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Weltbank: Fragwürdige Investments in fossile Energien

15.04.2019 | Energienachrichten

Internationale Recherchen, an denen unter anderem die deutschen Medien NDR, Süddeutsche Zeitung und Deutsche Welle beteiligt sind, haben ergeben, dass die Weltbank zahlreiche Projekte unterstützt, die mit der Förderung von Kohle, Erdgas oder Erdöl verknüpft sind. Analysen von Umweltorganisationen zufolge ist die Weltbank derzeit mit rund 21 Milliarden Dollar an Projekten fossiler Energieträger beteiligt. Demgegenüber stünden lediglich 15 Milliarden Dollar für die Förderung erneuerbarer Energien.

"Es ist ein politisches Versagen, letztendlich, dass die Weltbank so agiert wie sie agiert", wird der entwicklungspolitische Sprecher der Grünen, Uwe Kekeritz, vom NDR zitiert. "Es ist bitter notwendig, dass sich die Weltbank mit ihrem enormen Einflusspotenzial wirklich konsequent von fossilen Energieträgern verabschiedet." Auch die entwicklungspolitische Sprecherin der SPD, Gabi Weber, fordert, dass die multinationale Entwicklungsbank gerade in Schwellenländern stärker auf regenerative Energien setzen müsse.

Die Weltbank selbst weist die Kritik zurück und gibt an, allein 2018 20,5 Milliarden Dollar in den globalen Klimaschutz investiert zu haben. Welche konkreten Summen in fossile Projekte geflossen sind, wird jedoch nicht beziffert. Auch wirken diverse Projektförderungen, beispielsweise für eine "nachhaltige Ausbeutung von Ölvorkommen in Nigeria", äußerst fragwürdig.

Aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit heißt es, Deutschland habe sich seitens der Institution eine stärkere Betonung ökologischer Nachhaltigkeit gewünscht. Die Bundesrepublik ist mit mehr als vier Prozent einer der größten Anteilseigner der Weltbank.


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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