Dienstag, 10. Dezember 2019

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Probleme beim Stromanbieterwechsel

In der Regel gibt es überhaupt keine Probleme beim Wechsel des Stromanbieters, denn der gesamte Wechselprozess ist gesetzlich geregelt. Trotzdem gibt es in der Praxis ab und zu ein paar kleinere Probleme.

Wir helfen Ihnen gerne weiter und haben hier die häufigsten uns bekannten Probleme aufgelistet und bieten dazu gleich Lösungsvorschläge an. Alternativ können Sie sich immer an uns wenden, entweder über unsere Hotline (0800 - 837 48 69) oder per Email an kundenservice@stromauskunft.de.

Selbst wenn beim Wechsel etwas schiefgeht, sind Sie gesetzlich abgesichert gegen Stromausfall (§ 38 Abs. 1 EnWG).

Mögliche Probleme beim Wechsel des Stromanbieters

Problem 1: Der Wechsel des Stromanbieter verzögert sich

Wenn der Anbieterwechsel länger als geplant dauert, dann liegt das zumeist daran, dass Ihr alter Vertrag noch gültig ist und der Wechsel somit nicht sofort eingeleitet werden kann. Hier sind natürlich die Kündigungsfristen einzuhalten.

Häufig verzögert sich auch der Anbieterwechsel, da dem neuen Anbieter nicht alle Angaben vorliegen, z.B. die Zählernummer.

„Die von Ihnen angegebene Zählernummer weist ein ungewöhnliches Format auf. Wir möchten Sie daher bitten, Ihre Angabe zu überprüfen. Die richtige Zählernummer ist für das Zustandekommen des Vertrags unbedingt erforderlich. Sie finden diese sowohl auf Ihrer letzten Jahresendabrechnung als auch auf dem Zähler selbst. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Zählernummer beim örtlichen Versorger zu erfragen.“

Bitte denken Sie daran, alle Angaben vollständig und korrekt zu übermitteln, damit der Anbieterwechsel reibungslos von statten geht.

Der Stromanbieterwechsel im April 2012 gesetzlich neu geregelt worden und darf laut Energiewirtschaftsgesetz nur noch drei Wochen dauern, sobald der neue Versorger den Kunden beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet hat. Weiterhin ist dort geregelt, dass der Tag der Stromlieferungen durch den neuen Anbieter nicht mehr wie bisher der erste im Monat sein muss, sondern dass die Lieferung an jedem Wochentag beginnen kann.


Problem 2: Mein Stromvertrag wurde verlängert

Das häufigste Problem, warum ein Anbieterwechsel nicht möglich ist, ist die Tatsache, dass der alte Vertrag nicht rechtzeitig gekündigt worden ist. Viele Verträge haben heutzutage eine Laufzeit von 12 Monaten bei einer Kündigungsfrist 6 Wochen. Wenn Sie die Kündigungsfrist verpassen, dann verlängert sich der Vertrag um weitere 12 Monate. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen unseren Stromanbieter  Wechselservice, bei dem wir Ihre Vertragsdaten in unserem System hinterlegen und Ihnen rechtzeitig vor Ablauf der Kündigungsfrist eine Erinnerungsmail mit einer neuen Tarifempfehlung zusenden. Damit verpassen Sie keine Kündigungsfrist mehr und können Ihren Stromvertrag jedes Jahr automatisch optimieren.


Problem 3: Mein neuer Stromanbieter hat den Wechsel nicht akzeptiert

Ein weiterer sehr häufiger Grund für eine Ablehnung besteht darin, dass die mitgeteilten Daten mit denen des Lieferanten/Netzbetreibers nicht übereinstimmen und somit nicht zugeordnet werden können.

  • Welche Zählernummer hat Ihr Stromzähler?

  • Wie lauten der Vor- und Nachname des Vertragspartners?

  • Sind Verbrauchsstelle und Rechnungsadresse korrekt angegeben?

  • Wie lauten Ihre Kundennummer sowie der Name des derzeitigen Lieferanten?

  • Haben Sie Ihren Vertrag beim Lieferanten selbst gekündigt? Wenn ja, zu welchem Termin?

  • Sind Sie neu in die Verbrauchstelle eingezogen? Wenn ja, teilen Sie uns bitte Ihr Einzugsdatum mit.

Problem 4: Mein Stromanbieter zahlt meinen Bonus nicht aus

Das Thema Auszahlung des Neukundenbonus ist immer wieder Thema in vielen Kundenbeiträgen zum Thema Stromanbieterwechsel. Viele Kunden beschweren sich, dass der neue oder auch der ehemalige Versorger den Bonus nicht bezahlt. Die Voraussetzung für die Auszahlung des Kundenbonus ist zumeist in den AGB Ihres Stromvertrages geregelt. Hält sich der Versorger nicht daran, ist das ein Fall für die Schlichtungsstelle Energie.


Problem 5: Mein neuer Anbieter hat die Preise erhöht

Wenn Sie sich für einen Stromtarif ohne Preisgarantie oder mit eingeschränkter Preisgarantie entschieden haben, dann kann es nach dem Wechsel des Anbieters zu den ungeliebten Strompreiserhöhungen kommen. Jedoch besteht im Falle einer Preiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht und Sie können kurzfristig den Anbieter wechseln, auch wenn die Laufzeit Ihres Vertrags eigentlich noch mehrere Monate beträgt. Steigt der Preis, haben Sie immer ein Sonderkündigungsrecht von vier Wochen. Die Frist läuft, sobald die Ankündigung bei ihm eingegangen ist.

Bei einer satten Preiserhöhung ist ein erneuter Anbieterwechsel sinnvoll. Ist die Preiserhöhung allerdings moderat und hat diese Ihre Ursache nur durch höhere staatliche Abgaben (z.B. Erhöhung der EEG – Umlage), dann sollten Sie bei dem Anbieter bleiben und erst vor Ablauf der regulären Kündigungsfrist einen neuen Stromvergleich durchführen.


Problem 6: Die monatlichen Abschläge sind höher als bei dem Anbieterwechsel angegeben wurden

Die Höhe der monatlichen Abschläge führt immer wieder zu Problemen. Das kommt dadurch zustanden, dass der Stromversorger unter Berücksichtigung des prognostizierten Jahresverbrauchs die monatlichen Abschlagszahlungen angepasst hat. Grundlage ist dabei dann eine Berechnung des Abschlages auf Basis des vom Netzbetreiber angegebenen Stromverbrauchs. Da der Netzbetreiber Eigentümer des Stromzählers ist und einmal im Jahr eine sogenannte Turnusablesung durchführt, kennt er den Verbrauch der vergangenen Jahre recht genau. Daher kann der Versorger die Abschläge entsprechend anpassen.


Problem 7: Die Stromlieferung kann aus technischen Gründen nicht vorgenommen werden

Manche Stromversorger beliefern ausschließlich Kunden mit Haushaltsstrom und können aus technischen Gründen keine Haushalte beliefern, die ein sogenanntes „temperaturabhängiges Lastprofil“ voraussetzen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie eine Elektro-Speicherheizung oder Wärmepumpe betreiben. Bitte achten Sie darauf, dass Sie sich einen Anbieter aussuchen, der entsprechende Tarife anbietet und über die technischen Voraussetzungen für eine solche Belieferung verfügt.

Sie haben Probleme mit Ihrem Stromanbieter? 

Die Schlichtungsstelle Energie hilft Ihnen kostenfrei weiter

Seit dem Jahr 2011 vermittelt die Schlichtungsstelle Energie mit Sitz in Berlin als unabhängige und neutrale Instanz bei Streitigkeiten zwischen Energieversorgern und Verbrauchern. Bleibt die Beschwerde eines Kunden beim betreffenden Strom- oder Gasanbieter erfolglos, kann die Schlichtungsstelle kostenfrei durch einen Schlichtungsantrag hinzugezogen werden.

Die Schlichtungsstelle Energie ist eine unabhängige und neutrale Einrichtung zur Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Energieversorgungsunternehmen. Sie wird gemeinsam getragen vom Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. und den Verbänden der Energiewirtschaft. Das Schlichtungsverfahren ist für private Verbraucher kostenfrei.

Adresse:

Schlichtungsstelle Energie e. V.
Friedrichstraße 133
10117 Berlin

Telefon: +49 (0) 30 / 27 57 240 – 0
Telefax: +49 (0) 30 / 27 57 240 – 69

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