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30 Jahre Offshore-Windkraft

10.09.2021 | Energienachrichten

Vor 30 Jahren entstand in Dänemark der weltweit erste Offshore-Windpark. Heute gilt die Stromerzeugung durch Windkraftanlagen auf dem Meer als wichtige Säule der Energiewende.

Weltweit erster Offshore-Windpark entstand 1991

Im Sommer 1991 wurde im dänischen Lolland, vor der Küste von Vindeby, der weltweit erste Offshore-Windpark installiert: 11 Anlagen mit einer Gesamtkapazität von fünf Megawatt konnten damals rund 2.200 dänische Haushalte mit Strom versorgen. 2017, nach mehr als 25 Jahren Laufzeit, wurde der Pionier-Windpark schließlich zurückgebaut.

Inzwischen ist die Offshore-Windkraft aus dem Energiemix vieler Länder nicht mehr wegzudenken. Während der Ausbau in den Anfangsjahren noch überschaubar war, zog er insbesondere im letzten Jahrzehnt - auch und vor allem in Deutschand - stark an. Seither wächst die installierte Kapazität rasant.

Windenergie auf dem Meer - eine Erfolgsgeschichte

In Dänemarkt wurden bereits Ende der 1990er Jahre weitere fünf Offshore-Windparks geplant. Auch im Vereinigten Königreich wurden zu diesem Zeitpunkt Leitlinien für die Windenergie in britischen Gewässern festgelegt. Großbritannien ist heute der größte europäische Offshore-Markt.

Im April 2010 ging mit der Fertigstellung des Projekts "Alpha Ventus" der erste Offshore-Windpark Deutschlands ans Netz. Die Vorzüge der Windstromerzeugung auf dem Meer wurden in den Folgejahren auch von der Politik erkannt und weiter gefördert. Bis Ende 2020 waren in deutschen Nord- und Ostseegewässern rund 1.500 Offshore-Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 7.770 Megawatt in Betrieb. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit hinter Großbritannien auf Platz zwei.

Das vergangene Jahrzehnt war von massiver Skalierung und Kostensenkung geprägt. Allein zwischen 2012 und 2016 sanken die Kosten für neue Offshore-Windkraftanlagen in Nordwesteuropa um über 60 Prozent. Damit wurde die Technologie günstiger und attraktiver als beispielsweise neue Kohlekraftwerke. Ein weiterer Entwicklungssprung folgte mit den ersten Ausschreibungen in Deutschland seit 2017. Erstmals wurden Offshore-Ausbauflächen für 0 Cent bezuschlagt. Spätestens damit wurde Offshore-Wind endgültig wettbewerbsfähig.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

Offshore-Windpark

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