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Droht das Strommarkt-Monopol? E.ON und RWE planen Megadeal

04.02.2019 | Energienachrichten

Der Hamburger Ökostromanbieter LichtBlick hat die geplante Übernahme von Stromkunden der RWE-Tochter Innogy durch den Energiekonzern E.ON scharf kritisiert und vor neuen Monopolstrukturen auf dem deutschen Strommarkt gewarnt. LichtBlick hat bereits die EU-Kommission im Rahmen einer Stellungnahme aufgefordert, den entsprechenden Deal zwischen RWE und E.ON zu unterbinden.

"Die Pläne der beiden Energieriesen zielen auf ein Ende des wettbewerblichen Strommarktes in Deutschland. Leidtragende sind die Stromkunden, die mit höheren Energiepreisen rechnen müssen. Die Kartellbehörden müssen das Vorhaben stoppen", sagt Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft bei LichtBlick. Nach der Übernahme der Kunden und Netze von Innogy werde E.ON auf zwei Dritteln der Fläche Deutschlands zum größten Stromversorger, warnt das Hamburger Unternehmen. Regional wachse der Marktanteil des Konzerns dann auf über 70 Prozent an, wie eine in Auftrag gegebene Analyse zeige.

"Der Wettbewerb um die Strom- und Gaskunden findet auf lokaler Ebene statt. Und in einem Großteil der lokalen Strommärkte nimmt die neue E.ON eine marktbeherrschende Stellung ein", befürchtet Lücking. Inklusive aller strategischen Beteiligungen werde der Konzern nach dem geplanten Deal über mehr als 160 Strommarken und 840 Stromtarife verfügen. Dies, so Lücking, berge große Gefahren für die Transparenz und den Wettbewerb auf dem liberalisierten Strommarkt: "Der Kunde wechselt zu einer anderen Marke, ohne zu merken, dass er in der E.ON-Welt bleibt."


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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