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Klimaschutzverfehlungen könnten 60 Milliarden Euro kosten

26.09.2018 | Energienachrichten
Deutschland droht, seine europarechtlich verbindlichen Klimaziele 2020 sowie 2030 zu verfehlen. Um die vorhandenen Defizite auszugleichen, müsste die Bundesrepublik bis zum Jahr 2030 für bis zu 60 Milliarden Euro Emissionsberechtigungen von anderen EU-Staaten zukaufen. Sinnvoller wäre es, so betont die Berliner Denkfabrik Agora Energiewende aktuell, inländische Klimaschutzmaßnahmen voranzubringen und so auch Wachstum und Innovation zu fördern. Deutschland ist rechtlich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen in den nicht vom EU-Emissionshandel erfassten Sektoren bis 2020 um 14 Prozent und bis 2030 um 38 Prozent im Vergleich zu 2005 zu senken. Dies betrifft insbesondere die Bereiche Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft sowie kleinere Teile von Energiewirtschaft und Industrie. Fest steht bereits jetzt, dass die Verpflichtungen bis 2020 verfehlt werden. Ähnliches zeichne sich für den Zeitraum bis 2030 ab, sofern nicht entschieden gegengesteuert werde, sagt Agora Energiewende. Deutschland verliere zum einen seine klimapolitische Glaubwürdigkeit, wenn die Bundesregierung ihre Klimaschutzverpflichtungen nicht ernst nehme, viele andere EU-Länder ihre Ziele hingegen erreichen würden, so die Energiewende-Forscher. Hinzu komme, dass die Milliarden, die aus dem Bundeshaushalt für die Kompensation der Klimaschutzverfehlungen ausgegeben werden müssten, sinnvoller in Strategien für nachhaltiges Wachstum angelegt wären. "Klimaschutz ist daher von jetzt an auch Sache des Bundesfinanzministers", sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. Denn: "Unterlassene Klimaschutzbemühungen in Deutschland werden für den Steuerzahler zu einer teuren Angelegenheit." © 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz