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RWE: Kritik an Atomkurs

21.04.2011 | Energienachrichten

Im Rahmen der gestrigen Hauptversammlung des Energiekonzerns RWE wurden hitzige Debatten über den Atomkurs des Unternehmens geführt. RWE hält als einziger AKW-Betreiber an seiner Klage gegen das von der Bundesregierung verhängte Abschalten der ältesten Meiler fest. Eine Strategie, die nicht nur bei Umweltverbänden, sondern zum Teil auch bei den eigenen Aktionären auf Unverständnis stößt. Der Vorstand Jürgen Großmann wurde explizit aufgefordert, einen Kurswechsel in Richtung erneuerbare Energien vorzunehmen.

Eine vor wenigen Tagen veröffentlichte Greenpeace-Studie zeigt, dass der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei RWE im Jahr 2009 lediglich bei 2,6 Prozent lag. Greenpeace-Energieexpertin Anike Peters: "Wer den Ausbau der Erneuerbaren so blockiert wie RWE, wird zum atomaren und fossilen Sanierungsfall. Auch Jürgen Großmann muss endlich Unternehmergeist für die Energiewende aufbringen." Der RWE-Konzern plant offenbar auch in Zukunft, nur ein Fünftel seiner Investitionen für die Zukunftstechnologien Solar- und Windenergie aufzubringen. Zugpferde bleiben nach wie vor Kohle und Atomkraft.

"Mit dem Betrieb seiner Braunkohle-Kraftwerke ist RWE der größte Klimakiller unter den Stromkonzernen Deutschlands", so Anike Peters. "Das Festhalten an fossilen und atomaren Energieträgern schafft schnelle Gewinne, aber keine nachhaltigen Perspektiven. Dies ist nicht mehr zeitgemäß." Aus Sicht von Greenpeace hätte RWE als finanzstarkes Großunternehmen durchaus das Potenzial, einer der großen Player der Energiewende zu werden. Dafür allerdings, so die Umweltorganisation, müssten Aktionäre und Vorstand deutlich vorausschauender handeln.

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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