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Zukunftstechnologien: Industrie fordert neue Rohstoffpolitik

09.07.2018 | Energienachrichten

Mit einem Fünf-Punkte-Plan hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) an die Bundesregierung appelliert, ihre Rohstoffpolitik grundsätzlich zu überdenken. "Die steigende Nachfrage nach Rohstoffen für Zukunftstechnologien erfordert einen zügigen Paradigmenwechsel", so BDI-Präsident Dieter Kempf.

Die Verfügbarkeit von Rohstoffen sei eine zentrale Herausforderung für das Industrieland Deutschland, so der BDI. Nur mit High-Tech-Rohstoffen werde es Zukunftstechnologien "made in Germany" geben. Kempf: "Innovative Produkte und neue Technologien wie Elektromobilität, Digitalisierung, Industrie 4.0 und die Energiewende vergrößern den Bedarf." Dementsprechend stark wachse die Nachfrage nach Kobalt, Lithium, Nickel, Kupfer, Graphit oder Seltenen Erden, aber auch nach heimischen Rohstoffen wie Kies oder Sand.

Bei vielen Rohstoffen sei Deutschland vollständig auf Importe angewiesen. Damit steige die Abhängigkeit von rohstoffreichen Ländern - auch von solchen, die deutsche oder europäische Sozial- und Umweltstandards nicht erfüllen. BDI-Präsident Kempf betont: "Die deutsche Industrie bekennt sich zu höchsten Sozial-, Umwelt- und Menschenrechtsstandards - auch in der Rohstoffförderung." Zugleich schränkt er ein: "Aber der Rohstoffmarkt hat sich von einem Nachfrager- zu einem Anbietermarkt verändert. Förderländer und Mienen können sich ihre Kunden aussuchen und nicht umgekehrt."

Der Fünf-Punkte-Plan des BDI für die künftige Rohstoffpolitik Deutschlands beinhaltet unter anderem folgende Forderungen: Intensivere Nutzung heimischer Abbauflächen, Aufbau einer Kreislaufwirtschaft von Rohstoffen für Zukunftstechnologien, Verzahnung von Rohstoffförderung und Entwicklungszusammenarbeit auf internationaler Ebene, Förderung von Pilotprojekten zum Tiefsee- und Weltraumbergbau.

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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