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Offshore-Windkraft braucht Subventionen

13.05.2011 | Energienachrichten

Im deutschen wie auch europäischen Energiekonzept der Zukunft soll die Stromerzeugung aus Offshore-Windkraft eine entscheidende Rolle einnehmen. Wie aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervorgeht, könnte die Gesamtkapazität der Offshore-Windkraft, sofern alle derzeit geplanten Anlagen tatsächlich ans Stromnetz gehen würden, um das 35-fache gegenüber dem gegenwärtigen Stand steigen.

Allerdings konstatieren die Experten, dass Strom aus Hochsee-Windparks wegen besonders hoher Investitions- und Instandhaltungskosten auf absehbare Zeit nur mittels staatlicher Subventionen konkurrenzfähig sein wird. Auch die Mehrheit der Entscheidungsträger in der Politik hält eine Förderung innerhalb der nächsten zehn bis zwanzig Jahren für zwingend notwendig. Ein weiterer Kostenfaktor liegt im Ausbau der Stromnetze. Manfred Wiegand, Partner und Global Utilities Leader bei PwC: "Die Offshore-Technologie kann nur einen signifikanten Beitrag zur Energieversorgung leisten, wenn die notwendige Infrastruktur vorhanden ist. Insbesondere in Deutschland geht es dabei um die schnelle Ausweitung der Leitungskapazitäten."

Offshore-Windkraftanlagen haben gegenüber Windparks auf dem Festland den Vorteil stärkerer und beständigerer Winde. Allerdings ist der Wartungs- und Instandhaltungsaufwand auf See deutlich höher. Nichtsdestotrotz zeigt die PwC-Studie, dass Offshore-Anlagen äußerst effizient arbeiten. So ist die Erzeugungskapazität nach Aussagen aller Anlagenbetreiber an mindestens neun von zehn Tagen voll verfügbar. Zwei von drei Befragten halten das Investitionsrisiko heute für geringer als vor zwei Jahren. Mehr als die Hälfte würde sogar eher in Offshore-Anlagen investieren als in Solarenergie.

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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