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Energiewirtschaft in Existenzangst

11.08.2009

Jeder dritte Energieversorger im deutschsprachigen Raum muss langfristig um seine Existenz bangen. Insbesondere kleinere Versorgungsunternehmen verzeichnen jüngst massive Ergebniseinbußen. Aufgrund von härterem Preiswettbewerb, steigender Wechselbereitschaft, dem Trend zum Energiesparen, Fachkräftemangel und der Konkurrenz durch internationale Konzerne besteht bei vielen Energieversorgern deutlicher Handlungsbedarf. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, für die der Dienstleister Accenture in Zusammenarbeit mit der Jacobs University Bremen über neun Jahre hinweg die wirtschaftliche Entwicklung von 121 Energieversorgern in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht hat.

Der Studie zufolge blickt jeder dritte Versorger nicht nur auf eine schwache Ergebnisentwicklung in der Vergangenheit zurück, sondern ist auch auf die künftigen Herausforderungen des Marktes nicht vorbereitet. Nur 29 Prozent der betrachteten Unternehmen haben in den letzten Jahren überdurchschnittliche Ergebnisse realisiert und gleichzeitig ihre Fähigkeiten dahingehend entwickelt, um Marktchancen in der Zukunft für sich nutzen zu können. Der Unterschied zwischen den erfolgreichen und den weniger erfolgreichen Energieversorgern war nie größer als heute. "Die Unternehmen der Branche werden heterogener, sie differenzieren sich mehr und mehr", so Prof. Dr. Andreas Bausch von der Jacobs University Bremen. Dabei wird deutlich: Fehlende Größe ist offensichtlich auch in der Energiewirtschaft ein Nachteil. Während die Großen ihre Umsatzrendite weitestgehend stabil halten konnten, haben insbesondere die kleinen Unternehmen erhebliche Einbußen zu verzeichnen.

Fragt man die Versorger nach den Faktoren, die künftig den größten Einfluss auf die Branche haben werden, steht das Thema Fachkräftemangel ganz oben auf der Agenda, gefolgt vom Gaspreis, der Wechselbereitschaft der Kunden und dem Preiswettbewerb. Auf die Frage "Welches Unternehmen im deutschsprachigen Energiemarkt würden Sie am unternehmerischsten beurteilen?" antworteten die Teilnehmer der Studie: E.ON, MVV, Trianel, RWE und EWE (Platz 1 bis 5, sortiert nach der Anzahl der Nennungen).

"Neue Produkte, Dienstleistungen und Prozesse werden künftig eine zentrale Rolle spielen, gepaart mit dem richtigen Instinkt, neue Geschäftsgelegenheiten aktiv zu suchen, um im Markt wachsen zu können", sagt Michael Nolte von Accenture. "Im Vergleich zu den Monopoljahren erwartet die Öffentlichkeit von der Energiewirtschaft jetzt innovative Lösungen, insbesondere für Herausforderungen bei den Themen Klimaschutz und Energieeffizienz."

© 2009 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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