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Atommüll im Meer: SPD und Grüne fordern Kontrolle

10.11.2011 | Energienachrichten

Der Bericht des ARD-Magazins "Report Mainz" über undichte Atommüllfässer im Ärmelkanal und im Nordostatlantik hat eine umweltpolitische Debatte entfacht. SPD und Grüne fordern nun eine regelmäßige Kontrolle unterseeischer Atommülldeponien und haben gleichzeitig im Bundestag einen Antrag zur Überwachung der Versenkungsgebiete gestellt.

Dem Antragsentwurf zufolge soll die Bundesregierung dazu aufgefordert werden, "sich in der OSPAR- und in der EU-Kommission sowie bei der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) für eine kontinuierliche Messung der radioaktiven Belastung in den betroffenen Versenkungsgebieten" einzusetzen. Sylvia Kotting-Uhl, atompolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag: "Es ist inakzeptabel, dass das Bundesumweltministerium die Hinweise auf das Auslaufen der Fässer mit Verweis auf Verdünnungseffekte verharmlost. Es stellt sich für mich auch die Frage, ob das Umweltministerium überhaupt über ausreichende Informationen zur Situation der Fässer verfügt."

Report Mainz hatte Anfang des Monats berichtet, dass neun Staaten, darunter Deutschland, bis 1982 schwach- und mittelradioaktive Abfälle im Nordostatlantik versenkt haben. Insgesamt wurden 114.726 Tonnen Atommüll in 222.732 Fässern deponiert. Seit 1995 ist das unterseeische Versenken von Atommüll weltweit verboten. Allerdings wurde in den Versenkungsgebieten inzwischen Plutonium in Wasserproben, im Sediment sowie in Fischen nachgewiesen.

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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