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Bundesrat stimmt Gesetz zum Netzausbau zu

21.12.2015 | Energienachrichten

Der Bundesrat hat am vergangenen Freitag dem neuen Gesetz zum Energieleitungsbau zugestimmt, welches damit in Kraft treten kann. Die Umweltverbände Germanwatch, Deutsche Umwelthilfe, NABU und WWF haben auf diese Entscheidung mit Lob reagiert. Mithilfe des Gesetzes könne der derzeitige Umsetzungsstau bei den großen Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen endlich aufgelöst und der Netzausbau weiter voran gebracht werden.

Aktuell, so die Verbände, würden die deutschen Stromnetze keine ausreichenden Übertragungskapazitäten bieten. Deshalb könne erneuerbarer Strom aus dem Norden immer häufiger nicht zu den Verbrauchszentren im Süden transportiert werden. Die Windkraftanlagen müssten daher ärgerlich oft abgeschaltet werden. Stattdessen würden in Süddeutschland Kraftwerke auf Basis fossiler Energieträger zugeschaltet, um die Netzstabilität zu gewährleisten. Dies verursache nicht nur Mehrkosten für die Verbraucher, sondern auch unnötige CO2-Emissionen, die das Klima belasten. Laut Monitoringbericht der Bundesnetzagentur konnten allein im ersten Halbjahr 2015 rund 1,4 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom nicht ins Netz eingespeist werden. Der Ersatz durch fossile Kraftwerke führte in der Folge zu einem zusätzlichen Ausstoß von etwa einer Million Tonnen CO2.

Solange keine weiteren Stromleitungen in Betrieb gehen, könnte die zusätzlich emittierte CO2-Menge perspektivisch auf rund sieben Millionen Tonnen pro Jahr steigen, wie eine aktuelle Studie der Stadtwerke München ergeben hat. Sieben Millionen Tonnen entsprechen den jährlichen CO2-Emissionen von über drei Millionen Autos.

© 2015 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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