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Atomausstieg 2022 - Stromversorgung ist nicht gefährdet

Atomausstieg 2022 - Stromversorgung ist nicht gefährdet

30.11.2021 | Energienachrichten

Die Atomenergie in Deutschland geht in ihr letztes Jahr: 2022 sollen die noch verbliebenen sechs Kernkraftwerke stillgelegt werden. Während Skeptiker Stromengpässe befürchten, betont das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dass die Energieversorgung auch nach dem Atomausstieg gesichert sei.

DIW: Ausreichende Kapazitäten auch ohne Atomkraftwerke

Eine vom DIW in der vergangenen Woche vorgelegte Studie kommt zu dem Schluss, dass auch ohne die Atomkraft "ausreichende Kapazitäten" vorhanden seien, um die Stromversorgung in Deutschland für alle Verbraucher sicher zu gestalten. Zum einen sei Deutschland nach wie vor Stromexporteur, verfüge also eher über Stromüberschüsse als -engpässe, schreiben die DIW-Experten. Zum anderen seien auch wegen der Einbindung Deutschlands in das europäische Stromsystem keine Beeinträchtigungen der Versorgungssicherheit zu befürchten.

Atomausstieg ist "Notwendigkeit"

Die Wissenschaftler halten es für alternativlos, den Atomausstieg zu vollenden, sämtliche Subventionen für die Kernenergie einzustellen und die Endlagersuche für hochradioaktive Abfälle in den Mittelpunkt der Diskussion zu stellen. Die Stilllegung der deutschen Atommeiler sei eine "Notwendigkeit", lautet das Fazit der Studie.

Vor dem Hintergrund der Debatte um einen beschleunigten Kohleausstieg waren jüngst vereinzelte Forderungen nach einer Renaissance der Atomkraft aufgekommen. Die DIW-Experten halten die Furcht vor Versorgungsengpässen jedoch für unnötig. Sie schreiben: "Nachdem die Abschaltung älterer Kernkraftwerke seit dem Jahr 2011 weitgehend lautlos erfolgte, ist auch für die nächsten beiden Jahre nur mit geringen Auswirkungen auf das Stromsystem zu rechnen."

Damit die Versorgungssicherheit in Deutschland auch mittelfristig ungefährdet bleibe, sei es allerdings nötig, das hiesige Stromsystem "rasch" auf erneuerbare Energien umzustellen, heißt es in der Studie.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

Atommüll

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