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Netzkosten werden für Stromkunden intransparenter

18.04.2019 | Energienachrichten

Aktuelle Berechnungen der energiepolitischen Denkfabrik Agora Energiewende zeigen, dass Stromverbraucher in Deutschland 2019 voraussichtlich für nochmals höhere Netzkosten aufkommen müssen als im Vorjahr. Gleichzeitig werden die Zusatzbelastungen intransparenter.

Die Netzkosten, so die Agora-Prognose, steigen im laufenden Jahr um 1,5 bis zwei Milliarden Euro. Die genaue Höhe sei aufgrund mangelnder Datentransparenz nicht bezifferbar. Zugleich werden seit diesem Jahr die Ausbaukosten für Offshore-Windparks in Höhe von 1,7 Milliarden Euro nicht mehr über die Netzentgelte, sondern über eine neu geschaffene Umlage erhoben. In der Folge würden die Netzentgelte auf der Stromrechnung zwar auf den ersten Blick konstant bleiben, jedoch versteckt um sechs bis acht Prozent steigen, sagt Agora Energiewende.

"Die Netzentgelte mögen auf den Preisblättern der Netzbetreiber stagnieren, die Netzkosten für die Verbraucher steigen 2019 trotzdem, zum Teil sogar erheblich - teilweise kaschiert in den Umlagen", heißt es in der Analyse. Hintergrund ist das seit diesem Jahr geltende Netzentgeltmodernisierungsgesetz zu Begrenzung der Netzkosten. Statt diese tatsächlich zu reduzieren, wurden jedoch nur bestimmte Posten herausgelöst und in andere staatliche Abgaben überführt. Diese Kosten werden aber nach wie vor von Deutschlands Stromkunden bezahlt.

Die Netzentgelte machten 2018 bereits rund ein Viertel des Strompreises für Privathaushalte aus. Als größter Preistreiber auf der Stromrechnung haben sie inzwischen die EEG-Umlage abgelöst.


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz