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Klimaschutz im Güterverkehr: Erdgas statt Elektromobilität

21.05.2015 | Energienachrichten

Bis zum Jahr 2030 sollen die CO2-Emissionen in Europa um 40 Prozent sinken. Ein großer Teil davon soll im Güterverkehr eingespart werden, denn entgegen der Erwartungen verschlechtert sich die Klimabilanz in diesem Bereich von Jahr zu Jahr anstatt sich zu bessern. Besonderes Augenmerk liegt daher auf der Förderung alternativer Antriebe im Nutzfahrzeugverkehr.

Die politische und öffentliche Diskussion konzentriert sich bislang vor allem auf das Lösungsmodell Elektromobilität. Jüngst kursierten beispielsweise Berichte über Pläne der Bundesregierung, Pilotprojekte für Elektro-LKW auf Autobahnen zu fördern und eine entsprechende Oberleitungs-Infrastruktur aufzubauen. "Doch die Elektrifizierung von schweren Nutzfahrzeugen ist keine praxisnahe Lösung", sagt Dr. Timm Kehler, Geschäftsführer der erdgas mobil GmbH. Weitaus zweckmäßiger und kostengünstiger sei der Ausbau des Erdgastankstellennetzes und die Förderung von Erdgas und Bio-Erdgas als Kraftstoff. Kehler: "Erdgas hat sich als alternativer Antrieb im Güterverkehr bewährt."

Laut einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes spart ein erdgasbetriebener LKW im Vergleich zu einem Diesel-Fahrzeug bis zu 27 Prozent CO2. Kommt Bio-Erdgas zum Einsatz, ist sogar eine nahezu CO2-neutrale Mobilität möglich. Zudem, so Timm Kehler, sei die Technologie in der Praxis erprobt und werde bereits von vielen namhaften Logistik- und Transportunternehmen europaweit eingesetzt. "Es ist für uns unverständlich, dass die Politik in Deutschland diese Option nicht intensiv fördert und diese Chance für mehr Klimaschutz nicht aktiv aufgreift. Der Erdgasantrieb stellt die günstigste Lösung für Klimaschutz dar. Daher sollte die Politik diesen stärker fördern anstatt praxisfernen Lösungen nachzulaufen, die keinen wirklichen Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes leisten werden."

© 2015 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

CO2-Emissionen

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