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Kühlschrank, Waschmaschine & Co: Neue Energielabels für Elektrogeräte ab 2021

05.10.2020 | Energienachrichten

Ab März 2021 gilt in der Europäischen Union eine neue, vereinfachte Energiekennzeichnung für Elektrogräte. Damit soll das bisherige Label, dessen Skala bis zur höchsten Effizienzklasse A+++ reicht, transparenter und verbraucherfreundlicher werden und zugleich einen Anreiz für Hersteller bieten, ihre Geräte noch verbrauchsärmer zu konstruieren.

Wiedereinführung der Energieeffizienzklassen A bis G

Die neue Skala gilt zunächst für die fünf Produktgruppen Waschmaschinen/-trockner, Kühlgeräte, Geschirrspüler, Lichtquellen und Bildschirmgeräte. Die Überarbeitung des Energielabels wurde insbesondere deshalb notwendig, weil inzwischen der Großteil der Geräte am Markt die höchsten Effizienzklassen A+ bis A+++ trägt. Im kommenden Jahr erfolgt deshalb die Rückkehr zu den altbekannten Klassen A bis G.

"Die Reform des EU-Energielabels soll durch die klarere Struktur eine bessere Vergleichbarkeit herstellen und so zugleich den Verbraucherschutz stärken", kommentiert Susanne Schümann vom TÜV Rheinland. Wichtig dabei: Zunächst bleibt die neue Klasse A unbesetzt. Um ab 2021 diese höchste Kennzeichnung erreichen zu können, sind die Hersteller gefordert, die Effizienz ihrer Geräte weiter zu steigern.

Strengere Kriterien sollen mehr Effizienz bringen

Mit der Reform des Energielabels gehen auch strengere Auflagen einher, sowohl im Hinblick auf die Konstruktion und generelle Umweltverträglichkeit der Geräte, als auch in Sachen Reparaturfreundlichkeit. So soll der gesamte Lebenszyklus der Produkte durch deren Energiekennzeichnung abgebildet werden.

In diesem Zusammenhang immer wichtiger: die zusätzlichen Anforderungen von Smart-Home-Systemen und vernetzten Elektrogeräten. So fließen künftig auch Faktoren wie der Datentransfer WLAN-fähiger Geräte und die Nutzung damit einhergehender Apps in die Energiekennzeichnung ein.

Neuer Service: Produktinformationen per QR-Code

Für alle relevanten Verbrauchsdaten befindet sich künftig ein QR-Code auf dem Energielabel. Dieser führt zur europäischen Produktdatenbank "EPREL", die zusätzliche Geräte- und Verbrauchseigenschaften listet. TÜV-Expertin Susanne Schümann rät: "Ein Blick lohnt sich hier immer, denn während das EU-Energielabel einen ersten Eindruck zur Effizienz bietet, halten die Produktdatenblätter viel mehr Informationen transparent bereit."

-> Weitere Informationen finden Sie in unserem Themenspecial zum Stromverbrauch von Elektrogeräten.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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