Mein Konto | Dienstag, 20. August 2019
1.151 Stromanbieter und 12.389 Stromtarife - im Stromvergleich bei StromAuskunft.de
Alles über Strom
Schon über 200.000 Verbraucher beim Stromanbieterwechsel betreut!
0800 - 837 48 69
Stromanbieter Wechselservice

Ein Jahr Atommüll-Kommission: Gemischte Zwischenbilanz

27.05.2015
Ein Jahr Atommüll-Kommission: Gemischte Zwischenbilanz

Ein Jahr nach dem Start der von Bundestag und Bundesrat konstituierten Kommission zur Atommüll-Endlagersuche hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine gemischte Bilanz der bisherigen Arbeit gezogen. "Die Arbeit in der Atommüll-Kommission ist schwierig, aber erste Fortschritte sind erkennbar. Die Chance ist real, das Verfahren zur Suche nach dem am wenigsten gefährlichen Endlager für den hochradioaktiven Atommüll substantiell zu verbessern. Grundlage für die Endlagersuche ist das Standortauswahl-Gesetz. Dessen schnelle Novellierung muss jetzt Priorität haben, damit die Arbeitsergebnisse der Kommission umgesetzt werden", berichtet Klaus Brunsmeier, BUND-Vertreter in der Kommission.

Für den BUND ist nach dem zurückliegenden Jahr klar, dass die Kommission sich nicht ausschließlich mit dem späteren Lager für den hochradioaktiven Müll befassen kann. "Die realen Probleme gerade auch bei der Zwischenlagerung des Atommülls müssen ebenfalls geklärt werden. Es gibt Sicherheitsprobleme bei den Zwischenlagern, es ist unklar was nach Ablauf der befristeten Genehmigung der Zwischenlager geschieht und es gibt beispielsweise für den aus der Asse rückgeholten Atommüll keine Klärung, ob dieser mit in das Lager für den hochradioaktiven Abfall eingelagert werden soll oder nicht. Mit diesen Problemen muss sich die Kommission ebenfalls befassen", so Brunsmeier.

Erschwert werde die Kommissionsarbeit durch Bestrebungen von Atomkraftwerksbetreibern wie beispielsweise E.ON, sich mit Klagen oder Aufspaltungen in Teil-Unternehmen vor den Kosten für die Atommülllagerung zu drücken. Es sei essentiell, so der BUND-Vertreter, dass die Verursacher des Atommülls auch für die Kosten der Standortsuche sowie der Lagerung ihrer radioaktiven Hinterlassenschaften aufkämen. Brunsmeier: "Die Bundesregierung muss endlich die von den AKW-Betreibern für diese Zwecke angelegten Rückstellungen sichern."

© 2015 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

Ähnliche Nachrichten

15.08.2019
Die Kosten für das instabile Atommülllager Asse könnten auf mehr als fünf Milliarden Euro anwachsen....
13.03.2018
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat Ende letzter Woche einen konkreten Termin für die Fertigstell...
06.06.2017
Bis zum endgültigen Ausstieg im Jahr 2022 das letzte deutsche Atomkraftwerk vom Netz geht, entsteht weiterhin hoch ...
13.03.2017
Die Bundesregierung und die Betreiberkonzerne der deutschen Kernkraftwerke haben sich laut Berichterstattung der Deutsch...
01.02.2017
Nicht nur in Deutschland ist die Suche nach einem geeigneten Standort für ein Endlager für Atommüll in vo...
14.12.2016
Der geplante Milliardendeal der Bundesregierung mit den Energiekonzernen im Hinblick auf die Entsorgung des Atommül...
Alle Nachrichten anzeigen.
Stromrechner

Jetzt Strompreise mit dem Testsieger vergleichen!


Ist dieser Inhalt für Sie hilfreich? Bitte bewerten Sie uns.
Noch keine Bewertung abgegeben
Alles über Strom