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Netzausbau: 3.600 zusätzliche Leitungskilometer bis 2030

23.12.2019 | Energienachrichten

3.600 zusätzliche Leitungskilometer sollen Deutschlands Stromnetze vor dem Hintergrund von Kohleausstieg, Klimazielen und der zunehmenden Einspeisung erneuerbarer Energien zukunftssicher machen. Das teilte die Bundesnetzagentur anlässlich der Bestätigung des Netzentwicklungsplans 2030 am vergangenen Freitag mit.

Zwar sei ein Großteil der festgelegten Netzkilometer bereits geplant, die Vorhaben müssten zur Bewältigung der Herausforderungen im Zuge der Energiewende aber zügig realisiert werden, so die Behörde. Zudem sei bis zum Jahr 2030 eine zusätzliche Stromtrasse von Schleswig-Holstein über Niedersachsen nach Nordrhein-Westfalen erforderlich, um das im Klimapaket der Bundesregierung festgelegte Ziel von 20 Gigawatt Offshore-Windkraft zu erreichen. Insgesamt wurden im vorgestellten Netzentwicklungsplan 74 neue Maßnahmen bestätigt.

Als überzogen, teuer und unsozial kritisiert der Umweltverband BUND die aktuellen Beschlüsse der Bundesnetzagentur: "Der Netzausbau kann deutlich geringer ausfallen (...), wenn statt des zentral ausgerichteten Ausbaus der erneuerbaren Energien ein Ausbau auf dezentraler Ebene erfolgt", sagt Werner Neumann, Sprecher des Arbeitskreises Energie beim BUND. "Statt das Heil in Mammutprojekten und bei Stromkonzernen zu suchen, sollte die Regierung auf regionale Versorgungsstrukturen setzen."

Hintergrund: Der Netzentwicklungsplan wird alle vier Jahre von der Bundesnetzagentur als Entwurf des Bundesbedarfsplans vorgelegt. Dieser wird anschließend vom Bundestag verabschiedet und dient als gesetzliche Grundlage für die empfohlenen Netzausbaumaßnahmen.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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