Bürgerhand. "Die Bürgerinnen und Bürger haben das Oligopol der großen Konzerne auf dem Energiemarkt aufgebrochen", sagt Marcel Keiffenheim von Greenpeace Energy.

© 2015 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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