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Umweltbundesamt: E-Scooter bringen keine Verkehrswende

04.09.2019 | Energienachrichten

Die seit diesem Sommer in Deutschland zugelassenen E-Scooter machen den Verkehr in den Innenstädten nach Einschätzung des Umweltbundesamts (UBA) bisher kaum klimafreundlicher. Die gefahrenen Strecken seien in der Regel sehr kurz und könnten problemlos auch zu Fuß, mit dem Rad, per Bus oder Bahn bewältigt werden. Daher fungiere der E-Tretroller bislang nicht, wie erhofft, als Ersatz für das Auto. Zudem seien die Scooter im Vergleich zum Fahrrad deutlich umweltschädlicher.

Detaillierte Studien zur Nutzung der E-Scooter liegen für Deutschland noch nicht vor. Erste Zahlen aus Berlin, auf die sich das UBA stützt, deuten allerdings auf eine durchschnittliche Wegstrecke von etwa zwei Kilometern hin. Umfragen in Paris haben darüber hinaus ergeben, dass 85 Prozent der Nutzer ohne den Roller zu Fuß gegangen wären, den öffentlichen Nahverkehr oder das Rad genutzt hätten.

"Wird der E-Scooter anstatt der eigenen Füße oder des Fahrrades benutzt, ist das schlecht für Umwelt und Gesundheit", heißt es in einer aktuellen Stellungnahme des UBA. Der Verkehrswende helfe es nur, wenn der Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr durch den E-Scooter erleichtert werde. "Diese Art der Nutzung scheint bisher jedoch nur auf einen geringen Anteil der Nutzenden zuzutreffen."

Das UBA beurteilt außerdem die Herstellung und Lebensdauer der Akkus, den Strombedarf und die aufwendige Logistik hinter den Leihrollern kritisch. Ratsam sei es, nur Modelle und Anbieter zuzulassen, die bestimmte Umweltkriterien erfüllen - beispielsweise die Austauschbarkeit von Akkus oder eine garantierte Lebensdauer.

Die Behörde warnt jedoch gleichzeitig davor, das Thema E-Scooter überzubewerten. Autos seien in Bezug auf Schadstoffe und Lärm das weitaus größere Problem in Städten.


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz


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