Donnerstag, 23. September 2021

Strompreise in Deutschland - Was kostet Strom?

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Probleme beim Stromanbieterwechsel

In der Regel gibt es überhaupt keine Probleme beim Wechsel des Stromanbieters, denn der gesamte Wechselprozess ist gesetzlich geregelt. Trotzdem gibt es in der Praxis ab und zu ein paar kleinere Probleme.

Wir helfen Ihnen gerne weiter und haben hier die häufigsten uns bekannten Probleme aufgelistet und bieten dazu gleich Lösungsvorschläge an. Alternativ können Sie sich immer an uns wenden, entweder über unsere Hotline (0800 - 837 48 69) oder per Email an kundenservice@stromauskunft.de.

Selbst wenn beim Wechsel etwas schiefgeht, sind Sie gesetzlich abgesichert gegen Stromausfall (§ 38 Abs. 1 EnWG).

Mögliche Probleme beim Wechsel des Stromanbieters

Problem 1: Der Wechsel des Stromanbieters verzögert sich

Wenn der Anbieterwechsel länger als geplant dauert, dann liegt das zumeist daran, dass Ihr alter Vertrag noch gültig ist und der Wechsel somit nicht sofort eingeleitet werden kann. Hier sind natürlich die Kündigungsfristen einzuhalten.

Häufig verzögert sich auch der Anbieterwechsel, da dem neuen Anbieter nicht alle Angaben vorliegen, z.B. die Zählernummer. Bitte denken Sie daran, alle Angaben vollständig und korrekt zu übermitteln, damit der Anbieterwechsel reibungslos von statten geht.

Der Stromanbieterwechsel ist in Deutschland gesetzlich geregelt und darf laut Energiewirtschaftsgesetz nur drei Wochen dauern, sobald der neue Versorger den Kunden beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet hat. Desweiteren gilt, dass der Beginn der Stromlieferung durch den neuen Anbieter nicht zwingend auf den Ersten eines Monat fallen muss, sondern auf jedes beliebige Datum fallen kann.

Problem 2: Der Stromvertrag wurde automatisch verlängert

Das häufigste Problem, warum ein Anbieterwechsel nicht möglich ist, ist die Tatsache, dass der alte Vertrag nicht rechtzeitig gekündigt worden ist. Viele Verträge haben heutzutage eine Laufzeit von 12 Monaten bei einer Kündigungsfrist 6 Wochen. Wenn Sie die Kündigungsfrist verpassen, dann verlängert sich der Vertrag um weitere 12 Monate.

Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen unseren Stromanbieter-Wechselservice, bei dem wir Ihre Vertragsdaten in unserem System hinterlegen und Ihnen rechtzeitig vor Ablauf der Kündigungsfrist eine Erinnerungsmail mit einer neuen Tarifempfehlung zusenden. Damit verpassen Sie keine Kündigungsfrist mehr und können Ihren Stromvertrag jedes Jahr automatisch optimieren.

Problem 3: Der neue Stromanbieter akzeptiert den Wechsel nicht

Ein weiterer sehr häufiger Grund für eine Ablehnung besteht darin, dass die mitgeteilten Daten mit denen des Lieferanten/Netzbetreibers nicht übereinstimmen und somit nicht zugeordnet werden können.

  • Welche Zählernummer hat Ihr Stromzähler?
  • Wie lauten Vor- und Nachname des Vertragspartners?
  • Sind Verbrauchsstelle und Rechnungsadresse korrekt angegeben?
  • Wie lauten Ihre Kundennummer sowie der Name des derzeitigen Lieferanten?
  • Haben Sie Ihren Vertrag beim Lieferanten selbst gekündigt? Wenn ja, zu welchem Termin?
  • Sind Sie neu in die Verbrauchstelle eingezogen? Wenn ja, teilen Sie uns bitte Ihr Einzugsdatum mit.

Problem 4: Der Stromanbieter zahlt den Bonus nicht aus

Die Auszahlung von Neukundenboni ist ein immer wieder auftretendes Problem beim Stromanbieterwechsel. Viele Kunden beschweren sich, dass der neue bzw. ehemalige Versorger den vertraglichen Bonus nicht auszahlt. Die Voraussetzung für den Kundenbonus ist üblicherweise in den AGB des Stromliefervertrags geregelt. Hält sich der Versorger nicht daran, ist das ein Fall für die Schlichtungsstelle Energie.

Laut Energiewirtschaftsgesetz gilt: Energieversorger müssen ein etwaiges Guthaben von Kunden - beispielsweise im Rahmen von vertraglich vereinbarten Boni - binnen zwei Wochen auszahlen bzw. mit dem nächsten Abschlag verrechnen.

Problem 5: Der Stromanbieter hat die Preise erhöht

Wenn Sie sich für einen Stromtarif ohne Preisgarantie oder mit eingeschränkter Preisgarantie entschieden haben, dann kann es nach dem Wechsel des Anbieters zu den ungeliebten Strompreiserhöhungen kommen. Jedoch besteht im Falle einer Preiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht, und Sie können kurzfristig den Anbieter wechseln.

Der Gesetzgeber schreibt vor: Ändert ein Energieversorger seine Bedingungen - beispielsweise indem die Strom- oder Gaspreise erhöht werden - muss er dies spätestens vier Wochen im Voraus ankündigen. Kunden verfügen anschließend über ein Sonderkündigungsrecht. Dieses gilt auch, wenn ausschließlich Kosten weitergegeben werden, auf die der Versorger keinen Einfluss hat. Einzige Ausnahme ist die Anpassung der Mehrwertsteuer. Die Sonderkündigung muss vom Anbieter innerhalb einer Woche bestätigt werden.

Problem 6: Die monatlichen Abschläge sind höher als beim Anbieterwechsel angegeben

Die Höhe der monatlichen Abschläge führt immer wieder zu Problemen. Das kommt dadurch zustande, dass der Stromversorger unter Berücksichtigung des prognostizierten Jahresverbrauchs die monatlichen Abschlagszahlungen angepasst hat. Grundlage ist dabei dann eine Berechnung des Abschlages auf Basis des vom Netzbetreiber angegebenen Stromverbrauchs. Da der Netzbetreiber Eigentümer des Stromzählers ist und einmal im Jahr eine sogenannte Turnusablesung durchführt, kennt er den Verbrauch der vergangenen Jahre recht genau. Daher kann der Versorger die Abschläge entsprechend anpassen.

Problem 7: Die Stromlieferung kann aus technischen Gründen nicht erfolgen

Manche Stromversorger beliefern ausschließlich Kunden mit Haushaltsstrom und können aus technischen Gründen keine Haushalte beliefern, die ein sogenanntes "temperaturabhängiges Lastprofil" voraussetzen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie eine Elektro-Speicherheizung oder Wärmepumpe betreiben. Bitte achten Sie darauf, dass Sie sich einen Anbieter aussuchen, der entsprechende Tarife anbietet und über die technischen Voraussetzungen für eine solche Belieferung verfügt.

Sie haben Probleme mit Ihrem Stromanbieter? 

Die Schlichtungsstelle Energie hilft Ihnen kostenfrei weiter

Seit dem Jahr 2011 vermittelt die Schlichtungsstelle Energie mit Sitz in Berlin als unabhängige und neutrale Instanz bei Streitigkeiten zwischen Energieversorgern und Verbrauchern. Bleibt die Beschwerde eines Kunden beim betreffenden Strom- oder Gasanbieter erfolglos, kann die Schlichtungsstelle kostenfrei durch einen Schlichtungsantrag hinzugezogen werden.

Die Schlichtungsstelle Energie ist eine unabhängige und neutrale Einrichtung zur Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Energieversorgungsunternehmen. Sie wird gemeinsam getragen vom Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. und den Verbänden der Energiewirtschaft. Das Schlichtungsverfahren ist für private Verbraucher kostenfrei.

Adresse:

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Friedrichstraße 133
10117 Berlin

Telefon: +49 (0) 30 / 27 57 240 – 0
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